Mittwoch, 24. Dezember 2008

Ha Noi & Ha Long Bay

Der Vietnam-Trip biegt in die Zielgerade und uns steht zunaechst einmal ein kleiner Trip durch die Altstadt von Ha Noi ins Haus. Nur: Die "Cyclos" hier durch die engen Strassen zu steuern ist nochmal ein Eck stressiger und unanangenehmer als in Sai Gon und daher auch weniger lustig. Die Fahrer sind unfreundlich und ungeschickt und vermiesen uns ein wenig die Laune, zu Fuss gehen waere die bessere Option gewesen, wie wir spaeter feststellen.

Durch den belebten Nachtmarkt der Hauptstadt retour Richtung Unterkunft wandern und sich so nebenbei ein paar Suessigkeiten und Reis mit Gemuese auf einem der Staende holen, das war ein interessantes Erlebnis und hat uns ein bisschen echtes Vietnamesisches Lebensgefuehl aufsaugen lassen.

Wir bekommen das "Wasserpuppentheater" zu sehen, ein programmiertes Highlight hier. Witzig, liab, sollte man durchaus auch einmal gesehen haben, sowas. Vor allem weil sich hier ueberraschenderweise die Urspruenglichkeit nicht komplett vom angestrebten Massentourismus aushebeln hat lassen wie an anderen Schauplaetzen.

Danach goennen wir uns einen Cocktail auf einer Dachterassen-Bar mit Blick auf die Altstadt und den dazugehoerigen See. Ein kleiner Vorgeschmack auf viel mehr Wasser am naechsten Tag, wo wir nach dreistueniger Busfahrt die Ha Long Bay erreichen. Diese unbeschreibliche Bucht im Nordosten Vietnams hat in der Landessprache den Namen "herabsteigender Drache" - und man lernt schnell verstehen, warum.

Rund 3000 kleine und kleinste Inselchen versammeln sich majestaetisch vor der Kueste, und das Durchcruisen dieser bizarr anmutenden Steinlandschaft mit einem kleinen Ausflugsboot (auf dem wir auch exzellentes Essen serviert bekommen und uebernachten) ist wie das Durchkreuzen eines surrealen Filmsets. Wir kommen an schwimmenden Fischerdoerfern vorbei und besuchen die Sung Sot-Grotte, eine riesige Hoehle aehnlich einer Tropfsteinhoehle inmitten einer dieser vielen Inseln. Ausserdem gibts eine auesserst nasse, aber lustige Kajak-Fahrt in die Jungferngrotte. Hier waeren wir gern noch viel laenger geblieben, die Bilder im Kopf werden uns ohnehin noch lange in Erinnerung bleiben. Die Natur kann halt dann doch einiges...

In Hanoi haelt man zwar touristisch bedingt, aber sonst eher weniger den Heiligen Abend hoch. So vergeht dieser Tag, an dem sonst Licht ins Dunkel geschaut wird, ohne spektakulaere Last-Christmas-Orgien. Dafuer gucken wir uns Ho Chi Minhs Mausoleum (mit dem bizarren Anblick der einbalsamierten Leiche des Staatsvaters), Haus und Praesidentenpalast an, weil das ja dann doch sein muss.

Und zuguterletzt haben wir ein fantastisches Mittagessen in einem No-Choice-Restaurant. Es gibt dort nur eine Speise, die aber ist einmalig: ein am Tisch stehender Holzkohlengrill koechelt einen Topf mit reichlich leckerem Fisch und vielen Kraeutern (plus Nudeln, Erdnuesse und weitere Kraeuter fuer alle am Tisch) - unser Weihnachtsessen, quasi.

Mehr zu Vietnam, vor allem eine Beurteilung der gesammelten Eindruecke (die bei allen Abenteuern und Schoenheiten dieses Landes durchaus ambivalent waren) - dann nach unserer Rueckkehr...

Vorher aber ab nach Laos. Wir haben gestern gerade noch Tickets ergattern koennen und werden am Weihnachtstag (25.) nach Vientiane, die laotische Hauptstadt, fliegen. Von dort weiter nach Luang Prabang (Flug), wo wir einige Tage bleiben werden. Den Weg retour werden wir mit dem Bus wagen, mit einem Zwischenstopp in Vang Vieng, womit wir dann auch die Hauptattraktionspunkte im an landschaftlichen wie kulturellen Hoehepunkten nicht armen Laos in unsere Reise eingebaut haben sollten. Nennen wir es positive Aufregung, was in uns vorgeht.

Achja, und: Frohe Weihnachten auch!

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