Montag, 8. Dezember 2008

Kambodscha

26 Stunden unterwegs, nix geschlafen, dann aber wenigstens am ersten Ziel: Siem Reap, eine kleine ca. 90.000 Einwohner zaehlende Stadt, an deren Rand das sagenumwobene Angkor Wat liegt.

Stellt man sich das Land, in dem das alles liegt, arm und zurueckgeblieben vor, dann koennte man falscher gar nicht liegen. Schon am Flughafen demonstrieren die Visa/Behoerden, dass sie ueber superneue Technologien verfuegen. Und natuerlich sind die Leute hier nicht reich, aber offensichtlich sehr gluecklich und zufrieden - und vor allem irrsinnig freundlich. Die Stadt selbst ist durchaus touristisch, ohne dem schalen Beigeschmack die selbige Zusammenrottungen in Mallorca oder Griechenland haben. Komfort bedeutet hier in erster Linie Sauberkeit - in einer Weltgegend wie dieser eh Luxus.

Kambodscha ist vom Gefuehl her bis jetzt sowas wie eine kleine Zusammenfassung der Welt. In einem Internet-Cafe mit Timeout-Panik ist das nur schwer zu erklaeren, aber kurzgefasst: Bezahlt wird hier prinzipiell nur in Dollar, die Touristen kommen aus allen Winkeln der Erde - und so trifft man schon auch einmal Brian Molko samt ganz Placebo (wirklich) in Ta Phrom, einem der Angkor-Tempeln. Die dabei herrschende babylonische Sprachverwirrung ueberschatten die einheimischen Guides, die ebenso fliessend japanisch sprechen wie deutsch. Manche zumindest. Wir haben keinen echten Guide, dafuer einen TukTuk-Fahrer namens Sakoo. TukTuks stehen fuer die gelebte Langsamkeit des Lebens hier. Alte Mopeds mit Riksha-aehnlichen Anhaengern (Nora sagt dazu Cabrios :-) die nicht schneller als 30, 35 kmh fahren, dafuer aber bis zu sechs davon nebeneinander in abwechselnder Fahrtrichtung. Die Coolness, die die Fahrer von motorbetriebenen Fahrzeugen hier an den Tag legen, muss ich mir erst noch aneignen, um in diesem Dschungel (sic!) zu ueberleben.

Und Angkor Wat? Wirkt in echt ganz anders als auf Fotos. Mehr dann wenn wir auch welche herzuzeigen haben.

Empfehlenswert fuer alle die naechstens hier auch her kommen: Das oertliche vegetarische Restaurant, dass uns gerade den Magen durchraeumt. Wirklich leckeres "Cambodian Curry" hatt ich da eben, und einen noch besseren Mango Shake. So passt das :-)

Die Muecken sind uebrigens laestig, aber nicht gar so viele, noch. Trotz NoBite-Sprays haben wir schon ein, zwei Stiche abbekommen... hoffentlich solche ohne Dengue-Fieber davon auszufassen... wir wissens in zwei bis drei Tagen (Inkubationszeit... spannend...).

So. Die Zeit ist aus. Bis bald.

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