Dienstag, 16. Dezember 2008

Nha Trang.

Wir ziehen langsam nordwaerts und der Tageszaehler wird zweistellig. Die Gegensaetze, die hier die Eindruecke praegen, werden in Nha Trang noch vertieft. Im Nachtzug ist die Anreise, sagen wir einmal "mittelgemuetlich". Mit 180cm Koerpregroesse passt man jedenfalls nicht mehr in die vorgesehenen Schlafabteile. Und das man fuer die Strecke Saigon - Nha Trang eine ganze Nacht braucht, liegt an der wahnsinnigen Geschwindigkeit der Zuege, so etwa 60 km/h.

Nunja, Nha Trang... diese Stadt sieht jemand im Regierungsviertel als die zukuenftige Touristendestination Nummer eins und richtet sie entsprechend her. Noch ist es hier nett, der Strand fuer einen Stadtstrand traumhaft; es gibt ein paar alte Tempelanlagen und eine Art Therme mit speziellen Schlammbaedern, die fuer die Haut super sein sollen. Wir fuehlen uns auch gleich wie Seide danach *lol*. Ein etwa 20stoeckiges Novotel hat gerade eroeffnet, auf einer kleinen vorgelagerten Insel wird gerade "Vinpearl Land" fertiggestellt, ein Luxusressort sondergleichen, das nur mit Seilbahn uebers Meer erreichbar ist (!) und mit Hollywood-artigen Lettern auch in der Stadt selbst "sichtbar" ist. Die "Tourist Traps" sind deutlich spuerbarer und die Bars locken mit Happy Hours... das koennte hier die Vorhoelle von Mallorcas Ballermann werden, wenn sich die Tendenz bestaetigt.

Wir begeben uns mit einem Boot ein paar Kilometer raus aufs Meer und auf eine Insel, die ein nettes kleines Fischerdorf beheimatet. Hier hat jede Familie zwischen fuenf und sieben Kinder, wird uns erzaehlt - und das merkt man auch - die Dorfstrasse ist bestens von den Kleinen bevoelkert. Wieder bestaetigt sich hier die Theorie vom "einfachen Glueck". So positive, freundliche Kinder sind uns im "Westen" noch selten untergekommen. Und die anschliessende kurze Fahrt in einem Korb (!) zurueck zum Ausflugsboot war auch lustig. Dafuer war das Schnorcheln dank des eher maessigen Wetters im wahrsten Sinne fuer die Fisch'.

Seis drum. Diese kleinen Ausfluege ins normale Leben der Vietnamesen sind wirklich wertvolle Erfahrungen und bislang deutlich spannender als das Stadtleben in einem Vietnam, das zwischen absolutem Chaos und totaler Organisation hin- und herpendelt. Dienstag Morgen reisen wir nach Hoi An weiter. Wieder eine Stadt, die ganz anders wirkt, als alles vorher. Bekannt ist das eher kleine, beschauliche Staedtchen fuer seine Schneidereien. Und wenn ich meine Gedanken nach dem ersten kleinen Stadtrundgang so rekapituliere, gibts da sicher wieder einiges zu erzaehlen...

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