<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306</id><updated>2012-01-20T23:35:31.053+01:00</updated><category term='Vietnam'/><category term='Gedanken'/><category term='Regional'/><category term='Popfest'/><category term='Suedostasien'/><category term='Essen'/><category term='Politik'/><category term='Reisen'/><category term='veröffentlicht'/><category term='Kambodscha'/><category term='ink music week'/><category term='Festivals'/><category term='Welt'/><category term='Spotify'/><category term='Fotos'/><category term='ORF'/><category term='Amadeus'/><category term='Musik'/><category term='Rückblick'/><category term='Laos'/><category term='Fußball'/><category term='AKM'/><title type='text'>blög.</title><subtitle type='html'>vicious talking to sheep.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>70</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-3752023396101825143</id><published>2011-12-31T17:56:00.000+01:00</published><updated>2012-01-04T17:44:18.035+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rückblick'/><title type='text'>Das Jahr 2011.</title><content type='html'>&lt;i&gt;Wenn ich zurückschaue und mir meine Rückblicke auf vergangenen Jahre durchlese, weiß ich wieder, warum ich sie schreibe. Sie dienen mir als Reminder, Zusammenfassung und Nachschlagswerk. Was hat mich bewegt, was die Welt beschäftigt? Und die meist gestellte Frage darin lautet: "Was bleibt übrig?". Die Masse an Informationen im täglichen Leben lässt kaum mehr zu, sich an alles, geschweige denn an Details zu erinnern. Große, sprichwörtlich weltbewegende Themen stehen symbolisch dafür für ein ganzes Jahr. 2011 war an solchen Ereignissen nicht gerade arm. Es gab uns viel zu denken und viel zu lernen. Hier also ein absolut unvollständiger Auszug aus einer spektakulären Sonnenumrundung.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Der Platz. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Das Jahr brachte die Wiederbelebung des Platzes. Wer hätte noch vor einem Jahr gedacht, dass wir mit dem zentralen Platz in Ägyptens Hauptstadt Kairo, dem "&lt;b&gt;Tahrir&lt;/b&gt;", Demokratie und Aufbegehren verbinden? Die Ironie der Geschichte bringt es mit sich, dass ausgehend vom vielzitierten &lt;b&gt;"Arabischen Frühling" &lt;/b&gt;auch in westlichen Gesellschaften Sinn und Bedeutung der Demokratie neu hinterfragt wurden - maßgeblichste Beispiele waren an der Madrider &lt;b&gt;Puerta del Sol&lt;/b&gt; ("Real Democracy NOW!") oder im &lt;b&gt;Zuccoti Park&lt;/b&gt; an der New Yorker Wall Street ("#Occupy") zu finden, die jeweils Dutzende weitere Platzbesetzungen bzw regelrechte Bewegungen nach sich zogen.&lt;br /&gt;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;i&gt;Das Böse.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Fraglos war 2011 aber kein gutes Jahr für die einstige &lt;i&gt;"Achse des Bösen"&lt;/i&gt;: &lt;b&gt;Bin Laden&lt;/b&gt; von US-Spezialkräften eliminiert, &lt;b&gt;Ghaddafi&lt;/b&gt; von seinen eigenen Landsleuten zu Tode gejagt, &lt;b&gt;Kim Jong-Il&lt;/b&gt; von selbst gestorben. Und es wurde uns schonungslos aufgezeigt, wie sehr "Terrorismus" in den Köpfen zu einem Synonym für den Islam geworden war: Als in &lt;b&gt;Oslo&lt;/b&gt; eine Bombe detonierte, waren "Terror-Experten" und der Mob mit islamischen Bedrohungsszenarien sehr schnell zur Stelle. Nur um wenige Stunden und 77 Tote auf der Ferieninsel Utoya später sprachlos die wahren Ausmaße und Hintergründe des grauenvollen Massakers des &lt;b&gt;Anders Breivik&lt;/b&gt; zu erkennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade in diesen dunklen Stunden beeindruckte der norwegische Ministerpräsident &lt;b&gt;Jens Stoltenberg &lt;/b&gt;nachhaltig mit seiner &lt;a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-07/stoltenberg-norwegen-attentat"&gt;"Mehr Offenheit, mehr Demokratie"&lt;/a&gt;-Rede. Im Übrigen einer der wenigen Politiker, die mich anno 2011 beeindruckten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Die Korruption.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;In Österreich manifestiert die politische Kaste eher ihren Ruf, das Volk als eine Art Realkabarett zu unterhalten. Von &lt;b&gt;Ernst&lt;/b&gt; &lt;a href="http://derstandard.at/1297820910907/Lobbying-Affaere-Ernst-Strasser-tritt-zurueck"&gt;"of course I´m a Lobbyist"&lt;/a&gt; &lt;b&gt;Strasser&lt;/b&gt;s bizarrem Abgang von der Politbühne über das berühmt gewordene Zitat &lt;b&gt;"Wo wor mei Leistung"&lt;/b&gt; (aus den Telefonprotokollen Walter Meischbergers mit Karl-Heinz Grasser) bis zur Causa Hochegger und Schmiergeldzahlungen in der Telekom-Affäre, von fragwürdigen Inseratspraktiken des Bundeskanzlers bis hin zur ebenso dreisten wie patscherten Bestellung des SP-Spezialfreundes Niko Pelinkas zum Büroleiter des ORF-Generaldirektors: Das scham- und geschmacklose Spiel mit der Macht hat 2011 kaum eine Facette ausgelassen, die nicht zum Schmerzen verursachenden Kopfschütteln anregen würde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anders als in anderen Ländern (siehe oben) werden derlei Entwicklungen eher mit einer wegwerfenden Handbewegung Marke "eh wurscht" kommentiert, Ende des Jahres hat aber just ein "echter" Kabarettist selbst dem fadaugerten Österreicher am Zahn der Zeit erwischt: &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=akQqj1Yi_uc"&gt;Roland Düringer mit seiner Instant-Classic-Rede&lt;/a&gt; im allerletzten &lt;i&gt;"Dorfers Donnerstalk"&lt;/i&gt; unter dem Schlagwort &lt;b&gt;"Wir sind wütend"&lt;/b&gt;. Sie erinnerte mich stark an die nicht minder legendäre &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=90ELleCQvew"&gt;"Mad as hell"&lt;/a&gt;-Szene aus "Network" - bezeichnenderweise ein nicht älter werdender Film aus dem Jahr 1976. Es scheint sich nicht allzuviel geändert zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Die Krise.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Erstaunlich genug, dass sich Politiker angesichts der Lage der Weltwirtschaft noch mit dem &lt;a href="http://derstandard.at/1324501476691/Tauschgeschaeft-Politik-Posten-sind-Schweine"&gt;"Posten sind Schweine"&lt;/a&gt;-Spiel beschäftigen können. Seit 2008 die &lt;i&gt;Große Krise&lt;/i&gt; ausgerufen wurde, hat sich die Wirtschaft nicht wirklich erholt - im Gegenteil: 2011 war das Jahr der &lt;b&gt;Euro-Krise&lt;/b&gt;, die europäischen Staaten begannen, wie Dominosteine zu fallen. &lt;b&gt;Ratingagenturen&lt;/b&gt; wurden das personifizierte Böse, weil sie die Entwicklung mit ihren Bewertungen nur noch beschleunigten und verschlimmerten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei scheint selbst dem Laien sonnenklar: Das "Erfinden von Geld" (die Finanzwirtschaft "macht" mittlerweile mehr Geld als die Realwirtschaft) musste irgendwann nach hinten los gehen! Das Schummeln in den Bilanzen musste doch irgendwann auffliegen (Griechenland und Italien lassen grüßen)! Doch seit Billa den Hausverstand beschlagnahmt hat, ist er offenbar anderswo abhanden gekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Die Natur.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Wenn das Wetter nicht gerade eine extreme Seite zeigt, verschwindet das Thema Klimaschutz und Erderwärmung sehr schnell von der Agenda. Jeder weiß, dass es das Problem gibt, konsequent etwas dagegen tun ist aber nicht - frag nach in &lt;b&gt;Durban&lt;/b&gt;, wo die alljährliche Klimakonferenz wie ebenso alljährlich ohne wirklich greifbares Ergebnis (abgesehen von einer Verlängerung des Kyoto-Protokolls) zu Ende ging.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So ähnlich verhält sich das auch mit dem Thema Atomenergie. Seit vor 25 Jahren Tschernobyl in die Luft flog, hatte die Atomlobby langsam aber sicher wieder den Blickwinkel etabliert, dass dies ja eine grüne und "sichere" Energiealternative darstelle. Und dann kam am 11. März das große Erdbeben in Japan mit nachfolgendem &lt;b&gt;Tsunami&lt;/b&gt;, tausenden Toten und der Reaktorkatastrophe in &lt;b&gt;Fukushima&lt;/b&gt;. Braucht es wirklich immer Ereignisse wie diese, damit wir auf bestimmte Dinge drauf kommen, die wir eigentlich eh wissen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Die Technologie.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Schließlich war das abgelaufene Jahr wohl jenes, in dem der Paradigmenwechsel im Konsumieren und Verbreiten von Nachrichten endgültig Konturen anzunehmen begann. Soziale Netze, insbesondere &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;Twitter&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; und &lt;b&gt;facebook&lt;/b&gt;, haben sich mittlerweile auch in der Breite zu Nachrichtenquellen und Multiplikatoren entwickelt. Der Arabische Frühling hat sich teilweise darüber organisiert, Nachrichten wie jene aus Oslo oder Fukuhsima "live" und mit Eyewitness-Berichten unterüfttert verbreitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und noch einmal wirkt es wie eine Ironie des Schicksals, dass mit &lt;b&gt;Steve Jobs&lt;/b&gt; just heuer eine der Ikonen der "Digitalen Revolution" von der Bühne abtrat. Den Kampf gegen den Krebs konnte selbst er nicht gewinnen, hinterlassen hat er ein gewaltiges Erbe an Marke (Apple), (r)evolutionären Produkten (iPod, iPad, iPhone...) und Reden wie dieser, die auch für uns ein wertvolles Lebensmotto vorgibt: &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=D1R-jKKp3NA"&gt;Stay hungry, stay foolish&lt;/a&gt;. Die posthum blitzschnell veröffentlichte Biographie Jobs´ war eines der meist verkauften Bücher des Jahres - noch (auch) in physischer Form.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Die Musik.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&amp;nbsp;&lt;/i&gt;Zuguterletzt die unvermeidlichen Musiklisten. &lt;b&gt;Ja, Panik&lt;/b&gt;, in unserem Hause "groß" geworden, waren die unumschränkten Helden der deutschen Fachpresse, führen praktisch jede Liste (spex, Musikexpress, Spiegel Online...) mit ihrem Großwerk &lt;b&gt;DMD KIU LIDT&lt;/b&gt; oder den daraus stammenden Songs wie &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=4o8fXW2vhGY"&gt;"Nevermind"&lt;/a&gt; an. Die mittlerweile größtenteils entknüpften beruflichen Bande zur in Berlin lebenden Gruppe halten mich nicht davon ab, ein gewisses Maß an Stolz und Freude zu empfinden. Well done, Boys! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein persönliches Album des Jahres war &lt;b&gt;PJ Harvey&lt;/b&gt;s grandioses Gesamtkunstwerk "&lt;b&gt;Let England Shake"&lt;/b&gt;. Noch dazu durften wir bei der Premiere unseres "&lt;a href="http://www.poolinale.at/"&gt;Poolinale&lt;/a&gt;" Musikfilmfestivals als erste überhaupt die zwölf Clips auf Kinoleinwand zeigen.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend noch in loser Reihenfolge jene Songs, Alben und Konzerte, die mir mit dem Stempel "2011" in Erinnerung bleiben werden:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Songs&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Metronomy - The Look&lt;br /&gt;Austra - Lose It&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The Do - Too Insistent&lt;br /&gt;Reptile &amp;amp; Retard - Speeddance&lt;br /&gt;Amanda Palmer (feat. The Young Punx) - Map Of Tasmania&lt;br /&gt;Feist - How Come You Never Go There&lt;br /&gt;Totally Enormous Extinct Dinosaurs - Garden&lt;br /&gt;Elektro Guzzi - Pentagonia&lt;br /&gt;Crystal Fighters - PlageThe Strokes - Macchu Piccu&lt;br /&gt;The Naked And Famous - Young Blood&lt;br /&gt;Oh Land - Son Of A Gun&lt;br /&gt;Neuschnee feat. Parkwächter Harlekin - Sag mir nicht&lt;br /&gt;Ja, Panik - Nevermind&lt;br /&gt;M185 - Space Bum Rocket Kid&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Alben&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;PJ Harvey - Let England Shake&lt;br /&gt;Metronomy - The English Riviera &lt;br /&gt;Elektro Guzzi - Parquet&lt;br /&gt;Clara Luzia - Falling Into Place&lt;br /&gt;M83 - Hurry Up, We´re Dreaming&lt;br /&gt;The Do - Both Ways Open Jaws&lt;br /&gt;Lykke Li - Wounded Rhyms&lt;br /&gt;Feist - Metals&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Konzerte&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Arcade Fire - Wiesen&lt;br /&gt;Dry The River - Reeperbahnfestival, Hamburg &lt;br /&gt;Garish - Burgtheater, Wien&lt;br /&gt;Retro Stefson - Simplon Up, Groningen (Eurosonic) &lt;br /&gt;Reptile &amp;amp; Retard - Spot Festival, Aarhus&lt;br /&gt;Totally Enormous Extinct Dinosaurs - Fluc, Wien&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Filme&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Black Swan&lt;br /&gt;Midnight in Paris&lt;br /&gt;Margin Call&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-3752023396101825143?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/3752023396101825143/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/12/2011.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/3752023396101825143'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/3752023396101825143'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/12/2011.html' title='Das Jahr 2011.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-4867984032411315947</id><published>2011-11-19T13:20:00.001+01:00</published><updated>2011-11-20T15:33:11.555+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Spotify'/><title type='text'>Wer Spotify hat, braucht für den Schaden nicht zu sorgen?</title><content type='html'>&lt;i&gt;Seit 15. November ist Österreich auf der Landkarte des Spotifiy-Territoriums und damit in der modernen Realität der Musikwirtschaft angekommen. Was sich für den Konsumenten schnell als neue Sonne am Musikhimmel etablieren könnte, wirft für andere dunkle Schatten. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als &lt;a href="http://www.spotify.com/"&gt;Spotify&lt;/a&gt; kürzlich in den USA an den Start ging, haben selbst renommierte Meinungsführer und Blogger wie &lt;a href="http://lefsetz.com/wordpress/index.php/archives/2011/07/15/spotify-3/"&gt;Bob Lefsetz&lt;/a&gt; den Streaming-Dienst wärmstens willkommen geheißen und ihn als das Tor zur Zukunft in der Musikindustrie gepriesen - endlich ein sinnvolles, legales Angebot, dass den Torrentismus zu stoppen imstande ist. Wer braucht noch Musik saugen, wenn er jeden Song legal streamen kann?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zahlen, die Spotify dabei regelmäßig vorlegt, sind tatsächlich beeindruckend: In bisher bedienten Märkten habe man bewiesen, dass man die Menschen von den illegalen Downloads hin zu den legalen Streams bringen könne - und dabei die legalen Downloadziffern sogar heben könne. Das klingt nach Jahren der Horrorstatistiken (etwa diese: Geschätzte 95% aller aus dem Internet geladenen Musik wird nicht bezahlt) natürlich gut in den Ohren jener, die mit Musik ihren Unterhalt verdienen wollen - Motto: "Ein paar zahlen ein bisschen" ist immer noch besser als "alle zahlen nix".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was hier einerseits wie die Rettung der Musikindustrie gefeiert und propagiert wird, hat fraglos auch Schattenseiten. Keiner meiner Beiträge hier wurde so scharf und leidenschaftlich diskutiert wie jener im heurigen Juli (&lt;a href="http://ink-vicious.blogspot.com/2011/07/der-langsame-tod.html"&gt;"Der langsame Tod"&lt;/a&gt;), der sich mit den (noch?) ungemein niedrigen Einnahmeströmen aus Streamingdiensten beschäftigt hat. Das Thema beschäftigt - kein Wunder: wir diskutieren hier nicht weniger als den "Sinn" einer Revolution, und noch keiner weiß genau, wohin sie uns führen wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Blattwende?&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der allgemeinen Euphorie über die Ankunft des Erlösermodells stellen sich mittlerweile immer mehr kritische Stimmen in den Weg. Und während &lt;a href="http://www.blogger.com/Die%20IFPI%20geriert%20sich%20dabei%20einmal%20mehr%20als%20%22die%20Musikwirtschaft%22.%20http://www.vienna.at/musikwirtschaft-begruesst-spotify-start/3091630"&gt;"die österreichische Musikwirtschaft"&lt;/a&gt; (als die sich die IFPI gerne und nicht ganz zurecht bezeichnet) den Spotify-Start &lt;a href="http://www.blogger.com/Die%20IFPI%20geriert%20sich%20dabei%20einmal%20mehr%20als%20%22die%20Musikwirtschaft%22.%20http://www.vienna.at/musikwirtschaft-begruesst-spotify-start/3091630"&gt;"begrüßt"&lt;/a&gt;, machten &lt;i&gt;Coldplay&lt;/i&gt; zuletzt damit Schlagzeilen, dass sie ihr neues Album "Mylo Xyloto" nicht für Spotify zur Verfügung stellen wollen. &lt;i&gt;Adele&lt;/i&gt; hatte dies bereits davor mit "21" getan. Die Hintergründe dazu sind natürlich finanzieller Natur, oder "Business Decisions", wie in &lt;a href="http://paidcontent.org/article/419-the-awkward-unanswered-questions-that-led-to-coldplays-spotify-embargo/"&gt;diesem Artikel&lt;/a&gt; detailliert ausgeführt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann war da &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.musicweek.com/story.asp?sectioncode=1&amp;amp;storycode=1047525&amp;amp;c=1"&gt;Jon Hopkins&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;, der all dies auf den Punkt brachte. Der zuletzt für den Mercury Award nominierte britische Elektronik-Musiker tweetete &lt;i&gt;"8 Pfund für 90.000 Plays. Fuck Spotify"&lt;/i&gt; - womit die &lt;a href="http://www.musicweek.com/story.asp?sectioncode=1&amp;amp;storycode=1047525&amp;amp;c=1"&gt;Story&lt;/a&gt; über die enorm niedrige Entschädigung endgültig in der breiten Öffentlichkeit angekommen war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Folge hat auch ein großer britischer Digitalvertrieb mit 236 angeschlossenen&amp;nbsp; Labels seinen Gesamtkatalog von den Streamingdiensten &lt;a href="http://crave.cnet.co.uk/software/record-labels-say-f-spotify-50006130/"&gt;zurückgezogen&lt;/a&gt;, weil die Zahlen eindeutig zeigen würden, dass die Leute einfach streamen anstelle eine CD oder einen Download zu kaufen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei ist das eh klar: Spotify ist einfach bedienbar, fährt ein "Freemium"-Modell, vereint clever so ziemlich alle Vorteile für den Konsumenten unter einem Modell - und ist damit Fahnenträger für den endgültig in die Wege geleiteten Paradigmenwechsel vom Besitz eines Tonträgers hin zum schlichten Zugang zur Musik. Diese &lt;i&gt;Access vs. Ownership&lt;/i&gt;-Diskussion und die Schwierigkeit, bisherige Einkunftsquellen wie CD-Verkauf oder Radio-Airplay mit etwas Neuartigem wie Spotify zu vergleichen werden die nächsten Jahre der Musikindustrie prägen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Urheber gegen Konsumenten?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Was oben genannte Künstler-Statements auch aufwerfen, reicht möglicherweise aber viel weiter: Der geschätzte Leser wird sich an den Krieg erinnern, den &lt;i&gt;Metallica&lt;/i&gt; gegen Napster (und damit "das Volk") begannen - und sich damit einen Image-Knieschuss leisteten. Und auch die Diskussion um die Urheberrechtsabgabe ("Leercassettenvergütung") auf Festplatten ist noch im Kurzzeitspeicher verankert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All diese Themen sind deutlich werdendere Indizien für einen seit Jahren aufziehenden, gefährlichen Krieg zwischen Urhebern und Konsumenten. Der User ist im digitalen Zeitalter (wohl unumkehrbar) zum "Alles Gratis"-Monster erzogen worden. Das Wertschätzen geistiger Schöpfung macht in Zeiten des massenhaften Konsums keinen Stich. Musik ist immer und überall - der in der (verwandten) Kulturflatrate-Diskussion geführte Vergleich mit einem Lebenselixier wie Wasser gewinnt damit einerseits Sinn und ist andererseits an Absurdität kaum zu überbieten. Wie lange wird das gut gehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Das Urheberrecht muss nachziehen&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Die schleichende Untergrabung des Urheberrechts (und sei es "nur" in den Köpfen der Menschen) schreitet so unweigerlich fort - das muss aber nicht zwangsläufig Schlechtes bedeuten. Es bedarf dringend einer neuen Denke, die bestenfalls ebenso revolutionäre Züge trägt wie das Spotify-Modell. Ein modernisiertes, dem 21. Jahrhundert gerecht werdendes Urheberrecht ist jedoch nicht in Sicht. Im Gegenteil: Es fehlen die dazugehörigen Visionen - und die notwendige Energie fließt in vorgelagtere Diskussionen wie obiger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Haben die Vordenker des Urheberrechts im 19. Jahrhundert noch den Wert künstlerischen Schaffens in die Gesellschaft getragen, müssen wir uns heute die Frage stellen lassen: Was ist die Bedeutung von Ideen, Werken, von urheberrechtlich geschützten Werten in der Gesellschaft von heute und morgen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spotify alleine kann man die fehlende Antwort nicht anlasten. Die Schweden sind clevere Geschäftsleute, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und eine konsumentenfreundliche, spannende Software geschaffen haben. Ich erneuere meine Hoffnung, dass die Einkommensströme aus dem Dienst mit steigendem Erfolg auch für die Urheber eine faire und relevante Größe erreichen werden. Spotify alleine wird die Musikwirtschaft weder komplett retten noch umbringen, es ist aber vielleicht der erste Dominostein, um eine wichtige und notwendige Wertedebatte anzustoßen und in die Öffentlichkeit zu tragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Folge mir auf Twitter:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;www.twitter.com/hannestschuertz&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-4867984032411315947?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/4867984032411315947/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/11/wer-spotify-hat-braucht-fur-den-schaden.html#comment-form' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/4867984032411315947'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/4867984032411315947'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/11/wer-spotify-hat-braucht-fur-den-schaden.html' title='Wer Spotify hat, braucht für den Schaden nicht zu sorgen?'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-3503073828550797240</id><published>2011-11-13T17:20:00.001+01:00</published><updated>2011-11-13T18:34:28.139+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ORF'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Die große Chance.</title><content type='html'>Am Wochenende ging &lt;a href="http://diegrossechance.orf.at/"&gt;"Die große Chance"&lt;/a&gt; zu Ende - und liest man in den Medien dieser Tage, so hat der ORF seine eigene, vielleicht letzte Chance genutzt: Die Sendung gilt als durchschlagender Erfolg, die Quoten haben gepasst, die Siegerin auch - weil sie so schön dem gängigen Casting-/TV-Klischee widerspricht und es gleichzeitig herrlich bedient.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In jungen Jahren hab ich begeistert &lt;i&gt;"Die große Chance"&lt;/i&gt; gesehen, weil es damals in den 80ern zuallererst ein Präsentierteller für talentierte Künstler unterschiedlicher Färbung war. Im Unterschied dazu dürfen sich die Teilnehmer heute in einen künstlich hochgespielten Wettbewerb stürzen. Sie dürfen sich dazu von einem Zirkusdirektor, einem kuschelig gewordenen Aggro-Rapper und einer durch der Staatsoper unangenehmen &lt;a href="http://www.verkehrsinfo.at/artikel/4.645.094"&gt;Nacktfotos&lt;/a&gt; zur Seitenblicke-Berühmtheit gewordenen Primaballerina erklären lassen, wie das Showbusiness funktioniert. Der alte Name wurde also mit einem wohlbekannten Konzept, dass sich der ORF einmal mehr von deutschen Privatsendern "geborgt" hat, kombiniert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Erfolg der Sendung lag aber wohl weniger am geschickten Abkupfern, sondern am grundsätzlichen Charakter des Formats: es ist eine Familiensendung. Anders als beim durchgestylten und langsam dann doch ausgelutschte Karaoke-Format finden sich hier "Typen" für Oma, Papa und Kind. Die Echtheit und das Talent standen zumindest einen Schritt weit vor der Show. Selbst die an Plattheit nicht zu unterbietende, knochen gewordene Zumutung Doris Golpashin konnte das kaum verhindern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Christine Hödl, die Gewinnerin, hat zweifelsohne Stimme und Begabung. Und dann auch noch die für TV-Erfolg unvermeidliche "Story", die sie aber betont sachte spielt. Wie nachhaltig uns der Name erhalten bleibt (und ob sie selbst dazu überhaupt Bock hat) wird sich weisen - die Chancen stehen zumindest nicht schlechter als bei Oliver Wimmer, Verena Pölzl und.... wie hieß die Heldin von Morgen nochmal?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will angesichts all dessen nicht undankbar sein, wo ich den "Berg" doch beständig dafür kritisiere, die Musik im Fernsehen auf Stadl-Formate zu reduzieren. Was der ORF aber einmal mehr völlig vergisst, ist: Von der Sorte "sehr talentiert, dem breiten Publikum zumutbar, von hoher Qualität, mit guter Stimme" (etc.) gäbe es mehr als genügend da draußen. Viele davon würden sich und Alexander Wrabetz alle Finger und Zehen abschlecken, gäbe man ihnen die Möglichkeit, sich auch außerhalb ihrer liebgewordenen Nische (wo auch immer sie ist) und meinetwegen auch "nur" auf ORF III zu präsentieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollen die sich alle für die zweite Staffel der "großen Chance" bewerben, weil es ihre - erm - große und einzige Chance wäre, ins Fernsehen zu kommen? Dann wäre hierzu noch eine Kleinigkeit anzumerken... wie schon bei Starmania sind die Teilnahmebedingungen auch mit dem Abtritt an Rechten verbunden. Der Partner der Sendung ist Sony Music. Gemeinsam mit einem parat stehenden Management und der ORF Enterprise als Händchenaufhalter erhält der Teilnehmer ein, nunja, "Angebot, dass er nicht ablehnen kann".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der ORF wirkt also nicht nur "nicht für", sondern sogar massiv gegen eine natürlich wachsende und florierende Talente-/Musikwirtschaft: Sie schließt unabhängige Unternehmen - Managements, Labels etc. - de facto aus - und damit all jene Künstler, die sich auch abseits von Castingshows zu etablieren versuchen oder schon etwas weiter waren als "hab schon ein paar Mal in einem Beisl gespielt" (C. Hödl). Wollen wir wirklich in einer Gesellschaft enden, die über den Erfolg oder Misserfolg von Künstlern via Fernbedienung entscheidet, mit dem zwischengeschalteten Gatekeeper ORF?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn "Die große Chance" etwas beweist, dann, dass Fernsehen als Medium und Mulitplikator nach wie vor über eine gewisse Macht verfügt. Zuallererst jene, für geeignete Künstler die berühmte &lt;a href="http://ink-vicious.blogspot.com/2011/04/die-glaserne-decke.html"&gt;gläserne Decke&lt;/a&gt; zu durchbrechen. Licht am Ende des Tunnels könnte die Entwicklung der Sendung aber allemal sein. Nämlich dann, wenn man im ORF begreift, dass sie nicht "alleine" bleiben muss und auch andere Musikformate Platz hätten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Edgar Böhm (ORF-Unterhaltungschef) kündigt an, auch Entwicklungen außerhalb davon wahr zu nehmen (Ob das eine Drohung oder ein Angebot ist, kann man in einem Interview der aktuellen Ausgabe der Branchenzeitung &lt;a href="http://www.filmsoundmedia.at/"&gt;Film, Sound &amp;amp; Media&lt;/a&gt; herauszulesen versuchen). Er möchte Künstlern wie &lt;i&gt;Andreas Gabalier&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;5/8erl in Ehren&lt;/i&gt; eine Plattform geben können, weil die ja schon bislang abseits gängiger Formate als funktionierend erachtet werden können. Nundenn, lieber Herr Böhm, ich hätte da noch ein paar weitere diesbezügliche Vorschläge...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Im Übrigen ist das für die Sendung verwendete Kürzel "DGC" schon seit mehr als zehn Jahren für die jeden ersten Donnerstag im Monat im Wiener B72 stattfindende Veranstaltungsreihe &lt;b&gt;"Der gute Club"&lt;/b&gt; im Einsatz. Dort werden - erraten - bewusst neue "Talente" einem interessierten Publikum vorgestellt. Das nächste Mal am 1. Dezember mit der absolut entdeckungswürdigen Band &lt;a href="http://lkws.bandcamp.com/"&gt;Likewise&lt;/a&gt;. Der geschätzte Leser möge sich eingeladen fühlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="addthis_toolbox addthis_default_style "&gt;&lt;a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count" href="http://www.blogger.com/blogger.g?blogID=6088395686813621306"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class="addthis_button_tweet" href="http://www.blogger.com/blogger.g?blogID=6088395686813621306"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium" href="http://www.blogger.com/blogger.g?blogID=6088395686813621306"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class="addthis_counter addthis_pill_style" href="http://www.blogger.com/blogger.g?blogID=6088395686813621306"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;script src="http://s7.addthis.com/js/250/addthis_widget.js#pubid=ra-4eafd5a63f7932eb" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Follow me on twitter:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-3503073828550797240?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/3503073828550797240/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/11/die-groe-chance.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/3503073828550797240'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/3503073828550797240'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/11/die-groe-chance.html' title='Die große Chance.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-7486174055837126686</id><published>2011-10-04T20:26:00.004+02:00</published><updated>2011-10-04T21:00:18.455+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Popfest'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Festivals'/><title type='text'>Ein kleines bisschen Geschichte.</title><content type='html'>&lt;i&gt;Es ist aus vielen Blickwinkeln immer noch ein klein wenig unglaublich: Nach vielen Jahren und ebenso vielen Anläufen ist an diesem Wochenende tatsächlich ein Club-/Showcase-Festival samt Konferenz in Wien vonstatten gegangen. Ein kleines bisschen Geschichte dazu.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon als ich im September 2009 mit Tatjana Domany und den Kollegen von &lt;a href="http://www.aman.ag/"&gt;AMAN&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.mica.at/"&gt;&lt;/a&gt; die &lt;a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=130820655845"&gt;"Austrian Music Convention"&lt;/a&gt; initiieren durfte, war der Plan, ein Showcase-Festival in Wien abzuhalten, nicht mehr ganz taufrisch. Für die Stadt und die hiesige Branche aber war sie immer noch vergleichsweise revolutionär. Damals hatten wir internationale Gäste eingeladen, mit uns über die Sinnhaftigkeit, den Aufbau und den Zweck einer solchen Veranstaltung diskutiert und erstaunliche Resonanz und Ergebnisse erfahren. Das machte soviel Mut, dass wir danach mit der Idee "shoppen" gingen. Bei Sponsoren und Vertretern der Stadt gab es große Augen, Anerkennung, Glückwünsche, aber zuguterletzt nicht die ausreichenden Mittel zur Umsetzung. Es war die dritte derartige Runde in wenigen Jahren, mit stets erweiterten Teams und adaptierten Konzepten. Die Voraussetzungen waren so gut wie nie, denn dass die Labels (AMAN ist eine gemeinsame Interessensvertretung exportorientierter Labels) und kurz später auch Musikinformationszentrum (mica) überhaupt zusammen vorgingen, war bis kurz davor noch jenseits des Vorstellbaren (aber das ist eine andere Geschichte).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein paar Monate später wurde plötzlich das &lt;a href="http://www.popfest.at/"&gt;Popfest&lt;/a&gt; präsentiert. Die Stadt Wien hatte also doch Geld. In diesem Fall, um den Karlsplatz zu beleben. Bewiesen wurde in diesem Zusammenhang vor allem, dass es um Beziehungen noch mehr geht als um Ideen - aber immerhin: die Idee war spannend und durchaus gut. Sie kam von "außen" (Christoph Möderndorfer zählt nicht unbedingt zu den szenischen Protagonisten der Wiener Musikwelt, was hier durchaus ein Vorteil war), die Programmierung wurde clever mit einem fähigen Kurator (Robert Rotifer) besetzt. Zweck und Kommunikation des Festes waren nach innen gerichtet - wer diesen Blog verfolgt weiß, wie wichtig und notwendig ich das finde. Was (im Vergleich zu unserer Idee) fehlte, war ein Mehrwert, der "Raus"-Charakter, die Vernetzung ins Internationale.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einer meiner ersten Wege nach Bekanntwerden des Popfest-Projektes führte mich daher zu Christoph Möderndorfer, um ihn über die Tätigkeiten der "Brancheninsider" AMAN/mica zu informieren. Nach ein wenig Überzeugungsarbeit zählten wir eins und eins zusammen - entstanden sind die Panels und Talks (unter Federführung von Franz Hergovich und Rainer Praschak im mica) mit nationalen und internationalen Gästen, die dem Popfest in den letzten beiden Jahren eine Bereicherung waren und Mehrwert gaben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir nutzten diese Gelegenheit, um eine Handvoll internationaler Gäste nach Wien zu holen, um sich mit ihnen auszutauschen und ihnen die vitale hiesige Szene im vollen Glanz (des Popfestes) zu zeigen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Herbst 2010 sprach mich dann Thomas Heher (&lt;a href="http://www.tba.cc/"&gt;TBA&lt;/a&gt;) an, ob wir nicht noch einen Versuch wagen sollten, Wien auf die Landkarte international besetzter Clubfestivals zu setzen - er hätte da eine Idee, die uns bei der Finanzierung helfen könnte. Das Medienhaus Monopol erwies sich in der Folge als "Missing Link" einer ohnehin bereits bemerkenswerten Kooperation. Ausgezeichnete Kontakte zu Sponsoren, eine an (hierenthalben notwendige) Naivität grenzende Vision, ein (siehe oben) gut aufbereiteter Boden, städtisch-szenische Aufbruchstimmung dank Popfest, eine Gesprächsbasis zwischen den wichtigsten Mitspielern, der Wille zu gemeinsamer konzeptioneller Arbeit - all das sind Gründe, warum &lt;a href="http://www.wavesvienna.com/"&gt;Waves Vienna&lt;/a&gt; am vergangenen Wochenende zum ersten Mal über die Bühne gehen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum aber hat es diese Veranstaltung überhaupt gebraucht? Der Effekt von Waves Vienna kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die österreichische Musiklandschaft hat in den letzten Jahren einen Aufbruch erlebt, ist aus einem Dornröschenschlaf erwacht. Dennoch ist der Rückstand zum internationalen Markt in vielen Bereichen offenkundig. Während sich die Qualität der Bands zügig auf hohes internationales Niveau heranpirscht, ist die Landschaft an Professionisten vergleichsweise äußerst dünn besiedelt. Es gibt kaum "Manager", Antreiber, wenige international operierende Labels und Agenturen, der transnationale Vernetzungsgrad ist gering. Es fehlt der Mut zu investieren, der Mumm sich zu Musik als Profession zu entschließen (das hat auch Marktgründe), der unbedingte Wille sich zu verbessern und weiter zu bilden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin: Kooperieren geht mittlerweile wengistens national (man nehme nur genau diese Geschichte als Beispiel), langsam wird auch begriffen, dass es mehr braucht als darauf zu warten, ob FM4 den neuen Song spielt oder nicht. Immerhin: Man zieht zum ersten Mal mit einer breiten Armada an einem Strang - es gibt schließlich kaum etwas, worauf man dem anderen gegenüber neidig sein könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Waves Vienna&lt;/b&gt; kommt also genau zum richtigen Zeitpunkt: Das "Kochen in der eigenen Suppe" hat zwangsläufig endlich ein Ende, Herrn und Frau österreichischem Musikmenschen wird direkt vor der Haustür ein kleines bisschen Welt zu Füßen gelegt: Zum Konferenzteil haben sich mehrere hundert Besucher angemeldet, gekommen waren unter anderem Vertreter einiger der wichtigsten Fach-Events der Welt: &lt;a href="http://www.sxsw.com/"&gt;SXSW&lt;/a&gt; (Austin, US), &lt;a href="http://www.eurosonic.nl/"&gt;Eurosonic&lt;/a&gt; (Groningen, NL), &lt;a href="http://www.mama-event.com/"&gt;MaMa&lt;/a&gt; (Paris, FR), &lt;a href="http://www.reeperbahnfestival.de/"&gt;Reeperbahnfestival&lt;/a&gt; (Hamburg, DE), &lt;a href="http://www.spotfestival.dk/"&gt;Spot Festival&lt;/a&gt; (Aarhus, DK), &lt;a href="http://www.cmw.net/"&gt;Canadian Music Week&lt;/a&gt; (Toronto, CA) und solche bedeutender osteuropäischer Festivals (Sziget, Exit, Wilsonic, Rock For People...). Management-Legenden wie Peter Jenner (früherer Manager von Pink Floyd und The Clash) sprachen und tratschten, Delegierte aus so bunt verstreuten Ländern wie Schweden, Belgien, Polen, Ungarn oder der Türkei waren hier und lauschten und diskutierten. Journalisten von BBC oder Clash Magazine sowie zahlreicher osteuropäischer Medien waren ebenso vertreten. Das intensive Vernetzen und Trommeln der Beteiligten, das Kennenlernen all dieser Leute auf eben solchen Events in aller Welt, verstreut über die letzten Jahre: es hat Früchte getragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nebeneffekt: All diese "prominenten" Gäste gingen mit uns des abends in die Clubs um unter 80 Acts auch rund 30 österreichische Künstler zu sehen, die neben Gang Of Four, EMA und Zola Jesus nicht bloß Beiwerk waren. Sie haben sich mit den Leuten in Wien über Wien unterhalten, sich vernetzt und ausgetauscht. Sie haben sich ein Bild gemacht, dass sie sonst nie bekommen hätten - und waren erstaunt. Über die Qualität und Dichte der Szene, über die Coolness der Lokale, über die Schönheit der Stadt, über den Mut im Jahr 2011 so ein Event neu zu erfinden. Wien als Standort wird jetzt ein schönes Stück weit ernster genommen, besser verstanden und in Zukunft mehr gefragt - und versprochen: das war erst der Anfang. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Feedback zu dieser ersten Ausgabe hätte gar nicht viel besser sein können. Es wurde gelobt, aber auch konstruktiv und sachlich auf zweifelsohne noch vorhandene Schwächen und Fehler hingewiesen, nicht ohne zu betonen, wie weit Waves Vienna für seine Erstausgabe bereits sei (gerade von jenen, die selbst solche Events aus dem Boden gestampft hatten). Zurück kommen wollen alle. Nicht zuletzt, weil wir Wien als das hergezeigt haben, was es ist: Eine wunderschöne Stadt, die sich geographisch bestens als Verbindungspunkt zwischen ost- und westeuropäischer Märkte eignet; als Treffpunkt und Konferenzort - noch dazu mit reichlich Partypotential ;-).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;follow me:&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz%20"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz &lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-7486174055837126686?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/7486174055837126686/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/10/ein-kleines-bisschen-geschichte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/7486174055837126686'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/7486174055837126686'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/10/ein-kleines-bisschen-geschichte.html' title='Ein kleines bisschen Geschichte.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-7594125934649190787</id><published>2011-09-07T01:50:00.000+02:00</published><updated>2011-09-07T01:50:59.356+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='veröffentlicht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Raus hier!</title><content type='html'>&lt;i&gt;Wer sich ein klein wenig mit Musik und seiner wirtschaftlichen Seite auseinandersetzt, der kennt die Tonnen an Sprichworten, Vergleichen und Sagern, die die Wichtigkeit des Exports nahe legen. Nicht nur ehemalige Minister wissen: Austria is a too small country. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Rahmenbedingungen, insbesondere für einigermaßen zeitgenössische Populärmusik in Österreich, sind nicht per se schlecht; der Markt aber ist mit seinem Zustand und seiner Größe dennoch nicht sonderlich tragfähig – also nix wie raus! Bloß wie? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in der Musik hat die Globalisierung längst Einzug gehalten. Die Digitalisierung hat zudem diesen globalen Markt mit Unmengen an vielfältigsten Produktionen überschwemmt. Das Exportieren an sich ist also einerseits einfacher geworden, das erfolgreiche Positionieren in einem „fremden“ Markt aber durchaus schwieriger. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So klein die Rolle der Nationalität mittlerweile dabei geworden ist, so gilt „aus Österreich hinaus“ arbeiten aus vielen Gründen als nicht besonders attraktiv oder zielführend für Künstler: Die gefühlte Reputation der österreichischen „Musikarbeiter“ hält nicht mit jenen der bekannten internationalen Konkurrenz mit, die Kontakte sind auf bescheidenem Niveau, man wird nicht besonders ernst genommen, es gibt kaum Vorbilder. Das Level an Professionalismus ist vergleichsweise gering, Lücken tun sich beispielsweise im Bereich Management auf. Und all diese Klischees und Argumente bewegen sich in einem einander bedienenden Teufelskreis. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus der Perspektive des mit Künstlern arbeitenden Musikwirtschafters gilt es also, genau hier anzusetzen, den Kreis zu durchbrechen und nach mehr zu streben. In den letzten Jahren hat sowohl auf künstlerischer wie auf wirtschaftlicher Ebene längst ein Aufholprozess eingesetzt – nicht von ungefähr sind bei hiesigen Labels (zB schoenwetter, SeaYou) Künstler aus England, den USA, Frankreich oder Schweden unter Vertrag. Luft nach oben ist dennoch reichlich vorhanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Schlüssel besteht aus den Bausteinen Selbstbewusstsein, Vernetzung, Kooperation und Geld – bestenfalls in genau dieser Reihenfolge. Wer diesen Schlüssel mit einer Portion Cleverness benutzt, sperrt unverhofft viele Türen auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie sieht der Bauplan dazu aus?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Eins: Selbstbewusstsein. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Wen interessiert, das Österreich ein kleines Land ist? Dieses Land hatte Mozart und Falco. Beide Seiten der Klischeemedaille kann man getrost einmotten, wenn man ein gutes „Produkt“ hat, mit dessen Qualität man sich auch auf internationaler Ebene nicht verstecken muss. Es ist herzeigbar? Zeig es her! Ich besuche pro Jahr viele einschlägige Länder- und Exportveranstaltungen - und ehrlich: Kaum ein Land hat eine derart vitale, bunte, qualitative und dichte Musikszene wie Österreich. Das Potential verpufft nur allzuoft ungenutzt (mit zum Beispiel eingangs erwähnter „Ausrede“). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zwei: Vernetzung.&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Man wird nicht gleich zum Chef der größten Plattenfirma der Welt laufen können, aber jeder Kontakt von heute kann morgen wichtig sein. Musik ist ein Peoples Business, und sowas geht selten schnell. Vernetzung ist ein nie fertig gestelltes Puzzle, aber jeder Teil macht das Bild vollständiger. Hat man Punkt 1 erfüllt und Qualität, ist das zudem das beste Öl für den Motor Vernetzung. Die zur Verfügung stehenden Tools sind mannigfaltig: Festivals, Konferenzen, Messen, Austauschprogramme, Informationsabende… überall trifft man Leute, und umso interessanter (und interessierter) man selber ist, umso interessanter sind die Leute, mit denen man zu tun hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Drei : Kooperation und Offenheit.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich bin ein leidenschaftlicher Verfechter des Prinzips Offenheit. Paradebeispiel: Wenn alle nur exportieren wollen, wem genau verkaufen sie eigentlich ihre Ware? Irgendjemand muss auf der anderen Seite stehen und das Produkt auch importieren. Offenheit heißt voneinander zu lernen und zusammen zu arbeiten, sich auszutauschen und zu ergänzen – und das bedeutet weiter zu kommen, Neues zu schaffen. Mit Offenheit kann selbst der Chef noch von seinem Praktikanten lernen und spielt sich das Musikwirtschaftsspiel bis hin zur internationalen Ebene leichter und vor allem interessanter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Vier : Geld.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Füge den Teilen eins bis drei besagte Cleverness hinzu und überzeuge mit einer innovativen Idee die Leute von &lt;a href="http://www.departure.at/"&gt;www.departure.at&lt;/a&gt;. Viel Glück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;--------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dieser Text wurde als Beitrag für den &lt;b&gt;departure.blog&lt;/b&gt; im Rahmen des "Focus Musik" verfasst und unter &lt;a href="http://blog.departure.at/"&gt;blog.departure.at&lt;/a&gt; veröffentlicht.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;--------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;follow me : &lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;www.twitter.com/hannestschuertz&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-7594125934649190787?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/7594125934649190787/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/09/raus-hier.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/7594125934649190787'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/7594125934649190787'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/09/raus-hier.html' title='Raus hier!'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-5529826307787294617</id><published>2011-08-27T19:18:00.001+02:00</published><updated>2011-08-27T19:27:07.511+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Amadeus'/><title type='text'>Stop me, Amadeus.</title><content type='html'>&lt;i&gt;&amp;nbsp;Dem aufmerksamen Beobachter ist nicht entgangen, dass es heuer keinen österreichischen Musikpreis geben wird. Der &lt;b&gt;„Amadeus“&lt;/b&gt; war seit 2001 fester Bestandteil des hiesigen Industriegeschehens und breit genutzte Projektionsfläche für Klischees, Klagschriften und Jubelposen – jetzt macht er erstmal Pause, weil zu wenig Geld da ist. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor zwei Jahren wurde der Preis unter mächtigem Getöse „relaunched“, mit mehr Österreich-Faktor versehen und von seiner Bürde, ein kleiner Grammy mit internationalen Gästen sein zu müssen, befreit. Die Luft zum Atmen hatte er nach knapp zehn Jahren zwar durchaus gebraucht, gleichzeitig war das Bekenntnis einer akkurateren Abbildung des österreichischen Musikgeschehens aber ein aufgelegter Elfmeter für den ORF. Seinen ein Jahr davor ausgelobten Ausstieg aus der Fernsehübertragung des Preises konnte er so noch „billiger“ begründen. Zumal dies der zugewiesenen Paraderolle des Rundfunks, die Musikszene medial zu marginalisieren, in die Hände spielte. Freilich ist das hier nur eine Diskussion am Rande.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Top-Argument, den Musikpreis überhaupt abzuhalten, war damit jedenfalls ausgeschaltet: eine möglichst große Fläche für Musik aus Österreich zu schaffen. Dass aus dem Amadeus ein Koma-Patient wurde, ist also weder überraschend noch verwunderlich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ist der Preis offiziell nicht tot, sondern setzt nur ein Jahr aus. Es darf vermutet werden, dass der (an sich nicht ungelungene) Relaunch von den Entscheidungsträgern als Schuss in den Ofen gesehen wird. Das ist aber ein bisschen so, als ob man frohen Mutes in 12jährige Fußballer investiert hat und nach zwei Jahren entsetzt alle Bemühungen einstellt, weil immer noch keine Champions League-Mannschaft daraus geworden ist. Schon eher offiziell ist die Version, dass es schlicht zu wenig Geld für den jährlichen, erm, „Branchenumtrunk“ gab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Widmen wir uns also den Details, zunächst dem beliebten Inhaber des Schwarzen Peters, dem ORF. Ausgerechnet Franz Medwenitsch, der Geschäftsführer der IFPI, sitzt dort als Stiftungsrat an den „Hebeln der Macht“. Blöd nur, dass er sich dort als „Rädelsführer“ des VP-Freundeskreises in radikaler Opposition zum eben wiedergewählten General Alexander Wrabetz befindet. Die Musikwirtschaft also im Würgegriff eines eher fragwürdigen Politspektakels?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der ORF-Übertragung und also der besagten breiten „Fläche“ hängt freilich mehr als der fromme Wunsch nach Aufmerksamkeit für die Musik: Der Wille potenter Sponsoren, in den Amadeus zu investieren, ist ohne breit aufgestellte TV-Sendung enden wollend. Puls4 in Ehren, sind die erreichten 25.000 Zuseher sehr bescheiden verglichen mit dem Potential, dass der ORF mit derselben Sendung hätte. Keine Quote, keine Sponsoren, kein Geld, kein Amadeus – ein kleiner Teufelskreis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So nobel die Vorhaben der IFPI im Zusammenhang mit dem Amadeus hier klingen, so fragwürdig sind die Hintergründe dieses Vereins. Der „Industrieverband“ ist selbst kein besonders lebendiger Repräsentant der österreichischen Musikszene: Die IFPI ist ein Interessensverband, vertritt hauptsächlich die „großen“ Labels (plus einiger größerer Independents, die bereit sind, hohe Mitgliedsbeiträge für wenig Mitspracherecht zu bezahlen) und damit sprichwörtlich „industrielle Interessen“ – und schottet sich geschickt ab, um diese wahren zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wie weiland im Fußball (um den Vergleich wieder aufzubringen) ist es auch in der Musik wesentlich einfacher und billiger international erfolgreiche Produkte innerhalb von bestehenden Konzernstrukturen zu vermarkten und zu handeln, als selber welche zu entwickeln. Das Interesse, österreichische Musik „hochzuziehen“, ist vergleichsweise teuer, aufwendig und schwierig. Nur logisch, dass es nachrangig bleibt. Das freilich scheint auch konzernpolitisch eher kurzsichtig, darf aber die Sorge der dortigen Manager bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heikel ist jedoch: Die IFPI ist auch Eigentümer (!) der Verwertungsgesellschaft &lt;a href="http://www.lsg.at/"&gt;LSG&lt;/a&gt;. Ein klein wenig grotesk, denn die LSG vertritt die hiesigen Produzenten (Labels) und Interpreten.&amp;nbsp; Sie trägt dabei Sorge für deren Rechtewahrnehmung - beispielsweise bei Radiosendungen. Wie alle anderen Verwertungsgesellschaften ist die LSG zur Führung eines Fonds für soziale und kulturelle Einrichtungen (SKE-Fonds) verpflichtet. Gespeist wird dieser aus den Einnahmen aus der „Leerkassettenvergütung“ (bzw Festplattenabgabe), ein Posten der zuletzt die Summe von 2,354 Millionen Euro ausgemacht hat (siehe &lt;a href="http://www.lsg.at/LKV_SKE_09.pdf"&gt;Jahresbericht&lt;/a&gt; 2009).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hört man als Musiker SKE, denkt man sofort an die Kleinförderungen des gleichnamigen Fonds der &lt;a href="http://www.ske-fonds.at/"&gt;Austro Mechana&lt;/a&gt;, die ihrerseits sehr gezielt, sinnvoll und vor allem transparent vergeben werden. Nicht so bei der LSG. Trotz seit Jahren anhaltender Kritik sind die Förderungen extrem intransparent. Die LSG kofinanziert aus diesem Topf jährlich unter anderem auch „soziale und kulturelle Einrichtungen“ wie Starmania. Die genaue Höhe der Fördersumme ist unbekannt. Die potentielle Fördersumme für Kleinlabels ist prinzipiell eher unbekannt, und richtet sich darüber hinaus nach deren Umsatz (!) - wen das wohl begünstigt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück zum Amadeus. Dessen Finanzierung war 2011 nicht mehr gewährleistet, weil nicht ausreichend Sponsoren gefunden werden konnten. Immerhin wären aus besagtem Topf der LSG aber 430.000 Euro zur Verfügung gestanden. Ich lasse euch zunächst mit nur einigen wenigen Fragen, die jetzt im Hirn aufpoppen zurück: Und das reicht nicht? Was passiert mit dem Geld heuer? Bitte, wieviel?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ergänzungen erlaubt, Fortsetzung folgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Vergangenes zum Amadeus:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://ink-vicious.blogspot.com/2009/09/amadeus-amadeus-fazit.html"&gt;Fazit 2009&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://ink-vicious.blogspot.com/2009/06/amadeus-amadeus.html"&gt;Amadeus neu (2009)&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://ink-vicious.blogspot.com/2009/07/amadeus-amadeus-2.html"&gt;Amadeus neu 2 (2009)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://ink-vicious.blogspot.com/2007/05/der-amadeus-also.html"&gt;Amadeus 2007&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-5529826307787294617?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/5529826307787294617/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/08/stop-me-amadeus.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5529826307787294617'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5529826307787294617'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/08/stop-me-amadeus.html' title='Stop me, Amadeus.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-568302413312616756</id><published>2011-07-25T23:05:00.003+02:00</published><updated>2011-07-25T23:29:14.453+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gedanken'/><title type='text'>Mehr Offenheit und mehr Demokratie.</title><content type='html'>&lt;i&gt;Es müssten einem die Worte fehlen, nach einem Wochenende wie diesem. Und gerade deshalb bedarf es, einiges raus zu lassen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich möchte nicht zu sehr auf die beängstigende Logik und Stratgie eingehen, mit der ein unmöglich zu beschreibender Mensch das Handeln seiner Beobachter vorhergesehen hat und so uns alle für seine Zwecke (Multiplikation der Message) einspannt. Samt fesch und adrett in Uniform fotografieren lassen und ein Pamphlet des Wahnsinns verbreiten. Andere haben das ausreichend und bestens getan, Blogollege &lt;a href="http://www.misik.at/sonstige/isoliert-die-geistigen-brandstifter.php"&gt;Misik&lt;/a&gt; etwa. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was mich beschäftigt, ist die Frage nach dem Dahinter - und danach, wie die Welt auf eine unbegreifliche Tat wie jene in Utoya und Olso "reagieren" sollte. Die Norweger machen es im Grunde vor, selten hat mich eine politische Figur in einer Krisensituation so beeindruckt wie &lt;a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-07/stoltenberg-norwegen-attentat"&gt;Jens Stoltenberg&lt;/a&gt;. Er gibt den Takt für meine Antwort vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;"Unsere Antwort wird mehr Offenheit und mehr Demokratie sein."&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist vielleicht der wichtigste und weiseste Satz, den ein Politiker im 21. Jahrhundert gesagt hat. Ob er seinen bedingungslos offenen Kurs  durchziehen kann, wird die vielleicht größte Nagelprobe die eine moderne Demokratie je zu bestehen hatte, und ich wünsche ihm, mir und uns, dass er Erfolg hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erinnern wir uns an die Tage nach 9/11 und G. W. Bush - da hieß es "We´ll hunt you down". Mit seiner Politik und Strategie nach dem Terrorakt hat er die Attentäter und Strippenzieher dahinter eigentlich umfangreich belohnt. Sie haben all das erreicht, was sie wollten. Aufmerksamkeit, Angst und Schrecken in aller Welt, Krieg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedes mal,  wenn ich am Flughafen eine Sicherheitskontrolle durchschreite und es "piepst", geht mein  Puls kurz nach oben. Ich hab mir zwar nie etwas vorzuwerfen, aber seit dem 11. September ist man zunächst Terrorist -  außer man beweist das Gegenteil (insbesondere beim Einreisen in die  USA). Angst und Schrecken, auch 10 Jahre später. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umgekehrt könnte die Strafe für den Attentäter höher gar nicht sein, als dass wir seine krude Ideologie völlig ignorieren, die Menschlichkeit, die Offenheit, das Gemeinsame bedingungslos zelebrieren wie nie zuvor. Und hier ist der Knackpunkt, wo wir als Gesellschaft ansetzen müssen: Die Fähigkeit zur Gemeinsamkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Träumen wir doch einen Moment lang nicht von einer wie auch immer gefärbten Weltutopie, fantasieren wir keine religiösen Revolutionen herbei, realisieren wir doch auf allen Ecken des politischen Spektrums: Es wird immer zwei (oder mehr) Seiten geben, es wird immer andere Meinungen, Einstellungen oder Farben geben als die eigene. Es gibt Rapid und Austria, Linke und Rechte, Inländer und Ausländer, es gibt verfeindete Nachbarn und zerstrittene Geschwister. Es gibt aber auch Yin und Yang, die aus dem Unterschiedlichen das Gemeinsame bauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Gedankenexperiment: Würden wir alle Linken in die eine Hälfte des Landes schicken und alle Rechten in die andere - wäre die Welt in jeder der beiden Hälften besser? Natürlich nicht! Jede Hälfte würde in sich dennoch streiten, es gäbe reichlich Gelegenheiten dazu. Beispiele? Israel und Palästina. FPÖ/BZÖ/FPK. Und so weiter. Man könnte natürlich weiter separieren und Leute mit unterschiedlichen Ansichten, Relgionen, Hautfarben, Lieblingsklubs und Blutgruppen voneinander trennen. Das geht so lange, bis jeder von uns alleine dasitzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Blödsinn? Eben.&lt;br /&gt;Wir sollten uns damit abfinden, dass wir miteinander auskommen müssen.&lt;br /&gt;Fangen wir gleich jetzt damit an. Immerhin sollten wir spätestens seit der Aufklärung begriffen haben, dass  es möglich ist, auf zivilisierter Ebene über Ansichten zu reden (die andere  Seite davon heißt übrigens: Zuhören).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also: Fangen wir an, zu diskutieren. Nehmen wir unser demokratisches Grundrecht wahr und benutzen unsere Stimme. Wenn uns etwas stört, stehen wir auf und tun es kund. Vergessen wir einen Moment lang, dass die wegwischende Handbewegung der häufigste und einfachste Kommentar zum politischen Geschehen ist. Tun wir etwas, reden wir. Am besten miteinander, auch mit jenen, deren Meinung wir nicht von vornherein teilen. Lernen wir, die andere Seite zu respektieren, zu verstehen, auch wenn wir nicht gleich rüber wechseln wollen. Hören wir nie auf, unsere eigene Meinung zu hinterfragen, zu überprüfen und auf die Probe zu stellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Ansatz ist freilich vielleicht justament eines: Naiv.&lt;br /&gt;Und Stoltenbergs Nachsatz zum obigen Zitat lautete: "Aber nicht mehr Naivität."&lt;br /&gt;Got ya.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;follow me: &lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;www.twitter.com/hannestschuertz&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-568302413312616756?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/568302413312616756/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/07/mehr-offenheit-und-mehr-demokratie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/568302413312616756'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/568302413312616756'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/07/mehr-offenheit-und-mehr-demokratie.html' title='Mehr Offenheit und mehr Demokratie.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-7682000651529734219</id><published>2011-07-18T23:07:00.000+02:00</published><updated>2011-11-20T15:34:18.395+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ORF'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Das programmierte Desaster.</title><content type='html'>&lt;i&gt;Eigentlich wollte ich zum Thema &lt;b&gt;ORF 3&lt;/b&gt; (eigentlich "III") bereits etwas schreiben, bevor die &lt;a href="http://derneue.orf.at/programm/angebote/orfiii.html"&gt;Programmstruktur&lt;/a&gt; dazu bekannt gegeben wurde. Es hätte eine Wette sein sollen. Eine solche wäre ich nämlich leichten Herzens eingegangen - und hätte sie freilich ebenso einfach gewonnen.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das lässt sich jetzt natürlich gut sagen, aber mir zu glauben ist auch nicht schwierig: Ihr Inhalt wäre gewesen, dass es der "Berg" zustande bringen würde, auch einen vollständig der Kultur und Information gewidmeten Sender ohne adäquate Abbildung der hiesigen Musikszene zu programmieren. Und schafft er es? Aber mit Leichtigkeit! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt ist eine solche Wette nicht unbedingt mutig. Wenn der ORF von etwas zu viel hat, dann von Vorschlägen diverser "Lobbyisten", was er alles für die eine oder andere Zielgruppe machen sollte - insbesondere wenn es um qualitatives Programm, und dann erst Recht wenn es um kulturelles Programm geht. (Denken wir nur an den großartigen Vorschlag der FP-Abgeordneten Unterreiner, die allen Ernstes (noch) &lt;a href="http://derstandard.at/1308680551523/Freiheitliche-Wuensche-FPOe-will-mehr-Volksmusik-im-Fernsehen"&gt;mehr Volksmusik im ORF&lt;/a&gt; durchsetzen wollte.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt muss man kein allzu guter Kenner des Landes Österreich und seiner Institutionen sein, um bestimmte Mechanismen zu kennen. Doch selbst das Befrieden diverser Einflüsterer und das Gestalten nach generalwahlkampfadäquaten Interessen in Betracht ziehend erschließen sich mir einige Dinge einfach nicht. Zuallererst: Warum sich der ORF so konsequent vor einer Zielgruppe wie der "unsrigen" versteckt und sie immer wieder dermaßen vergrämt. Im Falle von ORF III ist das in etwa so, als würde man einen neuen Hauptbahnhof bauen und ihn nicht an die U-Bahn-Linien der Stadt anbinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Empirisch erhoben handelte es sich bei besagter Zielgruppe - immerhin - um junges Publikum, dass gegenwärtig und/oder zukünftig in überdurchschnittlichem Maße an entscheidenden Positionen sitzt und Personalverantwortung ausübt, Etats vergibt, gebildet und kaufkräftig ist oder wird. Warum verzichtet man auf die Bindung dieses Publikums völlig? Mir fällt nur EIN guter Grund ein, diese Zielgruppe zu ignorieren, und der ist nicht klug: Dieses Publikum ist nicht die Mehrheit. Aber bei ORF III kann dieses Argument nicht schlüssig greifen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass die Quotengeilheit des ORF justament begonnen hat, als das Privatradio und -fernsehen in Österreich spät aber doch Einzug hielt, ist eine Art Paradoxon. Während anderswo (etwa von der &lt;a href="http://downloads.bbc.co.uk/aboutthebbc/policies/pdf/bpv.pdf"&gt;BBC&lt;/a&gt;) der eigentliche Sinn des öffentlichen Rundfunks beständig hinterfragt und mittels eines regelmäßigen &lt;a href="http://downloads.bbc.co.uk/aboutthebbc/policies/pdf/bpv.pdf"&gt;Public Value-Reports&lt;/a&gt;&amp;nbsp; definiert wird, herrscht hierzulande "Malen nach Zahlen". Es ist das alte Grundübel: Quantität statt Qualität - wie oft hatten wir das schon...?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hintergrund ist (auch das hatten wir schon) die 50%ige Abhängigkeit des Senders von Werbegeldern und das damit verbundene Buckeln vor dem Markt. Dass dies dem staatlichen Auftrag zuwiderläuft - selbstredend. Dabei hat man es dem ORF so leicht gemacht, eins und eins zusammen  zu zählen. Der vieldiskutierte "Kulturauftrag" einerseits, die  "Einladung" des Gesetzgebers, einen eigenen (werbetechnisch eingeschränkten) Kulturkanal zu programmieren  andererseits. Es ist wie ein Elfmeter ohne Torhüter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und der Staatsfunk? Er spielt lieber weiterhin Privatfernsehen. Neulich programmierte ATV "Two And A Half Men" in den Hauptabend. Der ORF kopierte dieses erfolgreiche Konzept in den Samstagabend und sendet dort jetzt uralte Wiederholungen - herzlichen Glückwunsch zu soviel Programminnovation mit öffentlichem Mehrwert. Weitere Beispiele bitte gerne hier einfügen, es gibt sie tonnenweise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun will ich ORF III und sein &lt;a href="http://derneue.orf.at/programm/angebote/orfiii.html"&gt;Programmkonzept&lt;/a&gt; nicht totreden, bevor der Sender geboren ist. Ich wünsche mir dennoch gutes Programm. Und es kann ja dennoch sein, dass hier hochwertiges und interessantes Programm geboten wird. Aber ich kann ein Beispiel bringen, wie es AUCH ginge: &lt;a href="http://kultur.zdf.de/"&gt;ZDF KULTUR&lt;/a&gt;. Aus dem ehemals schnöseligen und kaum angenommenen &lt;i&gt;Theaterkanal&lt;/i&gt; (mit der gefühlt gleichen Zielgruppe die der ORF jetzt mit III anpeilt) entstanden, hat sich der Sender völlig neu erfunden und spannend positioniert - nämlich vor allem jung, abwechslungsreich und intelligent - gleichbedeutend mit nicht extrafrech und nicht superjung, nicht übertrieben und schon gar nicht aufgesetzt; kurzum: recht gut. Und - siehe da - selbst Oper findet in diesem Kontext Platz und Publikum (by the way: Wer sagt, dass etwa Barbara Rett nicht auch in SO ein Konzept passt?).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Programm erinnert mich teilweise an jene Zeit, in der der ORF seine Talente noch im eigenen Glashaus gezüchtet hat. In den 80ern mit "OK" und "Ohne Maulkorb" - ohne die wir heute weder Barbara Stöckl noch Vera Russwum ertragen müssten. In den 90ern "X-Large", aus denen Arabella Kiesbauer, Christian Clerici oder Mirjam Unger hervorgegangen sind. Hier wurden wenigstens noch ansatzweise Szenen und Subkulturen abgebildet. Heute verzichtet das staatliche Fernsehen komplett auf beides und holt sich seine "Talente" von den Privaten (sic!).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Pool, dem man sich noch bedienen kann, ist Radio. Und hier schließt sich der Kreis: FM4 ist das Biotop, dass einerseits zur letzten verbliebenen Fata Morgana der heimischen Szene zu werden droht, andererseits auch Sprecher (Claudia Unterweger, Mari Lang) vor die Kamera zu schubsen imstande ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz ohne Ironie kenne ich justament im gelb-schwarz gefärbelten vierten Stock des Funkhauses verschiedenste Quellen, die Vorschläge für Sendungen  für ORF III eingebracht hätten. Die einfachsten davon liegen auf der Hand: FM4 Studio 2 Sessions und Radio Sessions werden seit langem mitgefilmt, das Material harrt seiner Verwertung jenseits des Webstreams. Sie wurden alle ausnahmslos abgelehnt, und triftige Gründe dafür gibt es so viele wie Jugendkultursendungen im Fernsehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun könnte man meinen, derlei Beschwerderufe wären ein "Indieversum"-Phänomen, aber mitnichten. Zuletzt sendete ORF 1 spätnachts Folge 11 von "Weltberühmt in Österreich" - immerhin. Rudi Dolezal hatte nach dem Erfolg der 10 Austropop-Folgen (bis 2008) eine Fortsetzung mit dem Übertitel "Die Wachablöse?" gestaltet und einen wilden Ritt durch das gegenwärtige Treiben (von Trackshittaz über 5/8erl in Ehren bis Ja, Panik) für 140.000 spätnächtliche Zuseher gestaltet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er, Dolezal, dürfte über den Verdacht, ein Indie-Nerd zu sein, erhaben sein. Und doch anerkennt er eine ungemein vitale Szene wie nie zuvor, fordert anlässlich der Sendung lautstark und an allen Orten regelmäßigere Sendezeit und eine verstärkte, den Realitäten entsprechende Abbildung der Szenen ein. Als Grammy-Preisträger, Queen- und Falco-Freund verhallt seine Stimme aber ebenso ungehört wie meine. Könnte beruhigend sein, ist es aber nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Passieren tut nichts, außer dass der ORF entgegen seines selbst definierten Interesses erst Recht Zuseher verlieren (oder erst gar nicht erreichen) wird. Wohl auch weil die Werte, die eine Berichterstattung über diese "Suppe" Subkultur bringen würde, vielerorts fehlen. Authentizität, Nachhaltigkeit, Lokalkolorit, Glaubwürdigkeit; vor allem aber: ein bewusstes Statement gegen die Volksverblödung á la "Saturday Night Fever" zu setzen, einen bewussten Gegenpol zu Katzinger und Bohlen, Lugner- und Dschungelcamp zu kreieren, ein bewusstes Schaffen von Mehrwert und "Public Value" zur Kernaufgabe zu machen - selbst wenn es zum Preis ist, nur 30 statt 40% Einschaltquote zu erreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was uns bleibt, ist der lakonische Kommentar eines Kollegen: Der meinte, ORF III bedeute eben nicht "drei", sondern "iii" - und drückt also den Ekel des Fernsehpublikums gegenüber hochkulturellem Programm per se aus. Hat er Recht, oder besteht doch noch Hoffnung? Und lohnt es sich, selbige nicht aufzugeben oder müssen wir dafür den Küniglberg stürmen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-7682000651529734219?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/7682000651529734219/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/07/das-programmierte-desaster.html#comment-form' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/7682000651529734219'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/7682000651529734219'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/07/das-programmierte-desaster.html' title='Das programmierte Desaster.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-5318169330397679807</id><published>2011-07-11T00:35:00.004+02:00</published><updated>2011-11-20T15:32:56.557+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Spotify'/><title type='text'>Der langsame Tod.</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;&lt;/span&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Seit nun schon mehr als zehn Jahren wird der Tod der Musikindustrie beschworen, und doch ist sie immer noch quicklebendig. Bloß die Rollen, Mitspieler und Profiteure haben sich geändert. Seit jeher ist der wirtschaftliche Erfolg von und mit Musik kaum eine Frage von guten oder schlechten Songs, sondern von Technologie gewesen. Das hat in der letzten Dekade immerhin auch zur "Demokratisierung" der Gestaltung und Verfügbarkeit von Musik geführt.&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Mittlerweile bewegen wir uns vom „Besitz“ von Musik völlig weg, selbst der iPod ist praktisch schon wieder Geschichte. Die neuen Schlagzeilen gehören dem Streaming - Musik immer und überall verfügbar, in der „Wolke“. Die Entwicklung ist nicht nur logisch, sondern aus Konsumentensicht ungemein angenehm. Unlimitierter Zugang zu einer universellen Musikdatenbank mit allen möglichen Titeln - das bringt Musik endgültig auf eine Stufe mit Wasser, auf den Weg zum allzeit verfügbaren Gemeingut.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;So ganz nebenbei gelingt dabei der Coup, dass die „Illegalität“ teils radikal entsorgt wird – denn die beliebtesten Streamingdienste sind (zumeist) legal und führen Gebühren ab (zumindest tun dies simfy, last.fm und spotify) - das verführt viele dazu, in diesen Diensten die Rettung der Musikindustrie zu sehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Weil die Judikatur der Realität aber überall hinterhinkt, Gesetzgeber zu langsam und bestehende Rechteinhaber schlichtweg zu blöd und eigensinnig sind, wird es hier für viele Anbieter kompliziert. Daher sind Dienste wie &lt;a href="http://www.spotify.com/"&gt;spotify&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://turntable.fm/"&gt;turntable.fm&lt;/a&gt; nicht überall (auch nicht in Österreich) erhältlich (ebenso wenig wie die großartigen Filmdienste Netflix oder Hulu, tolle, legale Alternativen zum Download ganzer TV-Serien-Staffeln).&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Was außerdem bei aller Romantik dieses ultimativ letzten Schrittes zur totalen Demokratisierung jedoch noch fehlt, ist ein Blick auf die andere Seite – die der Künstler und Kreativen, und damit auch der sprichwörtlichen wirtschaftlichen Seite der Musik.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Das Beispiel Apple zeigt, dass Musik lediglich ein Vehikel ist – oder glaubt ernsthaft jemand, Steve Jobs geht es um Musik? Warum also sollte das bei den Erfindern von spotify etc. anders sein? Was erfolgreiche Technologiebetriebe seit jeher bestens verstehen, ist, andere den Preis zahlen zu lassen – und wer würde sich besser dafür eignen, als das ohnehin schon halb geschlachtete Vieh Musikindustrie? Das ist die Rettung? Mit diabolischem Grinsen und dem Metzgermesser in der Hand? &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Dem ist ein aus dem Leben gegriffenes Beispiel &lt;/span&gt;hinzuzufügen&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;: Im Monat Juni wurden 8.598mal Tracks aus unserem Labelrepertoire von &lt;i&gt;Ja, Panik&lt;/i&gt; auf &lt;a href="http://last.fm/"&gt;last.fm&lt;/a&gt; abgespielt (Streams). Bei einer angenommenen Durchschnittsdauer von 3 Minuten pro Song ergäbe das knapp 18 Tage durchgehende Musik. Eine Menge? Das wirtschaftliche Ergebnis davon sind sagenhafte 1,06 Euro – insgesamt, wohlgemerkt. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Bei allem Respekt vor Kosten für Entwicklung und Instandhaltung eines Systems wie last.fm, bei allem Respekt vor der Zugänglichkeit zu freien Datenbanken für den Konsumenten – das kann sich so nicht ausgehen. Diese berühmt gewordene Grafik veranschaulicht das Problem: &lt;a href="http://www.informationisbeautiful.net/2010/how-much-do-music-artists-earn-online/"&gt;http://www.informationisbeautiful.net/2010/how-much-do-music-artists-earn-online/&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Wenn das die Rettung ist, überfährt sie mit ihrem Wagen die Industrie samt den Kreativen mit Blaulicht und Karacho. Spielen wir´s durch: Wer last.fm benutzt, kann auch prächtig Statistiken aufrufen, wie oft er beispielsweise seine Lieblingssongs hört. Seht nach! Selbst Titel, die man oft und gerne hört, werden kaum mehr als 30-50 Plays im Lauf der Zeit generieren. Nehmen wir den iTunes-Wert von 1 Euro pro Titel als Referenzwert für „Eigentum“ her, wäre jeder einzelne Play also 2-3 Cent wert.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Dass der Stream nicht den „Wert“ des Eigentums hat, ist klar. Die Vielfalt und Verfügbarkeit senkt den Wert des einzelnen Titels weiter, auch klar. Gingen wir also von bloß 0,005 Euro (einem halben Cent) pro Titel aus - also ein Sechstel des errechneten Kaufwertes - hätte unsere Labelabrechnung in obigem Beispiel bereits 43 Euro ausgewiesen – immerhin. Anstelle eines verkauften Titels um 99 Cent hätte ein einzelner Kunde zirka 20 Cent im Lauf der Zeit für das Immer-wieder-Hören eines Songs bezahlt – guter Deal, right?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Hört er insgesamt sehr intensiv Musik, sagen wir 3h durchschnittlich pro Tag, käme er mit dieser Preisgestaltung auf Kosten von 9 Euro pro Monat – klingt leistbar, oder? Bloß. Wir reden aktuell von einem winzigsten Bruchteil, einem dreiundvierzigstel davon. Unser Digitalvertrieb hat seine Abrechnung mittlerweile auf acht Stellen hinter dem Komma (!) umgestellt, um die Auszahlungsbeträge von spotify und last.fm überhaupt darstellen zu können. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Ok, der Paradigmenwechsel von Eigentum auf Leihe kennt wie alles andere, das sich ändert, Gewinner und Verlierer. Es erscheint mir allerdings auf Dauer etwas langweilig, als Vertreter der Kreativen immer auf der Seite der Verlierer stehen zu müssen. Noch dazu, wo mir die Gewinner gleichzeitig sagen, sie hätten mich gerade gerettet.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Solange sich die 10- bis 20-Euro-Monatspauschalen der Dienste noch nicht als breit akzeptiertes, gutes Angebot beim Konsumenten durchgesetzt haben, ist nichts verloren und nichts zu gewinnen. Sollte die Musikseite als Content-Provider aber wieder einmal verschlafen, worum es hier geht, könnte dies die letzte Stunde für die „Wirtschaft“ in "Musikwirtschaft" eingeläutet haben. Bei aller Demokratisierung bliebe dann nicht mehr recht viel übrig von der vielen potentiell geschaffenen Musik - weil sie niemand mehr zu vermarkten und verbreiten imstande ist. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Liebe Streaming-Dienste: Ich find euch klasse, aber wir müssen dringend an einem fairen Deal arbeiten.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;follow me&lt;br /&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-5318169330397679807?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/5318169330397679807/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/07/der-langsame-tod.html#comment-form' title='37 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5318169330397679807'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5318169330397679807'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/07/der-langsame-tod.html' title='Der langsame Tod.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>37</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-5668705205999254850</id><published>2011-07-04T01:12:00.000+02:00</published><updated>2011-07-04T01:12:46.623+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Transferzeit.</title><content type='html'>&lt;i&gt;Das Musikgeschäft ist ein dreckiges Geschäft. Diese Erkenntnis ist wenig neu und wenig überraschend, immerhin gilt diese Faustregel für praktisch eh alles, was wirklich ein Geschäft ist. Beispiele für diese These gäbe es tonnenweise, ich widme mich heute einmal dem Treiben im Konzertvermittlungsgeschäft ("Booking") - samt auftauchenden Parallelen mit dem runden Leder.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute lese ich im &lt;i&gt;Standard&lt;/i&gt; über zunehmendes Bewusstsein und steigende Ausgaben von großen Unternehmen im Bereich "Ethik und Compliance". Das klingt schön und modern und wird im Karriereteil der Qualitätszeitungen als nächster "Trend" nach CSR (Corporate Social Responsibility) gewichtet. Im ersten Reflex habe ich mich dabei gefragt, warum denn das eigentlich notwendig sein sollte - beziehungsweise dass es fast ein bisschen traurig ist, es für notwendig zu halten. Ein moralisches Regelwerk für das Verhalten in der Firma? Ts - sollte doch selbstverständlich sein. Bei genauerem Hinsehen ist es natürlich notwendig, ethische Standards für das eigene Unternehmen, die eigene Branche zu definieren. Die Frage bleibt natürlich, wo und ob ein solches nicht ein ebensolches PR-Feigenblatt ist wie viele andere Lippenbekenntnisse aus diversen Corporate Identity-Seminaren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Musik ist Ethik sowieso ein doppelbödiges Thema. Das gilt für die Ausübenden fast ebenso wie für das Publikum. Dort gilt die böse Faustregel: Wer am lautesten etwa nach "Toleranz" schreit, wird am öftesten dabei ertappt, selbst intolerant zu sein. Mit der Moral einher gehen Begriffe wie Loyalität und Unabhängigkeit, "Indie".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur, was ist denn bitteschön  "Indie"? Der Begriff hatte ursprünglich etwas Auflehnendes an sich, wurde aber genauso wie "Punk" und "Alternative" von  einer Einstellungsfrage zu einem hippen Modebegriff zu einem  Schimpfwort. Jetzt bin ich nicht der Gralshüter der "Unabhängigen", aber die ursprünglichen Werte, die der Begriff im Wortstamm hat, sind bereits sehr verdünnt worden. Wie bei den verwandten Begriffen hat der Markt, der Kapitalismus, das "Business" den Begriff vereinnahmt, ausgehöhlt, aufgekauft und entwertet - so ist der Lauf der Dinge, bedeutet schließlich auch, er hat sich ganz gut verkaufen lassen. Widerspricht oder begünstigt das einander? Bildet man Werte im Großen wie im Kleinen letztlich auch nur, um sie zu verkaufen, wenn man kann?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu eine Beispiel, wie es in der Musikwelt täglich passiert. "Abwerbungen" gehören (ähnlich wie im Fußball) zum schwierigsten und dreckigsten Teil des Geschäftes. Geschlossene Verträge können binnen Minuten ihre Gültigkeit verlieren, wenn das gegenüberliegende Angebot nur attraktiv genug ist. Das Wechseln in eine andere Booking-Agentur kann für einen Künstler vieles bedeuten: Mehr Auftritte, mehr Geld, größere Konkurrenz, mehr Entfaltungsmöglichkeiten, mehr Druck, größeres Risiko zu Scheitern - alles hat seine Pro und Contras, auch und gerade hier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der einen Seite steht jedoch gerade in der Musik oft jemand, der viel Zeit, Know-How, Geld und Herzblut in ein Projekt gesteckt hat. Auf der anderen Seite steht der vermeintlich große Macher, der das Projekt auf die nächste Stufe heben kann. Nicht immer sind solche Entscheidungen falsch oder verwerflich, oft sind sie auch gut begründet. Böse wird es, wenn "kalt" abgeworben wird - zwischen den Beteiligten wird verhöhnt, angeschwärzt, geschimpft, gefordert, erpresst und geschmiert. Die Gründe dafür sind mannigfaltig - doch auf welcher Seite auch immer, einer der Gründe wird weit hervorragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In gefühlten 95% der Fälle ist wenig überraschend Geld das ausschlaggebende "Argument". Triebmittel für Intrigen einerseits (die Agentur), Aussicht auf "mehr" andererseits (der Künstler). Auch wenn die Entscheidung letztlich gegen jene fällt, die der Band eigentlich gar  nicht so unsympathisch sind; die vielleicht gar nicht so schlecht  gearbeitet haben - oder sogar einen ganz wesentlichen Beitrag zum Aufbau  des Künstlers in (s)einem Territorium geleistet haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade in diesen  Momenten empfindet man diese Vorgehensweise als besonders ungerecht. Und  der vorgefertigte Satz zur Kündigung eines freundschaftlich gewachsenen  Verhältnisses lautet dann in etwa: "I like you, and i really appreciate what  you did for the band - but this is a business decision." Wer aufgepasst hat, merkt: Der Satz trägt zwischen den Zeilen die Botschaft inne, dass das Business keine Freundschaft kennt, Regeln des Anstands ausgeschaltet sind und die Sprache universal Zeichen wie € oder $ trägt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ganze potenziert sich, wenn es um den internationalen Marktvergleich geht - und auch hier passt die Parallele zum Fußball. Es gibt Legionäre, die sich im Ausland bessere Entwicklungsmöglichkeiten erwarten. Manche setzen sich durch, andere scheitern; Weggehen aber ist fast Pflicht, weil der hiesige Markt für eine internationale Karriere weder lukrativ noch attraktiv genug ist. Und die Ausländer, die nach Österreich kommen, gehen natürlich zum Budgetkrösus, denn wer legt schon Wert auf das passende soziale Umfeld, auf Wohlfühlambiente, vielleicht sowas wie Service; wenn woanders die Börse einfach mehr stimmt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich ist niemand davor gefeit, auch selbst einmal auf der "bösen" Seite zu stehen. Und genau da geht es dann wieder um die eingangs thematisierte Moral. Beißt man in den Apfel, nur weil er rot und saftig ist, obwohl einem die Schlange sagt, es wäre gar nicht so klug? Nimmt man Verletzungen ungeschriebener (sic!) Regeln und gar freundschaftlicher Beziehungen in Kauf, um sich einen (vermeintlichen wirtschaftlichen) Vorteil zu verschaffen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geben sie die Antwort selbst und beginnen sie ihr unternehmenseigenes Ethik &amp;amp; Compliance-Papier zu schreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Follow me&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;&lt;i&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-5668705205999254850?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/5668705205999254850/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/07/transferzeit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5668705205999254850'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5668705205999254850'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/07/transferzeit.html' title='Transferzeit.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-3079311291288667346</id><published>2011-06-12T21:36:00.001+02:00</published><updated>2011-06-12T22:32:47.127+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Angekommen.</title><content type='html'>&lt;i&gt;Diese Woche sah im Schnelldurchlauf rekapituliert so aus: Die Wiener Kreativwirtschaftsagentur &lt;a href="http://www.departure.at/"&gt;departure&lt;/a&gt; hat ihr White Paper für den Focus : Musik - Call "Neue Töne der Musikwirtschaft" präsentiert. Der als Selbsthilfeorganisation für hiesige Labels gegründete Verein &lt;a href="http://www.aman.ag/"&gt;AMAN&lt;/a&gt; hat sich aufgelöst. Die Wiener Tage der Musikwirtschaftsforschung geben einen Blick auf den Status Quo. Die Erkenntnis der Woche lautet: Wien ist angekommen - denn die Quersumme dieser Ereignisse lautet: Musik ist endgültig ein Fördergeschäft geworden. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;1 departure&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Die Stadt Wien vergibt bis 3. Oktober an innovative und kreative Zugänge zur Musik(wirtschaft) insgesamt 800.000 Euro über ihre Kreativwirtschaftsagentur departure. Keiner der bisherigen Schwerpunktcalls sei so akribisch vorbereitet worden, heißt es dort. Notwendigerweise, denn es scheint bei allen Lockmitteln kaum in einem Segment schwieriger, die Leute zur Suche nach dem heiligen Gral zu motivieren. Und die Frage ist, ob es ihn überhaupt gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das &lt;a href="http://www.departure.at/de/publikationen__produkte?crosscontent_id=1304678663410"&gt;White Paper&lt;/a&gt; von &lt;a href="http://musikwirtschaftsforschung.wordpress.com/"&gt;Peter Tschmuck&lt;/a&gt; und einer Reihe von Gastautoren aus Szenen und Wissenschaft ist ein interessantes Zeitdokument geworden. Für ständige Branchenbeobachter mag es wenig wirklich Neues oder gar Bahnbrechendes mit sich bringen, aber es ist eine Bestandsaufnahme als wichtiger Ausgangspunkt für potentielle Zukunftsprojekte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Jury ist hochkarätig mit Branchenkalibern wie Mark Chung und Dieter Gorny besetzt. Es wird interessant zu sehen sein, welche Projekte eingereicht und gefördert werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dennoch wurde nur Stunden nach der Präsentation ein erstes Rumoren durch die Granden der angesprochnen Musikwirtschaft laut. Denn der Innovations- und Technologieschwerpunkt, den departure auf seinen Fahnen heften hat, ist natürlich auch noch in diesem Konzept tief und fest verankert. Und diese Grundregeln widersprechen der insgeheimen Hoffnung, der Musikproduktionsstandort Wien könnte eine direkte Aufwertung erfahren. Viel eher würden naiv Hoffnungen auf einen neuen iPod oder ein neues Spotify genährt. Aber: Die Musikwirtschaft ist vielfältig und die Sonys und Universals von gestern sind nunmal die Apples und Googles von heute.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Label, der Künstler, der Verlag als "Content Provider" passt nur sehr schwer direkt in dieses Fördermuster, dazu bedarf es cleverer Konzepte und mutiger Ideen. Nachdenken ist angesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;2.1. AMAN&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Mit AMAN gab es in den letzten fünf Jahren eine Initiative, die dem eher hinterwäldlerisch strukturierten Markt hierzulande wenigstens sowas wie ein Exportgesicht gegeben hat. Jedes westeuropäische Land von Rang leistet sich ein eigenes, gut dotiertes Büro für solche Zwecke - nicht Österreich, hier schritt man 2006 daher zur Selbsthilfe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem kapitalen Horrorcrash in jungen Jahren ist das "Austrian Music Ambassador Network" in den letzten zwei, drei Jahren zu einer effizienten, unkomplizierten und gescheiten Hilfsorganisation für Labels geworden - aber chronisch unterdotiert, um tatsächlich Berge zu versetzen. Trotz des Booms großartiger Indie-Produktionen aus Österreich ist daher nicht ganz so viel nach außen gedrungen, wie vielleicht möglich gewesen wäre. Der Fortschritt war dennoch enorm (und würde den Rahmen hier sprengen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn die etablierten Förderstrukturen in anderen Ländern verschaffen den Musikschaffenden und ihren Verwertungsarmen (Verlage, Labels, Managements, Agenturen) Trittbretter für einen verstärkten Austausch, enger verzweigte Netzwerke, bessere Präsentationsmöglichkeiten - kurzum einen Wettbewerbsvorsprung. AMAN hat Österreich hier zumindest mit auf die Landkarte gesetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;2.2 Der Österreichische Musikfonds&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Diese Woche wurde AMAN bei der Generalversammlung aufgelöst. Hintergrund ist eine de-facto-Eingliederung in den &lt;a href="http://www.musikfonds.at/"&gt;Österreichischen Musikfonds&lt;/a&gt; (OMF). Der ist binnen kürzester Zeit zu einer etablierten Fördereinrichtung geworden, dabei ist er ebenso eine Hilfskonstruktion, die aber irgendwie eh auch funktioniert - willkommen in Österreich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man hat mit (eigentlich verhältnismäßig geringen) Geldern des Kulturministeriums, der Verwertungsgesellschaften und diverser Verbände vor sechs Jahren ein durchaus wegweisendes Projekt gestartet und dabei in Kauf genommen, einen heikeln Slalom durch gesetzliche Rahmenbedingungen, lobbyistische Interessen und "Marktnotwendigkeiten" zu fahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Erfolg gibt dem OMF Recht, doch wissen die Macher selbst, dass das Projekt weder perfekt noch abgeschlossen ist. Im Grunde ist er bis dato nichts anderes als eine Tonstudioförderung. Theoretisch hätten U2 in einem steirischen Tonstudio Alben produzieren und fördern lassen können, sich die Studios und Techniker darauf aufbauend einen Namen machen können - aber das weder Absicht hinter dem Projekt noch ist es passiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das kann man als Fehlgriff der Konstruktion bezeichnen - oder als bewussten Kollateralschaden zugunsten des eigentlichen Zweckes, hiesigen Kreativen den ersten Schritt (professionelle Produktionsbedingungen) zu erleichtern. Und was hat das gebracht? Zunächst hat es das dringend notwendig gewesene Bewusstsein für Kosten bzw Wert der eigenen Leistung etabliert - ein Schritt in der Bedeutungsstufe "Lesen lernen". &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da der (gesetzliche) Rahmen keine Verwertungsförderung (Promotionmaßnahmen, Export) zugelassen hat, setzte man damit aber (bewusst/erst einmal) einen Anfang. Mit der Eingliederung von AMAN geht man nun einen durchaus offensiven Schritt in Richtung Volldienstleistungsstelle, die Projekte nicht nur im Produktionsprozess fördert und begleitet, sondern weit darüber hinaus etwas zu bewegen imstande sein sollte. Der Weg ist noch weit, die Schritte aber werden langsam größer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;3 Wiener Tage der Musikwirtschaftsforschung&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Zurück zu &lt;a href="http://musikwirtschaftsforschung.wordpress.com/"&gt;Peter Tschmuck&lt;/a&gt;, dem die Stadt die Wiener Tage der Musikwirtschaftsforschung zu verdanken hat. Er lud zum wiederholten Male internationale Gäste aus dem forschenden und praktischen Umfeld ein, um über Entwicklungen in der Musikwirtschaft zu diskutieren. Tschmuck ist der einzige, der sich auf universitärer/wissenschaftlicher Ebene ernsthaft und unnachgiebig mit der Thematik auseinandersetzt, sein sehr ausführlicher &lt;a href="http://musikwirtschaftsforschung.wordpress.com/"&gt;Blog&lt;/a&gt; ist regelmäßige Pflichtlektüre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wiewohl manche der gelieferten Vorträge und Erkenntnisse bei der Konferenz aus der Branchenperspektive heraus etwas gar steif und banal wirken: Manchmal ist es gerade diese Quasi-Außensicht, die zum Nachdenken anregt. Reflexion ist auch und gerade in einer seit Jahren im Umbruch steckenden Industrie eine Grundzutat für Fortschritt und Innovation. Wo wir wieder beim Anfang wären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Sinne: Faites vos jeux, mesdames et messieurs.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-3079311291288667346?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/3079311291288667346/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/06/angekommen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/3079311291288667346'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/3079311291288667346'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/06/angekommen.html' title='Angekommen.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-5698489557522686634</id><published>2011-06-06T00:56:00.001+02:00</published><updated>2011-06-06T15:27:20.072+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Popfest'/><title type='text'>Das bessere Popfest.</title><content type='html'>Das letzte Wochenende bescherte mir eine Reise nach Dänemark. Seit einigen Jahren hegen und pflegen wir eine Partnerschaft mit dem &lt;a href="http://www.spotfestival.dk/"&gt;Spot Festival&lt;/a&gt; in Aarhus. Es ist so etwas wie das dänische Pendant zum &lt;a href="http://www.popfest.at/"&gt;Popfest&lt;/a&gt;, nur schon alteingesessener (seit 17 Jahren) und dementsprechend voraus; besser, strukturierter, durchfinanzierter, durchdachter. Also in etwa so wie der deutsche Fußball im Vergleich zum österreichischen. Bei diesem Festival spielen hauptsächlich dänische Künstler auf, darüber hinaus eine Handvoll skandinavischer Größen und noch ein paar solche, die mit dänischen Künstlern gemeinsames Programm machen (heuer etwa Ginga, die mächtig Eindruck machen durften).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinter dem Spot Festival stecken mehrere dänische Initiativen, allen voran das dortige Musikexportbüro MXD. Man begnügt sich aber nicht damit, die Staatlichkeit in die Verantwortung zu nehmen, man hat auch das "Rock Council" &lt;a href="http://www.rosa.org/"&gt;ROSA&lt;/a&gt; als Co-Veranstalter, wo wiederum auch maßgebliche Labels, Veranstalter (unter anderem das kräftig dafür mitzahlende Roskilde Festival!) mitreden dürfen und sollen. Ihnen allen ist gemein, dass sie erkannt haben, welchen Wert das "lokale Produkt" und seine Vielfalt auch für sie selbst hat und haben kann. Sie haben es in den letzten Jahren geschafft, den Stellenwert von dänischer Musik zunächst im Land selbst so zu steigern, dass verhältnismäßig viele Acts tatsächlich große Hallen füllen und Festivals headlinen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht nur das ist bis ins Details bei uns nur sehr schwer vorstellbar. Der nächste Schritt führte die Dänen nämlich ins Ausland. Mit einer cleveren "Pull"- statt "Push"-Strategie binden sie Partner (wie uns) aktiv ein. Die Wiener "Spot on Denmark"-Minifestivals einmal im Jahr setzen sich so nicht etwa aus etwaigen "Exportprioritäten" dänischer Labels zusammen, sondern aus den Wunschlisten, respektive "Wahlergebnissen" einer österreichischen Jury.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Eindruck, den die geladenen Juroren von FM4, gotv, Die Presse, TBA, AMAN und ink music bekommen haben, ist freilich phänomenal: In vollen und nicht zu kleinen Hallen am Heimmarkt etablierte Künstler vor heimischen Publikum umjubelt sehen ist allemal besser als bloß vor großteils uninteressierten Branchenheinis "showcasen". Man castet die Bands "on home soil" und beurteilt, ob sie auch im österreichischen Markt bestehen könnten. Und wer könnte das besser beurteilen als die Medien, die für dieses Bild sorgen können?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Idee ist nur eine in einer Vielzahl von kleinen und cleveren Programmen, die sich die Dänen ausgedacht haben, um ihre Musik besser über die Grenzen zu bringen. Der Erfolg spricht für sich, das mit Österreich durchaus vergleichbare Land ist vergleichsweise "hip" und hat unter internationalen Branchenleuten einen hohen Stellen- und Anerkennungswert. Der Payback ist nicht nur primär ökonomisch, sondern auch im Image spürbar. Hier wird "gesamtheitlich" gedacht und es macht Sinn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich ist es leicht zu sagen "woanders ist es besser". Man könnte sich freilich auch ein gutes Beispiel daran nehmen und besagtes Popfest als optimalen Ausgangspunkt für Verbesserungen zu nehmen. Mit dem Karlsplatz hat man ja schon den eigentlich optimalen Platz zur Verfügung. Der größte Vorteil am Spot ist nämlich wohl jener einer fantastischen Location-Infrastruktur. Binnen weniger Meter "fällt" man regelrecht von einer Konzertstation in die andere, trifft sich so trotz viel Bewegung rasch und immer wieder. Selbst wenn Aarhus eher mit Graz als mit Wien vergleichbar wäre (in Größe und innerländischer Bedeutung) könnte dies auch der Karlsplatz mit brut, TU, Wien Museum, Secession, Club U, Novomatic Forum, Klub Ost, Akademietheater und weiteren Schauplätzen bieten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die programmatische Gleichzeitigkeit an drei, fünf, acht Schauplätzen zu spielen würde den Besucherstrom auch anders leiten können als nur zentral vor den Teich. Was wiederum kleinere Besuchermengen bei jeder Bühne zur Folge hätte, aber damit auch die Konzentration auf das Programm erleichtert und einen Schritt weit weg vom bereits einsetzenden "Eventtourismus" geht (der kann am Platz ja trotzdem stattfinden, nur weniger stark in Reihe 1 eines Konzertes).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und: Das offenkundig größte Problem, nämlich Lärm, wird dadurch auch weniger: Man MUSS nicht mehr für 10.000 Leute auf einem zu eng werdenden Platz beschallen, wenn sich diese auf 8 Lokalitäten verteilen. Vielleicht schaut man sich sogar noch was vom Spot ab und stellt auf dem Karlsplatz das eine oder andere größere Zelt auf - das böte zusätzlich zum Lärm- auch noch potentiellen Wetterschutz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die logistische Herausforderung ist dafür natürlich eine gewaltige, aber hier kann mit recht kleinen Schritten durchaus viel erreicht werden. Weiters ist der nächste nur logisch: Das Einladen und Einbinden von gezielt ausgewähltem internationalem (Fach-)Publikum und Journalisten. Denn der positive Bounceback des Spot ist natürlich auch darauf zurückzuführen, dass eine Unmenge an internationalen Gästen den Ruf des Festivals, der Stadt, der Organisation und der guten Musik in die Welt hinausträgt - mit ein Hauptgrund für die Veranstaltung überhaupt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die illustre Liste an (gar nicht sooo vielen, aber dafür wie gesagt gezielt geladenen) Gästen ist auch für nationale Branchenvertreter höchst interessant und wichtig. Einerseits wurden wir österreichischen Gäste von den dänischen Vertretern neugierig ausgefragt und regelrecht "bestürmt". Andererseits treffen auch wir dort plötzlich auf Menschen, zu denen Kontakt zu finden sonst gar nicht so einfach wäre. Ein Kaffee mit Pitchfork da, ein Bier mit Friendly Fire Records dort, ein Handshake mit Matador und ein Foto mit Clash&amp;nbsp; - der Austausch funktioniert prächtig und bringt alle Beteiligten ein paar Schritte weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichzeitig unterstützt dies den berühmten "Propheteneffekt" - ein Umwegfaktor, der beim Popfest noch fehlt. Die Dänen bestätigen uns immer wieder die Wichtigkeit davon:&amp;nbsp; wie sehr eine Nominierung in Österreich, selbst in diesem kleinen "unwichtigen" Musikindustrieland, auf Dänemark zurückwirkt. Hat eine Band etwas im Ausland geschafft, wird auch lokal gleich doppelt so genau hingehört, doppelt so gut aufgepasst wie zuvor. Hierzulande wird - noch! - nur zufrieden in der eigenen Suppe gekocht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte davon berichtet, dass es mir aufgrund der eher dezenten Ausstattung für Licht und Ton fast ein wenig peinlich war, das Festival und die auftretenden Bands vor den Augen der (einzigen geladenen ausländischen) Vertreterin des &lt;a href="http://www.icelandairwaves.com/"&gt;Iceland Airwaves&lt;/a&gt; Festivals in den Himmel zu loben. Das transkontinentale Musikzusammentreffen in Reykjavik zählt mit zu den hippsten, wichtigsten und wegweisensten "Entdeckerfestivals" auf dem Planeten, insbesondere wenn es um den Brückenschlag in den amerikanischen Markt geht. &lt;i&gt;Francis International Airport&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;Trouble Over Tokyo&lt;/i&gt; haben am Popfest dennoch mächtig Eindruck gemacht, mit der geäußerten Einschränkung "I wish I could hear what they say".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Eindrücke sind alles - und sie fallen natürlich auf das Fest, die Stadt und die Musikindustrie hier zurück, bewusst oder unbewusst. Das Ambiente am Karlsplatz, die Stadt selbst, sie bieten wunderbare Voraussetzungen dafür, jetzt müsste man sich nur noch ein bisschen mehr daraus machen trauen. Frei nach Skero: Gehtscho gemma Voigas!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;follow me : &lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;www.twitter.com/hannestschuertz&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-5698489557522686634?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/5698489557522686634/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/06/das-bessere-popfest.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5698489557522686634'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5698489557522686634'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/06/das-bessere-popfest.html' title='Das bessere Popfest.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-4373763308771187035</id><published>2011-05-23T20:40:00.002+02:00</published><updated>2011-05-23T20:44:11.952+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fußball'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gedanken'/><title type='text'>Das Spiegelbild in Hütteldorf.</title><content type='html'>&lt;i&gt;Was Fußball mit Erdbeben und HC Strache gemeinsam haben kann - oder: Wie das Wiener Derby Österreich die grässliche Seite seines Spiegelbildes zeigt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Derby-Platzsturm in Hütteldorf hat Roman Mählich Österreich völlig zurecht in die geographische Nord-Süd-Verbindung Polen, Tschechiens und Länder Ex-Jugoslawiens gestellt - wo Hooliganismus größtenteils traurige Traditionen pflegen (können). "Westblock ist Ostblock" sozusagen. Alle waren schockiert, manche (Steffen Hofmann!) beeindruckend verängstigt, und es herrschte Einigkeit das "etwas getan" werden müsse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt ist es wohl mindestens so notwendig wie billig, ausgerechnet das Derby und den generierten emotionalen Schockmoment als Anlass zu nehmen, alles eh schon gewusst zu haben. Nur: Die Aufschreie nach dem Fall Weimann (der blutjunge frühere Rapid-Kicker wurde bei seinem Gastspiel mit Aston Villa verletzt vom Feld getragen und auf der Trage liegend aus dem Westblock mit Gegenständen beworfen) waren etwa ebenso wenig laut genug wie die Konsequenzen daraus hart genug. Die rechtsradikalen Vorfälle bei der Wiener Austria (die gestern richtigerweise nicht auf Rapid mit dem Finger gezeigt hat, sondern das Problem als eines des gesamten Fußballs erkannt hat) waren vielleicht beherzt, aber auch noch bei weitem zu wenig ernst. Erst ein Live-TV-Spiel hat den Schockmoment in die Hirne der so lernresistenten Öffentlichkeit gebracht. Schauen wir mal, wie lang der Moment anhält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich möchte hier aber nicht die Floskeln einer dummen Minderheit oder stupiden Radaumachern benutzen, sondern der Sache aus einem anderen Blickwinkel auf den Grund gehen - nämlich jenem der gesamtgesellschaftlichen Relevanz des Ereignisses und den dazugehörigen Hintergründen. Andy Marek, die "gute Seele" Rapids, hat von "frustrierten jungen Leuten" gesprochen - und er mag Recht haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Frust ist es ja ein bisschen wie mit einem Erdbeben. Er sammelt sich an, wird mit oft kleinen Ereignissen gefährlich groß, um sich dann irgendwann völlig unkontrolliert zu entladen, vielleicht sogar einen Tsunami zu erzeugen. Nur ist der Misserfolg (s)einer Fußballmannschaft kein Grund für 9.0-Beben. Rapid ist auch nicht zum ersten Mal mit einem europacup- und titellosen Jahr konfrontiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dahinter stecken soziale Probleme, vielleicht Dinge wie seinerzeit bei den Banlieu-Unruhen in Frankreich: Arbeitslosigkeit, Perspektivenlosigkeit, Fadesse, das Gefühl nichts zu sagen zu haben oder nichts mehr zur Verbesserung der eigenen Situation beitragen zu können, Verzweiflung. Fußball spielt hier als Ventil eine Nebenrolle. Was aber, wenn sich die alltäglichen Probleme im geliebten Sport repetieren? All das wiederum sind nicht nur Einzelprobleme, es sind auch welche der Gesellschaft, es sind welche von politischer Dimension, es sind die gleichen Hintergründe.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichzeitig sind es diese Probleme, die man im Gegensatz zu einzelnen Personen nicht aus dem Stadion aussperren kann. Womit wir erkennen müssen, dass es sich um eine Fragestellung handelt, die weit über den Fußball hinausgeht. Hinzu kommt im Stadion das berühmte "Starksein in der Gruppe". Bricht einer durch den Zaun, folgen ihm viele. Schreit einer "Tod und Hass", schreien andere mit. In der Gruppe passiert einem ja nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine überwiegende Mehrzahl der Platzstürmer hätte sich wohl nicht als erste aufs Feld zu laufen trauen, als Mitläufer waren sie sich aber nicht zu schade. Man möge mir den etwas weit gespannten Bogen nachsehen, aber: Hallo Heldenplatz 1938. Hallo nie korrigierte "Opferrolle". Hallo nie aufgearbeitete Täterrolle. Hallo mangelnde Aufklärung und Bildung. Hallo "wird scho passen". Hallo "is ja alles net so schlimm". Hallo "der will ja nur spielen". Hallo Herr Dritter Nationalratspräsident weil es halt der drittstärksten Partei zusteht. Hallo NS-Verharmlosung. Hallo "wos wor mei Leistung".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hallo Österreich, du Land der Kavaliersdelikte und Gesetzesaushöhlungen; du Land der kleinen Gefälligkeiten unter Freunden und des Tolerierens von Regelverstößen. Kapierst du nicht langsam, dass du Biedermann im Haus der Brandstifter bist? (Sorry &lt;a href="http://fm4.orf.at/stories/1683014/"&gt;Blumenau&lt;/a&gt; für das Ausborgen des allzu treffenden Vergleiches).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn HC Strache demnächst als stimmenstärkster Kandidat aus  den Nationalratswahlen hervorgeht, wird der Schock ähnlich groß sein wie  beim Derby. Und es werden genauso alle eh vorher gewusst haben. Es werden genausolche Reaktionen zu hören sein - Grundtenor: "Wir haben schon  gewusst, dass da ein paar Wahnsinnige dabei sind, aber DAMIT hätten wir  nie und nimmer gerechnet."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Politik hätte Zeit genug (gehabt), etwas zu tun - genauso wie Rapid, die Austria und alle anderen Vereine mit großen Fanblöcken. Alle begnügen sich aber mit dem Zusehen, weil es schwierig und hart  ist, durchzugreifen; weil es Opfer verlangt, weil Populismus gemütlicher ist, schneller geht und mehr zählt  als aktive Maßnahmen. Die würden zwar eventuell helfen, aber sie täten möglicherweise jemandem weh. Und in Österreich geht man dann doch lieber den einfacheren Weg oder jenen des schalen Kompromisses, der "österreichischen Lösung".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist zum Kotzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine größte Hoffnung ist, dass sich das Land im Spiegel wenigstens erkannt hat, den der Fernseher da gestern aufgestellt hat. Dann hätte dieser Irrsinn wenigstens etwas bewirkt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-4373763308771187035?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/4373763308771187035/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/05/das-spiegelbild-in-hutteldorf.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/4373763308771187035'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/4373763308771187035'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/05/das-spiegelbild-in-hutteldorf.html' title='Das Spiegelbild in Hütteldorf.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-2030890249846245424</id><published>2011-05-09T00:09:00.002+02:00</published><updated>2011-05-09T00:18:29.676+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Popfest'/><title type='text'>Das Volksfest und sein Schatten.</title><content type='html'>&lt;i&gt;Das Popfest Wien ist zu Ende und hat in seiner zweiten Auflage vieles gezeigt und so manches - auch Vorurteile - bestätigt. Ein versuchtes erstes Resümee.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wien wie es singt und lacht, wie es leibt und lebt: Das Popfest lässt einen eigentlich mit einem glücklichen Gesamteindruck nachhause gehen. Die Stadt hat eine (nun auch endlich deutlich sichtbar gemachte) Musikszene zu bieten, kann in großem, würdigen Rahmen äußerst beschwingt und friedlich miteinander feiern und bietet dafür sogar gutes Wetter. Nach zwei höchst erfolgreichen Ausgaben kann man das Fest als grundsätzlich gut angenommen einordnen. Der riesige Karlsplatz mitten in der Stadt ist ein würdiger, toller Rahmen. Soviel zur Oberfläche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In meiner selbstgewählten Rolle als personifizierter Jammerlappen und Beschwerdeführer kann ich aber nicht daran vorbei, den Chor der Begeisterten ein wenig mit Kritik zu versetzen - trotzdem und vor allem weil ich das Popfest schon im Vorfeld als &lt;a href="http://ink-vicious.blogspot.com/2011/04/breaking-wave.html"&gt;so wichtig und wertvoll&lt;/a&gt; beschrieben habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuallererst hat sich das Fest zu einem Volksfest ausgewachsen - mit all seinen Vor- und Nachteilen. Die schiere Menge an Besuchern verleitet zu Superlativen. Viele sind aber schon heuer wegen des "Happenings" da gewesen, weniger wegen der Musik oder einer konkreten Band - maximal ein Kollateralschaden. Das hat alles seinen Sinn, tut der Relevanz kaum einen Abbruch, zumal hauptsächlich in der klugen Kommunikationspolitik im Vorfeld des Festes die eigentlich (für die "Szene") wichtige Arbeit, die Bewusstseinsbildung in Sachen österreichischem Pop, passiert ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Besucherzahlen sind heuer noch einmal deutlich nach oben geschnellt, der Platz stößt so schon im zweiten Jahr der Veranstaltung an seine Kapazitätsgrenzen (das ist aber - noch - kein Problem). Die Gastronomie-Situation wurde deutlich verbessert, das Versprechen trotzdem keine Sauf- und Fressmeile einzurichten wurde dankbarerweise eingehalten, die Waage scheinbar gefunden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vom überwältigenden und überraschenden Erfolg des ersten Jahres beflügelt, hat man dabei wie in anderen Punkten auf Kritik aus dem Vorjahr reagiert - soweit man dazu imstande war. Denn Platz, Budget und Lage sind recht unumstössliche Faktoren in diesem Spiel - womit die Einleitung zur größten Posse des Festes geschrieben ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Samstagnachmittag wird bekannt, dass die Wiener Philharmoniker ein Konzert im gegenüberliegenden Musikverein spielen und auf DVD aufzeichnen. Die für ein Open Air-Konzert ohnehin schon recht leise dB-Grenze wurde daher per Bescheid noch einmal um 10db nach unten korrigiert (10dB-Schritte bedeuten eine gefühlte Verdopplung bzw Halbierung der Lautstärke, den Grenzwert am Messpunkt, 75, erreicht ein Gespräch unter Freunden in einem Park). Als Garnitur gab es offenbar gar eine Klagsdrohung gegen die veranstaltende Organisation karlsplatz.org - die sich eigentlich mit massiver Rückendeckung der Stadt um die Belebung des Karlsplatzes bemühen soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Passiert ist letztlich nichts, außer dass die Konzerte von &lt;i&gt;Black Shampoo&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;Francis International Airport&lt;/i&gt; etwas gar leise für ein "Rockkonzert" gewesen sein mögen - die Auflage wurden bravestens eingehalten. Ein schaler Nachgeschmack bleibt jedoch, weil kaum ein Beispiel Österreich und Wien besser beschreibt als diese Geschichte. Man hatte sich veranstalterseitig redlich bemüht: Die Seebühne war deutlich höher als im letzten Jahr, man konnte die Acts nun wesentlich besser sehen - ein guter Zug. Die Tonsituation war durch die erhöhte Bühne einen Deut besser als im letzten Jahr, wenngleich alles andere als großartig. Eine Vollbeschallung des Platzes mitten in der Stadt zu verlangen, erschiene auch mir ein wenig zu dreist, andererseits möchte ich nicht unbedingt Original-&lt;a href="http://bit.ly/muTPyI"&gt;Zitate&lt;/a&gt; von erfahrenen Ton- und Lichttechnikern der "großen" Bands wiedergeben, die hier involviert waren. Fassen wir sie einmal als "nicht besonders festivaltauglich" und "der Größe der Veranstaltung unwürdig" zusammen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Aufregung der involvierten Bands rund um die Philharmoniker-Posse war vor allem durch eine Sorge begründet: Dass nämlich bei aller Bewusstseinsbildung und der damit geschaffenen Aufmerksamkeit und Erwartung darauf vergessen wird, diese auch zu nutzen bzw zu erfüllen. Und so Unrecht hatten sie damit nicht - wie sich schon bei &lt;i&gt;Skero&lt;/i&gt;s Backingband am Eröffnungsabend, &lt;i&gt;SK Invitational&lt;/i&gt;, zeigte: An sich ist das eine großartige Band, die zu erleben es sich lohnt. Am Donnerstag von mittendrin gesehen, war ich versucht sie für belanglos und fad zu halten (ich weiß es glücklicherweise besser). &lt;i&gt;Gustav&lt;/i&gt;? Verehre ich heiß, klang aber abseits eines kleinen, elitären Kegels direkt vor der Bühne eher furchtbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun kenne ich die meisten dieser Acts ja schon, was aber ist mit jenen tausenden neugierig gewordenen, die das nicht tun und zum Entdecken herkamen? Das berühmt-berüchtigte Tratschen im Publikum ab Reihe 7: Eine Folge des matten Sounds oder eigentlich eh Desinteresse? Was tun die dann dort? Vielleicht waren sie ja die Käufer der schokoüberzogenen Früchte, die der geübte Karlsplatz-Homie-Verkäufer während der Konzerte durch die ersten Reihen (!) zu schieben versuchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass kleine Kinderkrankheiten im Veranstalten eines Musikgroßevents noch nicht vollständig auskuriert waren, nehme ich gerne zur Kenntnis, weil eine Lernkurve sichtbar und die Gesamtwirkung des Festivals auch heuer wieder so ungemein positiv war. Beim großen Punkt Sound, Bühne und der damit einhergehenden Relevanz des Popfests für die Künstler selbst aber muss sich nicht der Veranstalter, sondern vor allem die Stadt Wien fragen lassen, ob sie das mit 180.000 Euro geförderte Unterfangen Ernst meint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Einladen internationaler Gäste, wie es Musikorganisationen (mica, AMAN) nicht zuletzt auch durch mein Zutun betreiben, karikieren das Bild vom großartigen Festival nämlich. Bei aller Begeisterung für Wien, die vitale Szene, das zahlreiche Publikum und die tollen Bands mischt sich da bei den Gästen zwischen den Zeilen durchaus auch lächelndes Bemitleiden und dezentes Kopfschütteln angesichts solcher "Problemchen" wie jenem mit den Philharmonikern ein. "That´s Vienna", wie ein Zuhörer die Geschichte einem solchen Gast gegenüber zusammenfasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollte der Stadt, die sich gerne mit dem Fest schmückt, das nicht zu denken geben? Wo sie doch fast zufällig und eigentlich trotz der scheinbar großen Summe recht billig zu einem Image-Volltreffer kommt und sich endlich originär gewachsener Stärken brüsten könnte? Und: Sollten nicht auch Häuser wie der Musikverein mit Freude am Popfest partizipieren? Oder müssen wir ewig das Wiener Derby "Hochkultur" gegen "Popkultur" austragen, um letztlich beidseitig zu verlieren?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich trage die Hoffnung in mir, dass man diese Kritik nicht in die falschen Kehlen bekommt. Ich werde nicht so schnell müde werden, diese Veranstaltung gut zu finden und ihre Absichten zu verteidigen. Das muss es mir auch erlauben, anzumerken, dass hier noch weitaus mehr drinnen steckt, als den allermeisten Menschen auf dem Platz in diesen vier Tagen bewusst geworden ist. Lang lebe das Popfest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;follow me: &lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;www.twitter.com/hannestschuertz&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-2030890249846245424?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/2030890249846245424/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/05/das-volksfest-und-sein-schatten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/2030890249846245424'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/2030890249846245424'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/05/das-volksfest-und-sein-schatten.html' title='Das Volksfest und sein Schatten.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-7503459041484192166</id><published>2011-05-01T15:37:00.001+02:00</published><updated>2011-05-02T14:59:30.925+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Regional'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Warum Kultur fördern?</title><content type='html'>Zur Abwechslung mal wieder im heimatlichen Burgenland zugegen, vergönnte ich mir gestern einen Ausflug in die vertraute Cselley Mühle in Oslip. Sie ist in den vergangenen zwanzig Jahren sowas wie die Quelle für den musikalischen Nährboden im Burgenland gewesen und auch für mich ein nicht unwesentlicher Teil der kulturellen Sozialisierung. Ende Mai feiert das Kulturhaus seinen 35. Geburtstag mit einigen der dort gediehenen Gewächse: Garish, Hörspielcrew, Tanz Baby (die Reihe wäre mit Ja, Panik; Charmant Rouge, Bo Candy und vielen weiteren Projekten aus den Häusern Pinzolits und Pronai ellenlang fortzusetzen) - und es ist angesichts zahlreicher Umstände ein kleines Wunder, dass es dieses Jubiläum zu feiern gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Eröffnung sprach der damalige Unterrichts- und Kulturminister Fred Sinowatz den legendären Satz: &lt;i&gt;&lt;b&gt;"Ich weiß nicht, was ich hier eröffne, aber ich eröffne es."&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; Wie so oft wurde er unterschätzt und missverstanden - denn es war klar, dass die in diesem Satz innewohnende Frage erst langsam beantwortet werden konnte: Niemand konnte erahnen, was und wohin sich die von einem Kunstkeramiker und einem Maler übernommene Mühle tatsächlich entwickeln würde, Mühlen mahlen bekanntlich langsam. Geworden ist es jedenfalls ein legendärer Szenehort, eine vielseitig bespielte Bühne, ein idyllischer Schauplatz für Landhochzeiten, ein Platz für Traditionspflege mit Tamburizzen und ein Platz an dem manche der wichtigsten Platten der österreichischen Pop-Gegenwart entstanden sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun standen und stehen viele große und kleine Hindernisse im Weg einer durchgehend erfolgreichen Geschichte des Hauses, eng verbunden ist sie aber auf jeden Fall mit dem Thema Kulturförderung. Denn wie die meisten Kulturhäuser ist ein Überleben ohne Fördergelder fast nicht denkbar. Gleichzeitig ist das beständige Kürzen von Fördergeldern ein politisches Gängelspiel, dass Häuser wie diese in eine Qualitätsfalle lockt, die Marktwirtschaft heißt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist ein schmaler Grat, den andernorts stehende, üppig geförderte Betriebe entlang gehen müssen - und aber auch können: Sie können mit ihrer Programm- und Kommunikationspolitik die Entscheidung treffen, ob sie nach viel Publikum heischen oder sich mit herausforderndem, spannendem, qualitativ hochwertigen Programm langsam und langfristig eines erarbeiten - also kurz gefasst "Musikantenstadl oder Moderne Kunst" spielen. Viele gut und trotzdem bunt kuratierte Häuser (mir fallen die ARGE Kultur in Salzburg oder der Spielboden in Dornbirn ein) schaffen einen angenehmen Spagat mit ihren Fördermittel. Das &lt;a href="http://www.donaufestival.at/"&gt;donaufestival&lt;/a&gt; in Krems ist ein bewusst in den Boden gerammter Eckpfeiler mit ultraspitzem Programm, der ebenso wichtig ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Wahl haben kleine, selbständige, nicht im Landeseigentum stehende und kaum geförderte Häuser oft nicht. Sie müssen sich der Marktwirtschaft zuwenden - und scheitern dabei oftmals grandios. Entweder das Programm verludert und versumpert in Richtung 1-Euro-Party und Großraumdisko, oder das Publikum bleibt aus - eine Wahl wie zwischen Pest und Cholera.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was die grundsätzliche Frage der staatlichen Intervention stellt - was ist und was darf Kulturförderung? Warum maßt sich der Staat an, mit öffentlichen Geldern künstlich (sic!) etwas am Leben zu erhalten, das eh keinen interessiert?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abgesehen davon, dass die Frage semesterweise Stoff hergeben würde, steht im Zentrum der Beantwortung: Es ist eine Frage der gesellschaftlichen Entwicklung. Weil die aktuelle Politik keinerlei Gestaltungswille und -fähigkeit zeigt, drückt sie sich auch geschickt davor, diese Frage überhaupt zu beantworten - und richtet damit nachhaltigen Schaden an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wohin sich die Jugend nämlich entwickelt, ist eine durchaus (in  Maßen) steuerbare Sache. Und im Jahr 2011 bedeutet "Steuern" vornehmlich  Gegensteuern. In der marktwirtschaftlich bestimmten Welt von heute  schreit der gelernte Jugendliche gruppendynamisch nach Party,  Unterhaltung und günstigen Getränken. Was die tatsächliche "Kultur" darstellt, wird im  Jetzt vor allem von kollektiven Matura-Saufgelage-Reisen und  Großraumdiskotheken bestimmt. Mit allen Begleiterscheinungen von  Fernsehsendungen wie "Saturday Night Fever" bis Komasaufen - will man das wirklich? Das Volk dumm und besoffen halten? Damit es nicht merkt, welche Problemfelder (Integration, Arbeitslosigkeit...) rundum nicht gelöst werden können?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Alternative dazu anzubieten; Möglichkeiten zu zeigen, aus dieser  elenden Gruppendynamik auszubrechen; Anreize für kritische Auseinandersetzung zu bieten; gesellschaftlichen und kulturellen Fortschritt zu erarbeiten - all das kann Kulturförderung befeuern. Findet sie deshalb und bewusst nicht wirklich statt? Und sägt die Gesellschaft damit nicht an ihrem eigenen Ast?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fest steht, dass wir uns längst in einem Teufelskreis befinden: Je länger die Biotope, an denen noch etwas "passiert", ausgetrocknet werden,  desto schneller wird das Interesse daran abnehmen (müssen) - welches  dann wieder zum Anlass genommen wird, um noch geringere Förderungen zu  rechtfertigen. In der Kulturpolitik zu sparen, mag der politischen Kaste kurzfristig leicht und clever erscheinen. Der langfristige und tiefgreifende Schaden, der damit angerichtet wird, ist umso schlimmer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;Follow me&amp;nbsp;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-7503459041484192166?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/7503459041484192166/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/05/warum-kultur-fordern.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/7503459041484192166'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/7503459041484192166'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/05/warum-kultur-fordern.html' title='Warum Kultur fördern?'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-4703020794118082971</id><published>2011-04-14T22:22:00.005+02:00</published><updated>2011-04-14T23:54:32.773+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gedanken'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Popfest'/><title type='text'>Breaking The Wave.</title><content type='html'>&lt;i&gt;Eine Lanze für das Popfest und wie sich eine Szene selbst überlebt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beginnen wir pathetisch: Wie die Erde mit ihren Jahreszeiten durchwandern auch musikalische Szenen ihre Phasen und Zyklen. Österreichs letzter großer Zyklus erreichte seinen Höhepunkt gegen Ende der 90er mit einer international anerkannten, respektvoll "Wiener Schule" benannten Elektronik-"Welle", die dann Anfang der 00er langsam abebbte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die sich aufbäumende, neue, hauptsächlich vom Indiepop getragene Wiener "Szene" der letzten Jahre steuerte im letzten Jahr mit der erstmaligen Durchführung des &lt;a href="http://www.popfest.at/"&gt;Popfest Wien&lt;/a&gt; auf ihren natürlichen Höhepunkt zu. Die in immer größerer Dichte vorliegende Qualität hatte viele in Erstaunen versetzt, ohne aber bis dahin ein ähnlich relevantes Ausrufezeichen setzen zu können wie die Kruders und Dorfmeisters der 90er-Jahre - nur ein Unterschied von vielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun droht eine jede "Welle" irgendwann zu brechen, das liegt in der Natur der Sache. Freilich ist es das Anliegen von Marktbeackerern wie mir, diesen Bruch zu verhindern oder möglichst weit hinauszuzögern. Böse Kassandra, die ich bin, habe ich vor etwa zwei Jahren zum ersten Mal vor einem solchen "Wellenbruch" gewarnt. Es ist Zeit zu erläutern, warum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir hinterfragen, wie besagte große Dichte an sehr guten hiesigen Pop-Acts entstanden ist, gibt es mehrere Gründe. Einen - das Biotop FM4 als Entwicklungszone - habe ich letztens mit der &lt;a href="http://ink-vicious.blogspot.com/2011/04/die-glaserne-decke.html"&gt;"Gläsernen Decke"&lt;/a&gt; ansatzweise beschrieben. Die erste Generation der durchgehend mit FM4 sozialisierten "Jugend" macht nunmehr selbst Musik und ist mit einem Selstvertrauen ausgestattet, dass für einen musikschaffenden Österreicher mit Gitarre in den 90er-Jahren so nicht oft vorhanden war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein zweiter Grund ist das damit verbundene "Ausschalten" von Austriazismen. Weil wirklich gar nichts existierte, haben sich die wenigen vorhandenen Kräfte gebündelt. Eine Neiddebatte gab es mangels Geld nicht. Und ohne Geld keine Angst, wie Ja, Panik so trefflich zusammenfassen. Innert weniger Jahre entstanden alle heute so hoch aktiven Labels wie Wohnzimmer (2002), schoenwetter (2004), Siluh, Seayou (2005) oder Asinella (2006) und haben einander hochgeschaukelt und zwischendurch immer wieder in Form von Selbsthilfe deluxe an verschiedenen Ecken und in unterschiedlichen Konstellationen zusammen gewerkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daneben spielten Tatsachen wie die sich immer weiter diversifizierende und neue Stadtteile erobernde Clublandschaft und viele kleine Nebenschauplätze eine Rolle. Anhand des Popfest Wien, dass dieser Tage sein Progrmam präsentiert  hat, lassen sich nun zusammenfassend und stellvertretend für die letzten zehn Jahre viele dieser Entwicklungen ablesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.twitter.com/robertrotifer"&gt;Robert Rotifer&lt;/a&gt;  hatte als Kurator die ehrenvolle wie schwierige Aufgabe, vielen passenden und verdienten Acts und Labels  abzusagen, weil die Präsentationsfläche zwar groß, aber nicht unendlich  ist. Rund 40 Acts bringt er unter, Wiederholungen zum letzten Jahr halten sich in engen (und gut begründbaren) Grenzen - die Dichte ist also sichtlich enorm.  Vor fünf, zehn Jahren: Undenkbar. Heute: Nicht ausreichend. Wenn man so will: Ein Luxusproblem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichzeitig ist er scharfer Kritik ausgesetzt, weil das auserwählte Feld (natürlich!) keinen allumfassenden Gültigkeits- und Komplettheitsanspruch stellen kann. Der auch für die Veranstalter in seiner Dimension überraschende Erfolg von 2010 hat aber natürlich auch Geister&amp;nbsp; hervorbeschworen, die letztes Jahr noch nicht an die Veranstaltung glauben wollten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das führt zurück zur Futtertrogregel Nummer eins: Wo Geld verteilt  wird, sind Neider zu finden. Mit dem Popfest ist ein Ereignis  etabliert worden, dass plötzlich (noch dazu öffentlich und transparent) Gelder verteilt - und damit genau  dieses Problem magnetisch anzieht und eines schafft, wo vorher (mangels Geld) keines war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist reichlich absurd, also möchte ich hier nicht heraufbeschwören, dass dadurch die "Szene" zu streiten begänne - denn das wahre Problem wird durch das Popfest lediglich beiläufig illustriert: Der Markt droht sich zu sättigen. Im letzten Jahrzehnt konnten sich heute in der "Alternativ"-Ecke große Namen sonder Zahl etablieren: Garish, Naked Lunch, Clara Luzia - et cetera. Durch den gefühlten Erfolg angestachelt, machen sie weiter: Aktuell veröffentlichen im Monat April Attwenger, Texta, Clara Luzia, Kreisky und Ja, Panik ihre neuen (und allesamt großartigen) Platten. FM4 nahm dies zum Anlass um vier Wochen durchgehend österreichische Alben der Woche zu präsentieren - ein absolutes Novum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind wieder bei der &lt;a href="http://ink-vicious.blogspot.com/2011/04/die-glaserne-decke.html"&gt;gläsernen Decke&lt;/a&gt; angekommen: Die Plattformen für diese Bands sind im Wesentlichen die gleichen geblieben. Die Entwicklungsmöglichkeiten sind damit an einem natürlichen Ende angekommen. Es gilt sie "nur" immer und immer wieder auszuschöpfen, möchte man sein Niveau zumindest halten - und zwar immer noch dort, wo "Erfolg" sich nach wie vor nicht ausreichend kapitalisieren lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der anderen Seite ist es nicht von der Hand zu weisen, dass bei diesem Gedränge junge, frische Talente umso schwerer an den "Futtertrog" (in diesem Fall den medialen) herankommen. Auch dieses "Generationenproblem" mag ein Luxusproblem sein, kann aber dazu führen, dass die "Szene" überaltert und den Nachwuchs blockiert, die Welle also irgendwann bricht und abebbt. Ein Beispiel: Mit neuen Acts (seien sie auch gut medial wahr genommen) eine Tournee zu buchen, ist schwieriger denn je, weil die "alten" gut funktionieren. Was ja um Himmels Willen nicht schlecht ist - aber die Möglichkeiten, live aufzutreten, werden nicht viel mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so ist die Szene zuletzt bereits der eigenen Realität davon gelaufen: Sie hat viel mehr zu bieten, als die (zu wenigen) Medien, die (zu wenigen) Clubs und das (durch zu wenige Medien und zu wenige Club zu wenig "gezüchtete") Publikum aufnehmen könnte. Es gibt also nur zwei Wege: Internationalisierung oder Marktverbreiterung im eigenen Umfeld - also das Überschwappen der Welle auf den sogenannten "Mainstream".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau deshalb ist eine Veranstaltung wie das Popfest so ungemein wichtig: Weil es eine der ganz wenigen Gelegenheiten ist, die tiefen (und oftmals beschriebenen) Gräben wenigstens in Ansätzen zu überwinden, ein neues, erweitertes Publikum zu erreichen und zu erstaunen und von der Vielfalt dieser Szene zu überzeugen. Das Popfest ist ein Wellenbrecher, aber im besten Sinn. Es hilft vielleicht ein Stück weit mit, die Ausläufer in Gegenden zu tragen, die bislang gar nicht von der Existenz von Wasser wussten. Möge es das Land fruchtbarer machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;follow me : &lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;www.twitter.com/hannestschuertz&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-4703020794118082971?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/4703020794118082971/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/04/breaking-wave.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/4703020794118082971'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/4703020794118082971'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/04/breaking-wave.html' title='Breaking The Wave.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-1151372675820836237</id><published>2011-04-05T01:01:00.001+02:00</published><updated>2011-11-20T15:34:18.389+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ORF'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gedanken'/><title type='text'>Die gläserne Decke.</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;i&gt;Ist man in Österreichs kleinem Musikuniversum „erfolgreich“ tätig, heißt das wirtschaftlich gesehen eigentlich genau gar nichts: Die allermeisten Künstler benötigen einen „Brotjob“, um sich ihr künstlerisches Schaffen überhaupt leisten zu können.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Was haben wir schon gelacht und Köpfe geschüttelt über „Austria“, das ein „too small country“ für alles Mögliche von Doping bis Lobbying sei. Im Musikbereich könnten wir in diese ewig gleiche Leier vom leider-nicht-mehr-Imperium problemlos einstimmen. Sowohl die Chance als auch das Problem daran ist aber nicht (nur) die Größe von Tu Felix Austria.&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Selbst die Medienlandschaft ist in Österreich (verglichen zu ähnlich großen Ländern) wenig ausgeprägt - teils geschuldet der ausgesprochen späten Privatisierung der Radiolandschaft, teils der sprachlichen Leitmedienkonkurrenz aus Deutschland. Die Stellung einzelner Medien ist dementsprechend bedeutend, und gerade die Gatekeeper-Funktion von FM4 ist ein Musterbeispiel dafür.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Aus dem Ausland wird man für den landesweit ausstrahlenden öffentlich-rechtlichen Sender beneidet, denn verglichen mit umkämpften und weitaus diversifizierteren Märkten wie Deutschland oder Frankreich ist es relativ „einfach“, flächendeckend und mit nicht-mainstreamkompatibler Musik im gesamten Land im Radio zu laufen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Das mag stimmen und eröffnet viele Chancen. Wie wertvoll der Sender (Stichwort: Kulturauftrag) ist, hat sich dabei erst in den letzten Jahren so richtig herausgestellt, die eine qualitativ wie quantitativ ungeheure Menge an österreichischen Künstlern an die Öffentlichkeit gespült haben. Die allermeisten davon wurden durch FM4 musikalisch „sozialisiert“ und später gesendet. Rollen, die davor kein Medium so deutlich zu spielen vermochte – noch nicht einmal und schon gar nicht das frühe MTV.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die Häufigkeit und Selbstverständlichkeit, mit der österreichische Musik neben internationalen Superstars gespielt wurde und wird, hat nachdrücklich das Bewusstsein einer Generation zum Besseren verändert. Österreichische Musik ist längst nicht mehr per se „schlecht“ oder "eh ganz ok für Österreicher", nein: sie kann mithalten, taugt sogar längst selbst zum Vorbild für die Nächsten. Ohne dieses neu erlangte Selbstbewusstsein hätten junge Wiener Labels nicht den Mut gefasst, auch ins Ausland zu gehen, wo das Wiener Popwunder mittlerweile ebenso freudig rezipiert wird.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Diese ungemeine Möglichkeit bringt aber auch eine gewisse Abhängigkeit mit sich – und zwar in mehrfacher Hinsicht. Sie äußert sich im Falle von FM4 mit einer radikalen ORF-internen Abgrenzung zu Ö3. Die macht vertriebspolitisch und wenn man so will auch „ideologisch“ natürlich Sinn (an dieser Stelle reichlich behandelt), baut aber auch eine gläserne Decke. Mit seiner künstlerischen Ausrichtung entscheidet man sich zumeist auch für eine "Seite".&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Unter besagter Decke lebt es sich gefühlt prächtig  wie in einer Oase, deren Welt jedoch (wirtschaftlich betrachtet) eine  trügerische Fata Morgana ist. Die Decke zu durchbrechen gelingt selten bis nie – und das liegt an den Pförtnern in die große weite Mainstream-Welt. Bei Ö3  doppelt sich die Funktion des landesweit sendenden öffentlichen  Rundfunks mit ungleich größerem Gewicht. Der Marktanteil von gut 40%  (FM4: 5-7%) ist überwältigend - was der Sender spielt, funkioniert,  möchte man glauben, schon allein aufgrund seiner schieren Allmacht (allerdings auch das ein tonnenweise belegbarer, trauriger Irrtum)&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Es lassen sich durch die klare Trennung so manch plakative, fast polemisch wirkende Grundregeln für die hiesige Radiolandschaft aufstellen: Kritikerlieblinge wird man auf Ö3 nicht oft finden, die Musikpresse verschmäht die allermeisten von Ö3 für spielenswert befundenen Musiker dafür; Konzerte von „FM4-Bands“ sind in der Regel deutlich besser besucht, die Ö3ler verkaufen dafür – wenn es erstmal läuft&amp;nbsp; – mehr Platten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Bloß: Zum nationalen "Star" hin, der wirtschaftlich  relevant funktioniert, braucht ein Künstler eine Kombination aus diesen  Faktoren - und das scheint hierzulande schier unmöglich. Anna F. hat für ihr erstes Album mit Unterstützung von Giebelkreuz, Flügel, Turnschuhen und Ö3 sowie aggressivem  Vertriebsmarketing „Gold“ erhalten – das entspricht 10.000 verkauften Einheiten. Die erfolgreiche  „Indie“-Elite aus der FM4-Nische kommt auf gerade mal vierstellige Zahlen, die  allermeisten schaffen noch nicht einmal das. Abhängig vom betriebenen Aufwand (Aufnahmen,  Marketing) schafft eine solche Platte mit Müh und Not eine schwarze Null  im Budget - und gülte bereits als grandioses Erfolgsbeispiel.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Besagte Anna F. durfte zum Höhepunkt ihrer Tour im  letzten Jahr neben der goldenen Schallplatte auch ein etwas mehr als halb volles  WUK zur Kenntnis nehmen. Vergleichsweise Winzlinge in der öffentlichen  Wahrnehmung wie Bilderbuch toppen die Besucherzahlen schon jetzt, Acts  wie Naked Lunch oder Clara Luzia bringen eine derartige Location zum  Bersten. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Die absurde Divergenz im Funktionieren von Acts hat viele  Hintergründe, zuallererst das Konsumverhalten im Bezug auf Musik  generell - das mit der Wahl des Radiosenders eine große Schnittmenge aufweist. Dennoch wäre es bösartig, einem Ö3-Hörer zu unterstellen, er würde sich für die prächtig auf FM4 funktionierende Musik gleich gar nicht interessieren, weil er "solche" Musik ohnehin nicht mag. Diese Antwort freilich ist eine sehr beliebte an der Heiligenstädter Lände. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Entweder oder - man könnte sagen: Immerhin, man hat in Österreich die Wahl, wenn man "Pop" im weitesten Sinne macht. Muss man sich also ärgern oder müsste man sogar froh sein, wenn einem der große Sender eine freundliche Absage schickt? Erleichtert es einem die "Wegentscheidung"? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Gewiefte Journalisten haben dieses seltsame Faktum bereits zu einem Vorteil uminterpretiert: Der wirtschaftliche Druck spielt sich eine Liga drüber ab, die von ihnen für gut befundenen (und also für Ö3 so gut wie disqualifzierten) Künstler können also „befreit“ davon ihrem Schaffen nachgehen - weswegen die Qualität so gut sei. Mangels Gegenbeweis hält die These noch, trotzdem ist ihre Richtigkeit genauso umstritten wie die Sinnhaftigkeit.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die Vorteile der "Decke" in Ehren verhindert sie auch ein natürliches Wachstum auf ein Maß, in der ein sinnvolles Wirtschaften mit der Musik überhaupt ermöglicht wird. Freilich: Wirklich Schuld an der "Decke" ist kaum jemand; aufgelegte Lösungen gibt es keine. Zu definiert, zu fest gefahren sind die Strukturen. Aber justament diese tiefen Gräben zwischen den Welten verunmöglichen breit akzeptierte Künstler, die kulturelle Leitfiguren sein könnten und - eventuell - sogar ihren Lebensunterhalt von ihrer Musik bestreiten könnten. Und so leben wir in einem Land, in dem etwa das "Popfest" eine astreine Protestveranstaltung gegen den führenden "Popsender" ist. Nicht die erste Gelegenheit, den Kopf über dieses Land zu schütteln.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-1151372675820836237?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/1151372675820836237/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/04/die-glaserne-decke.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/1151372675820836237'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/1151372675820836237'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/04/die-glaserne-decke.html' title='Die gläserne Decke.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-5970376375453113047</id><published>2011-03-28T01:39:00.001+02:00</published><updated>2011-03-28T01:48:13.421+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gedanken'/><title type='text'>Of course I´m a Lobbyist.</title><content type='html'>&lt;i&gt;Warum das öffentliche Verurteilen von Ernst Strasser etwas Verlogenes an sich hat.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Woche wurde dem in Kopfschütteln ohnehin geübten Österreicher eindrucksvoll demonstriert, wie man dezent ramponierte Begriffe wie "Lobbying" und "Politiker" endgültig den Bach - oder eher die Niagara-Fälle - hinunterjagt. Eigentlich ist die &lt;a href="http://www.eubusiness.com/news-eu/austria-parliament.960"&gt;&lt;b&gt;Strasser-Affäre&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; bloß Schokostreusel auf dem Schlagobers des eh schon zu süßen Kuchens. Das Vertrauen in "die da oben", die sichs "richten", ist nur nochmal einen Deut nachhaltiger geschädigt, als es das schon davor war. Da stellt sich der Laie durchaus die Frage, ob und wie das gegenwärtige politische System und also die Demokratie den Kopf aus der Schlinge kriegen könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gab beispielsweise immer wieder Ansätze und &lt;a href="http://www.krone.at/Oesterreich/Raidl_fordert_mehr_Geld_fuer_Minister-Politiker-Gehaelter-Story-83781"&gt;Vorschläge&lt;/a&gt;, Politiker (deutlich) besser zu bezahlen. Sie wurden angesichts einer sichtlich empörten Öffentlichkeit rasch abgedreht und nicht ernsthaft diskutiert - und das ist schade. Freilich ist die Lösung nicht eine simple Gehaltserhöhung für die führende Kaste. Aber die Theorie &lt;a href="http://views.washingtonpost.com/leadership/panelists/2009/09/repellent-politics.html"&gt; „Smart guys don´t go into politics"&lt;/a&gt; hat hier ihre Hintergründe und erscheint logisch: Warum sollte jemand, der clever ist, diesen Schritt gehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die kapitalistische Welt bietet ihm/ihr reichlich Alternativen, um ohne großen Aufsehens des "Volkes" ein Vielfaches an Geld zu verdienen, sich den "Kick" des Erfolgsdrucks anderswo zu holen und seine erworbene Qualifikation vergolden zu lassen - auch und gerade im (Post-)Krisen-Zeitalter (Die "real smart guys" haben ohnehin geschafft, aus der Krise noch mehr Kapital zu schlagen). Wir müssten also genau hier eine wirklich fundamentale Systemfrage stellen: Wer „regiert“ eigentlich, wo liegt die Macht wirklich?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schnell schießt der Boulevard in diesem Fall gegen &lt;b&gt;„die Lobbyisten!“&lt;/b&gt; – und nicht umsonst ist der von Mythen umrankte Beruf das Ziel so vieler Politiker vor, während (sic!) oder nach ihrer Karriere – sie haben ihren Job als Volksvertreter bereits ursprünglich wohl auch deswegen ausgewählt, um dem „Zentrum der Macht“ nahe zu sein (also in der "Lobby"). Was, wenn es jetzt ein Stückchen weiter drüben liegt? Gehen wir einfach rüber?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass sich manche dann so ungeschickt anstellen wie der werte Ex-Innenminister, beweist an sich nur, dass auch der Job des Lobbyisten geübt, studiert, erlernt und mit Vor- und Umsicht ausgeübt werden sollte. Seien wir offen: Lobbyisten sind (etwas bösartig formuliert) genauso Manipulateure zugunsten der Interessen ihrer Auftraggeber wie hochbezahlte PR- und Werbeagenturen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dennoch: Wir reden von einem ernsthaften, herausfordernden und durchaus auch wichtigen Beruf. Bloß vergessen die Politiker allzu oft, dass sie ohnehin auserwählte und gut (aber offenbar nicht gut genug) bezahlte &lt;b&gt;Lobbyisten&lt;/b&gt; sind: Jene des Volkes, dass sie vertreten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insofern wäre eine Jobanforderung, auch dieses Spiel zu beherrschen, in einer passiven ebenso wie in einer aktiven Rolle. Wo wir das Qualifkation vs Output-Spiel wieder von vorne beginnen könnten… Das nicht neue Fazit &lt;i&gt;„Wer klug genug für die Politik ist, ist klug genug, nicht in die Politik zu gehen“&lt;/i&gt; läge an dieser Stelle nahe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Herbeizitieren Kennedys (&lt;i&gt;"Frage nicht, was der Staat für dich tun kann; frage, was du für den Staat tun kannst"&lt;/i&gt;) reicht längst nicht mehr. Die als Pauschalurteil freilich nicht zulässige Schlussfolgerung wäre demnach, in der aktuellen Tagespolitik säßen keine klugen Köpfe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Vorurteile dieser Natur auftauchen ist allerdings kein Wunder. Schließlich haben wir es mit einer verkrusteten Parteienlandschaft zu tun, in der der Populismus seit dem Aufstieg Jörg Haiders nicht zum Stilmittel, sondern zum Programm gemacht wurde. Solche Formen der Kommunikation mögen dabei zwar ein probates Mittel zum Erfolg sein, vermögen aber gerade in der Politik nicht die dahinterliegende Leere zu kaschieren. Justament Haiders Erben, Ziehsöhne und blau-schwarzen Weggefährten beweisen das ja gerade vorbildlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Womit wir beim moralischen Aspekt wären: Wenn Österreich politisch in einem Punkt voraus ist, dann im Rückfall in die moralische Steinzeit. Warum aber gerade wir (im Übrigen und entschuldigend: absolut nicht nur wir)?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist es die "Lässigkeit", das "Gschlamperte", das dem Österreicher innewohnt? Das wäre zu einfach. Vielmehr wäre an dieser Stelle das Bildungssystem, das Fortpflanzen der Freunderlwirtschaft als Staatsprinzip, das Dulden und stille Fördern von "Pfusch" zu kritisieren. All das wird als "normal" hingenommen, weil der Staat es nicht geschafft, den Mehrwert seines Systems zu erklären und zu transportieren. Wir unterwandern damit letztlich sehr beständig unsere Demokratie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bereits als Kleinkind bekommt der Österreicher eingeimpft, es wäre besonders clever, den Staat wo es nur geht auszunutzen und zu betrügen. Die Rechtfertigung des erwachsenen Staatsbürgers dazu ist dann bevorzugt "tun ja alle anderen auch, mir erwächst also ein Nachteil, wenn ich es nicht tue." Quersumme: Korruption ist ein in allen Größen und Farben erhältlicher Kavaliersdelikt, der nicht nur geduldet, sondern respektiert, anerkannt und gefördert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist es somit nicht ungeheuer verlogen, wenn wir Ernst Strasser dafür geißeln, in einem Anfall von Ehrlichkeit wenigstens zu gestehen: &lt;b&gt;„Of course I´m a Lobbyist“&lt;/b&gt;?&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;br /&gt;In genau diesem Satz manifestiert sich die Anerkennung eines Systems, dessen Scheitern wir längst als unumkehrbares Faktum hingenommen haben. Wir, die wir darüber aus Verzweiflung lachen; Strasser, der alle Seiten dieses Systems verkörpert. Dieser Satz verleiht dem Misstrauen in die Politik direkt in ihrem Herzen einen Nachdruck, dem wir uns nur willfährig ergeben können. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danke trotzdem, Sunday Times.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-5970376375453113047?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/5970376375453113047/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/03/of-course-im-lobbyist.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5970376375453113047'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5970376375453113047'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/03/of-course-im-lobbyist.html' title='Of course I´m a Lobbyist.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-6993618089889314224</id><published>2011-03-20T21:01:00.000+01:00</published><updated>2011-03-20T21:01:25.289+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gedanken'/><title type='text'>Pop: Kultur oder Industrie?</title><content type='html'>&lt;i&gt;Kann ein Song die Welt verändern oder ist er nur ein Zahnrädchen in einem Geldschein-vermehre-dich-Spiel? Ein Grundsatzimpuls für eine der ewig jungen Fragen des Pop. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neulich stand wieder eine Reise nach Kufstein auf meinem Programm, wo ich regelmäßig als externer Lektor für die FH-Studiengänge &lt;a href="http://www.fh-kufstein.ac.at/ger/Bachelor/Unsere-Studiengaenge/Sport-Kultur-Veranstaltungsmanagement-VZ"&gt;Sport-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement&lt;/a&gt; den Themenkomplex &lt;b&gt;Musikwirtschaft &lt;/b&gt;erläutern darf. So unterschiedlich die Zugänge der dort Studierenden sind, so unterschiedlich sind die Fragen und Interessen im Bezug auf die Musik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das gestaltet die Tätigkeit ausgesprochen abwechslungsreich und spannend, denn das Interessante am Stoff ist sowohl für die Volksmusiker als auch für die Heavy-Metaller das Gleiche. Er dreht sich um das "Geschäft" mit der Musik und wie ein solches entstehen kann - und damit reden wir vornehmlich über Verstehen und Werken mit dem Urheberrecht - ein ohnehin wild umfehdetes Gebilde in Tagen wie diesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein zweiter Aspekt kristallisiert sich dabei immer wieder bei solchen Anlässen deutlich heraus, nämlich eine dabei gefühlte klare Trennlinie zwischen den Begriffen &lt;b&gt;"Kultur"&lt;/b&gt; und &lt;b&gt;"Industrie"&lt;/b&gt;. Ist Pop das eine, das andere oder beides? Sind die bösen Majors die Industrie, während die braven Indies die Kultur schaffen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie die aufmerksamen Studierenden bemerken: Hat man die Geldverläufe, die Mechanismen des Wirtschaftssystems erstmal verstanden, kann man auf diesem "Instrument" auch vorzüglich - also industriell - spielen. Das &lt;b&gt;Urheberrecht&lt;/b&gt;, das geschaffene Werk, der Song ist in diesem "industriellen" Fall Ausgangsmaterial für ein Geschäftsmodell und nimmt eine Rohstoffrolle ein. Wie in der Industrie dienen dann Preis- und Marktpolitik, Vermarktungsstrategien und zielgruppenorientierte Qualitätsmerkmale dazu, ein Stück Musik auf eine Stufe mit Holz, Metall oder ein Maiskorn zu stellen. Man kann es normen ("3 Minuten-Stück fürs Radio"), man kann es formatieren (CD, "Albumformat"), man kann es in Massen und immer verwechselbareren Formen herstellen (Hallo, David Guetta!).&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die "andere" Seite freilich ist, dass Musik die Kraft einer kulturellen Definition innewohnt. Ein Musikstück kann Protest sein, Reflektor oder Chronist des Zeitgeschehens. Sie kann neue Genres und neue Kunstformen schaffen, eröffnet völlig neue Weltbilder und verändert das Verständnis und die Möglichkeiten von Klang oder Textvermittlung. Wir kennen das alles.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch ist die Trennlinie noch so klar? Wir sind an einem Schnittpunkt angekommen. Er bildet eine vortreffliche Diskussionsgrundlage für etwa eine Million Splitterfragen, eine davon hat &lt;a href="http://fm4.orf.at/blumenau"&gt;Martin Blumenau&lt;/a&gt;  schon behandelt, als er &lt;a href="http://fm4.orf.at/stories/1670706/"&gt;das  Verschwimmen von Berufs- und Privatleben von Musikern&lt;/a&gt; thematisiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn mit &lt;b&gt;Arcade Fire&lt;/b&gt; zweifellos eine der wichtigsten und einflussreichsten Popbands der Gegenwart den Industriepreis Grammy gewinnt, führt man die beschriebene Systematik nicht bereits ad absurdum - oder gibt man ihr nur einen neuen Twist, einen Impuls? Versucht man wie so oft, einen Trend aus der Subkultur zu adoptieren und markttauglich zu adaptieren? Nimmt man der "Kultur" damit etwas weg, um es der Industrie zu schenken? Wird aus "Indie" plötzlich "Major"? Oder rechtfertigt man dadurch erst den Kulturbegriff an sich darauf anzuwenden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Musik, insbesondere Pop, ist längst Gebrauchsware geworden. Die revolutionäre und weltverändernde Kraft eines Songs ist in der schieren Menge des Angebots untergegangen. Und gerade deswegen ist an dieser Stelle eine Figur wie &lt;b&gt;Lady Gaga&lt;/b&gt; hervorzuheben, weil sie eine perfekte Verschmelzung dieser Diskussion zu einem gigantischen Pamp geschaffen hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie treibt die Industrialiserung der Musik so brutal voran, dass dies schon wieder als eigene Kunstform rezipiert wird - frei nach dem Kolumbus-Motto: Umso weiter westlich ich fahre, umso weiter östlich komme ich raus. Sie hat (samt Umfeld) Pop als viel mehr als "bloß einen Song" verstanden und spielt dieses Multi-Instrument perfekt: Inszenierung, Skandalisierung, Provokation et al. Musik ist nur noch ein beiläufiges Tool. Ihre Songs werden größtenteils bald vergessen sein, doch hat sie sich als Marke längst in die Zeitgeschichte der jüngeren Vergangenheit eingraviert. Vielleicht war Musik auch hier bloß ein Steigbügelhalter für zukünftige Parfüms und Modelinien - wir werden es sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Eventisierung der Welt und das Fokussieren auf Spektakel aller Orten ist die Endstufe der Musik-Instrumentalisierung und -Industrialisierung. Eine diesbezügliche Diskussion im Freundeskreis betraf jüngst auch &lt;b&gt;Kanye West&lt;/b&gt; und die Frage, ob er imstande wäre, eine große Konzerthalle in Österreich zu füllen. Die Antwort war: Klar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Knackpunkt: Kanye West läuft hierzulande nicht wirklich im Radio und tritt nicht im Fernsehen auf, hat kaum Musikpresse - und ist doch einer der "Kings" des aktuellen Pop. Warum? Er twittert, bloggt, youtubed, skandalt rum und ist vor allem mit seinen Eskapaden ein weltweiter SocietyPress-Kaiser. Eine Show von ihm käme eher im Kronen Zeitung-Society-Raster vor als in der dortigen Kulturseite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht nicht darum, ob und wieviele seiner Songs man kennt (für die meisten gilt: sehr wenige). Es geht nicht darum, ob und wieviele Platten er verkauft (deren hierzulande verschwindend wenige). Es geht um das "&lt;i&gt;Kanye West sehen&lt;/i&gt;", Marke Lugner-Opernball-Gast, Marke Adelshochzeit. Musik? Relative Nebensache. (Wobei ihm hoch anzurechnen ist, wie er mit diesem selbst erworbenen Status umgeht und ihn künstlerisch verarbeitet, nämlich spannend und innovativ).&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The State of Pop is in danger. Wir müssen die eingangs gestellte Frage wenn, dann neu und völlig anders stellen, Pop neu definieren und die Musik als einen kleinen Teilbegriff davon abhaken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;i&gt;follow me: &lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &lt;/i&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-6993618089889314224?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/6993618089889314224/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/03/pop-kultur-oder-industrie.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/6993618089889314224'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/6993618089889314224'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/03/pop-kultur-oder-industrie.html' title='Pop: Kultur oder Industrie?'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-588893255342438974</id><published>2011-02-14T01:02:00.000+01:00</published><updated>2011-11-20T15:37:25.612+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='AKM'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Rechte, Zukunft und die AKM.</title><content type='html'>&lt;i&gt;Die Rolle der Verwertungsgesellschaften ist in der Theorie noch nie so wichtig gewesen wie heute - und genau das lässt sie schnell und intensiv wie nie zwischen Fluch und Segen für den Musiker hin- und herpendeln.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Woche war ich als Gast zu einer Podiumsdiskussion zum Thema &lt;a href="http://www.futurezone.at/stories/1665731/"&gt;Rights Management&lt;/a&gt; im Rahmen der &lt;a href="http://www.departure.at/"&gt;departure&lt;/a&gt;-Serie &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.thegap.at/neuetoenedermusikwirtschaft/"&gt;"Neue Töne"&lt;/a&gt; &lt;/b&gt;geladen. In erster Linie wurde dem interessierten und durchaus kundigen Publikum ein Problem näher gebracht, dessen Charakteristik in etwa dem Klimawandel entspricht: Jeder weiß seit Langem darüber Bescheid, jeder findet es furchtbar, aber die Gesamtheit der Betroffenen ist nicht imstande, etwas Sinnvolles dagegen zu tun. Kurzfassung: Das gigantische Rechte- und Lizenzwirrwarr im Musikgeschäft droht einen Supergau der "Industrie" zu verursachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Worum geht es also? Seitdem der physische Tonträger sich zu einem Auslaufmodell entwickelt und das Konsumieren von Musik immer weiter weg vom Besitz in Richtung allgemeine Verfügbarkeit (Stichwort Streaming) geht, kommt einer klaren Rechts- und Datengrundlage entscheidende Bedeutung zu. Das "Geschäft" verlagert sich zunehmend ins Virtuelle, wo sich zunächst von Napster über Youtube bis Spotify viele in einer (meist bewusst gesuchten/gewählten) Grauzone bewegen konnten. Doch selbst Dienste, die heute bereit sind, grundsätzlich für das Abspielen und Verbreiten von Musik zu bezahlen, tun sich schwer, korrekt oder überhaupt zu zahlen und abzurechnen - wie bei besagter Diskussion Podiumskollege Steffen Wicker (&lt;a href="http://simfy.de/"&gt;simfy.de&lt;/a&gt;) ausführen durfte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hintergrund sind unvollständige, unstrukturierte oder schlichtweg falsche Daten. Oft weiß niemand, wem die Songs eigentlich gehören, wem eigentlich Geld zusteht. Und das liegt wiederum daran, dass es keinen nennenswerten Datenstandard gibt und sich jeder Abrechner allein im Dschungel wiederfindet - womit die Industrie der Realität um Jahrzehnte hinterherhinkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die "Industrie" umfasst in diesem Zusammenhang nicht bloß die großen Labels und Verlage, sondern vor allem auch die Verwertungsgesellschaften. Sie alle haben sichtlich schwere Fehler in ihrer Datenverarbeitung und -aufzeichnung zu verantworten, vor allem aber die durch das Internetzeitalter losgetretene Entwicklung völlig verschlafen (was einem im Jahr 2011 etwas seltsam vorkommen muss). Die Leidtragenden sind in erster Linie die Urheber, also die Künstler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So vielfältig das Problem mitsamt seinen Auswirkungen ist, so einfach wäre (theoretisch) eine Lösung: Alles was es braucht, ist eine globale Datenbank - oder  zumindest einen einheitlichen Datenstandard. Seit Jahr und Tag werden  auf den diversen Popkomms und Midems Ansätze und Lösungen  durchdiskutiert, die jüngsten &lt;a href="http://globalrepertoiredatabase.com/rfir/EU%20GRD%20-%20WIPO%20Contribution.pdf"&gt;Versuche&lt;/a&gt; sind nicht die ersten und wohl auch nicht die letzten davon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ironischerweise wären es gerade die Verwertungsgesellschaften, die hier einen entscheidenen Vorteil in Händen hielten: Daten. Die AKM (als Beispiel) arbeitet seit Jahr und Tag einigermaßen gleichberechtigt mit allen Seiten der Industrie zusammen und fungiert quasi als Puffer für Datenpflege und -auswertung - und funktioniert dabei allen Unkenrufen zum Trotz gar nicht einmal sooo schlecht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr größter Nachteil ist jedoch, dass sie die Entwicklungen des Internet ebenso wie dazugehörige entscheidende Weichenstellungen verpasst hat (im Vergleichsfall Einführung des Radios spielten die Verwertungsgesellschaften eine maßgebliche Rolle zur Entschädigung der urheberrechtlich genutzten Werke). Die Rolle als wichtigster Partner aller Urheber und Nutzer wurde damit massiv und nachhaltig untergraben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Traurige dabei ist, dass die Künstler nunmehr völlig in der Luft hängen, haben sie ihren einstigen "Anwalt" - um nicht zu sagen ihre Stimme (die AKM ist genossenschaftlich organisiert und gehört damit ihren Mitgliedern, also Autoren und Komponisten) verloren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Traurige Faktenlage: Beim Eintritt in ein Vertragsverhältnis mit der AKM überträgt der Urheber der Genossenschaft wesentlich mehr Rechte zur Verwaltung, als diese imstande ist, tatsächlich zu verwalten. Eingehobene Gelder werden im Wesentlichen nur dann auch sinngemäß ("per play") verteilt, wenn die Beträge relevant und groß genug sind. Etwas, was die AKM beispielsweise sogar im Fall von gotv für unmöglich hält (für viele Bezugsberechtigte in unserem Umfeld ein beträchtlicher Betrag, der nicht zugeordnet wird).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frage in diesem Zusammenhang freilich ist, ob sie jemals imstande sein wird, noch viel kleinere Beträge, die aus Internet-Plays in Zukunft generiert werden könnten, einzutreiben, geschweige denn abzurechnen. Das Problem gilt spiegelgleich für die anderen Verwertungsgesellschaften, so sie denn zuständig sind oder sein dürfen in Zukunft. Würden sie in diesem Falle ebenso an einem simplen Datenbankproblem scheitern, nämlich die "Datenflut" nicht verarbeiten zu können? Wie machen dann spotify, simfy und iTunes das? Scheitert all das "nur" an alten Köpfen und starren Strukturen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;Und so wäre man verleitet zu sagen: Es wird Zeit, dass die Globalisierung auch im Bereich Verwertungsgesellschaften Einzug hält. Wäre da nicht die enorme kulturelle Bedeutung, die sie zu tragen haben. Der &lt;a href="http://www.ske-fonds.at/"&gt;SKE-Fonds&lt;/a&gt; der Austro Mechana beispielsweise ist einer der bedeutendsten und wichtigsten Förderer der "Kleinen" hierzulande. Würde es diese Einrichtung genauso geben, wenn wir zB eine einzige, zentralisierte, europäische Verwertungsgesellschaft hätten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich komme also noch einmal auf "Neue Töne" zurück, wo &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Chung"&gt;Mark Chung&lt;/a&gt; das einzig Richtige dazu gesagt hat: &lt;i&gt;"Wir müssen die Verwertungsgesellschaften zurück erobern."&lt;/i&gt; Sie hätten ihre Berechtigung, sie hätten ihre Stärken, sie hätten Verantwortung - also ist es auch Wert, den Gang durch die Institutionen anzutreten und sie zu verändern. Kann allerdings gut sein, dass es bis dorthin schon zu spät ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;follow me: &lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;www.twitter.com/hannestschuertz&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="addthis_toolbox addthis_default_style "&gt;&lt;a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count" href=""&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a class="addthis_button_tweet" href=""&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a class="addthis_counter addthis_pill_style" href=""&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;var addthis_config = {"data_track_clickback":true};&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://s7.addthis.com/js/250/addthis_widget.js#username=vicious77" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-588893255342438974?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/588893255342438974/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/02/rechte-zukunft-und-die-akm.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/588893255342438974'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/588893255342438974'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/02/rechte-zukunft-und-die-akm.html' title='Rechte, Zukunft und die AKM.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-3626524797335883834</id><published>2011-02-07T00:03:00.000+01:00</published><updated>2011-02-07T00:03:43.378+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Festivals'/><title type='text'>Wie das so ist mit den Festivals.</title><content type='html'>&lt;i&gt;Wie wird eigentlich ein großes Festival programmiert? Und warum? Es böte sich dazu eine ganze Serie an Beiträgen Marke "Aufklärungsunterricht" an. Beginnen wir mit einer zarten Annäherung an ein komplexes Thema. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie das Amen im Gebet kommt Jahr für Jahr das Hurra- und Herrje-Schreien angesichts der Programmierung der österreichischen Großfestivals. Es gibt deren nur eine Handvoll, und sie sind in der Hand eines kartellartigen Konglomerats, dass seine Macht in diesem Bereich längst einzementiert hat wie Google im Bereich Suchmaschinen im Internet. Warum? Weil es clever agiert und Festivals als hochkapitalistisch funktionierenden Markt verstanden hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wäre man herzergreifend naiv, man müsste sich in der Tat darüber aufregen. Legen wir diese kindlich-kindische Eigenschaft zur Seite, so kann man den Machern ihren unbestreitbaren Erfolg weder absprechen noch ihn verdammen. Die Herrschaften führen immerhin ein Unternehmen und genauso wie den allermeisten anderen Betrieben ist es ihnen danach, das ökonomisch bestmöglich zu tun. So weit, so (wirtschaftlich) gut und logisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Konzertveranstalter oder Festivalbetreiber habe ich freilich zwei  Möglichkeiten: Ich mache wonach mir ist oder ich mache wonach der Markt  schreit. Wo die "Großen" stehen, wissen wir. Wer sich über diese "Seite" beschwert, kann gottseidank auf genügend Angebot auch auf der "anderen" zurück greifen und betet wohl darum, dass dereinst keine 40.000 Menschen etwa zum Seewiesenfest pilgern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir betreten genau hier letzlich den ausgesprochen schmalen Grat  zwischen "Kultur" und "Wirtschaft". Auch diese bewusst unter Anführungszeichen gesetzten Begriffe sind letztlich nur Synonyme für &lt;i&gt;"Wie ich zu meinem Geld komme"&lt;/i&gt; einerseits und &lt;i&gt;"Wie ich meine Zielgruppe definiere" &lt;/i&gt;andererseits. Und dabei merken wir, wie nahe sich diese beiden Bergseiten sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;En detail.&lt;br /&gt;Je mehr ein künstlerisch  hochwertiges, meist schlüssiges Programm zusammen gestellt wird, desto eher  finden wir entweder einen kleinen, autarken Verein dahinter  - oder einen saftig geförderten Kulturapparat. Hochkultur ist ein  Fördergeschäft - der Streit darum, was Hochkultur eigentlich ist, ist  dementsprechend unendlich. Wo Geld ist, sind auch Neider. Entsprechend müssen sich hochsubventionierte, dafür aber ungemein spitz und mutig programmierte Festivals wie das Kremser &lt;a href="http://www.donaufestival.at/"&gt;donaufestival&lt;/a&gt; auch mit reichlich Kritik herumschlagen. Dem Wiener &lt;a href="http://www.popfest.at/"&gt;Popfest&lt;/a&gt; wurden gleich politische Absichten unterstellt, nur weil es auf Kulturgelder der Stadt zurückgreift. Beide Beispiele sind jedoch kulturell wertvolle und wichtige Interventionen in einen Markt, der ohne sie ausgesprochen trist ausschauen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das gegenüberliegende Modell richtet sich nach dem Wind, der der Masse entfläucht, und nennt es Markt (oder überhaupt gleich "Voting"). Einerseits wäre damit eine ähnlich spitze Programmierung obsolet bis schwachsinnig, andererseits ist man deshalb noch lange nicht so weit weg von den Pfründen des Steuerzahlers, wie man vielleicht auf den ersten Blick meinen möchte. Das Mascherl in diesem Fall nennt sich dann eben "Standortpolitik". Das &lt;a href="http://www.frequency.at/"&gt;Frequency&lt;/a&gt; findet dementsprechend nicht aufgrund landschaftlicher Schönheiten in St.  Pölten statt, sondern weil die Stadt den  Standort (finanziell) attraktiv gemacht hat: Mit regionalen  Wirtschaftsförderungen, infrastrukturellen Unterstützungen und diversen  Formen von Erleichterungen und Vergünstigungen (etwa mit Herabsetzen der Lustbarkeitsabgabe, die eine Gemeinde freihändig vergeben kann oder auch nicht). Die Nähe zum attraktiven Großmarkt Wien tut ihr Übriges. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Argumente zur Platzierung eines Festivals an einem bestimmten Ort sind also allesamt berechtigt und logisch - es handelt sich um pure Wirtschaftsförderung. Immerhin kommen zigtausende Menschen in die Stadt und geben Geld aus, das Festival bringt den Namen in die Medien und so weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit &lt;b&gt;Kultur&lt;/b&gt; im herkömmlichen Sinn hat das ganze herzlich wenig zu tun. Der Zweck und die Absicht hinter den Veranstaltungen findet also genau hier seine Trennlinie: Die  großen Unternehmen, die solche Festivals betreiben, sind  Wirtschaftsunternehmen und veranstalten ihre Massenaufläufe nicht für den Seelenfrieden der musikinteressierten Welt,  sondern um Geld zu verdienen - frag nach bei Harry Jenner: Musik ist ein Geschäft - so einfach ist das. Zurück zum Anfang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe bewusst radikale Beispiele genannt und könnte auch welche  aufzählen, bei denen die beiden Begriffe ausgesprochen stark ineinander  fließen. Soweit sind wir in unserer Diskussion aber noch lange nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zäumen wir das Pferd noch einmal von einer ganz anderen Seite auf. Ich habe in einer Gesprächsrunde über "Großfestivals" einmal zynisch angemerkt,  dass ein hoher zweistelliger Prozentsatz der Besucher zwar wohl WEGEN  der einen oder anderen Band zum Fest fährt, dann aber dank Saufgelage  weder die eine noch eine der anderen 50 Bands mitbekommt. Das mag übertrieben sein, bringt mich aber zu meinem nächsten Punkt: Das Lineup  dient lediglich der Definition einer "Kaste", der man anzugehören denkt.  Man fährt aus sozialen Gründen zu einem solchen Festival, man fühlt sich unter Gleichgesinnten. Wie das genau ausschaut habe ich bereits &lt;a href="http://ink-vicious.blogspot.com/2008/05/festivals-are-strangest-things.html"&gt;vor Jahren&lt;/a&gt; (noch dazu im journalistischen Auftrag für ein Festivalmagazin) erläutert. Nur: Das Kastendenken gilt wohl genauso auch für weniger alkoholreiche Veranstaltungen mit gehobenem "kulturellen" Niveau. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Musik mag bei großen Veranstaltungen damit eigentlich schon wieder Nebensache sein - sie dient doch zumindest als soziales Erkennungsmerkmal. Die "Mega-Events" sind beileibe keine  "Kulturveranstaltungen" wie sie in Förderpapieren oder der Vorstellung eines Kulturpolitikers entsprechen. Ironie der Geschichte: Sie definieren unsere Gesellschaft und ihre Kultur (Schlagwort Woodstock) entscheidend mit. Bleibt an uns, etwas an diesem Bild zu verbessern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;to be continued...&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;www.twitter.com/hannestschuertz&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-3626524797335883834?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/3626524797335883834/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/02/wie-das-so-ist-mit-den-festivals.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/3626524797335883834'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/3626524797335883834'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/02/wie-das-so-ist-mit-den-festivals.html' title='Wie das so ist mit den Festivals.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-6842908664669547559</id><published>2011-01-30T23:44:00.002+01:00</published><updated>2011-11-20T15:37:48.088+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ORF'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Heroes, just for one day.</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;i&gt;Der ORF hat mit seinem Versuch, Quote zu schinden einmal mehr große Freude an seiner Lieblingstaktik demonstriert, sich selbst ins Knie zu schießen. &lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ich muss zugeben, dass ich &lt;b&gt;„Helden von morgen“&lt;/b&gt; sowohl bewusst als auch unbewusst, in jedem Fall aber vollständig vermieden habe. Alleine die Rezeption der Rahmenberichterstattung in den Medien hat mir gereicht. Das mag vorurteilsbehaftet sein, das Grundproblem ist aber viel mehr, dass der ORF einmal mehr nicht im Stande war, mich anzusprechen. Nun hat der Staatssender dieses Problem nicht nur mit mir: Die Quoten waren mau und überschaubar. Für die meisten der angepeilten Jungseher galt wohl: Warum zum Schmiedl gehen, wenn der Schmied (RTL) gleich nebenan bei heißerem Feuer werkt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Der ORF vergibt seit Jahr und Tag eine um die andere Chance, ein wahrnehmbares Profil für seine Sendungspolitik zu gestalten – in der Werbung oder der PR würde man vom Schaffen einer USP sprechen. Vielmehr versucht er, sich auf eine Stufe mit den werbefinanzierten Privatsendern aus Deutschland zu stellen, die ihm trotzdem budgetär und dank medialer Rahmenbedingungen seit Jahren den Rang ablaufen. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die „Kulturauftrags“-Debatte greift in diesem Zusammenhang gar nicht weit genug, ist aber immer wieder bietet aber ein symbolhaftes Beispiel. Ich versuche es einmal von der anderen Seite. Der ORF hätte genügend Stärken im Vorgarten: Österreich ist ein Land, dass viele Eigenheiten, Seltsamkeiten, Stärken und Besonderheiten hätte. Anstatt ein Qualitätssender für das Land zu sein und sich dieser zu bereichern, gelingt es dem ORF fabelhaft, sein Programmniveau mittels Anpassung an internationale Privatsender nach unten zu nivellieren. Dabei geht ein ums andere Mal mehr von einer Senderidentität verloren, da hilft auch kein noch so hipper Senderrelaunch und die Umstellung von „1“ auf „eins“.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Dabei hätte der ORF gerade im eigenen Haus ein Musterbeispiel für kreatives Programmgestalten, für erfolgreiches „aus der Nische raus“ entwickeln: Die Donnerstagnacht und ihre Teilelemente – die allermeisten davon innvoativ, spannend, originell – und noch dazu Quotenbringer. Die "Sendung ohne Namen" ist legendär (wenngleich sich dieses Konzept natürlich irgendwann überholt hat), der Kaiser eine Trademark geworden, Willkommen Österreich eine rare Abwechslung im sonst so schnöden Programm – und zudem die einzige Fläche, in der Musiker abseits von Castingformaten und Volksmusik-Kitsch überhaupt irgendwie vorkommen. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Österreich ist diesbezüglich das einzige zivilisierte Land, das mir einfällt, in dem es keine Möglichkeit gibt, aktuelle Popmusik im Rahmen einer Sendung (in welcher Form auch immer) zu präsentieren. Jedes Mal, wenn wir internationale Künstler nach Österreich holen, treibt es mir die Tränen ins Gesicht, wenn ich via YouTube nach aktuellem Material von ihnen suche: &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Was in England Jools Holland leistet, im französischen Fernsehen eine Unmenge an Talkshows, in Skandinavien Frühstücksfernsehen, in Deutschland der Rockpalast – hier gibt es nichts auch nur ansatzweise vergleichbares. Die Kollegen liefern tonnenweise Mitschnitte von diversen Shows, Sendungen, eigens aufgezeichneten Konzerten und so weiter. Ich rechne diese Rolle mal nicht (nur) den fantastischen "&lt;a href="http://www.theyshootmusic.com/"&gt;They Shoot Music&lt;/a&gt;s" dieser Welt zu, sondern sehr wohl (auch) dem öffentlich rechtlichen Funk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist man nicht „Willkommen bei Carmen Nebel“ fehlt jegliche Repräsentationsmöglichkeit. Logische Folge ist, dass diese Nullpräsenz im Fernsehen auch ein riesiger Hemmschuh für eine gesamte Industrie ist. Ein natürliches Wachstum von Künstlern über die gläserne FM4-Decke hinaus ist mit dem Überspringen schier unüberwindbaren Hürden verbunden. Der Staatssender entzieht sich damit auch einer gewissen (letztlich politischen und wirtschaftlichen) Verantwortung. Auf die beliebte Ausrede, es gäbe nichts präsentables, möchte ich erst gar nicht näher eingehen - diese Diskussion ist oft und vielfach hier und anderswo geführt worden. Sie ist in diesem Fall gar nicht der Punkt, sie wäre maximal eine Frage nach Huhn oder Ei.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Und Formatideen - die gäbe es zuhauf. Ein „FM4-TV“ wurde bereits mehrfach vom Küniglberg abgeschossen, Walter Gröbchens &lt;a href="http://groebchen.wordpress.com/2010/05/04/helden-von-morgen/"&gt;„15 Minutes Of Fame“&lt;/a&gt;-Idee wäre einfach, günstig und wohl sogar funktionierend. Dabei hat auch die Geschichte gezeigt, dass "Investitionen" lohnen können: In den 80er-Jahren durchleuchteten &lt;i&gt;&lt;b&gt;OK&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;&lt;b&gt;Ohne Maulkorb&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; Szenen und Nischen, später &lt;i&gt;&lt;b&gt;X-Large&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;. Die Namen, die diese „Jugendsendungen“ herausbrachten, waren vor allem heute große Moderatorennamen: Vera Russwurm, Barbara Stöckl, Christian Clerici, Arabella Kiesbauer et al. Seit Mitte der 90er-Jahre gibt es kein Jugendformat mehr. Das Archivmaterial von damals wurde vielfach verwertet - etwa in der &lt;i&gt;&lt;b&gt;"Weltberühmt in Österreich"&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;-Dokuserie, mit der sich der ORF brüstete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus welchem Material wird man die Kulturgeschichte der 00er- und 10er-Jahre nacherzählen? Der ORF schießt sich also mehrfach ins eigene Knie (…eine eigene Geschichte wert) und holt sich heute die Moderatoren lieber direkt von der Konkurrenz und produziert kurzlebige Castingsternchen, deren Rauch der Berühmtheit noch schneller verpufft als ihr Schall. Unterdessen verabsäumt er die vorhandene Substanz als willkommenes Baumaterial für Karrieren und eigene Identitätsstiftung zu akzeptieren.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Der ORF will programmatisch gesehen ein Privatsender sein und streckt sich lieber pseudopopulistisch nach einer Quote – die er dann genau mit diesen Mitteln eh nicht erreicht. Solange dieses Konzept verfolgt wird, ist Änderung an den Umständen nicht in Sicht. Und g´scheiter werden tut man scheints trotz "überragender Erfolge" wie &lt;i&gt;&lt;b&gt;"Helden von morgen"&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; nicht. Lieber speist man Sido und Marilyn Manson mit üppig dotierten Verträgen ab, als nachhaltige Sendungskonzepte zu entwickeln. Also müssen wir uns weiter mit Helden in der Programmabteilung anfreunden, deren Ideen morgen bereits von gestern sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;follow me : &lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;www.twitter.com/hannestschuertz&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-6842908664669547559?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/6842908664669547559/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/01/heroes-just-for-one-day.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/6842908664669547559'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/6842908664669547559'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/01/heroes-just-for-one-day.html' title='Heroes, just for one day.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-492350569014385864</id><published>2011-01-23T21:57:00.001+01:00</published><updated>2011-01-23T23:40:02.612+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gedanken'/><title type='text'>Individuum vs. Gesellschaft</title><content type='html'>&lt;i&gt;Was sich eigentlich alles hinter des Österreichers neuer Lieblingsfloskel "Wos wor mei Leistung?" verbirgt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Themen, die tauchen in unterschiedlicher Form immer wieder vor dem geistigen Auge auf. Eines dieser "Metathemen": Der fast unbemerkt vonstatten gehende Krieg zwischen &lt;b&gt;Individuum&lt;/b&gt; und &lt;b&gt;Gesellschaft&lt;/b&gt;. Haben Solidarität, Gemeinsinn, die Leistung füreinander noch einen Wert, wenn alle Welt nach persönlicher Leistungsbereitschaft, Ich-AGs und Selbstverwirklichung als oberstem Prinzip schreit? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man könnte es sich leicht machen und die Anbetung des Kapitalismus  als Ersatzgott (und also in gewisser Weise das Übernehmen des seit dem zweiten Weltkrieg so erfolgreich scheinenden amerikanischen Grundprinzips) dafür mitverantwortlich machen, dass das Interesse am Gemeinwohl zusehends aus dem Blickfeld des Einzelnen verschwindet. Er selbst, der nach Erfolg lechzende, bestenfalls von Konsumgeilheit getriebene Mensch, steht im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Idealbildes - wobei sich "Erfolg" in dieser Diktion hauptsächlich materiell manifestiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei war es gerade der &lt;i&gt;amerikanische&lt;/i&gt; Präsident Kennedy, der zu seinem Amtsantritt 1961 mahnend forderte: &lt;i&gt;"Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann, sondern fragt, was ihr für euer Land tun könnt."&lt;/i&gt; Von dieser einfachsten Erklärung, warum es Steuern gibt ist in etwa so viel geblieben wie vom Musketier-Prinzip "Einer für alle, alle für einen." Sie kosten Otto Normalverbraucher ein "tss!" &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem Eindruck nach rückt viel eher das Worst Case Szenario für jede Gesellschaft näher: Jeder denkt nur noch an sich und schaut wie weit er damit kommt. Die fehlende Implementierung des Themas &lt;b&gt;"Gesellschaft und ihre gesamtheitliche Weiterentwicklung"&lt;/b&gt; in selbiger ist der vielleicht nachhaltigste Fehler, den die Regierenden allerorts in Zeiten einer zusammenwachsenden Welt begehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade in den USA manifestiert sich die Entwicklung noch deutlicher auf politischer Ebene als hier. Die für Europäer geradezu groteske Diskussion um die Gesundheitsreform hat dies ebenso gezeigt wie die aktuelle Debatte, ob Bundesstaaten pleite gehen dürfen (während Europa zumindest scheinsolidarische Rettungsschirme bastelt). Das ganze passiert zudem noch vordergründig und offensichtlich aus politischem Kalkül, aus Machtgier. Lieber für die eigene Kaste, noch besser für den eigenen Säckel arbeiten, als an das Gemeinwohl denken. Ich zuerst!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Banken und Konzerne haben diese neuen Regeln in den letzten Jahren so sehr perfektioniert, dass sie die moralische Schieflage dazu genutzt haben, das Machtverhältnis zur Politik längst zu ihren Gunsten zu drehen. Der empörte Aufschrei des Volkes bei Bawag, Lehman oder Goldman Sachs, bei Managergehältern oder -boni kostet die Betroffenen längst nur mehr ein Lächeln aus der Portokasse. Die Politik hat sich ohnehin längst mit ihnen arrangiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Womit wir in Österreich wären. Was sich in den letzten Wochen und Monaten hierzulande an Eindrücken aus dieser verschworenen Gemeinschaft aus Gelderfindern gewinnen lässt, spottet so mancher Beschreibung. In der Justiz werden Fälle die politische Kaste betreffend so lange verschleppt, bis sie verjährt sind (Fall Strasser). In der Medizin ist längst bis ins letzte Alpental die Tatsache bekannt, dass "Freunde an der richigen Stelle" oder ein großer Zufall notwendig sind, um eine vernünftige Behandlung im Krankheitsfall zu erleichtern. Und der Gipfel aller "Unmutsverschuldungen": Der ehemalige Finanzminister schiebt obszöne Summen Geld, die er "sauer verdient" hat, per Stiftungs- und sonstigen Konstrukten nach Liechtenstein, vermietet über Umwege seiner Frau steuerschonend ein Seehaus und beteuert laufend und treuherzig dreinblickend, dass er nichts Unrechtes getan hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst wenn er damit Recht (im Sinne geltender Gesetze) haben sollte, so zeigt dies doch das völlige Verschwinden etwaiger moralischer Grundsätze, von "Schamgrenzen" - just in der Politik und der umgebenden Kaste. Stichworte gefällig? Meinl, Hochegger, Plech, Porr, Buwog; Nennonkeln, Parteifreunde, Yachtbesitzer und 100-Millionen-Euro-im-Geldbörserl-Haber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die notgedrungen vorhandene Vorbildwirkung ist dementsprechend fatal -  "na wenn DER das darf, darf ICH das auch": Korruption, Pfusch,  Parteibuch- und Freunderlwirtschaft - wer kann es dem Normalbürger  verdenken, wenn er leise, aber doch den Staat, also die Gesellschaft -  und also dann doch wieder sich selbst betrügt? Das  seufzend-entschuldigende "ICH kann das System sowieso nicht verändern,  also muss ich mich damit arrangieren." ist eine verzweifelte  Bankrotterklärung an die Gesellschaftspolitik an sich. Ein Trottel, wer sich an die Regeln hält!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei all diesen vorbildlichen Fällen wird von den Florian Klenks dieser Welt zwar  intensiv versucht, "Schuld" (wiederum im rechtlich relevanten Bereich) zu beweisen, doch geht es letztlich tatsächlich um die dieser Frage übergeordneten ethischen Komponente (sorry fürs Keulenschwingen). Die Hoffnungslosigkeit dieses Unterfangens  zementiert die aktionistische Falter-Lesung der  Grasser´schen Telefon-Protokolle: Es bringt ein herzhaftes Lachen aus Verzweiflung. Nur sind wir selbst in diesem Stück die Narren. Und so traurig das alles ist: das zu erreichen, das ist sogar eine gewaltige Leistung, Herr Meischberger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Follow Me: &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;www.twitter.com/hannestschuertz&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="addthis_toolbox addthis_default_style "&gt;&lt;a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count" href="http://www.blogger.com/post-create.g?blogID=6088395686813621306"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a class="addthis_button_tweet" href="http://www.blogger.com/post-create.g?blogID=6088395686813621306"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a class="addthis_counter addthis_pill_style" href="http://www.blogger.com/post-create.g?blogID=6088395686813621306"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;var addthis_config = {"data_track_clickback":true};&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://s7.addthis.com/js/250/addthis_widget.js#username=vicious77" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-492350569014385864?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/492350569014385864/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/01/individuum-vs-gesellschaft.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/492350569014385864'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/492350569014385864'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/01/individuum-vs-gesellschaft.html' title='Individuum vs. Gesellschaft'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-2726920264963595761</id><published>2011-01-15T02:32:00.001+01:00</published><updated>2011-01-15T02:43:15.419+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Das Europa-Erlebnis.</title><content type='html'>Die erste "echte" Arbeitswoche des neuen Jahres war durchaus turbulent. Die Herrschaften von &lt;i&gt;&lt;b&gt;profil&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; haben ein prominent platziertes Interview mit mir publiziert, ich habe nach längerer Pause wieder zu bloggen begonnen - und aufgrund des letztwöchigen Beitrages gar eine Einladung von Ö3 für eine Diskussion zum Thema Song Contest erhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich konnte sie frohen Mutes ausschlagen, denn ich befinde mich in den Niederlanden. Es ist eine Art Jahresanfangsritual, dass sich Musikprofessionisten im Jänner in Groningen treffen. Hier findet gerade eben zum 25. Mal das "&lt;a href="http://www.eurosonic.nl/"&gt;Eurosonic&lt;/a&gt;" statt - die mittlerweile bestens etablierte Nummer 1 unter den europäischen Showcasefestivals. Mit Co-Veranstaltern wie der EBU (die öffentlich-rechtlichen Sender Europas filmen/speichern/senden die wichtigsten Konzerte), der "Yourope"-Organisation (der Zusammenschluß der wichtigsten Festivals Europas) und dergleichen ist diese Rolle fest einzementiert. Es wurde in den letzten Jahren geschickt eine klare Win-Win-Situation für alle geschaffen, sodass hier jeder Act spielen will, ja muss, der etwas auf sich hält und auf den großen Sommerfestivals oder einfach in anderen europäischen Ländern unterkommen möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte das Vergnügen, hier schon Acts wie &lt;i&gt;Mando Diao&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;The Libertines&lt;/i&gt; oder &lt;i&gt;Kaizers Orchestra&lt;/i&gt; in ihren Frühphasen in kleinen Clubs zu sehen - und jedes Jahr aufs Neue fragt man sich, auf welcher der unzähligen Bühnen man den nächsten Superstar gerade verpasst oder gesehen hat. Grundsätzlich aber überwiegt hier der Vernetzungsgedanke auf (hauptsächlich) europäischer Ebene. Jedes Land hat seine Fixplätze für Bands, schickt Delegierte; der Veranstalter bemüht sich um Ausgewogenheit und ein einerseits buntes Bild, dass andererseits aber schlüssig als gutes, hochqualitatives Lineup erscheint - was zumeist hervorragend gelingt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;240 Bands treiben sich an diesem Wochenende hier rum, dazu 2.500 Professionisten und 15.000 Besucher - das ganze jeweils vier Tage lang. Auch wenn die Qualität der gebotenen Panels stark schwankt, so trifft man hier zumindest Koryphäen wie den unfassbar unterhaltsamen wie allwissenden &lt;a href="http://lefsetz.com/"&gt;Bob Lefsetz&lt;/a&gt; oder einen der &lt;a href="http://www.topspinmedia.com/"&gt;Topspin&lt;/a&gt;-Gründer (mit dem ich gar ein Podium teilen durfte).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Delegierten-Seite gehört ebenso zum ein Ritual, dass die großen, den Markt beherrschenden englischen Agenturen hier "nur" die Jungspunde herschicken. Die "Alten" habens nicht mehr notwendig, haben ihre Netzwerke, ihre Kontakte, ihre loyalen Partner; die "Jungen" jedoch müssen sich ihre Sporen erst verdienen. So sieht man hier mitunter Anfang-Zwanziger rumlaufen, um bald draufzukommen, dass sie in den mächtigsten Agenturen Europas sitzen und ihre neuentdeckten heißen Eisen hier zu verkaufen haben. Ein Stahlbad, durch das die meisten mit Bravour gehen - denn die Qualität der englischen Acts ist nach wie vor den anderen oft weit voraus. Das passiert aber auch mit belgischen oder schwedischen Bands - sind sie gut, sind sie längst bei einer Agentur von der Insel untergekommen. Um diese Acts ist zumeist schon recht früh ein G´riß - zu stark ist die Marktmacht der dortigen Medien, zu stark die Definitonsmacht der Agenturen - und zu gut auch meist die Bands.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch auch darüber hinaus gibt es reihenweise Spannendes, Großartiges, ja Spektakuläres zu entdecken. Ich will hier nich auf einzelne Namen eingehen (Betriebsgeheimnis! ;-) - jedenfalls ist die Dichte an überraschenden, guten Konzerten (klarerweise) enorm. Das Festival verkommt so auch zu einem Ereignis, dass irgendwo zwischen positiv-motivierend (man macht offenkundig das Richtige, denn Musik ist etwas Großartiges) und negativ-frustrierend (die wirklich coolen Acts bekommt ja dann erst wieder die große Agentur) pendelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erkenntnisse, die darüber hinaus gehen, gibt es aber jedes Jahr zuhauf, neue Erfahrungen immer wieder. Der Brückenschlag zum Osten etwa hin passiert ungeachtet der geographischen Nachbarschaft Wiens eher hier: Wilsonic, Sziget, Exit und andere Festivals bringt man in Groningen einfach und rasch an den Gesprächstisch. Es wird über Trennendes und noch mehr über Gemeinsames philosophiert, über Empfehlungen für den Abend und die Situation im eigenen Land gesprochen, über den Markt, Politik, das Essen oder das Saufgelage von gestern. Man netzwerkt eben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade solche Dinge machen mich sagen: Nirgends ist das Gefühl von "Europa" stärker als hier. Dennoch schärft sich auch das Bewusstsein, dass man gerade bei solchen Events das Leben in (s)einer "Bubble" überbewertet. Jeder hat seinen engeren Zirkel, seine Branche, sein Umfeld, dass er für "das Richtige" und global bedeutende hält. Und hier? Man macht sich aufgrund der beeindruckenden Größe der Veranstaltung gerne vor, die "Welt" sei tatsächlich so. Ist sie natürlich nicht. Der Normalbürger, der nicht gerade in einer Studentenstadt in coolen Locations rumhängt und weltoffen neue Bands guckt, hat keinen Schimmer von Europa oder zumindest dem beschriebenen "Gefühl" davon. Er kümmert sich auch nicht darum, dass der Slowake, der Norweger und der Österreicher eigentlich eine Menge Ansichten, politische Unwegsamkeiten und viele andere mittlere und große Kleinigkeiten teilen.Was mich zur vielleicht etwas seltsamen Forderung verleitet: Jedem sein Eurosonic. Für mich gilt jedenfalls: Nächstes Jahr wieder, Groningen; schön wars, bis bald.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-2726920264963595761?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/2726920264963595761/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/01/das-europa-erlebnis.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/2726920264963595761'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/2726920264963595761'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/01/das-europa-erlebnis.html' title='Das Europa-Erlebnis.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-2147601363747102429</id><published>2011-01-08T18:34:00.003+01:00</published><updated>2011-11-20T15:38:04.822+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ORF'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Das Song Contest-Dilemma.</title><content type='html'>&lt;i&gt;Der Song Contest, die Quote und warum das schon wieder ein Ö3-Dilemma ist.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der ORF hat also beschlossen, heuer nach längerer Abstinenz wieder am &lt;a href="http://cluboe3.orf.at/gutenmorgenduesseldorf/"&gt;Eurovision Song Contest&lt;/a&gt; teilzunehmen. Nachdem Stefan Raab und seine Lena den Bewerb aus dem Dornröschenschlaf zurück in das öffentlich(-rechtliche) Hirn gebracht haben, dachten sich die Ö3-Verantwortlichen "na, das können wir auch". Zumindest ist das Interesse am Song Contest wieder da - oder sagen wir: Der Wind ist gerade günstig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt kann man von dieser Veranstaltung halten, was man will. Wie es der  Zufall aber so will, kommt das Engagement parallel zur de-facto-&lt;a href="http://www.univie.ac.at/unique/unique/index.php/politics/1347-10/02/2214-oesterreich-quote-im-orf-radio-"&gt;Quotenregelung&lt;/a&gt;, die sich der ORF in einem &lt;a href="http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/kultur/2375659/neue-regeln-fuer-den-orf.story"&gt;Kuhhandel um die Gebührenrefundierung&lt;/a&gt; und langen, mühsamen Verhandlungen mit SOS Musikland aufzwingen hat lassen. Wie praktisch, das man jetzt auf Knopfdruck Interesse für die österreichische Musik (30 Titel auf einen Schlag in die Playlist!) "belegen" kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So weit, so oberflächlich.&lt;br /&gt;Es entspricht der Mentalität des Hauses und dem Umgang mit der hiesigen Musikwirtschaft, dass diese Entscheidung alleine getroffen wurde und zu einem modernen Voting-Spektakel gemacht wird. Nun ist das weder grundschlecht noch besonders abwegig. Freilich bestätigt sie das Gesamtbild besagter Wirtschaft, insbesondere aus dem Blickwinkel der Radiomacher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit die Hälfte der Majors hierzulande vor geraumer Zeit ihre A&amp;amp;R-Büros aufgelassen haben, sieht sich die Chefetage des Hitradios zusehends in der Rolle des Entdeckers und Fahnenschwingers. So passiert es nicht selten, das ein unbekannter, ungesignter Künstler mit einem besseren Demo auf Ö3 Airplay erhält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Prinzip ist das jene etwas naiv herbeigesehnte "schöne neue Welt", die in Zeiten der Globalisierung ohne (große) Plattenfirma auskommt. Auf der anderen Seite tut das den Künstlern und dem Zustand der österreichischen Musiklandschaft insgesamt nur bedingt gut: Es wird nämlich keineswegs dafür sorgen, dass die so fragilen Strukturen verbessert werden. Nachhaltigkeit ist genauso wie der erste "Hit" maximal ein Zufallsprodukt - sowohl für den Künstler, als auch für potentielle Partner (Veranstalter, Vermittler, Produzenten, Managements, Labels, Vertriebe...) - und damit eigentlich auch für den Sender.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gegenzug wird an der Heiligenstädter Lände seit Jahr und Tag das im Feuilleton, in den Clubs und auch im Ausland ausgiebig abgefeierte "Wiener Popwunder" wegignoriert. So werden die allgemein als spannend, neuartig, künstlerisch wertvoll oder gar wegweisend beschriebenen Produktionen brav im "Indie"-Käfig gehalten (wozu hat man FM4?). Ein natürliches Wachstum einer "Szene" hört so ganz klar vor dem selbsternannten Hitradio auf. Da dieses immer noch 40% des Marktes beherrscht und also demokratischen Prinzipien folgend "recht" hat, wird die in Ansätzen entstandene Struktur erst recht zwangsmarginalisiert. Beiden "Seiten" wird also durch das Handeln eines mächtigen Mitspielers im Markt ein Bein abgeschlagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das große Problem ist ohnehin, dass das Formatradio nicht besonders gut dazu geeignet ist, eine A&amp;amp;R-Funktion zu erfüllen - der primäre Zweck des Senders ist es schließlich, Profit zu erwirtschaften. Der kann nur entstehen, wenn die Werbeeinnahmen stimmen, die Leute nicht "wegschalten". Musik auf Ö3 darf also nicht "weh tun" - oder mit anderen Worten: sie darf nicht auffallen. Mutige Entscheidungen in der Playlist sind daher die Ausnahme (&lt;a href="http://ink-vicious.blogspot.com/2009/11/das-o3-dilemma.html"&gt;wir hatten das schon&lt;/a&gt;). Mein "Lieblingskorb" aus dem Mund eines Ö3-Musikredakteurs ist deswegen auch &lt;i&gt;"das ist nicht durchschnittlich genug."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sagt viel aus und stimmt natürlich - denn eine solche Menge an Leuten, die den Sender hört, verlang letztlich Kompromisse und also Durchschnitt, um dem Zweck zu dienen. Problematisch wird das aber eben dann, wenn genau dieser Sender besagte "Entdeckerrolle" einnehmen möchte - gerade wenn es um den Song Contest geht. Dort nämlich zählen letztlich, wohl oder übel, Qualitäten, die so systematisch ausgeschaltet werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So finden sich naturgemäß unter den 30 von "Ö3 Experten" vorausgewählten Kandidaten die erwartbaren Resultate. Ohne den Kandidaten (die zum Teil mit großartigen Stimmen gesegnet sind) zu nahe treten zu wollen - es sind zum allergrößten Teil durchschnittliche, unspannende, nicht weh tuende Popsongs - oder solche, die so weh tun, dass ihr Peinlichkeitsfaktor ein anderes Song Contest-Grundbedürfnis befriedigt: Fremdschämen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Featuren dieser 30 Titel mag dem geneigten Hörer zwischenzeitlich vorgaukeln, wie großartig die hiesige Poplandschaft (oder Ö3?) sei. Die allermeisten werden nach Ende der Voting-Phase bereits wieder vergessen und auf sich selbst gestellt sein. Und spätestens das vorhersehbare österreichische Vorrundenausscheiden beim eigentlichen Song Contest wird dann auch beim Rest wieder Ernüchterung einkehren lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Follow me: &lt;a href="http://www.twitter.com/hannestschuertz"&gt;www.twitter.com/hannestschuertz&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-2147601363747102429?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/2147601363747102429/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/01/das-song-contest-dilemma.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/2147601363747102429'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/2147601363747102429'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2011/01/das-song-contest-dilemma.html' title='Das Song Contest-Dilemma.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-1582782070650321403</id><published>2010-12-31T13:34:00.004+01:00</published><updated>2010-12-31T16:18:48.283+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rückblick'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Das Jahr 2010.</title><content type='html'>&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt; 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Aus meiner Perspektive sind es wohl eher schleichende Entwicklungen denn punktuelle Ereignisse. Sie haben sich wohl durch solche langsam manifestiert. Oder sagen wir besser: sie werden dadurch eher als normal empfunden werden.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;"Das Ende der Privatsphäre" hatte &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;facebook&lt;/span&gt;-Bubi Mark Zuckerberg (Time Magazines "Person des Jahres") ausgerufen - und er untertrieb. Über ihn selbst gab es in diesem Jahr bereits einen gar nicht so üblen Film (&lt;span style="font-style: italic;"&gt;"The Social Network"&lt;/span&gt;) - und sieh an: die öffentlich dargestellte "Privatsphäre" war ihm gar nicht sooo angenehm. 2010 war jedenfalls der Beweis, dass ethische Grundsätze ebenso "on the way out" sind wie nationale Gesetze. Hallo globalisierte, vernetzte Welt!&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;WikiLeaks&lt;/span&gt; veröffentlicht unreflektiert "Geheimdokumente" und betrachtet es als ausnahmslos gute Tat, die halbe Welt voreinander bloß zu stellen - eine wegweisende wie gefährliche Gratwanderung zwischen dem Willen, Transparenz und Offenheit zu fordern und langfristig womöglich das Gegenteil davon zu erreichen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Mit dem Buch &lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;"Axolottl Roadkill"&lt;/span&gt; betritt das Thema Urheberrecht ein neues Absurditätslevel. Die Autorin Helene Hegemann copy-und-pastet aus diversen Romanen, lässt sich als junge Starschreiberin vermarkten und gibt sogar unumwunden zu, abgeschrieben zu haben - ohne große Folgeschäden. Die Dame ist in den Medien, das Buch verkauft sich glänzend, passt eh alles. What the hell is Urheberrecht anyway?&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Die&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; katholische Kirche &lt;/span&gt;singt mittlerweile nicht nur mehr zu Weihnachten "Alle Jahre wieder", sondern könnte dieser Art auch an die immer wieder auftauchenden Missbrauchsfälle hinweisen. Stattdessen wird vatikanisch weiter eher schweigsam mit dem Thema umgegangen, die dazugehörigen Austrittswellen verleiten den hiesigen Kardinal Schönborn zu einem unschönen Vergleich mit der Nazi-Zeit.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;In &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Chile&lt;/span&gt; werden 33 Bergbauarbeiter gefeiert, die monatelang unter Tag ausharrten, um schließlich in einer einzigartigen Aktion gerettet zu werden. Wie der Mensch halt so ist, vergisst er dabei, dass der Unfall, der dazu geführt hat, auf Missmanagement, unzureichende Sicherheitsmaßnahmen, Profitgier und ein korruptes System zurückzuführen ist. Die Hintergründe sind also gar nicht unähnlich jener der größten "künstlich geschaffenen Naturkatastrophe" des Jahres: Dem &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;BP-Öldesaster&lt;/span&gt; im Golf von Mexiko.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;Dieses Ereignis und das Aufbegehren der als &lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;TeaParty&lt;/span&gt; bekannt gewordenen ultrakonservativen Bewegung hat die USA 2010 geprägt. Womit wir bei Dummheit, insbesondere in Verbindung mit Politik, angekommen sind - und also nicht weit nach Österreich haben: Dass Herr &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Strache&lt;/span&gt; das Rad banal-hetzender Rhetorik jedes Mal noch ein Stück weiter zu drehen vermag, hat er zur Wien-Wahl bewiesen. Dass er damit leider auf das richtige Pferd setzt, auch. Das Volk ist in seiner Masse dann wohl doch dumm - und will auch so angesprochen werden. Muss man den blauen Wahlkämpfern wirklich vorwerfen, das zu erkennen und auszunutzen? In Wahrheit ist dies wohl nichts anderes als die Rechnung für die Politik, die seit Jahr und Tag mit harten Mitteln daran arbeitet, das Volk nach dem Schüsselschen Motto "Hände falten, Goschn halten" dumm zu halten.&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt; Dem trägen, überproportionierten Verwaltungsapparat Regierung stehen eine Visionslosigkeit ihrer Spitzen gegenüber, die ihresgleichen sucht. Die Offenkundigkeit vieler Reformen reicht ebenso wenig dazu aus, die herrschende Kaste zum Handeln zu bewegen, wie die latente Unzufriedenheit in vielen Einzelbereichen - exemplarisch dafür: die &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Bildungspolitik&lt;/span&gt;. Rektoren, Professoren, Studenten, Eltern, Schüler, Kindergartenpädagogen schreien sich seit Monaten die Seele aus dem Leib, die &lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;PISA&lt;/span&gt;-Studie war die dazupassende schallende Ohrfeige - und "oben" wird gerade einmal darüber gestritten, welcher der Prölls (Bund oder Land) in Zukunft mehr postenschachern darf.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Als ob das nicht genug wäre, demonstrieren ehemalige Angehörige der Kaste, was sie davon haben: Die Herren &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Grasser, Meischberger und Co&lt;/span&gt;. zeigen nicht ohne Chuzpe, wie korrupt und verstunken in diesem Land über besagtes dumme Volk "geherrscht" wird. Kopfschütteln reicht nicht mehr.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;All das im Jahr, in dem mit &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hans Dichand&lt;/span&gt; der Mann starb, dem wohl auch eine gewisse Teilschuld an diesem System anzulasten ist. Jedes Land hat die Regierung, die es verdient, nicht? &lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic;"&gt;"Fremdschämen"&lt;/span&gt; ist nicht umsonst zum Wort des Jahres gewählt worden.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Dass die Wirtschaftswelt in der &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;"Krise"&lt;/span&gt; ist, in die sie sich selbst hineinkatapultiert hat, ist auch nicht neu, sondern schon "normal". Wohl stimmen die Rahmendaten (Wachstum, Inflation, Börsenkurse) anno 2010 wieder, doch werden sie gemeinhin als recht trügerisch angesehen. Nahende Staatsbankrotte, der totale Zusammenbruch des Systems und ähnliche apokalyptische Bilder werden an diverse Wände gemalt.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Kein Wunder: An allen Ecken und Enden werden "Fallschirme" gespannt, damit es erst Griechenland, dann Irland auch morgen noch gibt. Die Angst vor dem Dominoeffekt ist größer als der Lerneffekt aus der Vergangenheit - wir haben den Wohlstand auf Schulden aufgebaut, wir haben die Finanzwirtschaft über die Realwirtschaft triumphieren lassen, wir haben die dritte Welt so lange auszubeuten versucht, bis sie draufgekommen ist, dass wir jetzt von ihr abhängen. Und nun? Wird in 20 Jahren Chinesisch die erste Fremdsprache sein müssen? Wo ist die viel zitierte "Wissensgesellschaft", mit der wir gegen die Produktionsgesellschaft der ehemals ärmeren Länder mithalten können? (Wo wir wieder bei der Bildungspolitik wären...)&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Spanien&lt;/span&gt; hat die Fußball-WM in Südafrika gewonnen und es war gut so. Die Kritik an der Vergabe des weltgrößten Sportereignisses in den afrikanischen Winter war laut, aber unvergleichlich leise zur Entscheidung, die nächsten Spiele in Russland (2018) und vor allem im arabisch-muslimisch-diktatorisch-superheißen Katar (2022) abzuhalten. Korruptionsvorwürfe hin oder her: Mal sehen, was die Welt bis 2022 dazu sagen wird.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Ich zähle zu den wenigen Menschen, die heuer viel geflogen sind, aber kaum von den diversen Unwegsamkeiten des Flugverkehrs betroffen waren - welch Glück! Die Welt hat Island von seiner "natürlichen" Seite kennen gelernt - schönen Gruß von &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Eyafjallajökull&lt;/span&gt;. Im Dezember waren zugeschneite Flughäfen und zugefrorene Flugzeuge an diversen Chaos-Szenerien schuld. Trotzdem fast schön, wenn die Natur den Terrorismus als Thema in die Schranken weist.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;In der Musik blieb der "Big Bang" 2010 noch aus, auch hier schleicht sich die "neue Weltordnung" eher leise heran: Weg vom Eigentum, hin zu Streaming-Diensten. Youtube wird mehr und mehr als ultimative Jukebox eingesetzt. So hat Skeros (eigentlich schon 2009 erschienener) Hit &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Kabinenparty"&lt;/span&gt; Millionen Plays auf Youtube vorzuweisen, die Verkaufszahlen blieben dennoch eher mager - kennen tut den Song halt jetzt jeder. Noch fehlt hier ein wirkliches "Geschäftsmodell", das das bisherige abzulösen vermag. Die Debatten rund um dieses Thema werden noch länger andauern und treiben auch Blüten, die vom Ende der Popkultur sprechen. Große Riesen wie EMI taumeln und torkeln derweil zwischen Existenz und Pleite, auch wenn die Beatles endlich auf iTunes ge- und verkauft werden dürfen. &lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Wie jedes Jahr ist auch heuer der aktive und entdeckende Musikkonsum meinerseits massiv zurück gegangen. Erster Grund dafür ist die mangelnde Zeit, was bitter ist. Andererseits hat das „Tagebuchführen“ über Konzertbesuche speziell im ersten Halbjahr zu Tage gebracht, dass sich knapp 200 Bands heuer von mir anschauen lassen haben müssen. Entsprechend leichter tue ich mich auch, die interessantesten Live-Erlebnisse aufzulisten:&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Da wäre zunächst die denkwürdige Pilgerreise von rund 30 in Wien Ansässigen nach München, um &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;MUMFORD &amp;amp; SONS&lt;/span&gt; im April im überfüllten Backstage zu sehen. Energie, Herz, Freude, die gerade noch verträgliche Menge an Pathos, Witz – dieses Konzert hatte alles, was ein großartiger Abend bieten sollte. Alles. Nachher noch bei einem Bier ein klein wenig mit der sturzbetrunkenen Band geplaudert, aber auch das konnte es nicht wirklich vermiesen. Groß! Und es herrschte Einigkeit über die Freude, diese Band in „intimen“ Rahmen gesehen zu haben – das wird bald Geschichte sein (das hat sich mittlerweile bereits bewahrheitet, die Band ist auf direktem Weg ins Stadion).&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Da wären &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;EFTERKLANG&lt;/span&gt;, die bei der Brüsseler Ausgabe des &lt;span style="font-style: italic;"&gt;„Spot on Denmark“&lt;/span&gt; im AB ihren Zauberstaub über mich gestreut haben. Wer braucht Hitsingles, Radioairplay oder Seitenblicke-Geschichten, wenn er die Gabe hat, Menschen auf eine Reise mitzunehmen, von der man sich wünscht, sie würde nicht so schnell aufhören… märchenhaft!&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Da wären &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;FIRST AID KIT&lt;/span&gt;, die ich nur flüchtig kannte, ehe sie mich in Zürich beim &lt;span style="font-style: italic;"&gt;m4music&lt;/span&gt; Festival zum Fan gemacht haben. Das bei Efterklang erwähnte Zaubern scheint in Skandinavien mit der Muttermilch zu kommen. Die blutjungen Schwestern kommen aus Schweden, werden auf Tour noch von ihrem Vater begleitet und haben leider trotzdem schon eine englische Agentin, die stur, kurzsichtig und nicht besonders weise agiert.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Und &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;LCD SOUNDSYSTEM&lt;/span&gt; in Berlin waren schlicht und einfach fantastisch. Eine ehrenvolle Erwähung erhält &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Jarle Bernhoft&lt;/span&gt;, der mich im Gegensatz zu den gehypten Figuren &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ellie Goulding&lt;/span&gt;, &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Jamaica&lt;/span&gt; und &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Marina &amp;amp; The Diamonds&lt;/span&gt; an einem kalten &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Eurosonic&lt;/span&gt;-Abend prächtig unterhalten hat. Eine mindestens ebensolche erhält &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Thomas Dybdahl&lt;/span&gt;, der beim &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Spot&lt;/span&gt; in Aarhus mein Highlight war.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Man kommt sichtlich rum, und das ist gut so. Hierzulande setzte ich heuer oft und gern mein wissendes Lächeln auf, um zumindest für mich selbst die Bestätigung zu finden, mit den großartigsten Kapazundern zu arbeiten, die auf hiesige Bühnen gelassen werden. Eine ganze Reihe &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;GARISH&lt;/span&gt;-Konzerte zum 2010er-Oeuvre &lt;span style="font-style: italic;"&gt;„Wenn dir das meine Liebe nicht beweist“&lt;/span&gt; fallen mir ein – bei manchen davon war ich als Teil des „Rattenchors“ plötzlich nicht mehr hinter, sondern auf der Bühne – eine witzige Erfahrung. &lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;VELOJET&lt;/span&gt; haben mit ihrer &lt;span style="font-style: italic;"&gt;„Heavy Gold“&lt;/span&gt;-Tour samt Streichquartett (Neuschnee) den Vogel abgeschossen - insbesondere wird mir der ausgesprochen intensive &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Popfest&lt;/span&gt;-Auftritt in Erinnerung bleiben. Dieses erstmals vonstatten gegangene Schaulaufen der Wiener Szene am Karlsplatz war überhaupt ein fettes Ausrufzeichen - mit ein paar Kinderkrankheiten, aber großartig. &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;FRANCIS INTERNATIONAL AIRPORT&lt;/span&gt; haben mit &lt;span style="font-style: italic;"&gt;„In The Woods“&lt;/span&gt; ein Meisterwerk von Tonträger abgeliefert und vermögen seine Besonderheit ein ums andere Mal besser auf die Bretter zu bringen. &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;TROUBLE OVER TOKYO&lt;/span&gt; hat ein Album als Buch veröffentlicht und uns mit viel Stolz erfüllt - über seine Entertainer-Qualitäten musste man sich weder davor noch danach Sorgen machen. Und. So. Weiter.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Diese und viele andere haben zudem zusammen mit dem Beach Boys-Abend anlässlich des diesjährigen ink b(each) day bash im B72 einen mehr als erinnerungsträchtigen Abend geliefert. Ich ziehe sämtliche Hüte und sage stolz und lauthals DANKE für dieses Jahr!&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-1582782070650321403?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/1582782070650321403/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2010/12/das-jahr-2010.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/1582782070650321403'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/1582782070650321403'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2010/12/das-jahr-2010.html' title='Das Jahr 2010.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-1528738645445248570</id><published>2009-12-27T12:54:00.006+01:00</published><updated>2010-01-05T10:12:42.865+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rückblick'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Das Jahr 2009.</title><content type='html'>Unglaublicherweise sind nunmehr die ersten zehn Jahre des neuen Jahrtausends zu Ende. Die gesammelten Rückblicke auf diese Dekade übersteigen in ihrer Zahl diesmal fast jene zum Jahresausklang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Die Dekade.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Es ist die erste Dekade, auf die aus meiner persönlichen Sicht praktisch vollständig als "Musikarbeiter" zurückzublicken ist. Die Marke "ink music" existiert seit 2001. Der Vorläufer des gegenwärtig tätigen Musikverlages ist auf dieses Jahr ebenso zurückzuführen wie die Anfänge als Booking-Agentur und als Musiklabel. Vieles hat sich verändert, viel ist geblieben. Die postulierte Künstlerentwicklung gelang in manchen Fällen prächtig, in manchen weniger. Erfreulich und herausragend positiv Beispiele wie JA, PANIK, die sich den Sprung nach Deutschland vergönnt haben und seit ihren Anfängen als "Flashbax" in diesem Haus gewachsen sind. Das aktuelle Album "The Angst And The Money" als bisheriger Höhepunkt ihres Schaffens steht auf vielen Jahresbestenlisten 2009 - und auch in so manchem Rückblick auf das Beste aus den "Nullerjahren" (u.a. Falter, Presse). GARISH sind eine regelrechte Marke geworden, aus CLARA LUZIAs dezenten Anfängen wurde ein richtig großes Thema, TROUBLE OVER TOKYO hat eingeschlagen - es war ein intensives und schönes Jahrzehnt für das Haus ink music. Nicht zuletzt dessen Finale - seit 2008, dem Umzug in neue Räumlichkeiten im 17. Wiener Bezirk, haben wir uns größenordnungstechnisch mehr als verdoppelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Krise.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Abgesehen von unserer Entwicklung ist 2009 das Jahr der Krise, die niemand bemerkt hat. Michael Jackson ist gestorben - und hat einen österreichischen Möchtegern-Großveranstalter ein sagenhaft peinliches Desaster aus dem Pop-Himmel geschickt. Barack Obama hat in seinem ersten Jahr als US-Präsident den Friedensnobelpreis bekommen - und in seiner Rede für viele zu realistisch erklärt, dass es Krieg in der Welt (leider) braucht. Hermann Maier tritt zurück, das iPhone wird Massenware, Terabyte-Speicher Gang und Gäbe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Zweinull.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Web 2.0 wird vom geflügelten Wort zum Alltag in den urbanen Herzschlagadern der Welt und darüber hinaus. Facebook und Twitter sind die Medien des Jahres, verändern Habitus und Sprache nachhaltig (bislang unberührte Keyboardfunktionen wie # bekommen plötzlich Bedeutung!). Aufbrandende Revolutionen finden zusehends "2.0" statt - wie die "Audimaxisten" in der Uni Wien bewiesen. Ebenso wie die Menschen im Iran, die sich mit dem massiven Wahlbetrug zugunsten der diktatorisch herrschenden, fundamental-religiös gesteuerten Regierung in ihrem Land nicht zufrieden geben wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Gesteuerte Hysterisierung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Das wird uns wohl auch noch in der näheren Zukunft beeinflussen, die Medien werden sich weiter verändern und wir mit ihnen. Apropos. Das einzige, was im dahinsiechenden Medium Fernsehen noch "zieht", sind "Events" - das sind anno 2009 nach wie vor Castingshows, die Phänomene wie ein "hässliches Entlein" namens &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=9lp0IWv8QZY&amp;amp;feature=related"&gt;Susan Boyle&lt;/a&gt; oder einen äußerst &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=7UAuOZuJI7I"&gt;talentierten Hund&lt;/a&gt; zu Superstars machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der zweite Erfolgsfaktor im Showbiz nennt sich immer noch "Provokation". Das zeigen 2009 auf recht peinliche Art und Weise neben Rammstein (Porno-Video zur Promo... naja) eine gewisse Lady Gaga, die als talentierte Songwriterin erfolglos blieb, als Skandalnudel aber die Medien geschickt um den Finger wickelt. Außerdem ist jetzt offiziell, dass Ibiza überall ist, dem omnipräsenten David Guetta sei Dank. Gossip stossen mit Rick Rubin als Produzenten und einem Major-Label als Gasgeber die Mainstream-Türe weit auf und bringen den Trend der Vorjahre, den Crossover aus Punk, Rock und Elektronik, endgültig in die Charts. Ansonsten feiert im Indie-Umfeld wie in den Charts das dezent biedermeierlich angehauchte Songschreibertum einen neuen Frühling. Emiliana Torrini, eine waschechte Indie-Isländerin, stolpert mit "Jungle Drum" fast unabsichtlich zum Superstardom. Marit Larsen, Amy McDonald und andere tanzen in dieser Reihe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bemerkenswerite rotweißrote Releases von internationaler Anerkennung kommen nach wie vor ausschließlich aus dem "FM4"-Eck: Soap &amp;amp; Skin, Clara Luzia, Kreisky, Ja, Panik sorgen für gehörig Aufruhr auch außerhalb der Landesgrenzen. Der Amadeus in seiner Neufassung versucht das zu würdigen, scheitert aber an der Engstirnigkeit des hiesigen Publikums. Anna F. ist das begiebelkreuzte traurige Vorzeigebeispiel dafür.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Cinemaustria&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Im Kino surft Österreich nach wie vor auf einer gefühlten Erfolgswelle. Der hierzulande jahrelang ignorierte Christoph Waltz steigt dank Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" zum Superstar mit Oscar-Chancen auf, Michael Haneke gewinnt in Cannes die Goldene Palme für "Das weisse Band", Götz Spielmann erhält eine Oscar-Nominierung für "Revanche".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil auch Remakes und Fortsetzungen nicht aus der Mode kommen, sind The Dark Knight und Star Trek die glorreichen Vorreiter (Ausnahmen) von ausgesprochen clever und gut gemachtem Blockbuster-Kino. Harry Potter ist mit seiner Septologie noch nicht fertig, da wird er auch schon Vampiren ("Twilight") seines Rufes als Teenager No. 1 entzaubert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Nordslowenien&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Politisch setzt Österreich seine Autobahnfahrt Richtung Bananenrepublik eindrucksvoll fort. Die Hypo Alpe Adria ist der Beweis dafür, dass Jörg Haider nicht nur sein Auto an die Wand fahren konnte. Das arme Kärnten kriegt außerdem seine eigene blaurange &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=BBGmUI0u7Ic"&gt;Volksfront von Judäa&lt;/a&gt;. Inspiriert von der Tätigkeit der jüngsten SPÖ-Geschäftsführerin aller Zeiten sucht die ÖVP einen adäquaten &lt;a href="http://www.superpraktikant.at/"&gt;Superpraktikanten&lt;/a&gt;. Für den dritten Nationalratspräsidenten ist auch 2009 ein Olympia-Jahr. Der Wissenschaftsminister lässt in Brüssel nach sich krähen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;The Future Is Now.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Und 2010, das neue Jahrzehnt? Apple wird als nächstes das Buch verschlingen, einen Tablet-PC auf den Markt bringen und gleichsam das junge "Kindle" von Amazon in Frühpension schicken und als vergrößertes iPhone nochmal eine kleine Revolution anzetteln. Printmedien werden es danach noch schwerer haben, die Internettisierung der Welt wird weiter voranschreiten. Facebook wird nicht ebenso rasant verschwinden wie myspace, aber ebenso wieder an Bedeutung verlieren. Die Menschen werden lernen, den Kern des Nutzens zu erkennen und sich darüber hinaus ihre Kontakte und Weltnachrichten ("... gehe jetzt aufs Klo!") personifizieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die USA schicken sich an, ihr paranoides Dasein auf die Spitze zu treiben und Reisen ins Land der begrenzten Unmöglichkeiten völlig ad absurdum zu führen. In Österreich wird weiter Politik nach dem Wind, der der Kronen Zeitung entfläucht, gemacht werden. Nicht viel Neues also.&lt;br /&gt;Freuen wir uns auf 2010. Was bleibt uns auch anderes übrig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Musik von 2009&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic;"&gt;Singles&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Heavy Cross / Gossip&lt;br /&gt;To Lose My Life / White Lies&lt;br /&gt;Take Off Your Sunglasses / Ezra Furman &amp;amp; The Harpoons&lt;br /&gt;Dominos / Big Pink&lt;br /&gt;This Rhythm / Filthy Dukes&lt;br /&gt;Asthma / Kreisky&lt;br /&gt;The Girl From The BBC / Official Secrets Act&lt;br /&gt;Lies / Antennas&lt;br /&gt;Laughing With / Regina Spektor&lt;br /&gt;Alles hin, hin, hin / Ja, Panik&lt;br /&gt;Crying Lightning / Arctic Monkeys&lt;br /&gt;1901 / Phoenix&lt;br /&gt;Warm Heart Of Africa / The Very Best ft. Ezra Koenig&lt;br /&gt;The Muzik / Ebony Bones&lt;br /&gt;Zero / Yeah Yeah Yeahs&lt;br /&gt;We Are The People / Empire Of The Sun&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic;"&gt;Alben&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;The Angst And The Money / Ja, Panik&lt;br /&gt;Sigh No More&lt; / Mumford &amp;amp; Sons&lt;br /&gt;Wolfgang Amadeus Phoenix / Phoenix&lt;br /&gt;Meine Schuld, meine Schuld, meine große Schuld / Kreisky&lt;br /&gt;The Ground Below / Clara Luzia&lt;br /&gt;Music For Men / Gossip&lt;br /&gt;Grass Is Singing / Lonely Drifter Karen&lt;br /&gt;Horehound / The Dead Weather&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-1528738645445248570?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/1528738645445248570/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/12/das-jahr-2009.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/1528738645445248570'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/1528738645445248570'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/12/das-jahr-2009.html' title='Das Jahr 2009.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-279248705351586833</id><published>2009-11-25T18:50:00.002+01:00</published><updated>2011-11-20T15:38:28.523+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ORF'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='veröffentlicht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Das Ö3-Dilemma.</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Österreichische Musik findet in der hiesigen Radiolandschaft immer noch viel zu wenig statt. Ein Erklärungsversuch.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf den Marktführer hinzuhauen ist leicht – und als solcher kann es Ö3 naturgemäß nicht jedem Recht machen. Der Sender steckt in einem Dilemma: Einerseits wird einem der „Kulturauftrag“ vor die Nase gehalten; andererseits meint die fast 50%ige Werbefinanzierung des ORF, dass Ö3 eine Cash Cow zu sein hat und durch möglichst hohe Reichweiten Geld ins Unternehmen spülen soll. Auf diese Art und Weise sind nicht zuletzt verschwisterte Sender zu finanzieren, die dem Kulturauftrag bedeutend näher kommen (Ö1, FM4). Ein Paradoxon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ergebnis ist pure Angst - und die ist üblicherweise ein schlechter Ratgeber, sowie  Hintergrund einer seit 15 Jahren konsequent daneben liegenden Senderpolitik im Umgang mit Ö-Musik. Anstatt hier produzierte Inhalte überzeugend zum „USP“ und damit seiner Stärke zu machen, regiert die „Nummer sicher“-Taktik mit den leiernden 80er-Jahre-Konsens-Hits und damit einhergehender Verwechselbarkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass österreichische Musik die Hörer zum Umschalten bringt, ist dabei eine absurde Mär der Marke „self-fulfilling prophecy“: Solange man sie in geschützten Werkstätten mit Stempeln wie „Die neuen Österreicher“ zwangsvereinnahmt, tut man ihnen und damit sich selbst nicht viel Gutes – Beweise sind zur Genüge erbracht; und gut gemeint ist manchmal leider eher das Gegenteil von gut. FM4 etwa hat da eine positive, ganz andere Selbstverständlichkeit entwickelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am ultimativen „Nein“-Sager manifestiert sich das Scheitern an der eigenen Vorgabe: „Unsere Hörer wollen das nicht hören“ - da können noch so viele neue Österreicher plakatiert und Soundcheck-Sieger getrommelt werden. In diesem von allen Seiten eingegrenzten Apparat etwas Neues zu probieren, Entdeckungen zu wagen, den John Peel raus zu lassen – und so ein Publikum zu binden und zu interessieren: Quasi unmöglich (Eberhard Forcher ist als Ausnahme die Bestätigung der Regel). Selbst den verantwortlichen Redakteuren ist unter diesem Blickwinkel kaum ein Vorwurf zu machen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die beste Konsequenz wäre also, dem ORF eine Impfdosis Mut zu verabreichen, um Ö3 mehr Wind und weniger Fahne sein zu lassen. Die Redakteure könnten dann belegen, dass sie sehr wohl imstande sind, zwischen glatt gebügelter Plastik- und nachhaltig-relevanter Pop-Produktion zu unterscheiden. Vielleicht wäre das Leben dann tatsächlich ein Hit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Dieser Artikel erscheint auch in "Die Presse am Sonntag" vom 29.11.2009&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-279248705351586833?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/279248705351586833/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/11/das-o3-dilemma.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/279248705351586833'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/279248705351586833'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/11/das-o3-dilemma.html' title='Das Ö3-Dilemma.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-6705699291021426689</id><published>2009-10-12T13:09:00.006+02:00</published><updated>2009-10-13T09:30:10.158+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gedanken'/><title type='text'>Blumenau.</title><content type='html'>Es gab in letzter Zeit ein paar &lt;a href="http://fm4.orf.at/generation2029"&gt;gute Gründe&lt;/a&gt;, im Freundeskreis über die Figur Martin Blumenau zu diskutieren. Vorwiegend kamen die diesbezüglichen Inputs und "Fragen" von außen an mich heran, und ich habe dabei immer eine Außenseiterposition eingenommen. Ich will das erklären - und das eher zufällig justament gerade jetzt, wo er selbst auch über &lt;a href="http://fm4.orf.at/stories/1629309/"&gt;mich&lt;/a&gt; und unser aktuelles 80er-Jahre-Projekt schreibt. In gewisser Weise ist dies also die Replik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Blumenau ist seit jeher ein Reibebaum, ein richtig unangenehmer Zeitgenosse, ein klassischer Fall von "Stachel im Fleisch" - und das für viele. Es ist für viele schwer an ihn heran-, und noch schwerer mit ihm auszukommen. Selbst mit "Kollegen" (Karl Fluch) oder langjährigen Freunden (Walter Gröbchen) gab es in jüngster Vergangenheit geradezu unglaubliche, weil auch sehr öffentliche Meinungsschlachten. Wiewohl ich ihn seit mehr als zehn Jahren kenne und ihm immer wieder begegne, erschließt sich mir immer noch nicht so ganz genau, ob Martin Blumenau mehr Figur oder Mensch ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In ersterem Fall, und an diesen will ich fest glauben bis man (er) mir das Gegenteil beweist, ist er einer der wichtigsten Zeitgenossen überhaupt. Meine Position in Diskussionen über die Person Blumenau ist dann diese: Was er auspackt, hat Methode. Als Figur ist er ein Märtyrer seiner eigenen Idee. Er mag schimpfen und polemisieren, provokant sein und herausfordernd - aber in genau dieser Form auch immens wichtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einerseits, weil er mit FM4 natürlich ein tolles Sprachrohr zur Verfügung hat, dass seine "Meinung" multipliziert und ihm einen gewaltigen Stellenwert einräumt. Zweitens und vielmehr aber, weil es immer im weiteren Sinne zugunsten der "Sache" ist: Was Blumenau nämlich am konsequentesten macht, ist, den Diskurs einzufordern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Streitet gefälligst! Wenn ich euch beschimpfe: Schimpft zurück! Und tut es gefälligst anständig, nicht halbherzig! Es geht dabei nicht wirklich um persönliche Beleidigungen (auch wenn sie manchmal Teil der Methode sind) - es geht darum, seine Meinung sagen zu können und zu dürfen. Und noch viel mehr darum, innerhalb eines solchen - oft emotionalen - Diskurses etwas ganz wichtiges zu tun: Nachzudenken. Man sollte seine Meinung gut begründen können, man sollte hinter seiner Meinung stehen können. Um dieser Herausforderung das notwendige Gewicht zu verleihen, ist sanftes Streicheln und konsensuales Denken (das entspräche eher mir) mitunter der falsche Ansatz. Es braucht also einen Blumenau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sein "Spiel" findet dabei auf der Meta-Ebene statt und leistet sich dabei durchaus auch Fehler. Er pocht auf Bildung, Geschichtskenntnis und Faktentreue - nimmt es dafür aber leichtsinnigerweise in Kauf, auf Genauigkeit selbst nicht allzuviel Wert zu legen. So heiße ich im aktuellen Artikel zunächst Martin Tschürtz (und ich weigere mich zu glauben, dass er es nicht besser weiß) und er verlegt die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bravo_Hits"&gt;Bravo Hits&lt;/a&gt; in die 80er. Selbst das könnte Methode sein, ich plädiere hier aber entschuldigend dafür, dass die Geschwindigkeit seines Mediums (konkret dem täglichen Journal) auch Opfer fordert - etwa Schnelligkeits- und Schlampigkeitsfehler. Ich war selbst Journalist, ich habe selbst und gerade heute zugeben müssen, wie schwer es ist, einen akkuraten und täglichen Blog zu verfassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und selbst wenn es mitunter nicht den Qualitätskriterien manchen kritischen Lesers entspricht:&lt;br /&gt;Martin Blumenau liefert Gesprächsstoff - das beweist auch dieser Artikel. Genau diesen liefert auch sein tägliches Journal. Er ist ein Agenda Setter. Er sagt, worüber gesprochen wird. Und diese Rolle nimmt er sehr ernst. Die sachliche Ebene, seine ureigene, persönliche Meinung sind letztlich sekundär. Sein Ziel hat er erreicht, indem er die Menschen vor dem Bildschirm dazu bringt, zu widersprechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letztlich zeigt er damit auf, dass Diskursfähigkeit (im persönlichen Sinn) und Meinungsfreiheit (im globaleren) zwei Dinge sind, die gar nicht hoch genug einzuschätzen sind. Sie sind der Nährboden für Fortschritt, für Weiterentwicklung. Diskutieren wir nicht (oder es wird uns erschwert oder gar verboten), degenerieren wir als Menschen und als Gesellschaft schneller als uns lieb ist. Es ist eine zentrale Aufgabe des Journalisten, jeden Tag aufs Neue auf dieses - sein ureigenstes - Grundrecht zu pochen und seine Wichtigkeit zu beweisen. Das Medium Internet erleichtert dies immens (Widerspruch! Diskussion!) - also stimmt auch das Format mit der Theorie überein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will diesem, meinen Blumenau-Bild glauben schenken und damit dem "freien Radikalen" den Raum geben, den er braucht. Seine Artikel ernten manchmal meine Zustimmung, manchmal verursachen sie ein Kopfschütteln; meistens machen sie mich nachdenken. Alles so, wie es sein soll und gewollt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es darf in diesem Muster keine völlig ergebenen Blumenau-Fans geben - es würde dem Prinzip widersprechen. Bloß: Wäre all dies falsch und Blumenaus Intentionen völlig andere - es wäre eine große Enttäuschung und es wäre noch viel mehr infrage zu stellen. Aber das ist eine andere Geschichte, genauso wie meine persönliche Position zu "Death To The 80s".&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-6705699291021426689?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/6705699291021426689/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/10/blumenau.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/6705699291021426689'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/6705699291021426689'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/10/blumenau.html' title='Blumenau.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-5698978498477016459</id><published>2009-10-12T12:10:00.004+02:00</published><updated>2009-10-12T13:00:03.350+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ink music week'/><title type='text'>Music Week Blog, Tag 5-10.</title><content type='html'>Die fatale Unregelmäßigkeit dieses versuchten Tagebuchs zeigt schon: Langweilig war uns nicht in den vergangenen zehn Tagen. Es war dennoch eine großartige Erfahrung. Die erste &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;INK MUSIC WEEK&lt;/span&gt; liegt hinter uns - und nicht nur dafür, dass es ein Versuch und ein Schnellschuß aus der Hüfte war, können wir sehr zufrieden sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am heutigen Montag nachmittag nach diesem Wahnsinn trifft sich das Team erst einmal "auswärts", um die gesammelten Eindrücke gemeinsam zu verarbeiten. Eine erste Analyse dessen, was da alles passiert ist, ist angesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammenfassend noch einmal in Kürze, worüber ich versäumt hatte, zu "bloggen": Zuerst war da &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Windmill&lt;/span&gt; im Chelsea (5.). Am Dienstag fühlte ich mich zum Auftakt der &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;inkademy&lt;/span&gt;-Herbstserie im Fluc etwas seltsam, hatte doch die ungewohnte Bühne &amp;amp; Mikro-Version des Vortrages etwas von "Being A Stand-Up Comedian". Trotzdem gut, wenns nach dem Feedback geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittwoch eine angeregte Diskussion mit vielen Kollegen am Panel des Flex-Café und im Publikum - sehr gut besucht, im Resultat allerdings sind wir gerade einmal zu einem Bruchteil einer Analyse der Situation gekommen, konnten aber kaum "bahnbrechende" Erkenntnisse gewinnen. Wir (Diskutanten) waren uns dennoch einig, dass wir den aufgenommenen Faden unbedingt weiterknüpfen sollten. Irgendwer musste bloß anfangen, so scheint es - und miteinander reden, auch wenn wie in diesem Fall öffentlich, war mit Sicherheit kein Fehler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Donnerstag brachte eine lehrreiche Diskussion rund um die Verquickungen zwischen Film und Musik - und warum es da eigentlich szenisch so wenige Verbindungspunkte gibt. Wir haben verstehen gelernt, warum das Geschäftsmodell "&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Sync&lt;/span&gt;" hierzulande nicht wirklich existiert. Das wird noch eine spannende Herausforderung, sich dieses Feldes anzunehmen. Die Kinovorführung von &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;"Müssen alle mit"&lt;/span&gt; war der einzige Flop der Woche - leider interessierten sich sehr wenige für die amüsante Filmdoku. Die anschließende Soundtrack-Nacht hat dafür eine wirklich intensive und lange Party gebracht. Trotz vieler Schikaneder-Besuche hab ich dort noch nie so viele Menschen auf den Beinen und tanzen gesehen. Ich nehme es als Kompliment für &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Fabelhaften Baker Boys&lt;/span&gt; :-).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freitag waren wir Gäste der &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;100 Jahre The Gap&lt;/span&gt;-Feier - ein Fest, wie es im Buche steht. Das WUK prächtigst gefüllt an allen Ecken und Enden, und &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Bilderbuch &lt;/span&gt;als eine von zahlreichen coolen Acts auf der Bühne - und als "Überraschungssieger des Abends", wie es die Gap-Chefetage erfreut verkündete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Über-Drüber-Finale dann am Samstag - die &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;"Death To The 80s"&lt;/span&gt;-Sause im Gartenbaukino. Sehr viele Menschen, sehr gute Stimmung, sehr lange Dauer. Es war ein intensives Abschlussfest. Für die Mannschaft ging es um 7 Uhr mit einem Frühstück im Café Drechsler zu Ende. Auch schon lange nicht mehr so gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;INK MUSIC WEEK&lt;/span&gt; hat viele Aspekte unserer Arbeit, unserer Leidenschaft und unseres Lebens in die Öffentlichkeit transportiert. Da gehören Konzerte genau so dazu wie ernsthafte Diskussionen, Auseinandersetzungen mit Zukunftsthemen und Ausbildungsmöglichkeiten genauso wie das Miteinbeziehen anderer Kunstformen, die mit Musik in enger Verbindung stehen (können) - und natürlich auch Parties. Wir haben hoffentlich auch für das Publikum die richtige, ausgewogene Mischung dafür gefunden. Für mich persönlich kann ich sagen: Schön wars. Intensiv wars. Gut wars. Dankeschön, es war mir eine Ehre!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-5698978498477016459?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/5698978498477016459/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/10/music-week-blog-tag-5-10.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5698978498477016459'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5698978498477016459'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/10/music-week-blog-tag-5-10.html' title='Music Week Blog, Tag 5-10.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-4508397002438100473</id><published>2009-10-03T18:19:00.003+02:00</published><updated>2009-10-05T11:13:20.789+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ink music week'/><title type='text'>Music Week Blog, Tag 2-4.</title><content type='html'>Freitag abend im Flex mit &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ja, Panik&lt;/span&gt;. Vielleicht das Überhaupt-Highlight dieser unser ersten "INK MUSIC WEEK". Es ist eine ungemein positive Spannung zu spüren, die sich nach vollendetem Konzert in befreiende Partystimmung auflöst. Ja, Panik trotzen technischen Problemen und halten dem aufgestauten Erwartungsdruck locker stand. Weder Band noch Songs verlieren auch nur ein Gramm der Dringlichkeit, Direktheit und Kraft von der Platte. Ein denkwürdiger Abend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kollege Niko Ostermann hat es fotografisch festgehalten. &lt;a href="http://networkedblogs.com/p13498467"&gt;http://networkedblogs.com/p13498467&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Dem ist dann auch nicht mehr allzuviel hinzuzufügen :-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Samstag abend, "Lange Nacht der Museen". &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hellsongs&lt;/span&gt; bespielen das Haus der Musik, im Empfangssaal drängen sich die Besucher dicht um die besten Plätze. Wir überschreiten schon am dritten Tag mit Leichtigkeit die 1000-Besucher-Marke und sehen in glückliche Gesichter erwachsener Kinder. Apropos: Mich erinnert die entzückende Sängerin Siri ja immer an Molly Ringwald. Das tut aber nicht allzuviel zur Sache - ein Ahnungsloser vermutet keine Sekunde Heavy-Metal-Hintergrund bei diesem Lounge-Trio. Ein Repertoirekundiger hingegen verliert sich schmunzelnd und mitsingend in einer seltsam neugeordneten Welt, die er zu kennen glaubte. Diese Band: Ein Vergnügen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntag nachmittag, die Erholungssuche im &lt;a href="http://www.phil.info/"&gt;phil&lt;/a&gt; wird zum puren Vergnügen. Erstens, weil die hier (von nun an eine Woche lang) ausgestellten Fotografien von &lt;a href="http://www.shootingmusic.com/"&gt;Flo Wieser&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.ikoon.at/"&gt;Niko Ostermann&lt;/a&gt; ungemein schön anzusehen sind, zweitens weil der Andrang zur Vernissage zu dieser &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;"Die ersten 3 Nummern"&lt;/span&gt; benannten Ausstellung enorm ist. Friede, Freude, Schokokuchen - und Kaffee. Vier von zehn Tagen sind vorüber. An die tägliche Portion Müdigkeit haben wir uns schon gewöhnt, von vollen Häusern und glücklichen Besuchern haben wir viel gesehen - nehmen wir aber gerne noch mehr - es macht das Durchhalten ausgesprochen leicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-4508397002438100473?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/4508397002438100473/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/10/music-week-blog-tag-2.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/4508397002438100473'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/4508397002438100473'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/10/music-week-blog-tag-2.html' title='Music Week Blog, Tag 2-4.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-8925272941830829546</id><published>2009-10-02T12:42:00.002+02:00</published><updated>2009-10-02T13:00:06.914+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ink music week'/><title type='text'>Music Week Blog, Tag 1.</title><content type='html'>Tag 1 und schon ein Supergau. Zwischenzeitlich hört man auf, an Karma zu glauben. Dass irgendwann alles gut wird und zurück kommt, was man bislang an (vermeintlich?) guten Taten in die Welt geschmissen hat. Oder man fragt sich frei nach Ja, Panik: Ob ich das verdiene?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;THOSE DANCING DAYS waren aus Schweden angereist und für das Eröffnungskonzert der &lt;a href="http://www.inkmusic.at/inkmusicweek"&gt;INK MUSIC WEEK&lt;/a&gt; geladen. Blöd nur, dass die Band quasi am Ende einer elendslangen Tour steht und quasi direkt aus Brasilien nach Wien kam. Dass sowas körperliche Konsequenz haben kann, ist den fünf unfassbar sympathischen Mädels gestern schmerzlich bewusst geworden - ihre Frontfrau/Sängerin machte schon tagsüber einen sehr erschöpften Eindruck und ist nach dem Abendessen endgültig und sprichwörtlich zusammengebrochen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während Deckchair Orange den geplanten Support bestritten und Rapid sich mit Celtic Glasgow matchte, standen wir also justament zum 10. Geburtstag des "Guten Clubs" vor der Situation, ein Konzert mit einer Band, die an sich da ist, absagen zu müssen. Alle gut und ernst gemeinten Versuche seitens Band, Management und uns, doch noch ein Konzert zu ermöglichen, waren leider vergebens - was soll man machen, wenn die Gesundheit nicht mitspielt... glücklich waren wir allesamt nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die verbliebene Band ging dennoch auf die Bühne, erklärte und entschuldigte sich - und spielte ein Mini-Instrumental-Set, zwischendurch spontan begleitet von einem weiblichen Fan. Natürlich ist das so kein volles Konzerterlebnis, aber die Band demonstrierte ihren Willen und hatte für die Umstände sogar noch viel Freude an der trotzdem vorhandenen Begeisterung des Publikums.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterdessen überlegten wir, wie wir diese Situation lösen konnten. Mit Band und Management war längst vereinbart, möglichst bald ein Ersatzkonzert anzustreben (Termin steht noch nicht fest). Nach der Band enterte ich also die Bühne, habe den Leuten wiederholt die Situation erklärt und allen Anwesenden angeboten, ihre Vorverkaufs-Tickets von uns abstempeln zu lassen. Diese gestempelten Karten sind jetzt wahlweise gültige Eintrittskarten für das Ersatzkonzert - oder die Berechtigung, das Geld bei der Jugendinfo innert der nächsten Tage (bis nächsten Freitag, 09.10.) zurückzukriegen. Leute, die an der Abendkasse bezahlt hatten haben einen Ticket-Gutschein für selben Zweck von uns (oder wahlweise ihr Eintrittsgeld zurück) erhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So hoffen wir, dass wir für alle das bestmögliche Szenario aus dieser unglücklichen Situation machen konnten. Und nicht zu vergessen gab es ein volles Konzert (Deckchair Orange) und eine ausgiebig-schöne Club-Geburtstagsparty rund rum. Insofern empfinden die Besucher dieses Angebot hoffentlich als so kulant wie wir das beabsichtigt haben. Und auf die Neuauflage der Those Dancing Days-Show freuen wir uns trotzdem.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-8925272941830829546?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/8925272941830829546/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/10/music-week-blog-tag-1.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/8925272941830829546'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/8925272941830829546'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/10/music-week-blog-tag-1.html' title='Music Week Blog, Tag 1.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-298492183759157289</id><published>2009-09-11T17:18:00.004+02:00</published><updated>2011-08-27T19:28:34.238+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Amadeus'/><title type='text'>Amadeus, Amadeus - Fazit.</title><content type='html'>Der Tag danach. Verkatert ob zu wenig Schlafes, einer gehörigen Portion Ausgelassenheit und eines langen Vortages mit Austrian Music Convention und Amadeus. Irgendwie gehört sich das so. Ich hab hier zuletzt das neue Amadeus-Format zu analysieren versucht und habe &lt;a href="http://www.amadeusawards.at/news/showarticle/56/"&gt;Interviews&lt;/a&gt; zum Thema gegeben. Das hat mir auch Kritik eingebracht - teilweise, weil ich mißverstanden wurde. Jetzt, wo die ganze Chose vorbei ist, lässt sich ein kurzes, erstes Resümee ziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Amadeus hat so etwas wie eine Neugeburt gefeiert - und das war gut so. Natürlich ist und bleibt es eine Musikpreisverleihung, deren Sinnhaftigkeit und "Coolness" sich immer nur bedingt erschließt. Aber: Die IFPI hat Mut bewiesen. Die "böse" Major-Industrie hat sich von ihrem Pferd herunter getraut, hat sich umgesehen, die Realitäten endlich anerkannt (sinkende Plattenverkäufe, andere Kommunikationswege zum "Fan") und sich getraut, ein breites Szene-Abbild auf die Bühne zu stellen. Warum denn auch nicht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass das nicht im ersten Jahr grandios funktioniert - speziell im Sinne von Einschaltquoten, Sponsorenerlösen und Medienresonanz: klar. Dass dieser Versuch aber ebenso richtig wie wichtig war: auch klar. Langfristig lässt sich so eine echte Identität für diesen Award aufbauen. Etwas, dass der Preisverleihung in den letzten neun Jahren beim Versuch eine internationale Awardshow zu simulieren, immer fehlte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Niemandem sind die internationalen Gäste und Preise gestern auch nur ansatzweise abgegangen - zurecht. Den meisten Applaus des gewohnt mauen "Industriepublikums" hat eine Band eingeheimst, die bislang nicht im Entferntesten eine Plattform für so einen Auftritt zugesprochen bekommen hätte: The Sorrow (die dann auch noch einen Preis in ihrer "Metal"-Kategorie abstaubten). Selbst unsere für die nachmittägliche Convention angereisten internationalen Gäste haben das anerkannt (sie haben sich auch alle Fatima Spar &amp;amp; The Freedom Fries, Kreisky und Bunny Lake in ihre Notizbücher gekritzelt).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was der Show bei vielem, was man diskutieren kann, noch fehlte, war eine würdige Stimmung (siehe "Industry People Problem"). Wir haben in kleiner Runde dazu schon eine Idee entwickelt, die ich den Herren gerne vorschlagen werde: Eine etwas größere Location wählen (wiewohl das MQ mir gut geeignet erschien) - und die Fans nicht nur fürs Voting einbinden, sondern auch für den Event: Jede Nominierte Band soll ihre 30-50 treuesten Fans mitnehmen (dürfen) - ein perfekter "Preis" fürs Abstimmen, ein Riesenbonus für die Stimmung. Ich bin mir sicher, dass der Austausch zwischen Metal-, HipHop- und Schlagerfans letztlich auch zu einem bunten Rahmen beitragen wird können - und vielleicht Brücken bauen kann, die auch die vorhandenen, tiefen Gräben zwischen den hiesigen Szenen überwinden hilft. Ein Extra-Applaus für den Ansatz dazu geht raus an Kamp &amp;amp; Whizz Vienna, die sich gleich einmal mit Andreas Gabalier verbrüdert haben und ein Mash-Up auf der Bühne inszenierten - warum denn auch nicht!?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fans werden selbst dann kaum böse sein, wenn sie das traditionelle Gemetzel am Buffet und die branchenübliche Alkoholentsorgungsaktion versäumen (müssen). Sollen die "VIPs" halt. Apropos. Dieses Jahr gabs rumgereichtes Fingerfood statt eines mächtigen Buffets: Supere Idee, sparsam noch dazu. Kein Gedrängel, nur etwas wenig Personal stand offenkundig zur Verfügung. Und jenen, die den Amadeus ganzes Jahr beschimpfen, dann hingehen, sich kostenlos plattsaufen, um danach wieder zu schimpfen: Warum tut ihr euch das an und bleibt nicht einfach zuhause?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Kritikpunkte, gewiss. Die bereits besprochenen - die Details des Voting Systems etwa. Oder das Faktum, dass sehr viel Geld eines völlig intransparenten Fonds für soziale und kulturelle Einrichtungen in diese Veranstaltung fließen muss um sie zu ermöglichen. Dinge, die im weiteren Verlauf dieser Diskussion sicher noch angesprochen werden, die nicht unerwähnt bleiben sollen und eine konstruktive Weiterentwicklung dieses Formats ermöglichen sollen. Heute aber soll zunächst einmal dieser positive Gesamt- und Entwicklungseindruck überwiegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Amadeus hatte keine Chance - und hat sie genutzt. Er ist auf dem Weg eine grundehrliche,&lt;br /&gt;bodenständig-österreichische Musikveranstaltung zu werden. Kein Glam, den es hier eh nicht gibt; keine falsche Größe simulierende Pseudo-Pop-Welt, die marktbedingt hier eh gar nicht existiert. Ein kleines Pflänzchen, gewiss. Wollen wir hoffen, dass es ein kräftiger Baum wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Weitere nicht uninteressante Behandlungen dieses Themas gibt es von den geschätzten Kollegen &lt;/span&gt;&lt;a style="font-style: italic;" href="http://groebchen.wordpress.com/2009/09/12/keine-angst/"&gt;Walter Gröbchen&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; und &lt;/span&gt;&lt;a style="font-style: italic;" href="http://fm4.orf.at/stories/1626851/"&gt;Martin Blumenau&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; - sowie eine Außensicht der Dinge von &lt;a href="http://derstandard.at/fs/1252680430242/Amadeus-Awards-2009-Gachblond-im-Spottlicht"&gt;Christian Schachinger&lt;/a&gt; im Standard.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-298492183759157289?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/298492183759157289/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/09/amadeus-amadeus-fazit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/298492183759157289'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/298492183759157289'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/09/amadeus-amadeus-fazit.html' title='Amadeus, Amadeus - Fazit.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-909292968672544389</id><published>2009-08-03T00:44:00.009+02:00</published><updated>2011-11-20T15:38:48.594+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Festivals'/><title type='text'>Festivalfail, Fass und Boden.</title><content type='html'>Bis gerade eben war ich diplomatisch, zurückhaltend und vorsichtig, was das "Indie Project Festival" betrifft. Jetzt fühle ich mich aber doch bemüßigt, ein Statement dazu abzugeben. Das Festival, für 1. August in der Ottakringer Brauerei angesetzt, musste wegen akuten Geldmangels (die Technikfirma konnte nicht bezahlt werden) mittendrin - gegen 23 Uhr - abgebrochen werden. Einige Bands mussten daraufhin ebenso unverrichteter Dinge nachhause gehen wie die (wenigen) zahlenden Gäste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt äußert sich Veranstalter Peter Görbert in einem &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=3N_Cra5iSxM"&gt;Interview auf Youtube&lt;/a&gt; über die Vorkommnisse und die Zukunft - und das schlägt dem Fass endgültig den Boden aus: &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=3N_Cra5iSxM"&gt;http://www.youtube.com/watch?v=3N_Cra5iSxM&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Erinnerung die Vorgeschichte (ikoon hat sie in seinem &lt;a href="http://www.ikoon.at/blog/2009/08/02/wie-man-es-nicht-macht-das-indie-project-fiasko/"&gt;blog&lt;/a&gt; chronologisch sehr schön und detailreicher aufgeführt):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein deutscher Student in Wien kündigt ein "völlig neuartiges Festival" für 10.000 Besucher in der Ottakringer Brauerei an, als Headliner sind Kings Of Leon und Phoenix versprochen. Dazu werden österreichische Acts engagiert. Wenig überraschend entpuppen sich die internationalen Gäste rasch als Seifenblasen - aber zumindest ist das Festival Stadtgespräch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Peter Görbert war bislang noch nicht einmal als Veranstalter einer Geburtstagsfeier aufgefallen, er hatte euphorisiert und naiv drauflosgewerkt und sämtliche Spielregeln des Geschäfts mangels Kenntnis schlichtweg missachtet. Was ihm sichtlich fehlte, war Szenebindung, Kenntnis organisatorischer, infrastruktureller und sonstiger für die Abwicklung solch eines Events notwendigen Dinge - nunja, man soll niemandem seine Chancen verwehren. Und schließlich war seine Referenz gerade einmal eine Kellnertätigkeit im Münchner P1.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Festival wird trotzdem mit Pomp und Trara auf gotv und anderen Plattformen eifrig beworben. Er selbst gibt sich betont optimistisch im Vorfeld - und gibt beim obligaten Ticket Report drei Wochen vor dem Event 1.200 verkaufte Tickets an. Selbst am Tag vor der Veranstaltung spricht er stolz vom "überraschenden Verlauf des Vorverkaufs" und dass 1.700 Tickets verkauft seien. Die Verwunderung darüber wird unsererseits begleitet von Faktoren wie jenem, dass vereinbarte Vorkassen für Gagen der Bands trotzdem entweder unvollständig oder gar nicht kommen. Versuche, die Hintergründe dazu zu eruieren (fehlgeleitete Überweisungen sollen ja schon passiert sein), scheitern; ebenso bleiben versprochene Überweisungsbestätigungen aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass das Festival selbst ein solch ein Desaster wird und samt Belegschaft keine 300 Personen anwesend sind (was eher zu erwarten war); die Technikfirma auf halbem Weg den Strom abdreht und aufgrund der Abendkassa selbstverständlich keine Gagen ausbezahlt werden konnten ist das eine. Auf der anderen Seite den "Schummeleien" von vorher noch dermaßen dreiste Lügen nachzuschieben ist das andere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also. Fakten:&lt;br /&gt;Es wurden trotz Verträgen und am Abend ausgefertigter schriftlicher Zusicherungen bis heute &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;KEINE&lt;/span&gt; der ausstehenden Zahlungen getätigt. Es trafen weder Geld noch Überweisungsbestätigungen seitens Peter Görbert ein. Es wurde zahlendes Publikum (Vorverkauf 22, Abendkassa 13 Euro!) um Auftritte von &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Junior Boys&lt;/span&gt; und anderen gebracht - und nicht dafür entschädigt. Es wurde Bier um 2 Euro angekündigt und um 3,60 Euro ausgeschenkt. Es wurde nachhaltig schlechte Nachrede für den Musikstandort Wien und seine Szene erzeugt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin seit 14 Jahren in Musikveranstaltungen involviert, habe viel erleben dürfen, können und müssen - das "Indie Project" wird wohl auf längere Sicht das in negativer Deutung bemerkenswerteste Ereignis dahingehend bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Peter Görbert mag als Veranstalter unerfahren, blauäugig und naiv gewesen sein - das könnte man ihm verzeihen und nachsehen; wir reden hier aber mittlerweile von nichts geringerem als Betrug - an Bands, Publikum, Zulieferern wie Technik- und Cateringfirmen und Agenturen. Er hatte seine faire Chance, missbrauchte das ihm entgegengebrachte Vertrauen aber aufs Massivste. Vor weiteren Versuchen, sich im Veranstaltungswesen zu tummeln (er spricht von einem erneuten Festivalversuch 2010) muss man also sämtliche potentiellen Partner und vor allem ihn selbst eindringlich warnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://diepresse.com/home/kultur/popco/Festivals/festivalnews/499915/index.do?from=suche.intern.portal"&gt;Die Presse&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-909292968672544389?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/909292968672544389/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/08/festivalfail-fass-und-boden.html#comment-form' title='8 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/909292968672544389'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/909292968672544389'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/08/festivalfail-fass-und-boden.html' title='Festivalfail, Fass und Boden.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>8</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-7987795450878208748</id><published>2009-07-16T13:57:00.005+02:00</published><updated>2011-08-27T19:28:34.238+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Amadeus'/><title type='text'>Amadeus, Amadeus (2).</title><content type='html'>Gestern, am 15. Juli, fiel mit der Pressekonferenz zu den diesjährigen &lt;a href="http://www.amadeusawards.at/"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Amadeus Awards&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; der offizielle Startschuss zum neu positionierten, neu gestalteten, österreichischen Musikpreis. Die ersten Reaktionen darauf fallen durchwegs positiv aus. Die bewusst versuchte Integration vor allem der Kritikerpresse, das Suchen des Dialoges mit deutlich mehr musikalisch-szenischen Gruppierungen als bisher - all das scheint in Ansätzen zu fruchten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic;"&gt;Nominierungspolitik&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;In acht auch international vergleichbaren Genre-Kategorien (Alternative/Rock, Electronic/Dance, Hard&amp;amp;Heavy, HipHop/RnB, Jazz/World/Blues, Pop, Schlager, Volkstümliche Musik) hat diesmal (eine schon im ersten Teil dieser Serie behandelte) Jury eine Vorauswahl zusammengestellt, über die jetzt "das Volk" richten darf. Darüber hinaus gibt es in den Sammelkategorien &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Album&lt;/span&gt; und &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Song&lt;/span&gt; jeweils zwei (von Jurymitgliedern am meisten genannten) Vertreter pro Genre - also insgesamt 16 Nominierungen. Extra: Der FM4 Award (läuft wie bisher).&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Flaniert man nun über die Nominiertenlisten, kommt tatsächlich leise Freude auf. Die propagierte Vielfalt, das Eingehen auf die Szenen, das Wertschätzen künstlerischer Qualität - all das findet statt und eröffnet der veranstaltenden IFPI vielleicht gerade jenen Lernprozeß, der ihr letztlich das Überleben sichert (dazu später mehr). Auch und gerade weil gefühlte 80% der Nominierten aus dem Bereich der sichtlich lebendigen Independent-Szene stammen.&lt;br /&gt;&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die Statue hat eine neue, modernere, zeitgemäße Form erhalten. Die Website ist einigermaßen standesgemäß, liefert Informationen und deutlich mehr sinnvollen Content als ihre Vorgänger. Auch hier aber fallen Details auf, die noch nicht so ganz im Sinne dessen ist, was kommuniziert wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic;"&gt;Das Voting.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Es ist sonnenklar, dass die schwierigste Aufgabe der Neupositionierung darin besteht, das Publikum überhaupt einzubinden. Das Interesse am amadeus war schon bisher enden wollend, nunmehr muss man dem Publikum erklären, dass es anders als bisher mitwählen darf, ja soll. Unverständlich bleibt mir trotzdem der Modus und dessen Logik: Insgesamt sechs Wochen läuft der Voting-Prozess. Abgestimmt werden kann einmal pro Woche (!). Überprüfungen finden via e-mail-Adressen und IP-Adressen statt. Erstversuch: Zwei e-mail-aliasse eingesetzt, zwei Votings abgegeben. Das öffnet Manipulationsversuchen natürlich Tür und Tor. Der Wunsch, möglichst viel Traffic auf sich zu ziehen, steht somit möglicherweise diametral gegenüber dem Willen, Transparenz und Fairness walten zu lassen. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse und hoffe, dass - wenn schon laut Demokratie gerufen wird - auch ein einigermaßen dieses Begriffes würdiges Resultat zu erzielen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kleine Verbesserungsvorschläge auf der Seite gäbe es auch zuhauf - nur ein Beispiel: Links zu Künstlerseiten, Meinungsreferenzen, Videos, Downloadgelegenheiten (iTunes...) und geklärte Rechte für volle Streams statt der 30-Sekunden-Beschneidung wären das Mindeste, wenn man sich schon als zukunftsorientiert und webaffin outet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die an sich supere Idee, mittels Widgets praktisch jedem die Möglichkeit zu geben, auf seinen Blogs, Web- und Fanseiten wählen zu lassen, freut wohl vor allem den Sponsor (der kommt so überall vor) und das technikaffine Publikum. Auch hier hoffe ich, dass die Effekte positiv sind, die Breitentauglichkeit wird sich damit trotz Einbindung der Kommunikationskanäle von heute (Facebook, myspace et al) wohl noch nicht erreichen lassen. Was dazu naturgemäß fehlt ist ein schwergewichtiger Medienpartner, auf dem sich viele potentielle Leute aus den Zielgruppen tummeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic;"&gt;Dilemma&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Und hier kommen wir zu einem potentiellen Kernproblem des "gut gemeinten" Amadeus 2009: Durch die Szeneneinbindung läuft man Gefahr, an der "breiten" Öffentlichkeit völlig vorbei zu arbeiten und den Preis erst recht in der Bedeutungslosigkeit versinken zu lassen. Und warum? Weil diese keine österreichischen Stars hat, mit denen sie eine Identifikation herstellen könnte. Allerdings war das schon bisher das Problem der Preisverleihungen. Mit Christina Stürmer fehlt der einzige echte Star in der Nominiertenliste vollständig, was je nach Befragtem mit Unverständnis und Amüsement zur Kenntnis genommen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem: Der Schritt war notwendig und womöglich der einzig richtige. Der Mut, die Szenen in die breite Öffentlichkeit zu tragen, erfordert aber trotz aller Web2.0-Applikationen eine Medienlandschaft, die dies vervielfältigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In zehn Jahren Amadeus habe ich noch nie so sehr kopfnickend die Nominierungen im "Pop"-Fach (und anderen) goutiert. Es wäre schön, wenn das die hierzulande dominanten Medienhäuser genauso sähen und mitspielen, dem Amadeus die Chance und Zeit geben, tatsächlich Relevanz zu erlangen. Die dadurch zumindest ansatzweise auch entstehbare internationale Wertschätzung ist die einzig mögliche Rutsche, aus dem "Musikland Österreich" tatsächlich wieder ein solches zu machen. Fortsetzung folgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amadeusawards.at"&gt;www.amadeusawards.at&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-7987795450878208748?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/7987795450878208748/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/07/amadeus-amadeus-2.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/7987795450878208748'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/7987795450878208748'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/07/amadeus-amadeus-2.html' title='Amadeus, Amadeus (2).'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-1583184587904317694</id><published>2009-07-11T15:31:00.003+02:00</published><updated>2009-07-11T15:46:19.287+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Essen'/><title type='text'>Zucchini-Carpaccio auf Rucola-Salat</title><content type='html'>Jaja, ich schreibe zu wenig. Den ständigen, berechtigten Klagen kann ich nur eines entgegensetzen: Das Leben selbst mehr in den öffentlichen Blickpunkt zu rücken. Soll sein. Ich enthülle hiermit also das Geheimnis, dass Kochen, Experimentieren mit Lebensmittel und Geschmacksnuancen, das Zubereiten einer verdienten Abendmahlzeit und all sowas mir Freude bereitet. Mehr noch, es ist ein schöner, entspannender Ausgleich, wenn man so will. Ein Vergnügen, regelrecht, für das ich mir wohl viel zu selten Zeit nehme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurzerhand sei also das gestern servierte leichte Abendmahl verraten.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;Zucchini-Carpaccio auf Rucola-Salat&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Reichlich &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Rucolasalat &lt;/span&gt;bietet die Grundlage. Eine reife und daher weiche und leckere, in dünnen Scheiben geschnittene &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Avocado&lt;/span&gt; lege ich kreisförmig darüber. Ein paar Stück mittelgroßer &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Garnelen&lt;/span&gt; werden mit Chili und etwas Salz gewürzt und in der Pfanne angebraten. Außerdem dazu: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Zucchini&lt;/span&gt;-Carpaccio. Mit einem Gemüseschäler lassen sich prächtig dünne Scheiben schneiden, die kurz in der Pfanne mit Olivenöl geschwenkt und mit Pfeffer und Salz gewürzt werden. Der Salat ist also mit warmen Zutaten versetzt, bietet damit noch die optimale Grundlage für etwas geriebenen &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Schafskäse&lt;/span&gt;, der nunmehr die Decke bildet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Dressing nehme ich einen Teelöffel &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Dijon-Senf&lt;/span&gt;, den Saft einer halben &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Zitrone&lt;/span&gt;, Pfeffer und Olivenöl. Gut abgeschmeckt - eventuell noch mit einem Tick Wasser verdünnt - und vorsichtig (spritzerweise mit einem kleinen Löffel) drüber über den warmen Salat damit. Lecker.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;für 2 Personen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Rucola-Salat&lt;br /&gt;1 reife Avocado&lt;br /&gt;8-10 Garnelen&lt;br /&gt;1 Zucchini&lt;br /&gt;Feta (Schafskäse)&lt;br /&gt;1/2 Zitrone&lt;br /&gt;Dijon-Senf&lt;br /&gt;Olivenöl, Gewürze&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-1583184587904317694?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/1583184587904317694/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/07/zucchini-carpaccio-auf-rucola-salat.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/1583184587904317694'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/1583184587904317694'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/07/zucchini-carpaccio-auf-rucola-salat.html' title='Zucchini-Carpaccio auf Rucola-Salat'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-8812525156226837354</id><published>2009-06-24T13:11:00.006+02:00</published><updated>2011-08-27T19:28:34.239+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Amadeus'/><title type='text'>Amadeus, Amadeus.</title><content type='html'>Alle drei bis sieben Leute, die sich außerhalb der "Branche" im heurigen Frühjahr darüber gewundert haben, dass kein "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Amadeus Austrian Music Award&lt;/span&gt;" stattfand, seien beruhigt: Es gibt ihn noch. Später (am 10. September) und "ganz neu". Neues Team, neues Format und überhaupt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mario Rossori, der neun Jahre lang dieses große Fressen mit vorhergehender Statuettenübergabe geschupft hat, wurde gegen ein Konglomerat rund um Michi Gaissmaier ("Heinz"-Sänger) und Niko Alm (Super-Fi) getauscht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ist dieser Wechsel womöglich gut gemeint, soll ein Signal für Aufbruch, Neustart oder was auch immer sein. Soweit Einblick besteht, schwinge ich mich zu dieser etwas kühnen Beurteilung auf: Mario Rossori war als Auftragnehmer des Veranstalters IFPI (des Industrieverbandes) oft in der Bredouille, nach den Wünschen und Vorgaben der alten Granden in diesem Gremium zu werken. Und - ich spekuliere: Die waren wohl nicht selten einigermaßen weltfremd. Große TV-Show mit großen internationalen Stars, großer Bedeutung und großem Interesse - als Wunsch gut und schön, aber als Realität wäre das in etwa der Versuch des SV Mattersburg, Champions League zu spielen. Es fehlte vielmehr an echter Substanz im (nationalen) Pop-Fach - etwas, woran die Industrie selbst die Hauptschuld trägt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das neue Team hat hingegen den Startbonus genutzt und lange genug "Neubeginn" gerufen, bis man ihnen genau diesen gewährt. Deshalb hat der "neue" Amadeus auch eine faire Chance verdient. Grundsätzlich positiv ist das Weglassen internationaler Kategorien, die weder hierzulande noch für die Shakiras und Pinks dieser Welt irgendein Gewicht oder einen Sinn hatten. Positiv demzufolge auch die beabsichtigte, verstärkte Zuwendung zu "künstlerisch wertvollen" Produktionen und eine etwas breiter gefächerte Genreaufteilung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der eine oder andere Teufel steckt in den Details. Bislang wurden die fünf aus den jeweiligen Kategorien Nominierten durch ihre Hitparaden- und Verkaufswerte "legitimiert", um sich in der Folge einer 400-köpfigen Branchenjury zu stellen, die aus mitunter etwas seltsam anmutenden Listen ohne wirklich (für die Juroren) relevanten Vertretern den Sieger bestimmt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun sollen jeweils 20 "Fachleute"fünf Nominierte in ihren jeweiligen Genres bestimmen - ich selbst "darf" als einer dieser Auserwählten in der Jury "Alternative/Rock" vorwählen. Dann greift das Publikum ein und wählt den Sieger via Internet-Abstimmung. Der Prozess wurde also in gewisser Weise umgedreht - und wird daher ein waghalsiger Kompromiss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man vermeidet es ein echter "Kritikerpreis" zu sein, wohl um dem Argument vorzubauen, man binde das Publikum nicht ein. Das Publikum aber ist ohne TV-Partner (wie es derzeit aussieht) ohnehin schwer in Mengen zu einer Mitwirkung zu bewegen sein (was in jedem Fall schade ist). Und es wird wohl mit der Kritikerliste in manchen Fällen ebenso wenig anzufangen wissen, wie seinerzeit die Branchenfuzzis mit von Teenagern in die Wertung gekauften Singles künstlicher Popsternchen von wenig künstlerischem Belang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zudem ist die &lt;a href="http://www.amadeusawards.at/amadeus-neu/jury/"&gt;Jury&lt;/a&gt; natürlich wiederum eine sehr eng besetztes Gremium, aber kein wirklicher Entscheidungsträger. Und eben keine Kritikerjury, sondern vielmehr ein Abbild der Branche selbst - also nur eine eingeschränkte Form der "alten" Jury. Warum ich als direkt Beteiligter, als Vertreter von Künstlern aus diesem Genre in dieser Jury sitzen soll und darf, ist mir ein klassisch österreichisches Rätsel. Wohl sind auch Kollegen von befreundeten Labels vertreten - doch das macht es nur seltsamer: Taktisch wählen für die "eigenen" Künstler? Sie bewusst weglassen, obwohl man sie "neutral" für die besten hielte? Nein, diese Gedanken sollten keine Rolle spielen müssen - in Wirklichkeit sollte das Urteilen Journalisten und Fachleuten "von außen" überlassen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Genre-Verteilung ist dann der vielleicht letzte gebliebene Rest der bisherigen Gepflogenheiten, sich der Marktmacht zu ergeben. Während Schlager und Volkstümliche Musik zwei getrennte Genres bilden, deren Unterscheidung man an der Liste der Jury-Mitglieder erkennt (es sind zu 90% die selben), ärgert sich die nicht kleine Jazz/World/Blues-Fraktion zurecht über ein gigantisches Sammelsurium in ihrem Genre. Problematisch wird insofern auch die (wiederum an sich gut gemeinte) Freiheit, dass die Jury-Mitglieder selbst bestimmen, was sie "ihrem" Genre zuordnen würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mitte Juli werden wir schon etwas mehr wissen, dann werden die Nominierten (also die Resultate der Jury-Wertungen) bekannt gegeben, dann steigt die Öffentlichkeit in den Ring. Ohne große TV-Vermarktung und so, dafür mit Focus auf Mitbestimmungsrecht durch Web 2.0-Applikationen. Aber dazu ein andernmal mehr. Ich werde naturgemäß den Entwicklungsprozess dieses erneuerten österreichischen Musikpreises weiterhin aufmerksam verfolgen und kommentieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amadeusawards.at/amadeus-neu/jury/"&gt;http://www.amadeusawards.at/amadeus-neu/jury/&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-8812525156226837354?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/8812525156226837354/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/06/amadeus-amadeus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/8812525156226837354'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/8812525156226837354'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/06/amadeus-amadeus.html' title='Amadeus, Amadeus.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-5768500644347762826</id><published>2009-05-08T11:43:00.004+02:00</published><updated>2009-05-08T12:00:21.004+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Alles oder nichts.</title><content type='html'>Ich bin gerade auf Einladung des Popbüros Baden-Württemberg in Stuttgart, um hier im Rahmen der jährlichen „Pop Open“ mit Kollegen aus der Schweiz und Deutschland über das &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;„360°-Modell“&lt;/span&gt; zu diskutieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war mir von Anfang an nicht sicher, ob ich mich deswegen eher geschmeichelt oder angegriffen fühlen sollte – schließlich hat man mich hier als offenkundigen Befürworter und Praktizierer dieses „bösen“, großen, neuen Nonplusultra-Modells der Musikindustrie hergesetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Das 360°-Modell - ein Mißverständnis&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Entsprechend habe ich im Zuge der Diskussion mein Geschäftsmodell offengelegt und die Sache erklärt, wie sie aus meiner Sicht wirklich ist. Wir waren uns schnell einig, dass man das „360°-Modell“ wohl für jeden etwas anders zu definieren ist. Zusammenfassend kann man sagen: Das Geld an einer Stelle wird knapp, vor allem die großen Plattenfirmen begreifen, dass sie es sich woanders holen müssen, wenn sie überleben wollen. Das ist natürlich legitim, denn niemand sieht gerne tatenlos zu, wie sein Geschäftsfeld stirbt und wartet genüsslich auf den Tod. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Das Fremdwort Nachhaltigkeit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Das Problem der "Großen" ist aber nicht ihre Geschäftsstrategie (sich nach und nach Merchandising-Companies oder Bookingagenturen ins Boot zu holen), sondern liegt weit tiefer. Und die Konkurrenz aus benachbarten Feldern wie dem Veranstaltungswesen begreift ihre zusehends dominantere Rolle schnell und vielmehr als Machtübernahme (und kauft ihrerseits Plattenfirmen). So haben Unternehmen wie Live Nation plötzlich Rundum-Sorglos-Pakete für Madonna geschnürt und lassen deren ehemalige Plattenfirmen dumm aus der Wäsche schauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie bei so vielen anderen Beispielen in der schönen, neuen, digitalen Welt lässt sich das Beispiel aber nicht auf das kleine Unternehmen oder die kleine Band herunterbrechen. Denn eine ganz wesentliche Frage lautete hier: Wer sorgt dann in Zukunft für Innovation, für Produktentwicklung, für Künstleraufbau?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Haben in den 80ern und 90ern noch die Plattenfirmen sehr viel Geld in die Hand genommen, um mit horrenden Marketingsummen eine „Marke“ zu schaffen, so besteht diese Möglichkeit aufgrund der Verschiebung des Marktes nicht mehr. Wird Live Nation „Künstler aufbauen“?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anders.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Und hier kommt das Modell ins Spiel, das wir betreiben. Ich mag das Grad-Dings überhaupt nicht, bevorzuge eher einen Begriff wie „Künstlerentwicklung und –betreuung“. Wir ermöglichen Künstlern, von denen wir überzeugt sind, das Veröffentlichen von Platten – und die dienen immer noch in erster Linie als eine Art Existenzberechtigung gegenüber den Medien. Die Medienarbeit, die im positiven Falle Berichterstattung, Airplay etc. mit sich bringt, hilft die Marke zu kreieren, zu positionieren, zu stärken. Zudem verursacht Airplay Umsatz auf der Urheber- und damit Verlagsseite – und natürlich liefert es gute Argumente, um den Künstler auf eine Bühne zu stellen. Auch dieser Umsatzbringer, das Live-Segment, hat den Nebeneffekt, dass er zusätzlich dem Urheber und Verleger auf das Konto spielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All das sind Teile, die ein "entwickelter" Künstler oft oder fast in der Regel an verschiedene Partner, die mitnaschen ausgelagert hat.  Ist nun dieser ganze Komplex in einer Hand, bietet das enorme Risken – aber auch größere Möglichkeiten. Das Gesamtvolumen, das wir fähig sind zu investieren, ist aufgrund der vielfältigen Partizipationsmöglichkeiten größer, als würden wir nur einen Teilbereich abdecken. Wird dieses Kapital aus einer Hand gesteuert, kann es zudem weitaus gezielter und kontrollierter eingesetzt werden, einer Gesamtstrategie untergeordnet werden und nicht dem Interesse einer "Plattenfirma", einer "Bookingagentur" oder sonst wem geopfert werden. Es geht darum, dass sich der Künstler als Marke weiter entwickelt - gelingt dies, profitieren alle (und im Übrigen: gelingt es nicht, sitzen wir als allererster in der Patsche, eben weil viel investiert wurde - ein grandioses Druckmittel für uns selber).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wegfallen von Zwischenagenturen vermindert einen Streuverlust in der Kommunikation Künstler – Konsument, die letztlich das Wesentliche ist. Größtes Negativum freilich bleibt das Entstehen einer enormen Abhängigkeit – allerdings ist es ein Irrglaube, würde man meinen, die bestand in anderen Szenarien etwa gegenüber einer Plattenfirma nicht (abgesehen davon haben wir Mechanismen, die dieses Problem versuchen abzufedern).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Paradigmenwechsel.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Und hier setzt die Quintessenz der Stuttgarter Diskussionsrunde an. In den „goldenen Zeiten“ der Plattenfirmendominanz gab es Knebelverträge mit elendslanger Bindung, der A&amp;amp;R war König der Welt, wusste alles bestens, warf seinen Geldbeutel raus und ließ dem Künstler seine Allmacht spüren. Das Geld rauschte (im positiven Falle), der Künstler aber war ein „Produkt“ - und also ein Gegenstand, mit dem man arbeitete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch diese Erfahrungen geprägt, hat die Musikindustrie völlig vergessen, wer das eigentliche Kapital in diesem Spiel ist: Der Künstler. Dies zu verstehen, die Künstler zu respektieren und sich in einer Position wie der meinigen zurück zu nehmen und sich in erster Linie als Dienstleister zu begreifen – daran und an ihren Strukturen scheitern die großen Firmen heute viel mehr als etwa am bösen Downloader vor dem Computer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Angst vor der Demokratie.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Das Geld in der Musikindustrie ist nach wie vor da, es wird bloß anders verteilt. Und die „alten“ Firmen bekommen Angst, weil das Dogma ihrer Marktdefinitionsmacht zerbröckelt. Computer und Internet als potentiell größte Demokratisierungsapparate der Menschheitsgeschichte haben Künstler selbständiger, mutiger gemacht. Selbst produzieren, selbst veröffentlichen, selbst vermarkten – das ist heute möglich – und es sägt natürlich massiv an den Sesseln besagter „alter“ Industrie. Die Allwissenheit und –möglichkeit der Majors ist eine Geschichte von gestern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dennoch wird niemand – und meine Erfahrung zeigt: leider schon gar nicht Künstler – mit Know-How und Netzwerken geboren; das „selbst machen“ funktioniert daher natürlich auch heute nur bis zu einem (oder andersrum erst wieder ab einem) bestimmten Punkt. Wir sitzen also als „Musikarbeiter“ an einer neuralgischen Stelle, helfen dort weiter, wo das Vermitteln von Know-How, das Integrieren in Entscheidungsprozesse, das Ermöglichen von weiteren Schritten im Mittelpunkt steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Machtumkehr.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Der Künstler, der sich ins Büro setzt und sagt „Ich will ein Star werden“, um in der Folge zu warten, was mit ihm gemacht wird, ist ebenso von gestern. Im Gegenteil: er muss in diesem Modell ein aktiver Part sein. Er pflegt seine Social Networks, er ist der einzige, der authentisch vermitteln kann, wo die Reise hingehen soll. Also soll er, bitte! Labels, Verlage, Booker - sie werden trotzdem ihren Part spielen, der sich nun eben ein wenig anders gestalten muss als noch vor fünfzehn Jahren. The Times They Are A Changing. Die Menschen rund um ihn, die „Experten“, übernehmen den „professionellen“, wirtschaftlichen Teil dieser Mission; sie sind aber vorwiegend Begleiter, vielleicht Wegweiser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses neue Künstlerbild muss erst noch wachsen und in den Köpfen der Industriemenschen Platz finden – und, wenn man mir dies gestattet: Es wäre höchste Zeit. Eine Bindung wie diese setzt freilich enormes Vertrauen und einen großen Willen zur Fairness voraus. Dass das in klein gehaltenen Zellen wie unserer viel einfacher zu bewerkstelligen und kontrollieren ist, steht außer Zweifel. Und wie ein Schweizer Kollege anmerkte: das ist der schwerste Part, denn diese Industrie hat gelernt, sich wechselseitig so lange zu bescheissen, bis es jeder als normal empfindet, auch zu bescheissen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-5768500644347762826?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/5768500644347762826/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/05/alles-oder-nichts.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5768500644347762826'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5768500644347762826'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/05/alles-oder-nichts.html' title='Alles oder nichts.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-5696420909367879634</id><published>2009-01-19T20:20:00.005+01:00</published><updated>2009-01-21T12:09:21.165+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gedanken'/><title type='text'>Obama.</title><content type='html'>Nun ist er also wirklich Präsident.&lt;br /&gt;Allerorten wird von einer Zeitenwende und vom historischen Moment erzählt - und selbst so manch kühler Analytiker kriegt angesichts der Berichte und Geschehnisse rund um die Amtseinführung des 44. amerikanischen Staatsoberhaupts Gänsehaut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem. Hierzulande mischt sich in die bisweilen etwas seltsam anmutende Euphorie auch das klassische Jammern: Obama triefe bloß vor Pathos und Symbolik, werde die Erwartungen aber nie und nimmer erfüllen können; er ist ja doch nur eine Puppe im Theater der selben Akteure wie früher; der Hype um seine Person, seine Töchter, die Mode seiner Frau, seinen Blackberry, seinen zukünftigen Hund und seine Köchin ist überzogen, furchtbar und frei von jeglicher Bedeutung - und so weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch genau gegen diese Jammerei stellt sich Obama mit allem was er hat: Seiner Redekunst (und die Redenschreiber und PR-Berater, die ihn davor schon zum Vorwahl- und Präsidentschaftswahlsieger gemacht haben).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Auch nur ein Mensch&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wenn man näher über Politik als solche nachdenkt und sich sachte von der naiven Vorstellung entfernt, ein Mann/eine Frau könne "diesen Job" (alleine) machen und alles hänge von ihm/ihr ab, wird klar: Er/Sie ist der Nachrichtenüberbringer, der Verkäufer. Er mag die eine oder andere Route vorgeben und Idee haben, letztlich ist es aber immer ein großer Stab an Leuten, die entscheiden müssen. Und ja: Auch Politiker sind nur Menschen. Selbst Barack Obama ist kein gottgesandter Messias - was er bei seiner holprigen Eidesformel (die er sich nicht merken konnte) ein bisserl peinlich bewiesen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber die Menschen hoffen gerne, sie wollen gerade in Krisensituationen eine Schulter zum Anlehnen, eine Figur zum Aufschauen, einen Retter, einen Führer. Das kann sehr gefährlich sein, wie uns die Geschichte gelehrt hat, das kann aber auch eine große Chance sein. Was Persönlichkeiten wie Obama zu einer solchen Figur macht, ist im Wesentlichen aber bloß: Redefertigkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Angst oder Zuversicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Obama weiß, welch wichtige Rolle "der Kopf" spielt. Bestätigung findet er in der aktuellen Lage der Wirtschaft - eine Krise, die durch den Kopf ("Fantasie"-Geschäfte) entstanden ist und die im Kopf (Angst) wächst. Warum sollte man sie nicht auch mit dem Kopf (Hoffnung, Zuversicht) bewältigen können?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ängstliche Menschen geben in Zeiten wie diesen kein Geld aus und treiben also die Wirtschaft nicht an. Zuversichtliche, positive, hoffnungsfrohe Menschen schon (... sogar der Washington-Tourismus zur Inaugurationsfeier hat das gezeigt). Das vermittelte Gefühl, dass jeder etwas für eine "bessere Welt", für den Aufschwung, für die Veränderung tun kann und muss, erlebt ein Revival. Kennedy sagte einst: "Fragt nicht, was der Staat für euch tun kann; fragt, was ihr für den Staat tun könnt". Obama übersetzt diese Formel in die rhetorische Neuzeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Neo-Cons der Bush-Administration haben der These "Die Menschen sind dumm" entlang gearbeitet. Es war ihnen daher ein Leichtes, ihnen Angst zu machen, um ihnen gleichzeitig vorzugaukeln, sie beschützen zu können und sich an den Gründen der Angst (Terroristen) zu rächen. Das sollte den Inlandskonsum und den Patriotismus (und damit die Quasi-Abhängigkeit von Militär und deren vorwiegend republikanischen Machthabern und Einflüsterern) antreiben. Das Prinzip wird alleine der Wortwahl "Fear &amp;amp; Consumption" wegen wenig schmeichelhafte Erinnerungen hinterlassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obama dreht den Spieß um und sagt: Okay, wenn die Leute tatsächlich dumm sind (oder sich gerne als dumm verkaufen lassen), dann treiben wir sie doch wenigstens mit Hoffnung und Zuversicht zu Konsum. Und natürlich braucht es dazu Show und Rhetorik, ein bisschen Glamour und NLP als Mittel zum Zweck. Die Kritiker und Jammerer also frage ich: Ist es nicht legitim, die "Waffen" der "dunklen" Seite zu gebrauchen, um damit etwas Positives zu bewirken?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Monster&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ein bisschen erinnert das Ganze an den Trickfilm &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Monsters., Inc."&lt;/span&gt;, bei dem furchterregende Monster des Nächtens in Kinderzimmer eindringen und die Kleinen erschrecken - denn ihr Geschrei ist Energiespender, quasi der Strom für die Monsters-Zentrale. Zum Ende stellt sich heraus, dass das auch mit Späßen funktioniert und auch das Lachen der Kinder Energie erzeugt - und zwar sogar deutlich mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mir anlässlich der Inauguration alte Antrittsreden auf Youtube herausgesucht und fest gestellt, dass ein George Bush, ein Bill Clinton, ein John F. Kennedy oder ein Ronald Reagan im Wesentlichen immer vom Wechsel, von Erneuerung, von Neuanfang und von Veränderung gesprochen haben - und somit relativiert sich auch die gute Rede Obamas. Der Unterschied war, wie diese Rede aufgenommen und rezipiert wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und damit komme ich zurück zum Punkt: Die Macht des Wortes ist eine bisweilen deutlich unterschätzte. Um sie zu verstehen, muss man sich letztlich aber nur zwei Beispiele aus der Geschichte hervorholen: Auch Jesus war letztlich "nur" ein brillianter Redner. Er hat damit zweifelsohne viel bewirkt. Und dann war da im letzten Jahrhundert noch der Mann aus Braunau mit dem komischen Bart. Was über die Person selbst wirklich bekannt ist, lässt den Schluss zu: Er war an sich bloß ein klassischer Loser mit kruden Ideen. Er war leider auch ein mitreissender Redner.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Macht des Wortes ist eine bisweilen deutlich unterschätzte.&lt;br /&gt;Möge Obama mit seiner Mannschaft sie richtig nutzen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-5696420909367879634?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/5696420909367879634/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/01/obama.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5696420909367879634'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5696420909367879634'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/01/obama.html' title='Obama.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-1556497735387262695</id><published>2009-01-05T17:30:00.007+01:00</published><updated>2009-01-08T18:56:05.681+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rückblick'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Das Jahr 2008.</title><content type='html'>Es ist reichlich spät und höchste Zeit, das Jahr 2008 nochmal rasch Revue passieren zu lassen. Das gehört einfach dazu, ehe der geistige Zustand es erlaubt, sich vollends dem neuen Jahr - dem letzten des ersten Jahrzehnts des Milleniums - zu widmen. Ich schreibe das hauptsächlich einmal für mich, aber ihr seid herzlichst geladen, mitzudenken und zu -streiten über die Ereignisse anno 2008. Schon in geringer zeitlicher Distanz wird das hier "übrig bleiben".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Öl, Immobilien, Kreditkarten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Der Ölpreis steht mit seiner absurden Preisrallye - zunächst im Sommer bis auf über 140 Dollar, zuguterletzt auf unter 40 - für die sich immer mehr zuspitzende Groteske namens Weltwirtschaft. Doch die ist kräftig auf die Nase gefallen - und der einigermaßen neutrale Beobachter kann eine Portion Schadenfreude mitunter nicht verbergen. Sie hat sich in den letzten Jahren immer mehr um Spekulationen, um Finanzjongliererei und um Wettspiele gedreht und dabei auf die unendliche Konsumgeilheit einer Menschheit gezählt, die sich das in Wahrheit gar nicht leisten kann. Und somit scheitert dieses mitunter pervers anmutende System an seiner eigenen Überheblichkeit, Naivität und Gier. Als Konsequenz bestätigen sich ethisch-moralische No-Na-Lehren aus den letzten paar hundert Jahren Menschheitsgeschichte. Als erste Grundsatzlektüre in betriebswirtschaftlichen Universitätsfächern empfiehlt sich daher künftig etwa Goethes &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Faust&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic;"&gt;Fritzl, Haider, Obama.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Mehr Kopfschütteln? Aber bitte: Dass der wirtschaftliche Werteverfall im menschlich-emotionalen Bereich zu toppen ist, beweist das niederösterreichische Städtchen Amstetten, dessen traurige Berühmtheit es einem Wahnsinnigen zu verdanken hat. Die Unvorstellbarkeit der Taten von &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Josef Fritzl&lt;/span&gt; lässt die Größe des Universums geradezu greifbar erscheinen. Auf der anderen Seite der Alpen beweist ein Politiker seine "Menschlichkeit" auf fast tragikomische Weise: Mit 1,8 Promille, 142km/h und der entsprechenden Vorgeschichte in eine Ortstafel zu rasen und hernach als Quasi-Heiliger in den Kärntner Himmel entsandt zu werden, dass bedarf eines &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Jörg Haider&lt;/span&gt;. Wie man auch zu ihm stand, "prägend" war diese Figur in der hiesigen Politik allemal - nicht zuletzt auch in seinem letzten, großen Wahlkampf für die Nationalratswahl 2008 - die weniger erinnerungsträchtig ist und letztlich nur "more of the same" gebracht hat. Ganz anders in den USA, wo mit&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Barack Obama&lt;/span&gt; eine perfekt kommunizierte und kommunizierende Lichtgestalt zum Präsidenten gewählt wurde. Er wird seine Tonnen geernteten Lorbeers eher als Steigbügel denn als Ruhekissen nutzen müssen, um sich, seinem Land und der ganzen Welt einen kleinen Prozent dessen liefern zu können, was von ihm erwartet wird - und es ist zu hoffen, dass er dabei Erfolg hat. Sei´s wie es sei: Drei Personen, die auf unterschiedlichste Weise noch lange mit dem Jahr 2008 und seinen Geschehnissen in Verbindung stehen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Euro, Olympia, Kohl.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Im Sport picke ich ebenso einmal drei Ereignisse heraus, die prägend waren: Die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Fußball-Europameisterschaft&lt;/span&gt; in Österreich - getragen von Hoffnungen und Erwartungen sportlicher wie wirtschaftlicher Natur - war in all diesen Belangen letztlich typisch österreichisch: Irgendwie eh ok, wenn man genauer hinsieht eine Enttäuschung. Die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Olympischen Spiele&lt;/span&gt; in Peking habe ich nur am Rande mitbekommen, aber die Umrahmung des sich gebotenen Bildes war eben die chinesische Fassung des modernen Kommunismus - die Eindrücke aus meinem dezemberischen Vietnam-Aufenthalt waren erschreckend ähnlich. Wie gemein bis dummdreist Sport(ler) sein kann (können), bewies schließlich ein gewisser &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Bernhard Kohl&lt;/span&gt;. Vielleicht hat er die roten Punkte auf seinem Trikot, dass er während der Tour de France getragen hat, für Masern gehalten - und deshalb seinem Körper Medikamente zugeführt, die nicht so wirklich ins Blut eines Radfahrers gehören. Ob Systemfehler, Täter oder Opfer: Wen interessiert das wirklich?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hansi Lang, Christoph Moser, Heath Ledger.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Dass mit fortschreitendem Alter auch mehr Menschen aus dem Umfeld aus dem Leben scheiden, ist trauriges wie logisches Faktum. 2008 aber gab es Todesfälle in unmittelbarer Nähe, von nicht sonderlich alten wie auch wirklich jungen Menschen, die in Zukunft fehlen werden. Einigermaßen öffentlich wurde die Trauer um &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Christoph Moser&lt;/span&gt; (der just vor meiner Abreise nach Vietnam ebendort verunglückte), den langjährigen Vertriebsleiter von Hoanzl und eine der bedeutendsten Figuren in der österreichischen Musikszene. Tragisch war das Ableben von &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Hansi Lang&lt;/span&gt; (Schlaganfall im Studio) oder &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Heath Ledger&lt;/span&gt; ("unabsichtliche" Medikamenten-Überdosis im Zuge der Arbeit zu "The Dark Knight"). Eine leider viel zu lange Liste der "öffentlichen" Todesfälle hat &lt;a href="http://fm4.orf.at/hermes/225640/main"&gt;Hermes&lt;/a&gt; erstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Kid Rock, Jason Mraz, Chinese Democracy.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Musikalisch entwickelt die Musik mehr und mehr Gestrigkeit - oder es fällt im Alter von über 30 einfach leichter auf, was man schon alles gehört hat im Leben. Die Trendheischer spielen immer noch fett 80er - auf den Fotos, den Flyern, den Hosen und Röcken, und in der Musik selbst. Der wirklich kreative Stoff geht ihnen aber aus. Die großen Neuerer sucht man 2008 ziemlich vergebens, Acts wie &lt;span style="font-style: italic;"&gt;MGMT &lt;/span&gt;oder &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Hot Chip&lt;/span&gt; waren maßgeblich, aber schon letztes Jahr als solche vorhersehbar (siehe Rückblick 2007). Die hippe Welt wartet demnach auf einen Aggressionsausbruch á la Grunge, um sich vom sich immer mehr ins Kitschig steigernde zu befreien. Die Weltwirtschaftskrise spricht eher für noch mehr Schmalz und Knallfarbe - trotzdem: Kommt 2009.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansatzweise ´08 kam zumindest schon das Revival des trivialen Techno-Schlagers - ein erster Vorbote auf das Wiedererwachen der frühen 90er. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Drei Tage wach"&lt;/span&gt;, anyone? Auch seltsame Duettkonstellationen kennt man aus dieser Zeit - &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Alicia Keys &amp;amp; Jack White&lt;/span&gt; hätte man vor zwei Jahren nicht so schnell auf demselben Song vermutet, James Bond und die EURO (hat letztlich "Seven Nation Army" mit ein paar Jahren Verspätung sprichwörtlich Stadiontauglichkeit beschert und Herrn White unabsichtlich wie widerwillig in die erste Mainstream-Liga katapultiert) habens bewirkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus den "echten" Charts einigermaßen übrig bleiben wird der große kommerzielle Wurf, den &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Kid Rock&lt;/span&gt; mit seiner zusammengefladerten Nummer &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"All Summer Long"&lt;/span&gt; landete (meistverkaufte Single des Jahres); oder der erste Coca Cola-Song seit zwanzig Jahren, der wieder die Charts toppte (Jason Mraz´&lt;span style="font-style: italic;"&gt; "I´m Yours"&lt;/span&gt;); der spät aber doch erfolgte Anerkennungsschub für &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Amy Winehouse&lt;/span&gt; (bestverkauftes Album in Österreich 2008: das fast zwei Jahre alte &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Back to black"&lt;/span&gt;); deren Trittbrettfahrerin &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Duffy&lt;/span&gt; ("Mercy"); und wohl auch die nervige, aber clever vermarktete Braves-Girlie-macht-auf-böses-Mädchen-Nudel &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Katy Perry&lt;/span&gt; (&lt;span style="font-style: italic;"&gt;"I Kissed A Girl"&lt;/span&gt;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Österreichisches verschafft sich immer mehr Aufmerksamkeit und es brodelt mittlerweile ordentlich an allen Ecken und Enden. Ob wir allerdings je erleben, dass Ö3 hier ein wenig mehr Mut entwickelt und nicht nur auf (halt jetzt einen Deut mehr) Durchschnittsware zurückgreift, bleibt jedoch fraglich. Ich prophezeie dennoch die große "Explosion" des einen oder anderen Acts 2009.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuguterletzt meine persönlichen &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ohrwürmer&lt;/span&gt; aus diesem seltsamen Jahr, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, Genialität oder massiver künstlerischer Besonderheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;01 Sex On Fire / Kings Of Leon&lt;br /&gt;02 Falling Slowly / The Swell Season&lt;br /&gt;03 Oxford Comma / Vampire Weekend&lt;br /&gt;04 That´s Not My Name / The Ting Tings&lt;br /&gt;05 Jigsaw Falling Into Place / Radiohead&lt;br /&gt;06 I Can See You / Rex The Dog&lt;br /&gt;07 I Will Possess Your Heart / Death Cab For Cutie&lt;br /&gt;08 Don´t Mess / Juvelen&lt;br /&gt;09 Ready For The Floor / Hot Chip&lt;br /&gt;10 Heartbeat / Nneka&lt;br /&gt;11 Quizshows / Ja, Panik&lt;br /&gt;12 None Of The Above / Paper Bird&lt;br /&gt;13 Back In Your Head / Tegan &amp;amp; Sara&lt;br /&gt;14 Time To Pretend / MGMT&lt;br /&gt;15 Dance Wiv Me / Dizzee Rascal ft. Calvin Harris&lt;br /&gt;16 Somewhere Else / Asha Ali&lt;br /&gt;17 You Don´t Know Me / Ben Folds &amp;amp; Regina Spektor&lt;br /&gt;18 I Woke Up Today / Port O´Brien&lt;br /&gt;19 Architect / dEUS&lt;br /&gt;20 Gospel With No Lord / Camille&lt;br /&gt;21 Dancing Ships / Francis International Airport&lt;br /&gt;22 Det Snurrar I Min Skalle / Familjen&lt;br /&gt;23 Five Years Time / Noah And The Whale&lt;br /&gt;24 White Winter Hymnal / Fleet Foxes&lt;br /&gt;25 Because / Madita&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Alben auf Dauerrotation&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;01 Vampire Weekend / Vampire Weekend&lt;br /&gt;02 In Rainbows / Radiohead&lt;br /&gt;03 The Taste And The Money / Ja, Panik&lt;br /&gt;04 Only By The Night / Kings Of Leon&lt;br /&gt;05 Obituary For A Lost Mind / Marilies Jagsch&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-1556497735387262695?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/1556497735387262695/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/01/das-jahr-2008.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/1556497735387262695'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/1556497735387262695'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/01/das-jahr-2008.html' title='Das Jahr 2008.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-7359118202262114391</id><published>2009-01-01T13:02:00.001+01:00</published><updated>2009-01-21T11:02:48.121+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Suedostasien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Laos'/><title type='text'>Indiana T. und der letzte Kreuzzug</title><content type='html'>Noch zwei Tage stehen uns auf südostasiatischem Boden ins Haus - und die stehen bereits intensiv im Schatten der Heimreise. Wir nehmen den Bus von Luang Prabang nach Vientiane. 8 Stunden soll er für die idyllische Strecke auf der einzig wirklich gut ausgebauten Straße des Landes, der "Road 13" brauchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Name "VIP Bus" darf nicht über das Faktum hinwegtäuschen, das wir in einem nicht ganz neuen Modell eines chinesischen Busunternehmens sitzen, als wir kurz vor 9 das Transportmittel unserer Wahl besteigen. Immerhin gibts Air Condition, einen Fahrer, eine kleine Gratisration Trinkwasser und eine buseigene Toilette - und wir Glückspilze haben noch dazu die Plätze direkt beim Abgang dorthin erwischt. Die eher grausigen Details dieses Abortes erspare ich euch, der Geruch war lästig genug. Und die Strecke, die war wirklich idyllisch wie ein Donauwalzer zu Neujahr. Vor allem fühlte sich die Fahrt durch nicht gezählte, aber gut geschätzte 7500 Kurven bei tausenden Höhenmetern auf und ab auch ein bisschen wie eine Busfassung davon an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der wirklich wunderschönen Urwaldlandschaft, der beeindruckenden Berge und vielen Eindrücke zum Trotz ist mir jedenfalls etwas passiert, was mir noch nie davor passiert war: Reiseübelkeit. Nach zwei Stunden, in denen es mir blendend ging, wars mit der guten Laune vorbei. Und da der Trip anstelle von den angekündigten acht letztlich ELF Stunden gedauert hat, war dieser Tag prächtig lang für mich, während meine werte Reisebegleitung sanft schlafend Erholung fand. Uha.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angekommen in Vientiane gings quasi direkt ins Bett, der nächste Tag sollte auch noch anstrengend genug werden. Wir kommen pünktlich zwei Stunden vor dem geplanten Ablfug nach Hanoi am Flughafen an und wollen einchecken, als wir mit der Neuigkeit konfrontiert werden, dass wir für den Rückflug noch ein Visum brauchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drei Quellen hatten uns im Vorfeld unabhängig voneinander bestätigt, dass dies nicht der Fall sein wird, weil wir über Hanoi und Ho-Chi-Minh-City als Transitpassagiere direkt nach Frankfurt und von dort nach Wien weiterfliegen sollten. Und diese Quellen waren u.a. die Fluglinie Vietnam Airlines selbst. Nun aber machte man uns mit der uns bereits bekannten laotischen Gemütlichkeit (in diesem Fall eindeutig was negatives) klar, dass das so nicht sei, weil wir innerhalb Vietnams von "International" auf "Domestic" wechseln müssen. De facto hieß das am Flughafen Hanoi auschecken, einen Stock tiefer gehen und wieder einchecken. Und dafür noch ein Visum??? Wir wollen schon die österreichische Botschaft einschalten, doch haben wir übersehen, dass es in Laos kein Roaming für unser Netz gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so wird heftig gestritten - unser ursprüngliches Vietnam-Visum war bei der erstmaligen Ausreise aus dem Land natürlich "gebraucht" und damit trotz Dauer bis 7.1. abgelaufen. Nun standen wir ganz schön blöd da, ging es doch darum, auch die jeweiligen Anschlußflüge in drei weiteren Städten zu erwischen. In Wien dauerte es drei Tage, ein Visum für Vietnam zu erhalten, und kostete enorm viel Geld (72 Euro!). Die Erklärung, wir sollten uns doch einfach in der Botschaft noch ein Visum besorgen und drei Tage anhängen, macht mich entsprechend gebuchter und bestätigter Flugtickets also eher rasend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während mein Aggressionspegel und meine Lautstärke zusehends mehr wurden, hebt unsere Maschine nach Hanoi ab - ohne uns, denn wir würden ohnehin nur wieder auf eigene Kosten nach Vientiane abgeschoben werden (!).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Glücklicherweise gab es um 18:10h noch eine Maschine und unsere lautstarken Beschwerden haben beim nicht besonders fähigen Personal in Vientiane zumindest dazu geführt, dass wir auf diese Maschine umgebucht werden. Nutzt aber ohne Visum nichts. Vor allem, weil der Flug Hanoi-HCMC um 18:35h geht und damit naturgemäß versäumt werden würde. Doch auch da gibts einen zweiten Flug um 20:35h. Allerdings könne er die Tickets dafür nur auf Standby kriegen und uns keinen Platz im Flieger garantieren, sagt uns der Laos-Vertreter von Vietnam Airlines. Und Visum haben wir ja ohnehin keines.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht fliegen wir einfach einen Tag später direkt nach Ho-Chi-Minh-City, dann bräuchten wir nicht auf Domestic wechseln und damit auch kein Visum beantragen? Nein, erkläre ich ihm, denn da gibt es keine Anschlußflüge nach Europa - für weitere vier Tage. Und über Hanoi nach Frankfurt fliegen, am nächsten Tag? Geht auch nicht, weil der Flug bereits voll ist und von uns extra bezahlt werden müsste... ich denke ja gar nicht daran!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwölf Flüge hatten wir bis dahin bereits mit dieser Airline gebucht, erkläre ich dem schon leicht nervösen Herren. Und dann dieser Fauxpas. Unser nunmehr schon ständiger Begleiter am Flughafen hat jetzt aber erstmal Hunger und geht in Mittagspause. Laotische Gemütlichkeit, eh scho wissen. Nach seinem Mahl hat ers aber dann doch auch eilig. Normalerweise träte er seinen Dienst erst um 15:30h an, erklärt er uns, aber in unserem Fall hat er eh schon eine Ausnahme gemacht. Und daher, bietet er uns an, flitzt er zur Botschaft - er kennt da wen - und besorgt uns ein Express-Visum. Kostet nur 60 Dollar und geht schnell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil uns nicht viel Zeit und noch weniger Wahl bleibt, schicken wir ihn mit unseren Pässen und dem Geld fort, warten fast zwei Stunden und werden auch schrittweise nervöser. Doch er kommt tatsächlich zurück und wir können die wahnwitzige Reise antreten. Zweitoptionsflug nach Hanoi, dort 80 Minuten um auszuchecken, Immigrationsstelle passieren, Gepäck holen, in den anderen Terminal rein... und dann draufkommen: Wir haben ja noch gar keine Tickets! Der Schlaumeier konnte uns diese ja nicht umbuchen und bestätigen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Glücklicherweise ist das Personal in Vietnams Hauptstadt freundlich, hilfsbereit und auch ein wenig unbürokratischer. Ein paar Minuten des Bangens während des Hörens vietnamesischer Diskussionen zwischen dem Airlinepersonal später haben wir tatsächlich einen Flug umgebucht. Was für ein Spektakel ein für Europäer so normales Unterfangen doch sein kann. Kurz vor Ende der Check-In-Zeit schaffen wir es also, unser Gepäck nunmehr bis Wien durchzuchecken und in den Zweitoptionsflug nach HCMC zu setzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dort angekommen, bleiben uns wiederum nur 70 Minuten Zeit, um vom Domestic in den International Terminal zu wechseln, formell wieder aus Vietnam auszureisen und unser Visum den verwunderten Behörden nach zwei Stunden Vietnam-Aufenthalts wieder abstempeln zu lassen. Und das klappt genau in der Zeit, sodaß wir tatsächlich kurz vor Mitternacht und also Jahreswechsel in der richtigen Maschine nach Frankfurt sitzen. Hallelujah!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erschöpft und erleichtert stellt Nora fest, dass diesmal im Gegensatz zum Anflug keine Kleinkinder unter den Passagieren zu sein scheinen und wir uns eine Portion Schlaf gönnen können. Sie hatte jedoch einen kleine Quälgeist übersehen, der nicht sonderlich gut aufs Fliegen zu sprechen scheint - und justament drei Reihen vor mir sitzt und den ganzen 13stündigen Flug durchschreit, als wäre es eine Opernaufführung perpetuum mobile.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ankommen tun wir trotzdem, und erwischen sogar auch den letzten Anschlußflug nach Wien - gerade noch. Das wir in der Zwischenzeit achtmal durch alle Zeitzonen durch Neujahr gefeiert haben hätten können - wurscht. Dahoam is dahoam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.at/hannes.tschuertz/KambodschaVietnamLaos#"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ausgewählte Fotos aus vier Wochen Südostasien.&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-7359118202262114391?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/7359118202262114391/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/01/indiana-t-und-der-letzte-kreuzzug.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/7359118202262114391'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/7359118202262114391'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2009/01/indiana-t-und-der-letzte-kreuzzug.html' title='Indiana T. und der letzte Kreuzzug'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-4628179337866523036</id><published>2008-12-29T14:04:00.003+01:00</published><updated>2009-01-21T11:02:48.121+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Suedostasien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Laos'/><title type='text'>Luang Prabang.</title><content type='html'>Ich muss einige "Vorurteile" zurücknehmen. Der Flughafen von Vientiane hat neben dem Internationalen Teil auch einen Domestic-Teil und der ist ein besserer Busbahnhof. Unser Abflug nach Luang Prabang ist spontan um eine Stunde vorverlegt worden, wir kommen somit gerade noch rechtzeitig um direkt aufs Flugfeld zu hatschen und in die dann gar nicht sooo alte und klapprige Propeller-Maschine zu steigen. Ein sanftes Abheben und einen schönen, kurzen Flug über wunderschöne Landschaft später sind wir am Ziel und werden mit einem ganztägigen Regenguß begrüßt. Sei´s drum, wir haben uns bereits entschlossen, hier ein paar Tage zu bleiben und erst am 30. Dezember direkt per Bus retour nach Vientiane zu fahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luang Prabang, zu monarchischen Zeiten bis in die 70er-Jahre die Residenz des laotischen Kaisers, ist zauberhaft. Gerade einmal 30.000 Einwohner; geschmückt mit vielen, bunten Wats, hunderten orange betuchten Mönchen und Novizen. Hier gibt es zwangsläufig viel zu sehen und zu erleben. Am ersten vollen Tag "erledigen" wir zahlreiche Tempel samt Tempelberg Phou Si, den alten Kaiserpalast und genießen die Atmosphäre der Hauptstraße mit ihrem belebten Nachtmarkt und einer Unzahl an fesch ausgestatteten Cafés und Restaurants - und wir legen das Programm für die nächsten beiden Tage fest. Abends besuchen wir in einem Jugendzentrum ein Tanz- und Puppentheater, dass aus einem Sozialprojekt entstanden ist. Hier werden zu Beginn nach buddhistischem Brauch Bänder geweiht und uns als Glücksbringer für das neue Jahr um das Handgelenk gebunden. Nehmen wir gerne :-).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da nämlich übersiedeln wir rund 15km ostwärts in ein echtes Dschungelcamp. Ich bin kein Star, also muss ich hier auch nicht rausgeholt werden: Wir sind hier per Tuktuk eine Stunde rausgefahren, um uns in die natürliche Umgebung der hier ansässigen Elefanten zu begeben. Laos hieß früher ganz offiziell "Land der Millionen Elefanten" - nur noch wenige tausend sind davon übrig. Von denen wiederum sind oder waren viele lange Zeit als "Nutztiere" in der Forstwirtschaft unter oftmals harten und quälerischen Bedingungen im Einsatz. Wohltuend dagegen die "Arbeit" die sie nun haben: Touristen auf ihren Rücken eine Runde durch die Gegend zu schleppen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die anfängliche Skepsis (von wegen Tierquälerei) weicht in den zwei Tagen unter Elefanten und ihren Betreuern sichtlich großer Begeisterung. Die Tiere haben ganz offenkundig großen Spaß - und wir auch. Wir reiten zunächst als Begleiter auf einer königlichen Bank am Rücken, dann höchstselbst im Nacken, spüren ein wenig Jurassic Park-Atmosphäre und füttern sie mit Bananen, Bambus und Zuckerrohr. Wir lernen die wichtigsten Kommandos und werden dabei ständig von den "Hütern" der Elefanten, den Mahouts, sowie unserem persönlichen Führer Pat begleitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einer Elefanten-"Pause" fahren wir mit einem kleinen Transportboot den Nam Khien-Fluss entlang zum Tad Sae-Wasserfall, der zwar in seiner Größe nicht mit seinen isländischen oder österreichischen Kollegen mithalten kann, dafür aber anders zu beeindrucken weiß: Über viele kleine Steine und Inselchen lässt sich der Wasserfall in zahlreiche kleine Becken herab und bildet "Pools", in denen man sich auch vorzüglich abkühlen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein rundherum tolles Erlebnis wird abgerundet durch die kleine Holzhütte, in der wir die ruhigste Nacht des Urlaubs verbringen - und das umringt von einer beeindruckenden Sternenkulisse. Das Weltall und der gerade aus der Neumondphase getretene Erdtrabant sind mir noch nie in meinem Leben so dreidimensional erschienen, haben mich noch nie so derart gefesselt wie hier. Die unendliche Tiefe des Raumes wird hier spür- und greifbar. Auch in Mitteleuropa gibts schöne Sternenhimmel, aber das hier ist eine Kategorie drüber. Es ist anders, es ist fantastisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag baden und schrubben wir die 40 bis 60jährigen Elefanten-Damen nach einem frühmorgendlichen Ritt aus dem dschungeligen Elefantencamp im Nam Khien und brechen gegen Mittag schweren Herzens wieder Richtung Stadt auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends decken wir uns am Nachtmarkt noch mit diversen Textilien und Decken ein und finden langsam großen Spaß am laotischen Nationalsport: Handeln. Morgen beginnt dann die mühselige, mehrteilige Rückreise ins Heimatland. Dranbleiben :-)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-4628179337866523036?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/4628179337866523036/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/luang-prabang.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/4628179337866523036'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/4628179337866523036'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/luang-prabang.html' title='Luang Prabang.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-6800047373177910576</id><published>2008-12-26T04:48:00.004+01:00</published><updated>2009-01-21T11:02:48.122+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Suedostasien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Laos'/><title type='text'>Vientiane.</title><content type='html'>Heuer mischen wir europaeische und anglikanische Weihnachtstradition auf unsere ganz eigene Art und Weise: Waehrend wir am 25. Dezember um 5 Uhr frueh aufbrechen (zu einer Zeit, wo Santa Claus schon die Socken gestopft hat), ist es in Westeuropa noch Heilig Abend. Wie auch immer, bei uns steht der Weiterflug nach Laos auf dem Programm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun bin ich als geschichtlich und geografisch keinesfalls uninteressierter Mensch vor dieser Reise nicht in der Lage gewesen, genau und gesichert die Hauptstadt und Regierungsform dieses Landes zu nennen. Als einziges Binnenland in Suedostasien von China, Vietnam, Kambodscha und Thailand umarmt, gilt Laos als einer der aermsten Plaetze der Welt, aber auch als eine Art riesiges Freilichtmuseum fuer eine ganze Menge Kultur und Landschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hauptstadt, das ist jedenfalls &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Vientiane&lt;/span&gt;. Und als wir hier ankommen erwartet uns ein hochmoderner, sauberer, professioneller Flughafen, an dem sich die Kollegen in Ha Noi auch noch eine Scheibe abschneiden koennten. Und das, obwohl auch dieser Staat unter einer kommunistischen Einparteienlandschaft, aehm, florieren darf. Die Stadt selbst ist wie ein lauthals schreiender Witz in Richtung Vietnam. Sie zaehlt gerade einmal 250.000 Einwohner, strotzt nur so vor Ruhe im Vergleich zu den Metropolen des grossen Nachbarn und wirkt zu keinem Zeitpunkt wie die Hauptstadt eines Landes mit der Flaeche von Grossbritannien. Keine lauten Hupen, kein Gestank, dafuer aber eine herzerfrischende Optik mit dezent, aber geschmackvoll dekorierten Baeumen und stilvoll eingerichteten Cafes am Strassenrand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei aller Armut, die das BIP wohl ausdrueckt, fahren die Menschen hier wenn, dann vornehmlich (fette) Autos statt Mopeds, haben anders als in Vietnam sogar Supermaerkte und keine Restaurants am Gehsteig. Der "Fortschritt" ist hier zweifellos angekommen, er geht aber ruhiger, ausgeglichener und (wie die Lao selbst betonen:) oekologischer vonstatten. Eine wahre Wohltat nach dem Turbo-Tigerstaat Vietnam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In unserem "Guesthouse" im Stadtzentrum angekommen muessen wir noch ein wenig auf den Bezug unserer Zimmer warten, dafuer treffen wir eine seit Jahren in Ha Noi lebende Amerikanerin. Beim Kaffee erfahren wir viele Dinge ueber Vietnam, die uns oftmals kopfnicken lassen und uns in vieler unserer Einschaetzungen bestaetigen. Wir erfahren auch viel ueber Laos, ueber unser kuenftiges Ziel Luang Prabang und ueber das Wertschaetzen der angesprochenen Ruhe in diesem Land. Eine hoechst wertvolle und informative Begegnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Streifzug durch die Stadt fuehrt uns zu einigen &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Wats"&lt;/span&gt; (buddhistische Tempelanlagen), fuer die Vientiane und Laos bekannt sind. Dazwischen besteigen wir auch die laotische Fassung des Pariser Triumphbogens - sehr lohnend. Das Highlight stellt aber das &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;That Luang&lt;/span&gt; dar. Ganz in goldene Farbe getaucht, ist es die wichtigste buddhistische Pilgerstaette des Landes. Maechtig und doch dezent, ragt es 45m hoch in Form einer buddhistischen Grabesstaette - der Legende nach ueber dem hier ruhenden Brustbein Buddhas. Eine voellig andere Wirkung als noch tags davor bei Onkel Ho in Ha Noi.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://lh6.ggpht.com/_j17dCPX-_M0/SVRggs-XXzI/AAAAAAAAAG0/WnaWoZVeMd4/s800/IMG_3549.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 800px; height: 600px;" src="http://lh6.ggpht.com/_j17dCPX-_M0/SVRggs-XXzI/AAAAAAAAAG0/WnaWoZVeMd4/s800/IMG_3549.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vor dem That Luang.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center; font-style: italic;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://lh6.ggpht.com/_j17dCPX-_M0/SVRggRHIquI/AAAAAAAAAGs/BW4I5_Tp47w/s800/IMG_3542.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 800px; height: 600px;" src="http://lh6.ggpht.com/_j17dCPX-_M0/SVRggRHIquI/AAAAAAAAAGs/BW4I5_Tp47w/s800/IMG_3542.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ein bissl Paris, ein bissl Asien: Patu Xay in Vientiane.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Tief beeindruckt folgen wir dem Ratschlag unseres Laos-Fuehrers in ein entlegenes Wat, um uns in die Krauetersauna zu schmeissen und eine Massage zu goennen, wir hatten ja einen langen,  harten Tag... Die angekuendigten Nonnen im Kloster finden wir nicht, dafuer aber eine tuechtige Geschaeftsfrau, die das Konzept zum doppelten Preis genauso anbietet. Nachdem wir uns aber nach dem Koriander-Dampfbad eher wie gerauecherter Lachs fuehlen und die Massagen durch kurzfristig abgeworbene TukTuk-Fahrer beim Zuschauen nicht besonders einladend aussehen, fluechten wir bald wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Abendessen am Mekong-Flussufer mit Blick auf die gegenueber liegende, bereits thailaendische Stadt, ist grossartig, aber extrem scharf. Klar... wie Sprache und Schrift ist auch die kulinarische Kultur hier schon eher thailaendisch gefaerbt ;-) Am Stephanitag gehts weiter nach Luang Prabang, eine den Berichten zufolge noch verschlafenere Stadt, die aber viel zu bieten hat. Wir freuen uns sehr darauf, wenngleich der Flug mit der alten, kleinen, klapprigen Propeller-Maschine der "Lao Aviation" wohl eher abenteuerlich werden wird... we'll see!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-6800047373177910576?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/6800047373177910576/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/vientiane.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/6800047373177910576'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/6800047373177910576'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/vientiane.html' title='Vientiane.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh6.ggpht.com/_j17dCPX-_M0/SVRggs-XXzI/AAAAAAAAAG0/WnaWoZVeMd4/s72-c/IMG_3549.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-8216380525015637711</id><published>2008-12-24T08:26:00.005+01:00</published><updated>2009-01-21T11:02:48.122+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Suedostasien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vietnam'/><title type='text'>Ha Noi &amp; Ha Long Bay</title><content type='html'>Der Vietnam-Trip biegt in die Zielgerade und uns steht zunaechst einmal ein kleiner Trip durch die Altstadt von Ha Noi ins Haus. Nur: Die "Cyclos" hier durch die engen Strassen zu steuern ist nochmal ein Eck stressiger und unanangenehmer als in Sai Gon und daher auch weniger lustig. Die Fahrer sind unfreundlich und ungeschickt und vermiesen uns ein wenig die Laune, zu Fuss gehen waere die bessere Option gewesen, wie wir spaeter feststellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch den belebten Nachtmarkt der Hauptstadt retour Richtung Unterkunft wandern und sich so nebenbei ein paar Suessigkeiten und Reis mit Gemuese auf einem der Staende holen, das war ein interessantes Erlebnis und hat uns ein bisschen echtes Vietnamesisches Lebensgefuehl aufsaugen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir bekommen das "Wasserpuppentheater" zu sehen, ein programmiertes Highlight hier. Witzig, liab, sollte man durchaus auch einmal gesehen haben, sowas. Vor allem weil sich hier ueberraschenderweise die Urspruenglichkeit nicht komplett vom angestrebten Massentourismus aushebeln hat lassen wie an anderen Schauplaetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach goennen wir uns einen Cocktail auf einer Dachterassen-Bar mit Blick auf die Altstadt und den dazugehoerigen See. Ein kleiner Vorgeschmack auf viel mehr Wasser am naechsten Tag, wo wir nach dreistueniger Busfahrt die &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ha Long Bay&lt;/span&gt; erreichen. Diese unbeschreibliche Bucht im Nordosten Vietnams hat in der Landessprache den Namen "herabsteigender Drache" - und man lernt schnell verstehen, warum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rund 3000 kleine und kleinste Inselchen versammeln sich majestaetisch vor der Kueste, und das Durchcruisen dieser bizarr anmutenden Steinlandschaft mit einem kleinen Ausflugsboot (auf dem wir auch exzellentes Essen serviert bekommen und uebernachten) ist wie das Durchkreuzen eines surrealen Filmsets. Wir kommen an schwimmenden Fischerdoerfern vorbei und besuchen die Sung Sot-Grotte, eine riesige Hoehle aehnlich einer Tropfsteinhoehle inmitten einer dieser vielen Inseln. Ausserdem gibts eine auesserst nasse, aber lustige Kajak-Fahrt in die Jungferngrotte.  Hier waeren wir gern noch viel laenger geblieben, die Bilder im Kopf werden uns ohnehin noch lange in Erinnerung bleiben. Die Natur kann halt dann doch einiges...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Hanoi haelt man zwar touristisch bedingt, aber sonst eher weniger den Heiligen Abend hoch. So vergeht dieser Tag, an dem sonst Licht ins Dunkel geschaut wird, ohne spektakulaere Last-Christmas-Orgien. Dafuer gucken wir uns Ho Chi Minhs Mausoleum (mit dem bizarren Anblick der einbalsamierten Leiche des Staatsvaters), Haus und Praesidentenpalast an, weil das ja dann doch sein muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und zuguterletzt haben wir ein fantastisches Mittagessen in einem No-Choice-Restaurant. Es gibt dort nur eine Speise, die aber ist einmalig: ein am Tisch stehender Holzkohlengrill koechelt einen Topf mit reichlich leckerem Fisch und vielen Kraeutern (plus Nudeln, Erdnuesse und weitere Kraeuter fuer alle am Tisch) - unser Weihnachtsessen, quasi.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr zu Vietnam, vor allem eine Beurteilung der gesammelten Eindruecke (die bei allen Abenteuern und Schoenheiten dieses Landes durchaus ambivalent waren) - dann nach unserer Rueckkehr...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorher aber ab nach &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Laos&lt;/span&gt;. Wir haben gestern gerade noch Tickets ergattern koennen und werden am Weihnachtstag (25.) nach &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Vientiane&lt;/span&gt;, die laotische Hauptstadt, fliegen. Von dort weiter nach &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Luang Prabang&lt;/span&gt; (Flug), wo wir einige Tage bleiben werden. Den Weg retour werden wir mit dem Bus wagen, mit einem Zwischenstopp in &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Vang Vieng&lt;/span&gt;, womit wir dann auch die Hauptattraktionspunkte im an landschaftlichen wie kulturellen Hoehepunkten nicht armen Laos in unsere Reise eingebaut haben sollten. Nennen wir es positive Aufregung, was in uns vorgeht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, und: Frohe Weihnachten auch!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-8216380525015637711?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/8216380525015637711/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/ha-noi-ha-long-bay.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/8216380525015637711'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/8216380525015637711'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/ha-noi-ha-long-bay.html' title='Ha Noi &amp; Ha Long Bay'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-1415730542387595086</id><published>2008-12-20T11:54:00.003+01:00</published><updated>2009-01-21T11:02:48.123+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Suedostasien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vietnam'/><title type='text'>Hue.</title><content type='html'>Im ehemals kaiserlichen &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hue&lt;/span&gt; haben wir zum ersten Mal wirklich Pech mit dem Wetter. Es regnet seit zwei Tagen unaufhoerlich. Angesichts der Lage knapp noerdlich der als "Wetterscheide" dienenden Gebirgskette aber auch nicht weiter verwunderlich. Nichtsdestotrotz stehen die Zitadelle samt "Verbotener Stadt", das Mausoleum eines ehemaligen Kaisers  (eher ein riesiger Park), historische Pagoden und dergleichen auf dem Programm. Zum Spasz gibts des weiteren ein "Royal Dinner", bei dem wir in die Klamotten der frueheren Kaiser und deren Gefolgschaft gesteckt werden und dazu von einer Kapelle mit entsprechend alten Instrumenten und Volksliedern begleitet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Waehrend man als "geschichtsverwoehnter" Europaer auf einigermaszen gepflegte Prachtbauten aus vielen hundert Jahren zurueckblicken kann, ist man hier maechtig stolz auf Bauten, die gerade einmal 120 bis 200 Jahre alt sind - dafuer aber fuer uns eher wirken, als waeren sie aus dem tiefsten Mittelalter. Sie sind zumeist recht stark verfallen oder zerstoert.  Das Klima, die vielen Kriege, und der erst sehr sehr spaet (1993) entdeckte Wille der Kommunisten, dieses "Weltkulturerbe" (als solches ist praktisch die ganze Stadt bei der Unesco vermerkt) zu schuetzen und zu erhalten haben dazu beigetragen. Dabei sind die Bauten erst seit 1945 (!) nicht mehr in Verwendung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unfassbar ist das vor allem dann, wenn man die ebenfalls mittelalterlich anmutenden Geschichten dazu hoert: Wie und wieviele Konkubinen "gehalten" wurden, welche Raenge es gab, dass der Koenig von so gut wie niemandem angesehen werden durfte, welches Erziehungssystem im Kaiserreich herrschte und so weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Stadt selbst ist vergleichsweise langweilig. Kann aber auch nur am Wetter liegen, an dem auch die Laune ein bissl dranhaengt. Wie auch immer, morgen brechen wir schon wieder auf. Das Ziel ist die Hauptstadt &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hanoi&lt;/span&gt;, die auch der vorlauefige Endpunkt des Vietnam-Trips sein wird, davor aber noch den Ausgangspunkt fuer weitere Erkundungsreisen - etwa in die Ha-Long-Bucht - darstellt. Da wirds dann eher schwer mit Internetz. Deshalb schon mal vorsorglich: Frohe Festtage. Wir haben ja noch elf Tage vor uns :-)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-1415730542387595086?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/1415730542387595086/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/hue.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/1415730542387595086'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/1415730542387595086'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/hue.html' title='Hue.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-4578636839126458809</id><published>2008-12-18T08:41:00.005+01:00</published><updated>2009-01-21T11:02:48.124+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Suedostasien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vietnam'/><title type='text'>Hoi An.</title><content type='html'>Drei Tage fuer eine Kleinstadt wie &lt;strong&gt;Hoi An&lt;/strong&gt; auf seiner Reise durch Vietnam vorzusehen, mag anfangs etwas uebertrieben scheinen. Mittlerweile fuehlen wir uns aber dafuer bestaetigt und hier schon richtig heimisch. Kleine Strassen, ein belebter Markt, eine gemuetliche Groesse und wiederum auesserst stylish eingerichtete Bars, Cafes und Restaurants... Hoi An hat was. Die frueher bluehende Handelsstadt scheint die letzten 200 Jahre verschlafen zu haben - und profitiert daher von den japanischen, chinesischen und franzoesischen Einfluessen von damals mit einem immer noch bestehenden, charmanten Altstadtcharakter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hauptsache sind aber die vielen &lt;em&gt;tapferen Schneiderlein&lt;/em&gt; in der Stadt. Es gibt eine schier unueberschaubare Menge an Geschaeften und Schneidereien, die zu unfassbar guenstigen Preisen bei ausgesprochen hoher Qualitaet binnen eines Tages jedes beliebige Muster, jedes Foto, jede Skizze, jeden Katalogausschnitt zu einem handgefertigten Kleidungsstueck mit selbst gewaehltem Stoff in der Lieblingsfarbe verarbeiten. Fragt besser nicht nach Copyrights.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nora hat einen Tag mit leichtem Fieber (... die ewigen viel zu stark eingestellten Klima-Anlagen... ) dank einer kraeftigen Dosis Paracetamol schnell und gut ueberstanden und sich dafuer umso heftiger dem Einkaufsfieber ergeben. Das Ergebnis sind geschaetzte siebzehn Hosen, dreiundzwanzig Kleider und zwoelf Maentel... oder so. Aber selbst ich habe mich hinreissen lassen und einen tiptop-sitzenden Anzug und eine laengst faellige Winterjacke abgestaubt. Erwartet eine spektakulaere Post-Einkaufsrausch-Modeschau! Ich hoffe hingegen, dass uns nicht der Zoll- und Grenzschutz erwartet *g*. Denn neben am Koerper sitzenden Textilien gibt es hier auch noch jede Menge weitere Verwertungsmoeglichkeiten fuer das Zeug, zum Beispiel auf feschen asiatischen Lampen. Haben wir auch ein paar, jetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazwischen haben wir uns einen kleinen "Kochkurs" fuer vietnamesische Kueche gegoennt. Eine ausgesprochen spaszige Angelegenheit mit wirklich vielen nuetzlichen Tipps fuer Zuhause. Das sollte dem zurueckgebliebenem Heimatvolk ueber kurz oder lang auch zugute kommen *g* .&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos Essen. Hier gibt es nicht nur die klassisch-asiatische Kueche, sondern auch die von der franzoesischen Kolonialzeit beeinflusste Sueszspeisen-Abteilung. Und so kommt es, dass wir in einer phantastischen Patisserie (The Cargo Club) eine laengst faellige Dosis leckersten Schokokuchen bekommen haben. Jetzt eben kommen wir aus einer schicken Lounge mit Café-del-Mar-Lebensgefuehl und –Musik namens "lo": Essen und Trinken im Liegen, in einem mit sehr viel weiss stilsicher ausgestatteten Plaetzchen mit Blick auf den Fluss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen gehts per Bus weiter in die alte Kaiserstadt &lt;strong&gt;Hue&lt;/strong&gt;. Soll auch schoen sein, aber nicht ganz so viele Shoppingmoeglichkeiten haben. Fuer die zu tragende Gepaeckmenge vielleicht ein Vorteil. Zuerst aber nochmal zurueck in den Shop, sagt Nora. Mindestens noch eine Tasche kaufen, wo der ganze Krempel reinpasst...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-4578636839126458809?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/4578636839126458809/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/hoi.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/4578636839126458809'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/4578636839126458809'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/hoi.html' title='Hoi An.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-7686598422748458310</id><published>2008-12-16T12:06:00.003+01:00</published><updated>2009-01-21T11:02:48.124+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fotos'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Suedostasien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kambodscha'/><title type='text'>Fotos aus Kambodscha.</title><content type='html'>&lt;div align="left"&gt;Wir habens geschafft die ersten Fotos auf einen USB-Stick zu ueberspielen und also einen ersten kleinen Eindruck zu vermitteln. Zunaechst einen solchen von Kambodscha.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;/div&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 512px; CURSOR: hand; HEIGHT: 384px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://lh5.ggpht.com/_j17dCPX-_M0/SUeSI19KMVI/AAAAAAAAACs/kVeGgVd6_kM/s512/Picture%20039.jpg" border="0" /&gt;&lt;em&gt;Angkor Wat.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://lh5.ggpht.com/_j17dCPX-_M0/SUeSDjeL74I/AAAAAAAAAB8/QVOcTCvv0RM/s512/Picture%20018.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 384px; CURSOR: hand; HEIGHT: 512px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://lh5.ggpht.com/_j17dCPX-_M0/SUeSDjeL74I/AAAAAAAAAB8/QVOcTCvv0RM/s512/Picture%20018.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt; Am Eingang zur Tempelanlage in Angkor Thom.&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Mehr davon im &lt;a href="http://picasaweb.google.com/hannes.tschuertz/Kambodscha#"&gt;Picasa-Fotoalbum hier&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-7686598422748458310?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/7686598422748458310/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/wir-habens-geschafft-die-ersten-fotos.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/7686598422748458310'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/7686598422748458310'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/wir-habens-geschafft-die-ersten-fotos.html' title='Fotos aus Kambodscha.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh5.ggpht.com/_j17dCPX-_M0/SUeSI19KMVI/AAAAAAAAACs/kVeGgVd6_kM/s72-c/Picture%20039.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-5083218585414687154</id><published>2008-12-16T11:18:00.004+01:00</published><updated>2009-01-21T11:02:48.125+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Suedostasien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vietnam'/><title type='text'>Nha Trang.</title><content type='html'>Wir ziehen langsam nordwaerts und der Tageszaehler wird zweistellig. Die Gegensaetze, die hier die Eindruecke praegen, werden in &lt;strong&gt;Nha Trang&lt;/strong&gt; noch vertieft. Im Nachtzug ist die Anreise, sagen wir einmal "mittelgemuetlich". Mit 180cm Koerpregroesse passt man jedenfalls nicht mehr in die vorgesehenen Schlafabteile. Und das man fuer die Strecke Saigon - Nha Trang eine ganze Nacht braucht, liegt an der wahnsinnigen Geschwindigkeit der Zuege, so etwa 60 km/h.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nunja, Nha Trang... diese Stadt sieht jemand im Regierungsviertel als die zukuenftige Touristendestination Nummer eins und richtet sie entsprechend her. Noch ist es hier nett, der Strand fuer einen Stadtstrand traumhaft; es gibt ein paar alte Tempelanlagen und eine Art Therme mit speziellen Schlammbaedern, die fuer die Haut super sein sollen. Wir fuehlen uns auch gleich wie Seide danach *lol*. Ein etwa 20stoeckiges Novotel hat gerade eroeffnet, auf einer kleinen vorgelagerten Insel wird gerade "Vinpearl Land" fertiggestellt, ein Luxusressort sondergleichen, das nur mit Seilbahn uebers Meer erreichbar ist (!) und mit Hollywood-artigen Lettern auch in der Stadt selbst "sichtbar" ist. Die "Tourist Traps" sind deutlich spuerbarer und die Bars locken mit Happy Hours... das koennte hier die Vorhoelle von Mallorcas Ballermann werden, wenn sich die Tendenz bestaetigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir begeben uns mit einem Boot ein paar Kilometer raus aufs Meer und auf eine Insel, die ein nettes kleines Fischerdorf beheimatet. Hier hat jede Familie zwischen fuenf und sieben Kinder, wird uns erzaehlt - und das merkt man auch - die Dorfstrasse ist bestens von den Kleinen bevoelkert. Wieder bestaetigt sich hier die Theorie vom "einfachen Glueck". So positive, freundliche Kinder sind uns im "Westen" noch selten untergekommen. Und die anschliessende kurze Fahrt in einem Korb (!) zurueck zum Ausflugsboot war auch lustig. Dafuer war das Schnorcheln dank des eher maessigen Wetters im wahrsten Sinne fuer die Fisch'.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seis drum.  Diese kleinen Ausfluege ins normale Leben der Vietnamesen sind wirklich wertvolle Erfahrungen und bislang deutlich spannender als das Stadtleben in einem Vietnam, das zwischen absolutem Chaos und totaler Organisation hin- und herpendelt. Dienstag Morgen reisen wir nach &lt;strong&gt;Hoi An&lt;/strong&gt; weiter. Wieder eine Stadt, die ganz anders wirkt, als alles vorher. Bekannt ist das eher kleine, beschauliche Staedtchen fuer seine Schneidereien. Und wenn ich meine Gedanken nach dem ersten kleinen Stadtrundgang so rekapituliere, gibts da sicher wieder einiges zu erzaehlen...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-5083218585414687154?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/5083218585414687154/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/nha-trang.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5083218585414687154'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5083218585414687154'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/nha-trang.html' title='Nha Trang.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-2754940163002878739</id><published>2008-12-13T09:36:00.006+01:00</published><updated>2009-01-21T11:02:48.125+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Suedostasien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vietnam'/><title type='text'>Mekong-Delta.</title><content type='html'>Im Gegensatz zum Schock-Erlebnis, dass man bekommt, wenn man unvorbereitet nach Saigon reist, ist das &lt;strong&gt;Mekong-Delta&lt;/strong&gt; suedwestlich davon ein Platz fuer Ruhe, Beschaulichkeit, Freundlichkeit und einfaches Leben. Die Eindruecke konnten unterschiedlicher nicht sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass die Vietnamesen kreative und clevere Leute sind, haben wir an sich bereits gelernt, als man uns erklaerte, mit welchen Fallen, Tricks und Methoden man den "American Enemy" im Krieg besiegt hat. Hier wird das auf etwas angenehmere Weise klar: Nichts, was nicht benutzt, verwertet oder recycelt werden koennte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Leute leben einfach, haben aber in jedem Fall Moped und Fernseher, Hund(e) und Haehne sowie die unvermeidliche supergemuetliche Haengematte als Status-Symbole. Das Leben spielt sich auf dem Wasser ab, wo auch ein taeglicher Markt (auf Booten) stattfindet. Wir lernen interessante Menschen kennen und wie sie Reispapier oder Reiswaffeln herstellen (sehr lecker!), aus Kokosnuessen Suessigkeiten, Getraenke und Dachbedeckungen bauen. Wir bekommen eine Auswahl an frischen Fruechten (Drachenfrucht, Lychees und Verwandte davon, winzige, aber leckere Bananen und die sagenumwobene &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jackfruit"&gt;"Jackfruit"&lt;/a&gt;  sowie grossartige Tees serviert. Dazu kommt zum Abendessen selbstgemachte Fruehlingsrolle mit delizioesem Elephantenohrenfisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir uebernachten in einem fuer Gaeste geoeffneten Privathaus direkt an einem der tausenden Seitenarme des Flusses. Zwecks guten Schlafs sind wir zwar mit Moskitonetz ausgestattet, aber die nutzen nicht besonders viel gegen das laute, wolfsartige Heulen der tagsueber noch so brav und nett dreinschauenden Hunde - und schon gar nicht gegen die hunderten Haehne, die des naechtens hier ihr persoenliches Starmania abhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurueck in Saigon scheitern wir am Versuch, eine zusaetliche Fotokarte zu kaufen. In den Internet-Cafes, die es zuhauf gibt, sind die Moeglichkeiten Fotos auf den Desktop (und damit in Folge auf unsere mitgebrachten Speichersticks oder in diesen Blog) zu spielen enden wollend. Das passt wohl nicht mit dem hier herrschenden Kontrollgedanken zusammen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Waehrend unser weiterer Fahrplan bis Weihnachten feststeht, ueberlegen wir gerade, wie wir die restliche Zeit bis zu unserem Rueckflug (Silvester/Neujahr) verbringen koennten. In Vietnam bleiben ebenso viele Moeglichkeiten wie im benachbarten Laos. Wir werden sehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-2754940163002878739?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/2754940163002878739/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/mekong-delta.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/2754940163002878739'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/2754940163002878739'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/mekong-delta.html' title='Mekong-Delta.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-4180164160232933074</id><published>2008-12-11T15:41:00.004+01:00</published><updated>2009-01-21T11:02:48.125+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Suedostasien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vietnam'/><title type='text'>Sai Gon.</title><content type='html'>&lt;table id="HB_Mail_Container" height="100%" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%" border="0" unselectable="on"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr height="100%" unselectable="on" width="100%"&gt;&lt;td id="HB_Focus_Element" valign="top" width="100%" background="" height="250" unselectable="off"&gt;Den letzten Tag in Kambodscha haben wir noch kraeftig genutzt, uns ein Floating Village auf dem Tonle Sap, einer dschungeligen Riesenversion des Neusiedler Sees, angesehen. Insgesamt leben auf diesem See 2 Millionen Menschen. Ja, AUF dem See. Mitsamt Hunden und Krokodilfarmen. Dann gabs einen Abstecher in ein Massagestudio... man goennt sich ja sonst nichts... und zuguterletzt einen Besuch in einer Seidenraupenzucht. Die Viecher sind in Kambodscha gelb, aber trotzdem sehr faszinierend. Das soziale Projekt "Artisans Angkor" war den Abstecher wert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soweit sogut. Mittwoch abend, wir schreiben bereits Tag 5 unserer Reise, Flug nach Ho-Chi-Minh-City (wie Saigon offiziell seit 1975 heisst). Freie Marktwirtschaft gilt hier im darwinistischen Sinne vor allem im Verkehr: Der staerkere ueberlebt; wer zuerst faehrt, gewinnt. Ampeln, Vorrangregeln... nada. Das ganze Kamboscha-Szenario also, nur zur zirka hundertsten Potenz, diesbezueglich. Ueber die Strasse gehen ist Abenteuer pur, Fussgaenger existieren eigentlich nicht. Dafuer stinken die Millionen Mopeds zum versmogten Himmel. Insofern war die heutige "Cyclo-Tour" risikogeil: Diese Gefaehrte sind nix anderes als Fahrraeder, denen ein "Korb" vorangehaengt ist. Das heisst, man ist dem Fahrradfahrer ausgeliefert, der einen als Schutzpolster voraus hat und mitten durch eine Million Taxis und gefuehlten fuenfzig Millionen Mopeds ueber rote Ampeln und quer ueber Kreuzungen an denen er Nachrang hat, faehrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von wem dieses Land regiert wird, merkt man vordergruendig nicht - beim zweiten Hinschauen an Attraktionspunkten wie den Cu Chi-Tunneln (die die Vietcong gebaut haben, um ein unterirdisches Leben in Sicherheit vor dem "american enemy" zu fuehren) oder Kriegsreliktemuseum (!), beim kultischen Verehren der Fuehrerfigur Ho-Chi-Minh und zwischen vielen Zeilen kommt man sich aber dann halt schon ein bissl gehirngewaschen vor. (Sollte ich jetzt laenger nix schreiben, haben mich die Herren vielleicht schon im Hanoi Hilton eingesperrt, wer weisz... :-).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen auf ins Mekong-Delta, und irgendwann, spaetestens nach dem Urlaub, bleibt vielleicht ein bisschen mehr Zeit, um auf die eigentlich interessante, philosophische Ebene dieser Reise zu kommen. Wir fuehren eifrig Notizen diesbezueglich und haben schon die psychologische Geschichts-Verarbeitung von Nationen nach Kriegen genauso thematisiert wie den suedostasiatischen Louis-Vuitton-Kult und den Wert des Status-Symbols Moped.&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr unselectable="on" hb_tag="1"&gt;&lt;td style="FONT-SIZE: 1pt" height="1" unselectable="on"&gt;&lt;div id="hotbar_promo"&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-4180164160232933074?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/4180164160232933074/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/sai-gon.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/4180164160232933074'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/4180164160232933074'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/sai-gon.html' title='Sai Gon.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-5629671484229029756</id><published>2008-12-08T16:18:00.004+01:00</published><updated>2009-01-21T11:02:48.126+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Suedostasien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kambodscha'/><title type='text'>Kambodscha</title><content type='html'>26 Stunden unterwegs, nix geschlafen, dann aber wenigstens am ersten Ziel: Siem Reap, eine kleine ca. 90.000 Einwohner zaehlende Stadt, an deren Rand das sagenumwobene Angkor Wat liegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stellt man sich das Land, in dem das alles liegt, arm und zurueckgeblieben vor, dann koennte man falscher gar nicht liegen. Schon am Flughafen demonstrieren die Visa/Behoerden, dass sie ueber superneue Technologien verfuegen. Und natuerlich sind die Leute hier nicht reich, aber offensichtlich sehr gluecklich und zufrieden - und vor allem irrsinnig freundlich. Die Stadt selbst ist durchaus touristisch, ohne dem schalen Beigeschmack die selbige Zusammenrottungen in Mallorca oder Griechenland haben. Komfort bedeutet hier in erster Linie Sauberkeit -  in einer Weltgegend wie dieser eh Luxus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kambodscha ist vom Gefuehl her bis jetzt sowas wie eine kleine Zusammenfassung der Welt. In einem Internet-Cafe mit Timeout-Panik ist das nur schwer zu erklaeren, aber kurzgefasst: Bezahlt wird hier prinzipiell nur in Dollar, die Touristen kommen aus allen Winkeln der Erde - und so trifft man schon auch einmal Brian Molko samt ganz Placebo (wirklich) in Ta Phrom, einem der Angkor-Tempeln. Die dabei herrschende babylonische Sprachverwirrung ueberschatten die einheimischen Guides, die ebenso fliessend japanisch sprechen wie deutsch. Manche zumindest. Wir haben keinen echten Guide, dafuer einen TukTuk-Fahrer namens Sakoo. TukTuks stehen fuer die gelebte Langsamkeit des Lebens hier. Alte Mopeds mit Riksha-aehnlichen Anhaengern (Nora sagt dazu Cabrios :-) die nicht schneller als 30, 35 kmh fahren, dafuer aber bis zu sechs davon nebeneinander in abwechselnder Fahrtrichtung. Die Coolness, die die Fahrer von motorbetriebenen Fahrzeugen hier an den Tag legen, muss ich mir erst noch aneignen, um in diesem Dschungel (sic!) zu ueberleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und Angkor Wat? Wirkt in echt ganz anders als auf Fotos. Mehr dann wenn wir auch welche herzuzeigen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Empfehlenswert fuer alle die naechstens hier auch her kommen: Das oertliche vegetarische Restaurant, dass uns gerade den Magen durchraeumt. Wirklich leckeres "Cambodian Curry" hatt ich da eben, und einen noch besseren Mango Shake. So passt das :-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Muecken sind uebrigens laestig, aber nicht gar so viele, noch. Trotz NoBite-Sprays haben wir schon ein, zwei Stiche abbekommen... hoffentlich solche ohne Dengue-Fieber davon auszufassen... wir wissens in zwei bis drei Tagen (Inkubationszeit... spannend...).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So. Die Zeit ist aus. Bis bald.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-5629671484229029756?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/5629671484229029756/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/kambodscha.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5629671484229029756'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5629671484229029756'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/kambodscha.html' title='Kambodscha'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-1696076683130228465</id><published>2008-12-02T20:17:00.004+01:00</published><updated>2009-01-21T11:02:48.127+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Suedostasien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vietnam'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kambodscha'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Laos'/><title type='text'>Let´s go Urlaub.</title><content type='html'>Nach einigen nicht unspektakulären Wendungen in der Planung eines Entfliehens der Heimat im Monat Dezember (eine Besetzung des für Südostasien essentiellen Verkehrsknotenpunktes  Bangkok International Airport ist nicht die beste Voraussetzung für eine Reise nach Vietnam) gehts am Samstag nun doch los. Wir haben fast alle Impfungen, fast alle Visa, dabei mit dem bloßen Aussprechen des Reisezieles fast alle Verwandten wahnsinnig gemacht und verhältnismäßig fast keine Zeit, uns geistig auf das einzustellen, was da an Kulturschock kommen wird. So gehört sich das :-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde diesen Weblog nach Möglichkeit dazu benutzen, ein klein wenig Tagebuch zu führen beziehungsweise Bericht zu erstatten, was zwischen den diversen Paniken mir nahestehender Menschen (...eine Auswahl? Unsichere Fluglinien, Terror, Tollwut, Malaria, Dengue-Fieber, Vogelgrippe, Kommunismus, Überdiestraßegehen, die Welt an sich...) an Entdeckungsfreude und Neugier durchkommt. Let´s see. Ich bin jedenfalls erst 2009 wieder da. Vielleicht ja dann mit Diaschau oder so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Plan, zum Mitverfolgen und Mitschreiben, ist in etwa der:&lt;br /&gt;Samstag (06.12.) via Frankfurt nach &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ho-Chi-Minh-City&lt;/span&gt; (früher: Saigon) - (eigentlich eine klassische Geschäftsmänner-Flugroute ;-)...), dort (es ist dann bereits Sonntag früh) volley weiter ins kambodschanische &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Siem Rap&lt;/span&gt;. Wir bleiben dort drei Tage um &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Angkor_Wat"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Angkor Wat&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; zu erkunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 10.12. per Flieger retour nach Ho-Chi-Minh-City, wo wir dann auch noch ein wenig von der Stadt mitkriegen, ehe wir für zwei Tage ins &lt;a href="http://www.vietnam-guide.de/vietnam/indeximpressionen7.htm"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Mekong Delta&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; pilgern (per Schiff, natürlich). Am 14./15. werden wir einen Stopp in und um &lt;a style="font-weight: bold;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nha_Trang"&gt;Nha Trang&lt;/a&gt; einlegen, um dann weiter Richtung Norden zu ziehen und in &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hoi An&lt;/span&gt; und &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hue&lt;/span&gt; (die alte Kaiserstadt Vietnams) Halt zu machen. Wir enden kurz vor Weihnachten in der Hauptstadt &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hanoi&lt;/span&gt;, um von dort aus die &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Halong4.jpg"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ha Long Bay&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; ins Langzeitgedächtnis einwirken zu lassen und am Weihnachtstag selbst in Hanoi einen Schluck altkolonialistischen französischen Rotwein zu kippen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der letzten Woche wollen wir uns unter anderem noch die Stadt, deren Name Vorbild für ein superbes südostasiatisches Lokal in Wien 7 ist, geben: &lt;a href="http://www.umdiewelt.de/Asien/Suedostasien/Vietnam/Reisebericht-435/Kapitel-16.html"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Sa Pa&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Retour nach Hanoi und später per Flieger nach Saigon (HCMC) gehts am 31.12., wo wir laut Plan fünf Minuten vor Mitternacht (und also 2009) in Richtung Frankfurt abheben - und wenn sich das alles wirklich so ausgeht - sogar das Neujahrskonzert noch live im österreichischen Fernsehen sehen könn(t)en.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-1696076683130228465?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/1696076683130228465/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/lets-go-urlaub.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/1696076683130228465'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/1696076683130228465'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/12/lets-go-urlaub.html' title='Let´s go Urlaub.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-4009571190268250102</id><published>2008-09-03T19:08:00.000+02:00</published><updated>2008-11-29T19:08:59.804+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gedanken'/><title type='text'>Selbstausbeutung.</title><content type='html'>&lt;b&gt;Wirklich viel Geld verdienen können Leute nur dann, wenn sie andere ausbeuten. Manche wollen diesem fast darwinistischen Prinzip aus menschlich-sozialen Gründen nicht folgen - und wählen die masochistische Version davon, beuten sich selbst bis zum Letzten aus - und müssen sich dann wundern, wenn nichts mehr von ihnen übrig ist. Eine kleine Reflexion über das große Mißverhältnis zwischen diesen beiden Gruppen, die eigentlich drei sind.&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist schade, Anlassfälle zu brauchen, aber hier ist nunmal wieder ein trauriger: Das junge, frische und durchaus lobenswerte und interessante Webzine chilli.cc schließt seine Pforten - mit einer ganz wichtigen Begründung:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:verdana,arial,helvetica,sans-serif;font-size:-1;"&gt;&lt;i&gt;"Weitere jahrelange ehrenamtliche Selbstausbeutung der CHiLLi.cc-Mitarbeiter und mir selber kann ich nicht mehr verantworten. Neun Jahre sind genug. Leider hat sich kein Verrückter gefunden, der meine Nachfolge antreten wollte."&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbstausbeutung ist ein klassisches "Prinzip Hoffnung", wenn man ein Mensch ist, der Neues probiert und an sein Projekt glaubt. Man gibt sich sehr lange dieser Hoffnung hin und nicht allzu selten bin auch ich selber vor dem Problem gestanden: "Wie lange tu ich mir das noch an?", oder war kurz davor, "alles hinzuschmeissen". (Momentan machts grad wieder sehr viel Spaß, danke der Nachfrage).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber: Ist das nicht massiv unfair? Da holt man alles aus sich raus, ist sich der Qualität seiner Arbeit, der Sinnhaftigkeit seines Tuns sicher - aber die wirtschaftliche Situation sagt einem, das man ein Trottel ist? Das man seine Existenz ruiniert oder riskiert, obwohl man auf der anderen, der "dunklen Seite" der Macht sitzen könnte, massig Kohle scheffeln dürfte und keine finanziellen Sorgen haben müsste? Und man tut es nicht für den Preis, sich in den Spiegel schauen zu können? Wie blöd muss man sein!?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer Thomas Webers letztes Editorial in "the gap" gelesen hat, weiß, wovon ich rede. Je älter man wird, desto wirtschaftlich abhängiger wird man. Im Grunde ist auch das alte "in der Jugend links, im Alter rechts"-Dilemma das selbe. Ideale rücken in den Hintergrund, die Geldbörse nach vorn. Ziele und Wünsche verändern sich, Progressivität und Kreativität weichen konservativeren Werten, Sicherheitsdenken und geistigem Stillstand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und irgendwie ist das auch ganz natürlich. Man will oder muss sich eine eigene Wohnung leisten, womöglich eine Familie oder ein erstes eigenes Auto, dass einem nicht der Papa finanziert hat. Die Vorteilscard ist teurer geworden, weil man keine 25 mehr ist, Studentenermäßigungen sind von gestern, weil man sein Diplom bereits in der Tasche hat. Die Welt sagt einem: Werde erwachsen, mach was aus deinem Leben, verdiene Geld, trage zum Wirtschaftswachstum bei und gib´s auch aus!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist bis dahin der vielleicht schwierigste Bruch mit seinem eigenen Leben, ein teils dann doch recht bitterer und harter Lernprozeß, den man keinem abnehmen kann - und er kommt einfach und unangekündigt auf einen zu, früher oder später.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel schlimmer als diese wichtigen Erfahrungen sind aber Leute, denen diese Erfahrungen vorbehalten werden. Das sind vorwiegend jene Menschen, die bereits im "Geiz ist geil"-Karma aufwachsen, denen vermittelt wird, wie ultimativ wichtigst Kapital ist. Werte sind hier in erster Linie Zahlen, vorwiegend auf Konten oder gar auf Aktienseiten. "Verdiene Geld!" ist keine Überlebens-Notwendigkeit, es ist ein Anspruch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du musst Geld haben, um mitzuspielen. Schon in jungen Jahren. Und damit werden Idealisten und Ideale immer mehr und immer öfter schon sehr früh in den Hintergrund gedrängt. Und das macht mir Sorgen.  Gleichzeitig ist diese "Ich will alles haben"-Mentalität natürlich nicht neu, aber sie ist immer noch ziemlich dumm. Irgendwie habe ich deshalb durchaus auch Vergnügen und Schadenfreude, wenn ich das System teilweise zusammenbrechen sehe - wenngleich das ein massives wirtschaftliches und allgemein gesellschaftliches und politisches Problem der nächsten Jahre zu werden droht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den USA platzt die "Immobilien-Blase", plötzlich kommen die Leute drauf, dass sie in den letzten 30 Jahren nur "auf Schulden" gebaut haben - sprichwörtlich. Gleichzeitig merken auch Kreditkarteninstitute, dass ihr "Geschäft" eigentlich keines ist, wenn ihre Kunden im Glauben eh Geld zu haben plötzlich zahlungsunfähig werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei uns sind die Kids von heute spätestens mit 17 verschuldet. Aus dem kleinen bißchen Taschengeld von früher sind "Verpflichtungen" geworden: Handies wollen finanziert werden, der iPod muss irgendwo herkommen, das Auto sowieso und überhaupt. Die Ausgaben der Jugendlichen sind exorbitant, das Kostenbewusstsein dagegen verschwindend gering. Es geht nur noch um den Konsum, um das Habenwollen. Ob man Geld tatsächlich HAT, ist dabei relativ wurscht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Werte, Ideen, Progressivität? Nada. Kommen in diesem Spiel nicht vor. Die Ironie an dieser Beschwerde ist: Auch diese Leute entgehen dem eingangs erwähnten Spiel nicht, sie merken es bloß nicht. Sie haben zwar weder Kraft noch Wille, sich - notfalls auch unter der Flagge der Selbstausbeutung - an der positiven Veränderung der Gesellschaft zu beteiligen. Sie sind aber auch nicht jene, die genügend Lektionen lernen, um das Spiel zu verstehen - sind die Eltern erstmal nicht mehr da, ist keiner mehr hier, den man ausbeuten könnte. Sie sind vielmehr jene, die ausgebeutet werden - von der bösen, großen, kapitalgesteuerten Welt, der sie auch noch mit Vergnügen in die Karten spielen. Mit der von ihnen selbst mit Wonne gezogenen Arschkarte.&lt;span style="font-family: verdana,arial,helvetica,sans-serif;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana,arial,helvetica,sans-serif;font-size:-1;"&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-4009571190268250102?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/4009571190268250102/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/09/selbstausbeutung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/4009571190268250102'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/4009571190268250102'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/09/selbstausbeutung.html' title='Selbstausbeutung.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-8401069014205390870</id><published>2008-06-11T19:05:00.000+02:00</published><updated>2008-11-29T19:06:09.983+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Quote deus bene vertat*</title><content type='html'>&lt;b&gt;In seltener und erstaunlicher Einigkeit rafft sich die hiesige "Musikbranche" dazu auf, einmal mehr und lauter denn je nach einer Quote zu schreien. Ich bin dagegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;(*&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;" class="postbody"&gt; "Quod deus bene vertat" - "Gott möge es zum Guten wenden")&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil ich ein naiver Romantiker bin, finde ich Quoten prinzipiell problematisch. Ich kann die "Frauenquote" nicht leiden und möchte sie weder im Parlament, noch auf Unis, noch im Haushalt, noch sonstwo haben. Ich kann mit "positiver Diskriminierung" nichts anfangen. Und das aus Prinzip.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum? Weil ich einfach nicht verstehen will, dass es so etwas überhaupt braucht. Weil es selbstverständlich für mich ist, Weiberl und Manderl gleich zu behandeln. Weil rein beruflich Qualifikationen und soziale Kompetenzen zu zählen haben, kein öder Nepotismus und auch nicht die hormonelle Verfassung der Person. Weder in die eine, noch in die andere Richtung. Ich bin ein expliziter Fan der Gleichberechtigung, im Wortsinn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ist jüngst wieder die Diskussion um die sogenannte &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;"Radioquote"&lt;/span&gt; aufgeflammt, die - am besten gesetzlich bestimmt - den Anteil österreichischer Musik im österreichischen Radio heben soll. Nach Vorbildern wie dem französischen (40%!) zum Beispiel. Ich halte die Quote als solche für ein Armutszeichen und für Blödsinn, und damit stehe ich in diesen Tagen schon recht alleine da.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unbestrittenes Faktum ist, dass in hiesigen Breiten in Österreich produzierte Musik einen unfassbar niedrigen Stellenwert hat. Selbst Fußball steht im Vergleich blendend da. Ö3, sich mit den "neuen Österreichern" brüstend, plakatiert diese zwar, jagt sie aber kaum über den Äther: Der Anteil österreichischer Musik im Sender liegt jüngster Statistiken zufolge bei sagenhaften 5% (und die blödsinnigen Jingles sind da sendezeitmässig angeblich miteingerechnet)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil es sich um den marktdominierenden Sender handelt, ist das natürlich relevant. Denn Airplay generiert nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Geld. Es bringt Tantiemen über die AKM (für Autoren, Komponisten und Verleger), im weiteren Sinne in der Regel auch bessere Platzierungen im Handel (Libro kauft nach Ö3-Airplaylisten ein) und folglich in den Charts. Ebenso die Regel ist das "Nachziehen" der Ö3-nacheifernden Privatradiomasse, die sich immer noch sehr stark an den Listen des Marktführers richtet. Von der medialen Folgewirkung, dem geänderten Medien- und Konsumentenverhalten ganz zu schweigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenig überraschend also: Ein zentraler Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg eines Tonträgers in Österreich ist Ö3. Und der Erfolg ist wiederum die Grundvoraussetzung für das Funktionieren einer ganzen (und hierzulande leidenden) Industrie. Die Kritik am Sender macht man hauptsächlich an seiner Formatierung und Ausrichtung fest, weil Ö3 als Teil des ORF natürlich ebenso dem vielzitierten "gesetzlichen Kulturauftrag" unterliegt, den gerade Ö3 nicht so wirklich beabsichtigt zu erfüllen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die richtige Forderung nach mehr österreichischer Musik im Radio ist also gut und staatlch gesehen sehr sinnvoll begründet. Warum aber dazu eine verpflichtende Quote einführen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was Ö3 anrichtet, wenn es "mehr Musik, mehr Abwechslung" ankündigt, wissen wir. Ebenso, was mit den "neuen Österreichern" (nicht) passiert ist. Mangels tatsächlicher Qualität konnten sich kaum welche davon wirklich durchsetzen. Gründe dafür sind vielschichtig und stehen auf einem anderen Blatt Papier, man sieht aber: Ö3 alleine macht das Kraut auch nicht fett und aus einem Aschenputtel noch lange keine Prinzessin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Argumente des großen Senders "gegen" österreichische Musik sind ja weder neu noch originell - und scheinen noch dazu eine Art "self fulfilling prophecy" zu sein, wenn man das oben genannte Beispiel hernimmt. Im wesentlichen beantworten die Senderchefitäten ganz einfach die Huhn-Ei-Frage anders als die Branche. Sie lautet: Hört das Volk die Musik gerne, weil sie Ö3 spielt oder spielt Ö3 die Musik, weil sie das Volk gerne hört? Die Branche behauptet ersteres (Huhn), während Ö3 auf zweiteres beharrt (Ei) - hauptsächlich gestützt auf recht idiotische Hörerumfragen und -tests.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Derlei Argumentationen zu umschiffen, bringt wieder andere auf den Plan. Nimmt man Ö3 nämlich (und soweit reicht der "Plan" der Quotisierung) tatsächlich seine Formatierung und hochkommerzielle Ausrichtung und schafft damit tatsächlich mehr Pluralismus in der österreichischen Radiolandschaft; verliert also Ö3 durch potentielle "kulturellere" Ausrichtung letztlich deutlich an Quote, dann ist das möglicherweise ein Schuß ins eigene Knie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der ORF ist schließlich ein gigantisches Wirtschaftsunternehmen, Ö3 seine Cash Cow. Ein starker ORF ist der stärkste AKM-Zahler und damit indirekt "Förderer" Nummer eins des heimischen Kulturguts. Geht also eine stärkere nationale Ausrichtung zu Kosten der Quote, verdient der ORF weniger Geld. Die Konsequenz wäre zwangsläufig auch ein deutliches Minus an Tantiemen (von denen dann halt mehr im Inland bleibt) - soweit, sogut. Doch im schlimmeren Falle bringt das auch wirtschaftliche Troubles für die große ORF-Mutter mit sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die könnten bedeuten, dass die einzig tatsächlich kulturell wertvollen Sender der Kette, Ö1 und FM4, schleichend in ihrer Existenz bedroht wären. Denn Einsparungen treffen redaktionsintensive Sender (wie eben diese beiden) seit jeher am stärksten. Und was Ö1 und FM4 in Sachen Bildung und Kultur leisten, ist absolut nicht zu unterschätzen und kann durch ein auch noch so "kulturelles" Ö3 wohl nicht ersetzt werden. Und will man das überhaupt? Die Quote könnte also paradoxerweise Ö1 und FM4 das Leben deutlich schwerer machen und im Wortsinne das Wasser abgraben - und so rasch ein Strukturproblem darstellen und selbst werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wiederhole mich also: Wir brauchen keine &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Quantitätsdiskussion&lt;/span&gt;, die die Quote letztlich ist, sondern eine &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Qualitätsdiskussion&lt;/span&gt;. Und für die braucht man eher den gesunden Haus- und Sachverstand denn ein Gesetz. Warum Menschen mit soundsoviel Prozent österreichischer Musik zwangszubeglücken, die eh nicht goutiert wird und eh keiner hören will, wie die Radiomacher (gern auch die Privaten) behaupten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich behaupte: Es geht im weiteren Sinne um ein völlig neues Selbstbewusstsein und ein Selbstverständnis im Verhältnis zur österreichischen Musik. Und das kann eine Quote nicht (oder nicht im Alleingang) bringen. Es braucht ein Umdenken, ein "Klick" im Hirn der Sendungsmacher anstelle eines "%".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;FM4 hat das im "alternativen" Segment vorgemacht, spielt seit 13 Jahren selbstverständlich und ganz ohne Quote, gleichberechtigt neben anderer auch österreichische Musik, hat den Stellenwert der Ö-Musik in seiner Zielgruppe bedeutend erhöht und als Folgeerscheinung erlebt, wie die Dichte und Menge hiesiger Produktionen in den Himmel schoß. Der Markt an Kleinlabels, kreativen Künstlergruppen und -netzwerken, Initiativen, Booking-Agenturen, Festivals mit Österreich-Schwerpunkt und so weiter wächst und gedeiht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das "hausgemachte" Problem von FM4 ist der künstliche ORF-interne Graben zum großen Bruder Ö3 hin: Das Problem, dass nur wenige der auf der einen Seite "erfolgreichen" Acts im "Mainstream" landen und eine wirtschaftliche Existenz für sich und ihre Autoren, Komponisten, Labels, Booker, Manager aufbauen können, liegt hier begraben. Ö3 wiederum hat es nicht geschafft, den Qualitätsanspruch der Funkhaus-Crew auch nur ansatzweise auf "Mainstream" zu übersetzen. Das liegt natürlich auch an den "großen" Plattenfirmen, die keine entsprechenden, interessanten Produkte liefern, sondern sich hinter Massenware aus dem Alpen-Musik-McDonalds vergraben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Originalität und Qualität findet man eher in kleinen Zellen, die aber rasch das große Strukturproblem schonungslos aufdecken: Es gibt keinen Markt (das erwähnte wirtschaftliche Problem), also gibt es keine Struktur; es fehlt an allen Ecken und Enden: Es fehlen vernünftigen Ausbildungsmechanismen für Musikmanagement, -produktion und -vermarktung, es fehlt Kapital und es fehlt - natürlich - der Mut der Sendungsmacher, dieses Rad in Bewegung zu setzen - und sie säßen zweifelsohne am Pedal. Also: Mehr Musik aus Österreich im Radio? Ja, bitte! Aber bitte unbedingt mit Mut, Herz und Verstand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Peter Paul Skrepek mit einer Pro-Quoten-Initiative namens &lt;a href="http://www.sos-musikland.at/" target="_blank"&gt;"SOS Musikland"&lt;/a&gt; völlig zurecht darauf hinweist, dass es wichtig wäre, den kulturschaffenden Charakter dieses Landes weiterzutragen und neu zu entwickeln, dann übersieht er in der damit verbundenen Forderung nach der Quote eben genau den Punkt: Dass die Quantität nicht gleichzusetzen mit der Qualität ist. 50 neue Österreicher statt fünf machen das Programm nicht besser und stellen nicht gleich den Ruf des Musiklandes Österreich wieder her. Wahr und klar ist aber, dass ein wirtschaftlicher Impuls zur potentiellen Grenzüberschreitung für Künstler, Labels, Verlage her muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit: Die Quote wäre im besten Falle ein Symbol, das Hoffnung verbreitet. Dass Symbole alleine diese Hoffnung aber nicht zu erfüllen vermögen, weiß keiner besser als ein naiver Romantiker.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-8401069014205390870?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/8401069014205390870/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/06/quote-deus-bene-vertat.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/8401069014205390870'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/8401069014205390870'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/06/quote-deus-bene-vertat.html' title='Quote deus bene vertat*'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-5146794454439859186</id><published>2008-05-04T19:03:00.000+02:00</published><updated>2008-11-29T19:04:48.342+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='veröffentlicht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gedanken'/><title type='text'>Festivals are the strangest things.</title><content type='html'>&lt;b&gt;Letztens wurde ich gefragt, ob ich für den Festivalplaner der Wiener Jugendinfo, "Sun &amp;amp; Gatsch", eine kleine Eröffnungskolumne verfassen wollen würde. Nichts lieber als das. Damit das Ergebnis auch online steht: here we go. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Festivals are the strangest things.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der menschliche Körper, so erklärte mir ein „Nutritionist“ (neudeutsch für Ernährungswissenschafter), hat sich nicht in der selben Geschwindigkeit entwickelt wie die menschliche Zivilisation und ihre Kulturen. Deshalb sind neuerdings um sich greifende Dinge wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten (etwa Lactose-Intoleranz) etwas völlig Logisches. Deshalb ist die Fastfoodisierung, die fleischlastige, gemüse- und obstarme Ernährung der Jetztzeit so besonders „böse“ für unseren Körper. Sie ist schlichtweg „unnatürlich“, wir sind nämlich noch massiv auf „Steinzeit“ programmiert - und damals sah die Futter-Welt ja fraglos etwas anders aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, eh. Aber immerhin: Die Rückbesinnung gibt es zumindest einmal im Jahr, wenn der Sommer uns überkommt.  Dann greifen die urtümlichen Instinkte des Menschen um sich. Die unbändige Sehnsucht nach Frischluft und Natur. Das bewusste Zurschaustellen des nackten Körpers. Das lustvolle Übernachten im Freien. Die spontane Rudelbildung. Der massiv steigende Jagdinstinkt. Die vonstatten gehenden Rangordnungs-, Beeindruckungs- und Hahnenkämpfe (zumindest symbolische, begleitet vom „männlichen Beschützerinstinkt“).  Das sprichwörtliche Opfern des letzten Hemdes zugunsten der Ermöglichung fortgesetzter Nahrungsmittelzufuhr.  Das Aufführen von rituellen Tänzen (gern auch zur Vertreibung böser oder Herbeiholung guter Geister). Von Tausch- und Paarungsritualen (sowie deren Vermischung) ganz zu schweigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für kurze Zeit lassen sich dann die Errungenschaften der sogenannten Zivilisation voll und ganz ausblenden und der Geist wird eins mit dem Körper: Er folgt seiner Programmierung und Bestimmung in eine längst vergessene Periode menschlichen Daseins. Die damit einhergehenden Glücksmomente erzeugen die Bestätigung: Wie gut, dass es den Sommer mit seinen Begleiterscheinungen gibt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Musik? Nebensächlich. Das ist schließlich eine kulturelle Ausgeburt dieser Hölle namens Zivilisation. Irgendwie. Andererseits… schon mal überlegt, dass die Wortschöpfung „Rock and Roll“ das alles zusammen ziemlich gut auf den Punkt bringt?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-5146794454439859186?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/5146794454439859186/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/05/festivals-are-strangest-things.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5146794454439859186'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5146794454439859186'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/05/festivals-are-strangest-things.html' title='Festivals are the strangest things.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-7181773024971615915</id><published>2008-02-08T19:02:00.000+01:00</published><updated>2008-11-29T19:03:33.861+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gedanken'/><title type='text'>Wissen und Glauben.</title><content type='html'>&lt;b&gt;     &lt;p class="MsoNormal"&gt;Es ist eine einfache Weisheit: Was man nicht weiß, muss man glauben. &lt;/p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;          &lt;p class="MsoNormal"&gt;Glauben, zum Beispiel an Gott, ist so etwas. Wir wissen nicht, ob oder dass es ihn gibt. Man kann es schlichtweg nicht beweisen. Also „muss“ man es glauben (oder eben auch nicht). Um auf die Eingangsweisheit zurückzukommen: Früher „wussten“ die Leute, dass die Erde eine Scheibe ist, der Himmel war oben, die Hölle unten. Weil Gott etwas „Höheres“ sein musste, war er natürlich oben - im Himmel.&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Im Lauf der Jahrtausende der Menschheitsgeschichte hat sich dieses Bild etwas relativiert und es wäre vermessen, zu behaupten, es würde sich die nächsten hundert Jahre nicht verändern. Was „wissen“ wir schon? Jetzt sind wir zwar von der Glaubensgesellschaft hin zu einer Wissensgesellschaft unterwegs, in Wirklichkeit sind wir aber von zweiterem auch noch weit entfernt. Und wer weiß, dass er nichts weiß, der weiß im Grunde genommen schon sehr viel (das „wusste“ schon Sokrates). &lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Die Menschen „glaubten“ schon viel früher, dass etwa Gewitter oder Naturkatastrophen von Gott (oder auch: den Göttern) gesandt wurden, um sie für Fehler zu bestrafen (man denke an die alttestamentarischen Horrorgeschichten Marke Sintflut). Auf diesem „Irrglauben“ beriefen sich dann auch ihre irdischen Verhaltensmuster – von den Opferfesten (wie die heutige Ostertradition eigentlich noch eines ist) bis hin zum wöchentlichen Gang in die Kirche („Buße tun“). Ist also das, was wir unter „Gewissen“ subsumieren könnten indirekt dieser „Gott“, der letztlich tief in uns ist? Glauben wir das…. Wissen wir es?&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Noch so ein Fall: Ein Leben nach dem Tod, am besten im "Paradies". Wir glauben daran, weil wir dann doch keine absolute Sicherheit haben können (und wollen), ob es denn tatsächlich eines gibt. Denn alleine dieser Gedanke gibt uns Trost: Verstorbene, Liebgewonnene, Gegangene irgendwann wiederzusehen. Dass es ihnen besser geht, wenn sie von einer schweren Krankheit erlöst wurden.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Und in vielen Fällen spielt uns unser Kopf dann einen Streich, weil er den Mix aus Rationalität und „Glauben“ nicht zu verarbeiten weiß: Warum hat Gott sie aus dem Leben gerissen? Warum hat er sie zu sich geholt? Warum schon jetzt? Wenn er ein gerechter Gott ist, warum tut er das? Ist er dann gerecht? Gibt es ihn dann überhaupt?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Und spätestens hier stellt das Nicht-Wissen das Glauben vielfach in Frage. Denn wüssten wir eine Antwort auf diese Fragen, viele würden sie einfach nicht… glauben.&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;      &lt;p class="MsoNormal"&gt;Gerade in diesem Fall weiß ich aber: es geht gar nicht um die Antwort. Wir Menschen sind Geschöpfe, die genug im Kasten haben, um – wenn wir das wollen – auch zu wissen: Wir brauchen dieses Paradies vielleicht gar nicht. Wir können das selber basteln - und tun das vielleicht auch;  und zwar genau dort, wo wir auch sonst „glauben“: im Kopf, in der Seele, im Herzen (und vielleicht, wer „weiß“ das schon, hat uns dieser Gott-Typ diese Fähigkeit aus seinem Setzbaukasten zugeschanzt).&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Was man im Herzen trägt, kann nicht sterben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;Das braucht man gar nicht glauben, das weiß man. Wenn man nun also an Gott glaubt, dann ist der selbstredend unsterblich. Und zwar genau deswegen. Und letztlich ist es damit völlig egal, ob es ihn "wirklich gibt" oder nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-7181773024971615915?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/7181773024971615915/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/02/wissen-und-glauben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/7181773024971615915'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/7181773024971615915'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/02/wissen-und-glauben.html' title='Wissen und Glauben.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-7883507996597702962</id><published>2007-12-27T19:00:00.000+01:00</published><updated>2008-11-29T19:02:07.238+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rückblick'/><title type='text'>2007 im Rückspiegel</title><content type='html'>&lt;b&gt;Das Jahr geht zu Ende, der obligate Rückblick ist fällig, damit wir auch in fernen Zeiten noch wissen, was von 2007 "picken" geblieben ist und was nicht. Here we go.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war ein ausgesprochen buntes Jahr mit vielen Ups und Downs, wie das halt so ist im Laufe von 365 Tagen. Musikalisch haben sich die Prophezeiungen von 2006 allemal erfüllt. Der Hype-Hype flaut allmählich ab, die Deutschpop-Blase ist geplatzt, aber das deswegen gleich alles besser und erträglicher wäre, geht sich natürlich auch nicht aus, weil der neueste Trend schon wieder voll da ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anno 2007 nennt sich der unbestritten "Emo". So sehr mir persönlich die ganze Chose unter diesem Banner am Allerwertesten vorbeigeht, so wenig ist sie wegzuleugnen, schließlich leben wir in einer trendbestimmten Welt. Freilich sind die Zeiten kurzlebig, und "Emo" hat, kaum wirklich "oben", seinen Zenith auch schon erreicht oder gar überschritten, sprich: haben wir bald wieder hinter uns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das erwähnte Phänomen, was es bewirkt, wie es rezipiert wird und wie damit in der "Masse" der Jugendlichen umgegangen wird erinnert mich frappant an das Ausschlachten der "Grunge"-Welle vor gut 15 Jahren. An ihrem Höhepunkt, so rund um 1992-1994, hatte man gefälligst Holzfällerhemden zu tragen. Als "Generation X"-Kids hatte man nicht an die Zukunft zu glauben, sondern alles für schlecht und traurig zu befinden. Als sich Kurt Cobain sich ins, ähm..., Nirwana beförderte, gab es dann kein Halten mehr, die "Szene" hatte ihren Helden, ihren Quasi-Märtyrer. (Pop-)Kulturell ist dabei letztlich ein klein wenig davon übrig geblieben, aber wie auch jetzt ist die Sicht der Dinge eine etwas verklärte, überzeichnete - nicht zuletzt ob der Massenrezeption zwischen Xpress und Kronen Zeitung, die da stattfindet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit auch des Kanzlers Tochter sich für einen "Emo" hält, schwarzen Kajal benutzt und von vornherein einmal traurig ist, ist das Thema selbst am Boulevard nicht mehr verpönt und "News" bemüht sich, unsere "verkommene Jugend" zu verstehen. Und wenn der Schmalztopf sich über das Thema ergießt und der daraufhin als &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Plain White T´s&lt;/span&gt; in die Hitparaden nach oben kraxelt... ja mei. Wie gesagt: Hatten wir doch alles schon mal. Die Geschichte wird darüber richten, wer in zehn Jahren noch von den Epigonen der diversen Chemical Romances oder Billy Talents "übrig" ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Wesentlicherem. Es gab trotz allem ja dann doch auch heuer wieder ein paar herausragende musikalische Momente. Besonders stark in Erinnerung bleiben wird mir persönlich das &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Arcade Fire&lt;/span&gt;-Konzert im Gasometer - mein erster "Gottesdienst" mit/bei den Kanadiern. Kraft, Emotion, Glaubwürdigkeit, Botschaft - eingehüllt in recht viel Pathos, aber ganz und gar nicht peinlich. Unfassbar gut! Dass &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Neon Bible" &lt;/span&gt;ein großartiges Album ist, aber mangels Überraschungseffekt nicht ganz an den Vorgänger &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Funeral" &lt;/span&gt;heranreicht, hat sich mittlerweile ja schon fast als Common Sense etabliert. Aber bitteschön: Wenn noch fünf Alben dieser Qualität nachkommen, bin ich auch nicht böse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebendort auch, im ausverkauften Gasometer, nur schon im Frühjahr, ein einigermaßen starkes &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Bloc Party&lt;/span&gt;-Konzert. Eigentlich ja auch so eine Band, die ein wenig vom Hype bei den Kiddies profitierte. Wieviel wohl davon "die Botschaft" verstehen? Jedenfalls haben die Engländer zuwege gebracht, das "schwierige" zweite Album bravourös rüberzubringen, und mit &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"The Prayer" &lt;/span&gt;eine Zeitgeist-Hymne zu schaffen, wie sie prototypischer nicht sein könnte für dieses Jahr. "Lord give me grace and dancing feet, and power to impress." Und die Kiddies tanzen...! Weil der bombastische Start des Songs mit Drum´n´Bass-Anleihen, das seltsam-faszinierende Video und das sehr überzeugende Charisma von Kele Okereke da auch bei mir die Wirkung nicht verfehlt hat: eine meiner persönlichen Singles des Jahres.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie überhaupt diese Single so ein wenig auch die Speerspitze eines weiteren Trends war: Electrorock. Von mir aus auch Nu Rave oder wie auch immer man es nennt. Jedenfalls ist es plötzlich nicht mehr verpönt, die einst so massiv abgegrenzten Welten des "Indie" mit jenen des elektronischen, tanzbaren, minimalistischen, technoiden der Clubs zu vermengen. Die Eheschließer, Brückenbauer und Trendsetter waren in dieser Wiedergeburt des Beats Bands wie &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Datarock&lt;/span&gt; (&lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Fa, Fa, Fa!"&lt;/span&gt; - noch so ein Kracher!), &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Simian Mobile Disco&lt;/span&gt; (&lt;span style="font-style: italic;"&gt;"It´s The Beat"&lt;/span&gt;, wie es so schön heisst...) &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Justice&lt;/span&gt; (&lt;span style="font-style: italic;"&gt;"D.A.N.C.E."&lt;/span&gt; mit sehr witzig-originellem Video) oder &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hot Chip&lt;/span&gt;, &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Digitalism&lt;/span&gt; oder - gitarriger - etwa die &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Klaxons&lt;/span&gt;. Lustig dabei auch, dass die Großväter dieser Musikfamilie, die &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Chemical Brothers&lt;/span&gt;, die Zeiten übertaucht haben und zehn Jahre nach der ersten großen Zeit des "Big Beat" immer noch da sind (sehr witzig: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Salmon Dance"&lt;/span&gt;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das deutet auch sachte darauf hin, dass wir, wenn wir zyklusmäßig rekapitulieren, jetzt schon wieder Anfang der 90er Jahre sind (vgl. Emo - Grunge oben): Das minimale, technoide, ravige in der Musik kommt wieder, ohne viel Schnickschnack. Dafür ist die Mode gerade in ihren letzten Zügen des Kitsches, packt nochmal alle seltsamen Frisuren, schrillen Farben und wüsten Kombinationen aus - nur um sich dann in spätestens ein, zwei Jahren wieder zurückzuziehen und das Wesentliche, das Minimale zu konzentrieren. Kommt wie das Amen im Gebet und die Tomatensauce auf die Pizza.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos Kulinarik, da fällt mir "Skandalnudel" ein. Während Herr Doherty zur Abwechslung mal auch mit akzeptabler Musik und von den Jessica Fletchers gestohlenem Riff punktet, macht ihm seine Bekannte &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Amy Winehouse&lt;/span&gt; den Rang on top of this list ziemlich streitig. Wobei &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Rehab" &lt;/span&gt;schon ein dermaßen autobiographischer Titel ist, dass es einem fast übel werden müsste. Schönes Stück Musik, trotzdem, sehr feine Mischung aus tiefem, altem Soul und modernen Beats. I like it.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von den Strohfeuern des Trenduniversums zu Bleibendem - und damit zurück nach Kanada: Als Gesamtwunder manifestiert hat sich gnä´ Frau &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Feist&lt;/span&gt;. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"The Reminder" &lt;/span&gt;geht astrein als das Album des Jahres durch, weil es songwriterisch auch beim dreihundertsiebenundvierzigsten Hören nicht langweilig wird, weil es musikalisch und emotional seine Wirkung auch beim tausendsten Mal nicht verfehlt, weil das dazugehörige Live-Erlebnis (bei der FM4-Session im Odeon Theater) länger nachhallt als das Echo im Grand Canyon, und nicht zuletzt weil bei all der Gesamtwirkung mit &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"1234"&lt;/span&gt; einer der besten Popsongs des Jahres drauf ist. Besser kann man sich in Zeiten wie diesen nicht auf und zwischen die Stühle "Pop" und "Kunst" stellen, meine ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenfalls fast in diese Preisklasse einordnen würde ich da bloß noch &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Spoon&lt;/span&gt;s &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Ga Ga Ga Ga" &lt;/span&gt;- eine großartige Band, bei der ebenfalls die Musiker im Vordergrund stehen, nicht die Marketingkampagnen. So lob ich mir das. Sehr erfrischend waren auch die neue Platten von &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Architecture in Helsinki&lt;/span&gt; und &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Beirut&lt;/span&gt;, seitens &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Interpol &lt;/span&gt;das Einzementieren ihres eigenen Heldenstatus als eine der langfristig wohl prägendsten und wichtigsten Bands der Gegenwart - und das mit einem vergleichsweise "durchschnittlichen" Album. &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Modest Mouse&lt;/span&gt; haben bewiesen, dass eine Hymne Marke &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Float On" &lt;/span&gt;(bei aller Großartigkeit der Band an sich) keine Eintagsfliege sein muss, wenn man Johnny Marr in der Mannschaft hat: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Dashboard" &lt;/span&gt;war der Beweis. Amerikanischer Natur groß aufgefallen sind mir positiver Weise auch die &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Cold War Kids&lt;/span&gt;,  &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Hang Me Up To Dry"&lt;/span&gt; ist eine der 07´er-Oden an das Unglück. Groß! Dann gab es viele unentdeckte Kleinigkeiten wie meinen diesjährigen Kitsch-Favourite: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"No More Running Away"&lt;/span&gt; von &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Air Traffic&lt;/span&gt;. Geht auf wie ein Pizzateig - große Klasse... und zu Unrecht etwas untergegangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Österreichbezogen war das Jahr ein bemerkenswert starkes. Eine neue Generation zieht auf und wird das Musikgeschehen hierzulande noch stark und länger prägen - hoffe ich zumindest. So etwas wie eine greifbare und sich wechselseitig befruchtende Szene bildet sich gerade  nach langem wieder in Wien rund um die Bands &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Kreisky&lt;/span&gt;, A Life A Song A Cigarette, &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Killed by 9V &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Batteries&lt;/span&gt; und &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ja, Panik&lt;/span&gt;. Allesamt mit formidablen Alben ins Jahr gegangen, allesamt auf den Sprung ins Ausland - der eine oder andere wird da wohl "picken bleiben", um den Begriff von oben wieder aufzugreifen. &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ja, Panik &lt;/span&gt;sind dabei mit &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Marathon"&lt;/span&gt; und dem Album &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"The Taste And The Money"&lt;/span&gt; in der Pole Position.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darüber hinaus starke Nachlieferungen und beeindruckende Nachweise ihres jeweiligen Status von &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Velojet&lt;/span&gt; über &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;garish&lt;/span&gt; bis &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Naked Lunch&lt;/span&gt;, die mit &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Military Of The Heart"&lt;/span&gt; sowieso den Vogel in Sachen "Indie-Hit made in Austria" abgeschossen haben. Auch nicht zu vergessen dabei die Kollaboration der großen Übriggebliebenen aus den 90er-Jahren: &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Texta und Attwenger&lt;/span&gt; in gemeinsamer Höchstform auf &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"So schnö kaunnst gar net schaun"&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die große, schöne und positive Überraschung hingegen war &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Clara Luzia&lt;/span&gt;. Nach sehr schönem Debüt &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Railroad Tracks"&lt;/span&gt; (2006) kam &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"The Long Memory"&lt;/span&gt; und damit einher äußerst wohlwollende Kritik. Der Erfolg führt mittlerweile bis nach Holland, wo Clara Luzia am Eurosonic Festival im Jänner 2008 zu Gast ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und halb-österreichisch weil aus "unserem" Haus kam man an &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Trouble Over Tokyo&lt;/span&gt; nicht so wirklich ganz vorbei. Der Erfolg von Christopher Taylor war freilich nicht nur auf dem famosen Album &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Pyramides"&lt;/span&gt; begründet (mittlerweile das meistverkaufte schoenwetter-Album aller Zeiten, im März erscheint es weltweit), sondern vor allem auch auf seine unglaublichen Qualitäten als Live-Act. Da kommt noch was. Ich freu mich drauf. Möge ich 2008 recht behalten &lt;img src="http://www.inkmusic.at/cutenews/data/emoticons/wink.gif" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-7883507996597702962?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/7883507996597702962/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2007/12/2007-im-rckspiegel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/7883507996597702962'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/7883507996597702962'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2007/12/2007-im-rckspiegel.html' title='2007 im Rückspiegel'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-8718001067645868359</id><published>2007-09-08T19:10:00.000+02:00</published><updated>2008-11-29T19:22:53.679+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Welt'/><title type='text'>Was man in/von Island lernen kann</title><content type='html'>&lt;b&gt;Selten hat mich ein Aufenthalt in der Ferne so dermaßen beeindruckt wie die Tage im August 2007 in Island. Weil die Eindrücke an Kraft, Nachhaltigkeit und Bedeutung für das Leben an sich wohl nicht so leicht zu übertreffen sind. Herrschaften: Das war "Schule" im besten Sinne.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Island kann man eine Menge lernen. Die Insel wächst jedes Jahr um ein paar Zentimeter, ist der herausragende Spitz des den Atlantik durchquerenden "Mittelatlantischen Rückens". Sie "lebt", hat unzählige aktive Vulkane sowie natürlich die dazugehörigen Erdbeben. Und sie hat von den heißen Quellen bis zum riesigen Gletscher alles zu bieten, was die Erde so "drauf" hat. Island ist Erdgeschichte zum Anfassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fakten, na gut. Aber man lernt mit ihnen, wie unbedeutend, klein, mickrig der Mensch an sich ist. Welch Fingerschnipp die Menschheit für den Planeten Erde und das Universum eigentlich bloß ist. Vergänglich wie ein Augenzwinkern, ein Räuspern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man lernt Begriffe wie "Ruhe" neu zu definieren. Oder solche wie "Frieden", "Weite" und "Sicht". Es ist ein wenig wie ein riesiges Spielzeug-Eldorado, durch das man - geschrumpft auf die richtige Größe - wandert. Wie ein Eisenbahnmodell ohne Eisenbahn (sowas gibts in Island nämlich nicht). Was ist schon eine von Menschenhand erbaute Stadt gegen diese unendlichen Fels-, Vulkan-, Lava-, Gesteins-, Wasser-, Sand- und Mooswüsten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Schafe, die aber nicht so recht aussehen wie Schafe in Mitteleuropa. Es gibt Pferde, die aber nicht so recht aussehen wie&lt;br /&gt;Pferde in Mitteleuropa (Islandpferde, eben). Es gibt Berge, die aber&lt;br /&gt;nicht so recht aussehen wie in Mitteleuropa. Und all das lässt einen&lt;br /&gt;ein wenig fühlen wie auf einem fremden Planeten. Dabei ist man hier mehr auf der Erde als irgendwo sonst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und trifft man dann doch Menschen (gut 300.000 - so viele wie im  Burgenland - leben in Island, verteilen sich aber auf eine Fläche&lt;br /&gt;etwas größer als Österreich), dann lächelt man und schüttelt&lt;br /&gt;innerlich ungläubig den Kopf. Ein Volk von Bauern, dass stolz darauf  ist, ein Volk von Bauern zu sein. Und nicht nur das: die Bauern sind auch noch belesen, gebildet, um nicht zu sagen: intellektuell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während hierzulande DJ Ötzi ein Held ist, sind es dort Björk oder Sigúr Ros. Oder einer der hunderten Schriftsteller, der wohl traditionsreichste und ehrenvollste Beruf in Island - neben Bauer, versteht sich. Und zwar nicht für eine Elite in der Hauptstadt, sondern für "das gemeine Volk". Erstaunlich, beeindruckend - auch für eine Kolonie von insgesamt 113 Österreichern, die Island mittlerweile zu ihrer neuen Heimat gemacht haben (berichtet uns zumindest ein österreichischer Kellner, in dessen Lokal wir in Laugarvatn zufällig landen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Adäquat zu Radio Burgenland ist hier natürlich ein Nationalsender (R1, R2). Abgesehen von einer Call-In-Sendung, der man, obwohl man kein Wort versteht, Gehalt und Niveau anmerkt, läuft hier Musik, der man das auch nicht absprechen kann. Keine Plastikpopware aus weiland Amerika, gerade noch ein bisschen Mika begleitet die Autofahrt rund um das Eiland. Kein Formatwahnsinn mit dem ewig gleichen Schrott. Dafür viel heimische Musik, tatsächlich "mehr Musik und mehr Abwechslung", vom Folksong über isländischen Metal bis zu elfengleichen Stimmen verpackt in eine Singer-Songwriter-Komposition. Alles in allem angenehme Begleitmusik, selten nervend, meistens spannend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hierzulande hieß es einmal, Österreich sei eine Insel der Seligen. Wer immer dieses Gerücht in die Welt gesetzt hat, er hat Island wohl noch nicht gesehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-8718001067645868359?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/8718001067645868359/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/09/was-man-invon-island-lernen-kann.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/8718001067645868359'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/8718001067645868359'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2008/09/was-man-invon-island-lernen-kann.html' title='Was man in/von Island lernen kann'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-2854428487035675052</id><published>2007-09-05T15:21:00.000+02:00</published><updated>2009-01-21T11:02:48.127+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fotos'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisen'/><title type='text'>Island</title><content type='html'>&lt;b&gt;... war wahrlich eine Reise wert.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;   &lt;img src="http://www.inkmusic.at/cutenews/data/upimages/vatnajoekull.jpg" alt="Vatnajökull-Ausläufer" align="none" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;Ein Ausläufer des Vatnajökull, einem Gletscher, der Mallorca vollständig unter einer fetten Eisschicht zudecken würde. Gletscherzungen wie diese gibts etwa 20. Drunter: Ein mächtig aktiver Vulkan.&lt;br /&gt;&lt;img src="http://www.inkmusic.at/cutenews/data/upimages/strand2.jpg" alt="Strand" align="none" border="0" /&gt;&lt;img src="http://www.inkmusic.at/cutenews/data/upimages/strand.jpg" alt="Strand" align="none" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;Der vielleicht beeindruckendste und schönste Strand an dem ich je war, und wenn sogar National Geographic das sagt, dann muss was dran sein. Unglaublich, wie schön Steine sein können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src="http://www.inkmusic.at/cutenews/data/upimages/geysir.jpg" alt="Geysir" align="none" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;Der Klassiker: Geysir. Die heissen überall so, weil das hier, das Original, so heisst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src="http://www.inkmusic.at/cutenews/data/upimages/schwefel.jpg" alt="Myvatn-Schwefel" align="none" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nahe Myvatn schwefelt es gehörig und es stinkt elendig. Aber es ist verdammt beeindruckend, das ganze Vulkanzeugs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src="http://www.inkmusic.at/cutenews/data/upimages/joekulsarlon.jpg" alt="Jökulsarlon" align="none" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;Mein persönliches Ober-Highlight unter allen Highlights: Jökulsarlon, ein riesiger Gletschersee voller Eisberge, der ins Meer mündet. Sieht immer anders aus, lässt einen staunen, was die Natur "kann". Sollte man irgendwann in seinem Leben gesehen haben, das. Und zwar nicht als Filmkulisse (wie in diversen Lara Crofts und James Bonds schon möglich).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src="http://www.inkmusic.at/cutenews/data/upimages/hunkubakkar.jpg" alt="Hunkubakkar" align="none" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;Am Hunkubakkar, einer Schlucht nahe dem Laki-Vulkan, der schon einige Male für eine ordentliche Katastrophe gesorgt hat, die teilweise Auswirkungen bis in die Benelux-Länder hatte.&lt;br /&gt;&lt;img src="http://www.inkmusic.at/cutenews/data/upimages/fosse.jpg" alt="" align="none" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;Wasserfälle ohne Ende, hier überraschend grün zwischendurch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-2854428487035675052?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/2854428487035675052/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2007/09/island.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/2854428487035675052'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/2854428487035675052'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2007/09/island.html' title='Island'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-1193859610312266089</id><published>2007-07-29T14:39:00.000+02:00</published><updated>2008-11-30T14:40:55.720+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gedanken'/><title type='text'>Qualität und Quantität</title><content type='html'>Die Welt, wie sie heute ist, funktioniert nach den goldenen Regeln&lt;br /&gt;des Kapitalismus, und also nach der Grundweisheit: Quantität entscheidet, Qualität ist nebensächlich. Wieviel Geld hast du, nicht warum. Wieviele Leute entlässt dein Konzern, nicht welche. Wieviele Besucher kommen auf dein Festival, nicht welche. Wieviele Leute wählen dich, nicht warum.&lt;br /&gt;Welch Rattenschweif an Folgeerscheinungen das mit sich bringt, wird von Tag zu Tag Grauen erregender. Zählt also wirklich nur das nackte Ergebnis und nicht das "wie haben wir gespielt"? Zeit für mehr Qualitätsdenken, wenig Gründe dafür.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beispiel 1.&lt;br /&gt;Ein Job an sich definiert sich in dieser modernen Welt (unter anderem und nicht unwesentlich) am Gehalt. Das Sovielverdienichimmonat&lt;br /&gt;ermöglicht eine Zuordnung zu einer modernen Form der Kaste, es bestimmt das, was man sich an Konsumgütern und Statussymbolen leisten kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gehalt, das klassische quantitative Merkmal. Aber gibt es nicht auch noch andere Kriterien, nach denen ein Arbeitsplatz zu beurteilen ist. Machen nicht auch non-monetäre Dinge Jobs "wertvoll"?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt ist mein Job, den ich mir immerhin selber ausgesucht und quasi geschaffen habe, nicht unbedingt einer, mit denen ich nicht so schnell zur High Society stossen werde. Er bringt viel Ärger mit sich. Auch und vor allem dann, wenn man auch den finanziellen Unterschied zwischen dem, was man macht, und dem, was man stattdessen machen könnte, vorgeführt bekommt. Abseits des finanziellen Aspekts wird die tagtägliche Arbeit selten, und wenn, dann mit Kleinigkeiten "honoriert". Man tröstet sich oft mit dem missionarischen Dasein, mit der Freiheit seiner Entscheidungen und Zeiteinteilung (die in Wirklichkeit eh ganz und gar keine ist, aber das ist eine andere Geschichte) und mit der Tatsache, das man sich als klar denkender Mensch in den Spiegel schauen kann - was Menschen aus der Werbe-, PR- oder auch Musikbranche nicht immer können (allerdings fehlt denen vielleicht  auch die Fähigkeit des klaren Denkens, womit das Spiegel-Argument ausgehebelt wird).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedenfalls sind es durch und durch qualitative Merkmale, die diesen Job (in meinem persönlichen Empfinden zumindest) Wert geben. Dramatischere Beispiele sind Leute in NGOs, Alten- und Krankenpfleger und dergleichen. Menschen, die wesentlich mehr Respekt verdienen als tatsächlich Geld. Gewisse Dinge sind mit einer Überweisung nicht zu bezahlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beispiel 2.&lt;br /&gt;Politik definiert sich in unserer heutigen Welt (unter anderem und&lt;br /&gt;nicht unwesentlich) an Wahlergebnissen. Immerhin hat der Wähler Recht und Mehrheiten entscheiden. Quantität, also, ganz klassisch. Welches System an Korruption, Manipulation und Scheinheiligkeit das aber mit sich bringt... nunja.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Wählerstimmen in westlichen Demokratien schon nicht gekauft werden, so werden sie zumindest erschlichen. Falsche Versprechungen haben mehr Tradition als Weihnachten. Das Zeltfest besuchen und Hände von Leuten schütteln ist wichtiger, als tatsächlich sinnvolle politische Inhalte zu formulieren. Denn schließlich zählt deshalb Sympathie und Aussehen mehr als politische Visionen. Und wenn schon Visionen, dann bitte knackige Sprüche und abgegriffene Witze. Weshalb also Kraft vergeuden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht ja nur um Wählerstimmen, das Leckerli des Profipolitikers. Was für ein Grundübel. Es geht nicht um die Weiterentwicklung der Gesellschaft (was eines der hehren Ziele tatsächlicher Politik sein sollte), es geht nur um die Erlangug von Macht. Damit einhergehend gibt es viel Geld. Das kann prächtig eingesetzt werden, um Verbündete zu befrieden. Aus diesem Grund gibt es Gewerkschaften und Bünde, aus diesem Grund gibt es das undurchschaubare System an Förderungen und Zuwendungen für dubiose Vereine und Organisationen. Denn das bringt beim nächsten Mal wieder Stimmen, und der Kreislauf kann von Neuem beginnen. Wozu also tatsächlich Politik machen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die österreichischen Parteien geben Millionen an (öffentlichem) Geld für Lobbyisten, PR-Agenturen und Werbekampagnen aus, um das richtige "Image" zu transportieren. Im Vergleich dazu wird nur ein lächerlicher, marginaler Betrag in Expertisen oder Fachmeinungen investiert. Lieblingsstiefkinder sind Forschung, Entwicklung und Bildung - denn sie lassen sich nur schlecht verkaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Normalbürger ist vielleicht nicht wirklich "dumm", aber er hat schlichtweg nicht die Zeit und schon gar nicht die Muße, um sich mit den komplexen und vielschichtigen Inhalten der Politik ausreichend auseinanderzusetzen. Trotzdem soll er die größte Last von allen tragen: zu entscheiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist, als ließe man einen zufällig anwesenden Passanten eine Bombe  entschärfen, in dem man ihn fragt, ob man den blauen, den roten oder den schwarzen Draht durchtrennen soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stammtischdiskussionen haben die Tiefe des Neusiedler Sees, eben WEIL die dabei diskutierten Inhalte in der Regel nicht eindimensional funktionieren. Und Entscheidungen in diesem Bereich - auch solche der Wahl der richtigen Partei - sollten keineswegs nach eindimensionalen Kriterien ("Der is nett!", "Der is fesch!", "Genau! Die Ausländer ghern ausse!") funktionieren. Sie bedürfen Weitsicht, Verständnis von Zusammenhängen, eine klare Linie und zumindest ein Körnchen Weisheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von den Millionen Wählern in einem Land erfüllen diese "Pflicht" nur ausgesprochen wenige. Und von denen, vermute ich, bleiben die meisten einer Wahl aus Protest fern. Das politische System bräuchte noch notwendiger als alles andere: Qualität.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beispiel 3.&lt;br /&gt;Zurück zu "meinem Job". Am vergangenen Wochenende ging wieder das Pappelpop über die Bühne. Etwas über 400 Besucher, finanziell ging sich das alles gerade mal so aus, wir hatten ausgezeichnet kalkuliert. Nettes, kleines Festival, aber ohne wirkliche Zukunft. Es ist nicht leistbar, auf lange Sicht mit einer wohldurchdachten, aber extrem knappen Kalkulation Veranstaltungen diesen Ausmaßes zu betreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber immerhin: Ein paar Kilometer weiter, in Wiesen, hat ein Kollege weniger "Glück" gehabt. Er hat aber eines der schönsten Festivals der letzten Jahre programmiert - künstlerisch beeindruckend, dicht, stimmig und in sich geschlossen - und greift deshalb jetzt ganz tief in die Tasche, weil er weit unter dem geblieben ist, was er an zahlenden Besuchern zur Finanzierung des Festivals benötigt hätte. Ein Problem. Also haben wir es wieder: Quantität definiert, was zu tun ist, bestimmt den Weg,  verbietet Qualität damit fast schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn: Die Freunde des großen Marktbeherrschers schaffen es, mit Pomp und Trara 60.000 Menschen auf ein Festivalgelände zu bewegen. Etwa das 40fache des zitierten Beispiels. War das Programm dort wirklich täglich VIERZIG-mal "besser"?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei dieser Quantität wird nach der Qualität erst gar nicht gefragt, denn Masse hat Recht. Noch schlimmer: Die Menschen gehen hin, weil alle hingehen. Der Mensch ist halt doch ein Rudeltier. Und entweder alle oder gar keiner. Hier also alle. Die Masse hat Recht, die Masse macht die Kohle, die Kohle macht mit Umwegen (Werbebudgets!) noch mehr Masse - schon wieder so ein Teufelskreislauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Unterschied: ein rein psychologischer, der auch im Mikrokosmos so funktioniert. Vergleiche Pappelpop (400 Besucher) und Lümmeltütenparty oder Sless (mehrere Tausend Besucher bei ungleich weniger Aufwand, geschweige denn "Programm").&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beispiel 4:&lt;br /&gt;Ein ähnlich situiertes Problem: http://fm4.orf.at/blumenau/219245/main&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ja, ich weiß: Die Liste ist beliebig erweiterbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was das alles "wirklich" bedeutet?&lt;br /&gt;Die Lümmeltütenparty hat Recht.&lt;br /&gt;Die Kronen Zeitung hat Recht.&lt;br /&gt;Ö3 hat Recht.&lt;br /&gt;Jörg Haider hat Recht.&lt;br /&gt;Der Papst hat Recht.&lt;br /&gt;Die USA haben Recht.&lt;br /&gt;George W. Bush hat Recht.&lt;br /&gt;Die Börse hat Recht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angst?&lt;br /&gt;Mit Recht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Absurde ist: Um Qualität zu vermitteln, bedarf es der Methodik jener, die Quantität als Prinzip haben. Eine Grenze dabei zu ziehen, ist so gut wie unmöglich - wo beginnt das moralische Problem von Live Earth, wo hört die Klimadiskussion auf? Wo ist "Live Aid" ein Mega-Event, wieweit hilft es Afrika wirklich? Wo beginnt die PR-Maschinerie des Life-Ball, wo ist dias Thema AIDS dabei obsolet?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-1193859610312266089?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/1193859610312266089/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2007/07/qualitt-und-quantitt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/1193859610312266089'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/1193859610312266089'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2007/07/qualitt-und-quantitt.html' title='Qualität und Quantität'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-8578068650077254103</id><published>2007-05-18T14:41:00.000+02:00</published><updated>2011-08-27T19:28:34.239+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Amadeus'/><title type='text'>Der Amadeus, also.</title><content type='html'>&lt;b&gt;Seit einigen Jahr vergibt sich die hiesige "Musikindustrie" Preise, damit sie weiß, wie gut und wichtig sie ist. Gestern erstmals im Gasometer. Zeit für ein paar Ansichten zum hiesigen Musikwesen. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Gasometer ist ja schon als Konzertlokalität ein bissl ein Problem. "Gut gemeint" ist mir schon bei der Eröffnung vor ein paar Jährchen dazu eingefallen. Unlängst bei Bloc Party ebenda fühlte ich mich wieder bestätigt. Die (gute) Band hat da doch etwas gelitten. Sound furchtbar, Ambiente kalt. Eine Konzerthalle, eben, und kein intimer Club. Gestern, beim Amadeus, wars an sich ein bissl ähnlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Macher hatten sich viel überlegt und vorgenommen, und tatsächlich eine "Show" von herzeigbarem Format (zu sehen heute ab 21:15h im ORF) zustandegebracht. Der Amadeus sei, so Moderator Andi Knoll (man möchts ja kaum glauben, aber ein leiwander Bursch, übrigens, nämlich wirklich), endlich dort angekommen, wo er hingehöre: in einer Konzerthalle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So spi- und spülten die "Showacts" jeweils zwei Nummern anstelle von einer herunter, befanden sich in einem "Graben" zwischen Bühne und VIPs ein paar hundert (um dafür mit 35,- abgezockte) Kids, die kreischend ihre Liebe zu Christl Stürmer und Co. bestätigen durften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei enthebt sich natürlich das, was die Kaiser Chiefs oder Naked Lunch (um mal von den "Guten" zu sprechen), jeder Form von Konzertkritik, aber in das Konzept und Format "Show" hat das ganz gut gepasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das damit die interessanten Acts aufgezählt sind - eh klar. Das sich die internationalen Stargäste sonst auf die auf jeder Frühstücksparty trällernden Melanie C oder die Castingpüppchen Monrose beschränkt: ja, eh. Wir sind in Österreich, das ist ein Land, dass den Red Hot Chili Peppers oder Gnarls Barkley (die beiden Acts gewannen den Preis für bestes Album bzw. beste Single des Jahres) nicht einmal ein "mir is wurscht" abringen. Das dürften sogar die bei dieser Kategorie bitte enttäuschten Kiddies eingesehen haben, die sich auf diese Acts natürlich auch gefreut hätten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist halt eine Industrieveranstaltung - ein österreichische noch dazu. Und gehuldigt wird der Industrie. Das ist es ja auch, was das ganze vor allem NACH der Show immer ausgemacht hat: Die magische "Aftershow Party", bei der die zahlenden Kids auch um noch so viel Geld nicht hinein hätten dürfen. Und ehrlich: Sie würden auch hier dermaßen enttäuscht sein, wie wenige Stars und wie wenig glanzvoll das letztlich vonstatten geht... "real life is stupid" wie der Generation Freizeitphilosophin Paris Hilton zu sagen pflegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man trifft "Business-Kollegen" und sorgt dafür, dass das Bier und der Vodka wieder viel zu früh verschenkt ist. Man beschwert sich über zu frühe Sperrstunde und lässt ein wenig die Sau raus. Man sieht Leute zu Eberhard Forchers DJerei tanzen, denen man nicht einmal das Beherrschen eines einzigen Schrittes auf einer Tanzfläche zugetraut hätte. Man drängt sich vor dem Buffet, als ob es um UEFA-Cup-Plätze für den Lieblingsverein ginge - oder noch mehr. Man trifft neue und alte Bekannte und Leute, die man jedes Jahr nur zum Amadeus sieht. Man jammert über den Zustand der Musikindustrie an sich und tut sich vielleicht auch noch gegenseitig leid.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dort, wo alle diese Klischees zuhause sind, hat gestern das Problem begonnen. Das ist schade. Der Gasometer ist in Sachen Flair dem ORF-Zentrum haushoch unterlegen. Platzmangel nahe der Panik, die Temperaturen ließen zeitweise den Schluß zu, man befände sich in einer Gruppensauna. Das war für das Um und Auf bei dieser Sause, das "Socializen" nicht gerade hilfreich. Das tat der Stimmung einigermaßen Abbruch. Aber nun gut: Kollateralschaden. Das Bild nach außen, das war stimmiger als bisher. Und schließlich braucht man ja auch einen Legitimationsgrund für das jährliche Geschäftskomatrinken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das täuscht aber sowieso nicht über ein paar grundlegende Probleme dieser Veranstaltung hinweg: So schön kann die Fassade gar nicht geschmückt werden, als das man nicht entdeckt, welch baufälliges Haus sich dahinter befindet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass der Christina Stürmer-Preis völlig überraschend an Christina Stürmer ging, ja eh.... Wer soll ihr einen Vorwurf machen, dass sie mit gelebter Durchschnittlichkeit immer noch voraus ist? Die gnädige Frau ist mittlerweile übirgens endgültig deutscher als der deutscheste Piefke, was ihr Sprech betrifft - mir graut, und ich bin nicht allein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mondscheiner, seit 2002 aktiv, sind "Newcomer des Jahres". Ö3 hat sie "entdeckt" und vereinnahmt (wem immer das Ding rund um "Die neuen Österreicher" eingefallen ist... ) - für Mondscheiner gilt: Mitgehangen, mitgefangen. "Eh nett", und wenigstens wirklich Musiker mit Hintergrund, eigenen Ideen und einer Vorstellung von der Welt, wie sie wirklich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die plastische Substanzlosigkeit von Luttenberger*Klug ("Single des Jahres") kann auch der von den hiesigen Major-Labels offensichtlich als Messias verehrte Produzent Alexander Kahr nicht verbergen. Kahr hatte, ich nenne es jetzt mal blöd so: Zufallstreffer mit Christina Stürmer und wird seither mit ALLEN Aufträgen mit Schlagrichtung Mainstream/Pop zugeschüttet, als ob er der einzige Mensch in Österreich wäre, der einen Regler bedienen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pop, das ist oder wäre ein großartiges Format, eine unglaublich leiwande Spielwiese. Da muß man gar nicht so streng sein wie Herwig Zamernik, der (verständlicherweise) meinte, er wüsste jetzt, warum er seit jeher ein "Indie-Fuzzi" ist. Man sehe sich an, was die wirklich fähigen Kollegen in den englischsprachigen Ländern aus Talent machen können. Was gibt es einzuwenden gegen Popmusik, wenn sie originell und gut gemacht ist?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Österreich begnügt man sich damit, die medialen Seilschaften und das bisschen Budget dazu zu nutzen, um maximal mittelmäßige Plastikprodukte als hochwertiges Edelmetall-Geschirr zu vermarkten. Aber gut: Die Masse spielt ja gerne mit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-8578068650077254103?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/8578068650077254103/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2007/05/der-amadeus-also.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/8578068650077254103'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/8578068650077254103'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2007/05/der-amadeus-also.html' title='Der Amadeus, also.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-5425469379945691103</id><published>2006-12-30T14:42:00.000+01:00</published><updated>2008-11-30T14:43:46.287+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rückblick'/><title type='text'>Jahresbilanz 2006 - der Rest.</title><content type='html'>&lt;b&gt; &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Und der Haifisch, der hat Zähne.&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  Die Musik-Chose haben wir ja &lt;a href="http://www.inkmusic.at/logs_vicious.php?subaction=showfull&amp;amp;id=1166913719&amp;amp;archive=&amp;amp;start_from=&amp;amp;ucat=12&amp;amp;" target="_blank"&gt;ausführlich besprochen&lt;/a&gt;, aber das Leben ist ja nicht nur Pommes und Disco, wie ein deutscher Kollege zu sagen pflegt. 2006 war ein durch und durch seltsames Jahr, und schon die Vorahnung auf so ein Jahr hat in mir ein komisches Gefühl hochgebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich sind da persönliche Sachen und Ereignisse viel schlagender als die "öffentlichen" - und von beiden gab es mehr als genug. Lassen wir das private einmal privat sein und konzentrieren wir uns auf das, was jeder mitbekommen hat, der sehenden Auges durch das Jahr 2006 spaziert ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da taucht ein 18jähriges Mädchen auf, das zehn Jahre als vermisst und also eigentlich längst als tot galt. Da wird ausgerechnet Italien Fußball-Weltmeister, während sich ausgerechnet Deutschland als Fußball-Mannschaft wie als Volk so eigenartig positiv darstellt, dass einem das dabei ausgelöste Kopfschütteln heftige Schmerzen verursacht. Da verabschiedet sich ein Weltklasse-Fußballer mit einer dümmlichen Aktion von der "Bühne". Da blamiert sich das hiesige Nationalteam ein- ums anderemal, während zwei "Neunmalkluge" den Aufstand proben und sich nix mehr um das Land der Berge pfeifen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wird zur Leistungssteigerung Blut gewaschen und hernach gleichsam die Hände in Unschuld; während ein Trainer, der gar keiner sein darf, völlig auszuckt und das Wort "Provinzposse" neu und schlagkräftig definiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da leistet sich die größte Partei Österreichs den "Luxus", ihre Quasi-Vorfeldorganisation, die Gewerkschaft, vor die Hunde gehen zu lassen - nur, um dann trotzdem die Wahlen zu gewinnen. Da feiert ein Haider-Kopist die Wiederauferstehung des platt-polemischen Populismus in der Politik mit einem Wahlerfolg. Da werden weiterhin dreiste Lügen solange als die einzige Wahrheit dargestellt, bis es eh jeder glaubt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da nimmt sich eine neue Zeitung dies gleich zum Vorbild, verbreitet fortan täglich seine "News" und nennt sich noch dazu großkotzigst möglich "Österreich".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da geht das stimmigste und mit größter Vorfreude erwartete Festival gleich im doppelten wahrsten Sinne den Bach hinunter. Da kreischen und gröhlen die mit Vergnügen Obrigkeitshörigen Jungmenschen beim Erscheinen eines schwerst Drogenkranken - während ihre Eltern und Großeltern schockgefroren feststellen, dass auch ihre Generation ein derartiges "Vorbild" zur Verfügung hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da gibt es ein Mädchen, dessen Berühmtheit darauf beruht, berühmt zu sein, und dessen Aufgabe es ist, aktuelle Umfragen dazu zu bringen, auszusagen, der sehnlichste Wunsch junger Mädchen sei nicht etwa Gesundheit oder dergleichen, sondern "Prominenz". Da gibt es auch ein Mädchen, die diesem Ziel so sehr nacheifert, dass sie an Magersucht stirbt und damit - schwarze Ironie der Geschichte - tatsächlich Berühmtheit erlangt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da gibt es die Wiener Polizei, deren Oberste sich über Intrigen und Vorwürfe geschickt gegenseitig ins Out befördern. Da wird am vorletzten Tag des Jahres gschwind noch ein Ex-Diktator aufgehängt und beweist damit indirekt, dass seine "Richter" auch nicht um soviel gscheiter und besser sind als er.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erinnerungswürdigen Geschichten des Jahres 2006 sind unzählig, die meisten davon verleiten zum Kopfschütteln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem der so zahlreichen Jahresrückblicke dieser Tage habe ich noch einmal (Ausschnitte aus) "Die Dreigroschenoper" gesehen. Es war mir ein Vergnügen, Brechts Meisterwerk diesen Sommer in Kobersdorf auf der Bühne zu sehen. Auch dazu gäbe es einige schöne Geschichten zu erzählen, Faktum bleibt: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Die Dreigroschenoper&lt;/span&gt; beinhaltet auch gut 60 Jahre nach ihrer Uraufführung und 50 Jahre nach Brechts Tod mehr Wahrheiten, als man dem modernen und jetztzeitigen Jahr 2006 zumuten würde. Korruption und Lügen, Drogen und Prostituion, eine gewaltig aufgehende Schere zwischen Arm und Reich, Schmiergeld und Betrügereien. Und das alles als Publikumshit zum Amüsement der breiten Masse. Ob sie die Signale aufnimmt und versteht oder es doch nur, wie ich es "befürchte", auf eine abendliche "Unterhaltung" reduziert? Besser als hier ist die Welt, wie sie (immer noch) ist, kaum auf den Punkt zu bringen. Möge 2007 eine kitschig-blühende Romanze werden und kein sozialkritisches Drama.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic;"&gt;Und die einen sind im Dunkeln, und die andern sind im Licht,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic;"&gt;und man siehet die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-5425469379945691103?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/5425469379945691103/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2006/12/jahresbilanz-2006-der-rest.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5425469379945691103'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5425469379945691103'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2006/12/jahresbilanz-2006-der-rest.html' title='Jahresbilanz 2006 - der Rest.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-5136635714058564951</id><published>2006-12-23T14:49:00.000+01:00</published><updated>2008-11-30T14:50:05.865+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gedanken'/><title type='text'>Weihnachten, also.</title><content type='html'>&lt;b&gt;  &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Der größte Trick des Teufels war der, den Menschen glauben zu machen, es gäbe ihn gar nicht."&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im letzten Jahr hab ich den Monat Dezember in der Sonne verbracht, weit weg von zuhause. Weit weg von Maroni und Einkaufswahnsinn, verstopfter Mariahilfer Straße und Zimtgebäck. Weit weg von "Der Handel freut sich über 2% Geschäftszuwachs" und von "Was schenk ich bloß der/dem ....?". Weit weg von "Last Christmas" und "Little Drummer Boy", weit weg von Klinglöckchen Klingelingeling und dem Coca-Cola-Weihnachtswagen. Weit weg von Kunstschnee und stromvergeudenden Lichterketten auf jedem Haus in der Pampa. Weit weg von der Christkind vs. Weihnachtsmann-Diskussion und dem obligaten "Wir schauen was wir unserem Magen alles zumuten können"-Gemetzel rund um die Feiertage. Weit weg von Weihnachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst heuer merke ich so richtig, wie wenig mir das alles abgegangen ist. Ist eigentlich jemandem aufgefallen, was in obiger Aufzählung fehlt? Nunja, Weihnachten ist immerhin ein christliches Fest. Gut, die moslemischen Mitbürger hierzulande freuen sich genauso über ein paar "gesetzliche Feiertage". Gut, die definitiv nicht römisch-katholischen Japaner feiern trotzdem wie die Wahnsinnigen. Aber im Prinzip haben sie ja Recht. Weihnachten ist längst zu einer Institution der Wirtschaftskammer geworden und nicht ein Fest der Christen. Was feiern wir denn auch sonst als: Jesus, der Messias, Retter der Konsumgesellschaft, ist da. Zu seinem Geburtstag schenken wir einander Umsatzzuwächse und Steuerrekorde; verpfeffern alles, was wir im Rest des Jahres so an Geldern aufgestaut haben, noch rasch. Neulich hab ich gelesen: 350 Euro gibt der Österreicher im Schnitt (!) für Weihnachtsgeschenke aus. Im Monat Dezember wird durschnittlich 4,5x soviel Geld ausgegeben wie in jedem anderen Monat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wobei es der Wirtschaft sogar zu blöd ist, sein Konterfei oder seinen Namen zu benutzen, wie praktisch ist doch der Weihnachtsmann anstelle des Christkinds zu gebrauchen. Da fehlt auf den ersten Blick jegliche christliche Assoziation - und seine rote Farbe hat er von Coca Cola gesponsert bekommen (früher war er nämlich grün).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zeit der Besinnung? Zeit der Ruhe? Das ich nicht lache. Die Werbung schreit lauter als in den anderen elf Monaten zusammen, die Postkästen biegen sich vor lauter Zuschriften, die Spam-Quote kraxelt nach oben. Jeder braucht einen grünen Baum im Haus, will aber trotzdem weiße Weihnachten und weiß eigentlich gar nicht wozu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ö3 spielt wieder Wham und sichert George Michaels Pension, Boney M. feiern ihr siebenundvierzigstes Comeback, Greatest-Hits-Alben schießen aus den Boden wie Schwammerl und zwei von drei "Stars" fühlen sich bemüssigt ihre Weihnachtsalben aufzunehmen. Die verordnete Feierlichkeit - juchee!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weihnachten ist zynisch. Weihnachten ist eine der verlogensten Veranstaltungen, die der Mensch zustande gebracht hat. Es ist die verordnete Freude - doch dahinter steckt die ganz gewaltig grinsende Fratze des Bösen. Niemand kümmert sich wirklich um all diesen Quatsch, den er deshalb glaubt, weil es ihm die Welt vorgaukelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weihnachten? Ein Fest der Umsatzrenditen und Bankomatkassen, ein Fest der Überstunden und des Geschäftemachens; ein Fest des Einkaufens all jener unnötigen Dinge, die niemand sonst im Lauf des Jahres sich zu kaufen getraut. Ein Fest des Konsums und der Völlerei, ein Fest als das genaue Gegenteil dessen, was es immer sein wollte: Stille Nacht? Ja, sicher. Dieses Weihnachten kann mich bitte schön am Arsch lecken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-5136635714058564951?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/5136635714058564951/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2006/12/weihnachten-also.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5136635714058564951'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5136635714058564951'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2006/12/weihnachten-also.html' title='Weihnachten, also.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-5370064617760738084</id><published>2006-12-23T14:43:00.000+01:00</published><updated>2008-11-30T14:45:04.282+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rückblick'/><title type='text'>Jahresbilanz 2006 - der Musik-Teil.</title><content type='html'>&lt;b&gt;Noch selten Jahre wie diese gehabt, in denen ich dermaßen wenig (ja, wirklich wenig) neue Musik gehört, gekauft und "aufgesaugt" habe. Warum auch immer. Jedenfalls hab ich trotzdem meine leisen und lauten, schönen und schirchen High- und Lowlights des Jahres gehabt, wie immer. Und meine persönliche Sicht der Dinge bewahrt. Here they are, let´s discuss ´em.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war das erste Jahr in der Quasi-Pension als DJ. Die Bilanz sagt alles: 2005 hab ich insgesamt rund 40 mal die Plattenteller drehen lassen, 2006 drei Mal. Ich werd das auch im nächsten Jahr nicht viel anders handhaben und mir Anlässe gut aussuchen - und ebenso, was ich auflegen werde. Das übliche Indie-Kids-Disco-TamTam werdet ihr von mir nicht mehr so schnell zu hören kriegen - das machen die jungen Kollegen besser ;-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;So gut wie alle Hitlisten - ob kommerziell oder "Indie", Print- oder Funkmedium - werden von Gnarls Barkley´s &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;"Crazy"&lt;/span&gt; angeführt. Eine interessante Tendenz (oder doch eher eine Ausnahme?). Jedenfalls werden die einst so tiefen Gräben "Indie" und "Kommerz" langsam aber sicher zugeschüttet - und ich sage Gott sei Dank. Ich hab nix gegen gute Popmusik. Und schon gar nix gegen Popmusik, die auch gut ist. Gnarls Barkley haben geschafft, beide "Welten" anzusprechen, ebenso wie etwa die &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Scissor Sisters&lt;/span&gt; oder auch andere. Sind mir nicht die allerliebsten und supersten Beispiele aus dem Musikjahr 2006, aber sind mir immer noch tausendfach lieber als diverse Klon-Stars, Boygroups und billige Dancefloors-Coverversionen. Also.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der NME hat 2006 das Jahr der Frauen genannt. Mag sein. Die Beispiele Lilly Allen oder &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Regina Spektor&lt;/span&gt; greifen mir aber viel zu kurz und zeigen, dass der NME auch nix anderes ist als die englische Bild-Zeitung für den Musik-Teenie. Drauf geschissen, sag ich, und das sagt übrigens auch &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lilly Allen&lt;/span&gt; selber in ihrem &lt;a href="http://blog.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.ListAll&amp;amp;friendID=36707169&amp;amp;MyToken=f8fed185-37d5-4c1c-97ed-79490628c417ML" target="_blank"&gt;myspace-Blog&lt;/a&gt;. Sehr cool, das, auch wenn mir die Dame musikalisch überall vorbei geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie überhaupt &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;mySpace&lt;/span&gt; DAS Riesending wurde in 2006. Die Seite selbst ist aus technischer und programmierphilosophischer Sicht zwar eine Katastrophe, aber es war Zeit, das sowas kommt - denn das Prinzip ist supereinfach, und die Kommunikation wird von und über mySpace auch viel stärker in die reale Welt rübergeholt als bisher im/aus dem Internet. Selbst wir ink´s haben eine &lt;a href="http://www.myspace.com/inkvienna" target="_blank"&gt;myspace&lt;/a&gt;-Seite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im kommerziellen Bereich hat die "Deutsch"-Welle meiner Einschätzung nach ihren Höhepunkt überschritten und ist damit offenbar streßfrei im Stande, ein paar stille und überraschende Höhepunkte zu setzen. Trend-Trittbrettfahrer wie &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hund am Strand&lt;/span&gt; oder die &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Fotos&lt;/span&gt; sind dagegen wie übermotivierte Fußballer - nicht so wirklich im Stande die in sie gesetzten Erwartungen zu erfüllen. So gesehen - und auch wenn hier Eigenlob in den Himmel stinkt - war die beste deutschsprachige Platte 2006 &lt;a href="http://www.schoenwetterschall.at/shop/catalog/product_info.php?manufacturers_id=19&amp;amp;products_id=73&amp;amp;osCsid=7778333cfa17f710ac88f326288a4ba6" target="_blank"&gt;"Ja, Panik"&lt;/a&gt; von &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ja, Panik&lt;/span&gt;. Slackertum at it´s best, frech und graderaus - trotzdem tiefgehend und keineswegs primitiv. Eine tolle Platte, nach wie vor. Aber - zu meiner Verteidigung - ich hab auch &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Sterne&lt;/span&gt; immer sehr gemocht &lt;img src="http://www.inkmusic.at/cutenews/data/emoticons/smile.gif" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Live-Sektor spitzt sich die Lage weiter zu - es gibt ein paar große, fette Festivals, die alles interessante an Acts aufkaufen, aber große Mankos in Sachen Atmosphäre, Stimmung, Gemütlichkeit und mitunter auch Leistbarkeit haben. Dagegen ist die Wiesen-Veranstaltungsfirma nach dem vermurten Forestglade-Absagewahnsinn tatsächlich in Konkurs gegangen. Gute Nacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überhaupt werde ich das Gefühl nicht los, es gäbe nur mehr extrem große und mickrig kleine Acts - nix mehr dazwischen. &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Franz Ferdinand&lt;/span&gt; und &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Mando Diao&lt;/span&gt; bespielen mittlerweile die Stadthalle, &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Mia&lt;/span&gt; demnächst den Gasometer - dagegen sind "kleine" Shows in Lokalen wie etwa dem Chelsea nur mehr selten bis gar nicht ausverkauft, selbst wenn dort ausgesprochen coole Acts zu Gast sind. Mal sehen wie das weiter geht, die Tendenz ist jedenfalls äußerst bedenklich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie siehts mit den neuen Künstlern aus? Die &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Arctic Monkeys&lt;/span&gt; haben (zurecht) alles abgeräumt, was geht. Für mich sind sie die letzten, die im Zuge dieser Retro/The/Speedrock-Indie-Welle derart emporgeschossen kommen. Das Ding ebbt ebenfalls schon ein wenig ab und die (künstlerisch) auf mittlerem Niveau stagnierenden Bands wie Franz Ferdinand oder Mando Diao sind bereits in der Cash Cow-Phase (lies nach in BWL 1, was das so alles bedeutet). Da kommt nix interessantes mehr nach. Bands wie &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;The Fratellis&lt;/span&gt; haben Spaß an der Sache, das zählt also nur bedingt &lt;img src="http://www.inkmusic.at/cutenews/data/emoticons/wink.gif" /&gt;. Die Stadien dieser Welt werden es ihnen bald danken. Zu meinem Bedauern dort sind mittlerweile angekommen sind &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Red Hot Chili Peppers &lt;/span&gt;(dem Mainstream angepasstes, aber immer noch respektables, okayes neues Album) &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Placebo&lt;/span&gt; (dito) oder sogar &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Billy Talent&lt;/span&gt;, brrr. Auf dem besten Weg dorthin sind die von den Kids unfassbar verehrten &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Panic! At The Disco&lt;/span&gt;... na von mir aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dagegen sind wieder leise oder ungewöhnliche Töne angesagt. &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Clap Your Hands Say Yeah&lt;/span&gt; können einem den letzten Nerv rauben, aber haben was; das gleiche gilt etwa für Bands wie &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Beirut&lt;/span&gt; - eine absolut überraschende Abwechslung in den Kritikerhöhen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dort sowieso ganz vorne, oben oder wo auch immer - zumindest bei mir: &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Phoenix&lt;/span&gt;. Es ist unglaublich, welches Talent für Pop-Melodien in diesen Köpfen schlummert - und es ist mir ebenso unbegreiflich wie eigentlich sogar Recht, dass diese Band nicht schon längst viermal hintereinander das Ernst-Happel-Stadion auszuverkaufen imstande ist. Scheiß auf Robbie Williams (neues Album: eine Katastrophe, ein Musterbeispiel an Uninspiriertheit!... und das sag ich als einer, der zwei, drei Robbie Williams-Alben für ausgesprochen gute Popware hält)! &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Phoenix&lt;/span&gt; und deren Album "It´s Never Been Like That" (sowie  auch die Single "Consolation Prizes"): das ist meine Lieblingsdefintion von Pop im Jahr 2006, ha!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann bin ich heuer auf etwas gestossen, was es zwar schon lang gibt, was ich aber bisher nicht kannte: &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Cat Power&lt;/span&gt;. Der Song &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"The Greatest"&lt;/span&gt; und das dazugehörige Album bekommen einen Ehrenplatz im Regal mit der Aufschrift 2006. Der Song ist auf &lt;a href="http://www.inkmusic.at/logs_skofield.php" target="_self"&gt;Skofield´s&lt;/a&gt; inkmix Volume 1 zu finden, übrigens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leute wie &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Damien Rice&lt;/span&gt; sickern bei mir langsam ebenfalls tief ins Langzeitgedächtnis, nachdem Ryan Adams dort eh schon einen fixen Anbetungsturm stehen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hab auch heuer wieder Respekt haben gelernt - etwa vor großartigen Produzenten und ihren Werken. Da gehören - buht mich ruhig aus - sogar &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Christina Aguilera&lt;/span&gt;´s Chartsingle "Ain´t No Other Man" dazu. Aus einem Jazzsample heraus die Hitparade zu knacken - Respekt, eben - auch wenn mir Frau Plastiktuttel immer noch wurscht ist. Auch mein alter Liebling &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Timbaland&lt;/span&gt; ist mit dem neuen &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Justin Timberlake&lt;/span&gt;-Album aus der "Pension" zurückgekehrt... danke, nehm ich auch! Und das die &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Black Eyed Peas&lt;/span&gt; beziehungsweise ihr absolut genialer Frontmann &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Will.I.Am&lt;/span&gt; (ich kenne und schätze die Band halt noch aus ihren Prä-Hitparaden-Zeiten ohne die Nervensäge Fergie) den alten &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Sergio Mendes&lt;/span&gt; noch einmal zu einem Helden machen, verdient ebenfalls größte Anerkennung: Danke, dass die Kids dieser Tage jetzt auch &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Mas Que Nada"&lt;/span&gt; mitsingen können!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann hätten wir da noch die Kategorie &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Video des Jahres&lt;/span&gt; - und hier können wir uns glaube ich jegliche Diskussion ersparen, denn wer zum Teufel würde schon wissen, wer die von mir durchaus schon länger gemochte Band &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ok Go&lt;/span&gt; ist, wäre da nicht &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=NINJQ5LRh-0" target="_blank"&gt;dieses zum Niederknien köstliche Video&lt;/a&gt; zu &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=NINJQ5LRh-0" target="_blank"&gt;"Here It Goes Again"&lt;/a&gt;. &lt;img src="http://www.inkmusic.at/cutenews/data/emoticons/tongue.gif" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Ausblick sagt mir, dass die Hype-Welle der letzten Jahre ein wenig nachlassen wird, etwas "Normalität" in die große Rock´n´Roll-Welt zurückkehren wird und die Newcomer nicht mehr so beliebig, oft und intensiv auf uns zurollen wie in den letzten Jahren. Seien wir uns ehrlich: wer ist davon wirklich übrig geblieben? Ich sehe auf der anderen Seite aber ein steigendes Interesse an einigermaßen gehaltvoller Musik (wenngleich nicht im breitest-kommerziellen Sinn aller Zeiten).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da die Wirtschaftsprognosen gut sind - und hoffentlich so bleiben - können sich die Leute wieder "ernsterer" Musik widmen. Das klingt zwar vielleicht absurd, ist aber wissenschaftlich längst erwiesen. Desto "unglücklicher" und unzufriedener die Menschen sind, desto lieber gehen sie zu Partys und tschechern sich nieder - entsprechend hoch ist das Interesse an eher sinnschwachen Tanz- und Springmusiken wie Ska, Punk und dergleichen. Nicht das die per se schlecht wären, aber Musik, die emotional (und nicht "nur" körperlich) bewegt, ist mir da doch um einiges lieber. Musik, die etwas zu sagen hat, noch mehr. In diesem Sinne: Geht´s der Wirtschaft gut, geht´s uns allen gut, oder so. &lt;img src="http://www.inkmusic.at/cutenews/data/emoticons/laughing.gif" /&gt;... auf ein spannendes 2007.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;http://www.twitter.com/hannestschuertz&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6088395686813621306-5370064617760738084?l=ink-vicious.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ink-vicious.blogspot.com/feeds/5370064617760738084/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2006/12/jahresbilanz-2006-der-musik-teil.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5370064617760738084'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6088395686813621306/posts/default/5370064617760738084'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ink-vicious.blogspot.com/2006/12/jahresbilanz-2006-der-musik-teil.html' title='Jahresbilanz 2006 - der Musik-Teil.'/><author><name>Vicious</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03932347401020052351</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_j17dCPX-_M0/SV9TvXY2k6I/AAAAAAAAAHc/leswG-rfnZo/S220/Hannes_05.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6088395686813621306.post-5766918859816117388</id><published>2006-12-10T14:50:00.000+01:00</published><updated>2008-11-30T14:50:55.644+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gedanken'/><title type='text'>Respekt.</title><content type='html'>&lt;b&gt;Wenn wir schon Weihnachten haben, dann sollten wir uns besinnen. Also diesmal wieder ein wenig Gehirnkram und meine persönliche Begründung, warum Respekt mit zu den höchsten Kulturgütern und wichtigsten Errungenschaften des Menschen gehört.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist ein simples Wort, das viel zu oft mißverstanden, mißbraucht und mißinterpretiert wird. Und es wird mit all seiner Macht gewaltig unterschätzt, ist es doch letztlich der Schlüssel für vieles, was sich der Mensch von sich, seiner Umgebung und der Welt an sich wünscht: Respekt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir reden hier nicht von Toleranz, wir reden hier von Akzeptanz, wir reden von der Stufe drüber: Respekt. Ich lebe mit der Einstellung, dass grundsätzlich jeder Mensch einen gesunden Respekt verdient. Klingt billig, stellt sich oft auf den ersten Blick als Fehler heraus, ist aber als Lebenstheorie unbedingt zu halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Miteinander auf einem Planeten mit 6 Milliarden solchen Wesen funktioniert nur damit, und genau weil Respekt viel zu wenig und viel zu wenig intensiv vorhanden ist, funktioniert es eben nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Regeln sind einfach: Jeder Mensch beansprucht für sich selbst im Grunde nichts anderes als Respekt. In der Arbeit, sei es vom Vorgesetzten, vom Auftraggeber oder vom Kollegen: Mehr als um Geld und Macht geht es um Respekt. Zuhause, von der Familie oder von Freunden ist er genauso unentbehrlich wie Wasser und Brot. In Beziehungen jeder Art - egal ob es um Religion, Geschäfte oder Ehen geht - der Schlüssel ist Respekt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er ist in all diesen Fällen eine art nichtmonetäres Zahlungsmittel. Und das heisst: 
