Samstag, 13. Dezember 2008

Mekong-Delta.

Im Gegensatz zum Schock-Erlebnis, dass man bekommt, wenn man unvorbereitet nach Saigon reist, ist das Mekong-Delta suedwestlich davon ein Platz fuer Ruhe, Beschaulichkeit, Freundlichkeit und einfaches Leben. Die Eindruecke konnten unterschiedlicher nicht sein.

Dass die Vietnamesen kreative und clevere Leute sind, haben wir an sich bereits gelernt, als man uns erklaerte, mit welchen Fallen, Tricks und Methoden man den "American Enemy" im Krieg besiegt hat. Hier wird das auf etwas angenehmere Weise klar: Nichts, was nicht benutzt, verwertet oder recycelt werden koennte.

Die Leute leben einfach, haben aber in jedem Fall Moped und Fernseher, Hund(e) und Haehne sowie die unvermeidliche supergemuetliche Haengematte als Status-Symbole. Das Leben spielt sich auf dem Wasser ab, wo auch ein taeglicher Markt (auf Booten) stattfindet. Wir lernen interessante Menschen kennen und wie sie Reispapier oder Reiswaffeln herstellen (sehr lecker!), aus Kokosnuessen Suessigkeiten, Getraenke und Dachbedeckungen bauen. Wir bekommen eine Auswahl an frischen Fruechten (Drachenfrucht, Lychees und Verwandte davon, winzige, aber leckere Bananen und die sagenumwobene "Jackfruit" sowie grossartige Tees serviert. Dazu kommt zum Abendessen selbstgemachte Fruehlingsrolle mit delizioesem Elephantenohrenfisch.

Wir uebernachten in einem fuer Gaeste geoeffneten Privathaus direkt an einem der tausenden Seitenarme des Flusses. Zwecks guten Schlafs sind wir zwar mit Moskitonetz ausgestattet, aber die nutzen nicht besonders viel gegen das laute, wolfsartige Heulen der tagsueber noch so brav und nett dreinschauenden Hunde - und schon gar nicht gegen die hunderten Haehne, die des naechtens hier ihr persoenliches Starmania abhalten.

Zurueck in Saigon scheitern wir am Versuch, eine zusaetliche Fotokarte zu kaufen. In den Internet-Cafes, die es zuhauf gibt, sind die Moeglichkeiten Fotos auf den Desktop (und damit in Folge auf unsere mitgebrachten Speichersticks oder in diesen Blog) zu spielen enden wollend. Das passt wohl nicht mit dem hier herrschenden Kontrollgedanken zusammen.

Waehrend unser weiterer Fahrplan bis Weihnachten feststeht, ueberlegen wir gerade, wie wir die restliche Zeit bis zu unserem Rueckflug (Silvester/Neujahr) verbringen koennten. In Vietnam bleiben ebenso viele Moeglichkeiten wie im benachbarten Laos. Wir werden sehen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen