Montag, 12. Oktober 2009

Music Week Blog, Tag 5-10.

Die fatale Unregelmäßigkeit dieses versuchten Tagebuchs zeigt schon: Langweilig war uns nicht in den vergangenen zehn Tagen. Es war dennoch eine großartige Erfahrung. Die erste INK MUSIC WEEK liegt hinter uns - und nicht nur dafür, dass es ein Versuch und ein Schnellschuß aus der Hüfte war, können wir sehr zufrieden sein.

Am heutigen Montag nachmittag nach diesem Wahnsinn trifft sich das Team erst einmal "auswärts", um die gesammelten Eindrücke gemeinsam zu verarbeiten. Eine erste Analyse dessen, was da alles passiert ist, ist angesagt.

Zusammenfassend noch einmal in Kürze, worüber ich versäumt hatte, zu "bloggen": Zuerst war da Windmill im Chelsea (5.). Am Dienstag fühlte ich mich zum Auftakt der inkademy-Herbstserie im Fluc etwas seltsam, hatte doch die ungewohnte Bühne & Mikro-Version des Vortrages etwas von "Being A Stand-Up Comedian". Trotzdem gut, wenns nach dem Feedback geht.

Mittwoch eine angeregte Diskussion mit vielen Kollegen am Panel des Flex-Café und im Publikum - sehr gut besucht, im Resultat allerdings sind wir gerade einmal zu einem Bruchteil einer Analyse der Situation gekommen, konnten aber kaum "bahnbrechende" Erkenntnisse gewinnen. Wir (Diskutanten) waren uns dennoch einig, dass wir den aufgenommenen Faden unbedingt weiterknüpfen sollten. Irgendwer musste bloß anfangen, so scheint es - und miteinander reden, auch wenn wie in diesem Fall öffentlich, war mit Sicherheit kein Fehler.

Donnerstag brachte eine lehrreiche Diskussion rund um die Verquickungen zwischen Film und Musik - und warum es da eigentlich szenisch so wenige Verbindungspunkte gibt. Wir haben verstehen gelernt, warum das Geschäftsmodell "Sync" hierzulande nicht wirklich existiert. Das wird noch eine spannende Herausforderung, sich dieses Feldes anzunehmen. Die Kinovorführung von "Müssen alle mit" war der einzige Flop der Woche - leider interessierten sich sehr wenige für die amüsante Filmdoku. Die anschließende Soundtrack-Nacht hat dafür eine wirklich intensive und lange Party gebracht. Trotz vieler Schikaneder-Besuche hab ich dort noch nie so viele Menschen auf den Beinen und tanzen gesehen. Ich nehme es als Kompliment für Die Fabelhaften Baker Boys :-).

Freitag waren wir Gäste der 100 Jahre The Gap-Feier - ein Fest, wie es im Buche steht. Das WUK prächtigst gefüllt an allen Ecken und Enden, und Bilderbuch als eine von zahlreichen coolen Acts auf der Bühne - und als "Überraschungssieger des Abends", wie es die Gap-Chefetage erfreut verkündete.

Das Über-Drüber-Finale dann am Samstag - die "Death To The 80s"-Sause im Gartenbaukino. Sehr viele Menschen, sehr gute Stimmung, sehr lange Dauer. Es war ein intensives Abschlussfest. Für die Mannschaft ging es um 7 Uhr mit einem Frühstück im Café Drechsler zu Ende. Auch schon lange nicht mehr so gemacht.

Die INK MUSIC WEEK hat viele Aspekte unserer Arbeit, unserer Leidenschaft und unseres Lebens in die Öffentlichkeit transportiert. Da gehören Konzerte genau so dazu wie ernsthafte Diskussionen, Auseinandersetzungen mit Zukunftsthemen und Ausbildungsmöglichkeiten genauso wie das Miteinbeziehen anderer Kunstformen, die mit Musik in enger Verbindung stehen (können) - und natürlich auch Parties. Wir haben hoffentlich auch für das Publikum die richtige, ausgewogene Mischung dafür gefunden. Für mich persönlich kann ich sagen: Schön wars. Intensiv wars. Gut wars. Dankeschön, es war mir eine Ehre!

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